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Emotionspsychologie (Fach) / Emo (Lektion)
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- Merkmale von Emotion Qualität (Art der Emotion, wie es sich anfühlt), Intensität (Dauer), Gegenstand (Objektgerichtetheit), vorauslaufende Bedingungen (Reaktion auf Ereignis), handlungsbezogene Konsequenzen (physiolog)
- warum sind Emotionen zentral für menschl Erleben/ Verhalten? Häufigkeit, persönliche Bedeutsamkeit, handlungsleitende Fkt
- Aspekte von Emotionen Erleben (wie/ wo fühlt man es), Verhalten (Gestik, Handlung, Körperhaltung), physiolog Reaktionen (hormonell, organisch) (mimischer Ausdruck)
- Begriffsabgrenzung: Gefühl eher subjektives Empfinden, abgegrenzt von Kognition, Wahrnehmung, Denken, Handeln erfahrungsgeleitet, Lust-/ Unlustcharakter
- Begriffsabgrenzung: Affekt handlungsbezogen, schnelles Anschwellen & Entladen; besonders intensiver emotionaler Zustand
- Begriffsabgrenzung: Stimmung eher unterhalb Wahrnehmungsschwelle, weniger intensiv (färbend), länger andauernd, kein Objektbezug; eher pos/ neg
- Aristoteles' Einstellung zu Emotionen führen zu Verhalten/ Handlungen basieren auf subjektiver Wahrnehmung und Gedanken passieren nicht einfach, haben Sinn/ Logik, nicht irrational guter Redner > Emotionen der Zuhörer wachrufen, um zu überzeugen (Rhetorik) Wirkung von literarischen Werken > Emotionen, um Zuschauer zu verändern (Poetik) Aristoteles als 'kognitiver Emotionstheoretiker'
- Epiktets - Schüler von Aristoteles - Auffassung Stoiker Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Art und Weise, wie wir die Dinge sehen (wahrnehmen) > Gedanken machen sie zu etwas Gutem/ Schlechtem
- René Descartes menschl Körper als eine Maschine, von der wir möglichst genau wissen sollten wie sie funktioniert (Leib-Seele-Problem) sammelte alles, was wir über körperl Vorgänge wissen > 6 fundamentale Emotionen + körperl Erscheinungsformen > Kombinationen dieser grundlegenden Emotionen verbinden sich zu anderen Emotionen Emotionen = Leidenschaften der Seele > teilen uns etwas über unser "Innerstes" mit/ Informationsfkt; führen nicht automatisch zum Handeln, sondern informieren uns über uns selbst/ unseren Zustand Emotionen sind änderbar (wie Aristoteles), da auf subjektiven Wahrnehmungen basieren
- Baruch Spinoza religiöser Philosophm, Gott = perfekt, vollständig, diese Welt + Menschen sind Teil von ihm, Göttliche wohnt in uns fähig sein zu großartigen Emotionen (Liebe) pos Gefühle zulassen, neg verringern > arbeiten an Emotionen, da der Mensch irrt
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- Phineas Gage Emotionen durch Gehirn bestimmt Persönlichkeitsveränderung nachdem linker Frontallappen zerstört vorher: umgänglich, verständnisvoll nachher: launisch, reizbar, keine Kontrolle von Emotionen
- Was Darwin wusste und was er daraus folgerte... vor Darwin: exponentielles Wachstum der Population, Begrenztheit der Ressourcen, GG der Population zu Darwins Zeit: Kampf ums Dasein, Einzigartigkeit des Individuums, Erblichkeit der individuellen Variation (genet Faktoren vererbt aber keiner erlangten Fähigkeiten (Ontogenese)) >> Darwins Schlussfolgerungen: untersch Überleben > Selektion Evolution über Generationen hinweg
- Problem 1: Beschränkung auf Emotionsausdruck (Darwin) mimischer Ausdruck von Emotionen (Kommunikationsmittel) Lamarcks Position: ontogenetisch erworbene Eigenschaften sind vererbbar > Emotionsausdruck als 'zweckmäßig assoziierte Gewohnheit', die in Ontogenese erworben und vererbt wird
- Problem 2: was wird vererbt? (Darwin) Emotionen werden nicht als aktuelle Zustände von Personen vererbt sondern als emotionale Dispositionen (Neigungen) > befähigt zum Erleben von Emotionen, Zeigen von Verhaltenstendenzen (physiolog Reaktionen, Verhaltensmerkmale (Mimik, Flucht))
- Problem 3: Wozu sind Emotionsausdrücke da? (Darwin) Biolog Fkt eines Merkmals eines Lebewesens ist diejenige seiner Auswirkungen, die verantwortlich dafür war, dass dieses Merkmal gegenüber seinen Alternativen selegiert > Welche Auswirkungen (Fkt) des emotionalen Ausdrucks von Emotionen wurden selegiert, haben sich als zweckmäßig (dem Überleben, Reproduktion) dienlich erwiesen?
- Problem 4: Emotionsausdruck - eine aktuelle Anpassung? nicht notwendigerweise bedeuten, dass die pos biolog Fkt des emotionalen Ausdrucks von Emotionen heute noch besteht (damals Fitness erhöht) > könnte weiter vererbt, obwohl pos Fkt bereits verloren
- Grundlage der Darwin'schen Theorie The Expression of Emotions in Man and Animals (1872) > Schwerpunkt auf mimischen Ausdruck von Emotion > Phylogenese des Emotionsausdrucks > Aktual-Genese des Emotionsausdrucks
- Aktualgenese einer Emotion nach Darwin = Prozess vom ersten Eindruck zum voll ausgegliederten Erlebnis 1) kogn Bewertung eines Ereignisses 2) emotionale (interne) Gefühle 3) Emotionsausdruck (extern, beobachtbar) - Mimik, Gestik, Körperhaltung, Vokalisation, physiolog Veränd 4) Kommunikation des Gefühls + entsprechende Absichten 5) Rückwirkungen des Emotionsausdrucks auf Emotion (intensivierend/ abschwächend)
- Mimischer Ausdruck nach Darwin + Einwände =äußerliches Anzeichen für ein Gefühl Einwand 1: willentliche Kontrolle (unterdrückt, gefälscht) 2: auch Gedanken, Handlungsabsichten > Mimik 3: organismische Fkt > willentlicher Ausdruck von Emotion kann diese abschwächen/ verstärken
- Darwins Forschungsmethoden 1) intra-kulturelle Beurteilungen des Emotionsausdrucks 2) Inter-kultureller Vgl 3) Beob des Emotionsausdrucks bei Kindern 4) Vgl bei Mensch & Tier 5) Beob bei Blindgeborenen 6) Beob bei Geisteskranken
- Inter-kulturelle Vgl des Emotionsausdrucks (Darwin) Gleiche Bew des Gesichts/ Körpers bei mehreren Menschenrassen > dieselbe Emotion > angeboten, instinktiv Beob an Eingeborenen, die nur wenig Kommunikation mit Europäern = wertvoll Missionare im Zeichnen geschult, damit keine allg. Bemerkungen über Ausdruck gemacht (trügerisches Gedächtnis)
- Emotionsausdruck bei Kindern (Darwin) - Emotionen mit besonderer Kraft; nicht kontrolliert - Wahrsch geringe, dass Emotionsausdruck bereits erlernt - VP = Darwins eigene Kinder
- Emotionsausdruck bei Mensch & Tier (Darwin) - Ursachen, phylogenet Ursprung der versch Ausdrucksbew - Annahme: Emotionsausdruck bei Tieren nicht erlernt - Beob von Haustieren/ Zootieren, mit denen Darwin experimentierte + Beob von Tieren durch andere Personen
- Emotionsausdruck bei Blindgeborenen (Darwin) - keine Nachahmung durch Beob mgl - Lernen durch Verstärkung nicht ausgeschlossen - Beib eines blind und gehörlos geborenen Mädchens + anderer blinder Kinder
- Emotionsausdruck bei Geisteskranken (Darwin) - Emotion nicht unter Kontrolle - Sammlung von Berichten durch den Leiter einer Anstalt für Geisteskranke (nicht genügend Material für konkrete Aussagen)
- Mimischer Ausdruck erlernt oder angeboren? (Darwin) Erlernen = unwahrscheinlich Bei 'Hauptformen' (nach Darwin) best Emotionsausdrücke = erlernt Erkennen eines Emotionsausdruckes = angeboren
- Erklärungsmgl für die von Darwin gefundenen Daten 1. Prinzip der zweckmäßig assoziierten Gewohnheiten (Lamarck) 2. organismische Effekte bzw Fkt > Infoaufnahme + Anstrengungsvorbereitung bei Überraschung, aber auch Intensivierung der Emotion durch deren Ausdruck (Pupillenerweiterung, Mund auf/ zugepresst (bei Ekel)) 3. kommunikative Effekte bzw Fkt > Kommunikation des Gefühlserlebens + der damit einhergehenden Gedanken, Gefühle, Wünsche (Übertragen von Emotionen)
- Kritikpunkte an Darwin 1) mangelnde Systematik & Kontrolle der Beding 2) Versuchsleiter (Missionare) kannten Darwins Hypothesen 3) Untersuchungen beschränken sich primär auf intra und interkulturelle Allggültigkeit des Emotionsausdrucks 4) Studierende als Probanden 5) gestellte, vor-ausgewählte Emotionen (sollte zuf geschehen) bei Darwins 'Forced-Choice-Procedure' = 2 Bilder, Überraschung, Wut, Ärger?, hohe Ratewahrsch 6) Kontext-Einbettung der Befragung in entsprechende 'Geschichten'
- Untersuchungen durch Landis (1924) Versch Emotionen induziert: an Ammoniak riechen, Knallkörper hinterrücks zur Explosion gebracht, Ratte soll enthauptet werden Befund: kein gemeinsamer mimischer Ausdruck in ähnl Situationen; kein Zshang zw verbalen Berichten der Probanden & deren mimischem Ausdruck > Kritik an Darwin
- Kritik an Darwin durch Kulturanthropologen Beob, dass mimischer Ausdruck kulturspezifisch, durch Lernerfahrung bedingt ABER: Re-Analyse ergab keine schlüssigen Beweise für den vehement postulierten Kulturrelativismus (Unterschiede zw Kulturen sehr groß
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- Alternative Vorgehensweise bei Feststellung der Universalität des Emotionsausdrucks (Darwin) systemat-kontrollierte Ermittlung des Prozentsatzes von Personen in versch Ländern, die bei Vorlage von Fotos die jeweils vorhergesagte Emotion wählen zuf ausgewählte Fotos Übereinstimmung liegt zw 60 und 95% > über zuf Erwartungswert hoch bei Freude, Überraschung, Trauer; niedrig bei Ekel, Ärger
- Kritikpunkte an auf Darwin bezogenen Studien Studierende als Probanden mimischer Ausdruck gestellt > evtl übertrieben, besonders 'gut' typische Darst ausgewählt Wahl aus recht kleiner Zahl von Emotionswörtern >> trotzdem: methodisch bessere Studien > Befunde FÜR Darwin
- Weiterentwicklung der Darwin'schen Theorie neuro-kulturelle Theorie des mimischen Ausdrucks (Ekman) Basisemotionen, die durch spezifisches Gefühl, physiolog Änderungen, spezifischen mimischen Ausdruck gekennzeichnet > ausgelöste Emotion aktiviert zugehöriges angeborenes mimisches Programm organismische und kommunikative Fkt unterschieden Mgl Modifikation des mimischen Ausdrucks durch Darstellungsregeln (sozial bedingt, Sozialisationsprozess) > interkulturelle Unterschiede
- William McDougall aufbauend auf Darwins Erkenntnissen > Arbeit an Etablierung einer evolutionären Psychologie der Motivation und Emotion prägte Instinktbegriff Ziel: Schaffung einer 'Evolutionären Psychologie'
- Ziel der 'Evolutionären Psychologie' (McDougall) - Anwendung auf .. vollst der angeborenen Tendenzen zum Denken und Handeln (ererbte Grundlage der Psyche) Anwendung auf Motivations- (Verhalten) und Emotionspsychologie (Gefühle)
- McDougall zu Fühlen und Handeln Emotion erleben = zu best Tätigkeit angeregt, gedrängt werden je intensiver wir angeregt (je stärker es und zur Handlung drängt), desto emotionaler ist unser Erlebnis
- Definition Instinkt (McDougall) = innerliche Dispositionen (Fähigkeit, Handlung nach Auslöser auszuführen), die uns zu best Handlungen drängen =angeborenes Muster bzgl Reakt, die in best Arten von Situationen erfolgen > nicht auf Erfahrung basiert instinkte in Zshang mit Emotionen beobachtbar spezif Handlungen sind durch Lernprozesse, Umwelt, andere Prinzipien beeinflusst bezieht sich NICHT auf aktuellen Zustand eines Organismus
- Instinktbegriff bei McDougall Instinkte als angeborene bereichsspezifische Dispositionen (Mechanismen): Allen Mitgliedern einer Art gemeinsam Resultat aus evolutionären Anpassungsprozessen weder erlern- noch verlernbar hohe Bereichsspezifität (bezogen auf spezifische Instinktziele) hoher motivationaler Bezug (Auswahl und Auslösung von Handlungen) Erklärung von Handlungen/ Handlungsimpulsen & bestimmen Teilbereich unseres Denkens und Fühlens
- Bsp Fluchtinstinkt (McDougall) Auslöser: plötzliche laute Geräusche, Verlust von Halt, extreme Abw vom Gewohnten Emotion: Furcht Handlungsimpuls: Davonlaufen, Sich-Verstecken biolog Fkt: Verletzungen/ gefährliche Situationen vermeiden
- Instinktprozess als 'psychophysischer Prozess' (McDougall) 1) kogn Teilprozess: Erkennen eines Objektes 2) Affektiver Teilprozess: spezifische Gefühlsqualität 3) Konativer Teilprozess: Handlung/ -stendenz S > C > E > R (automat)/ V (geplant) zB Schimmel essen > ekelhaft > Ekel > Nicht essen/ Nahrungsmittel nicht mehr essen
- Instinktmechanismus (McDougall) afferentes, zentrales, efferentes Teilsystem (analog Prozessbestandteile), die jeweils instinktspezifisch Instinkt als ererbte oder angeborene psychophysische Disposition, die verantwortlich für 1) bevorzugte Wahrnehmung von Objekten best Klasse > schenkt ihnen Aufmerksamkeit > 2) Erleben emotionaler Erregung best Qualität >> 3) bzgl Objekt in best Weise handelt/ Impuls zur Handlung erlebt
- Definition Emotion (McDougall) 1) affektiver Teilprozes des Instinktmechanismus 2) Einschluss kogn, konativer Teilprozesse (Syndrom-Def) > spezif Gefühlsqualitäten in Zshang mit Instinkten und/oder dir mir solchen Gefühlsqualitäten verbunden Instinktprozesseb
- Kriterien für primäre Emotionen + Fkt (McDougall) verbunden mit Instinktprozess nicht Spezies-spezifisch (Affe-Mensch) bei Geisteskranken in 'übersteigerter Form' Fkt: Lsg von Anpassungsprozessen, Bereitstellung geeigneter Handlungsoptionen
- Instinkt > angeborene Auslöser > Emotion > Handlungsimpuls > biolog Fkt (McDougall) >> Fluchtinstinkt Flucht durch plötzliche laute Geräusche, Verlust von Halt, extreme Abw vom Gewohnten Emotion: Furcht Handlung: Davonlaufen, sich verstecken um eigenen Körper zu schützen
- Instinkt > angeborene Auslöser > Emotion > Handlungsimpuls > biolog Fkt (McDougall) >> Abstoßungsinstinkt Abstoßung durch Geruchs- & Geschmacksreize, best Formen von Hautkontakt Emotion: Ekel Instinktive Handlungstendenz: Zurückweisen/ -weichen um eigenen Organismus zu schützen
- Instinkt > angeborene Auslöser > Emotion > Handlungsimpuls > biolog Fkt (McDougall) >> Neugierinstinkt Neugier durch mäßige Abw vom Gewohnten Emotion: Staunen/ Exploration Handlung: Annäherung/ Erkundung Auslösen anderer Instinktprozesse > nicht beim Tier, bei Menschen hoch funktional
- Instinkt > angeborene Auslöser > Emotion > Handlungsimpuls > biolog Fkt (McDougall) >> Kampfinstinkt durch Behinderung der Ausführung eines Handlungsimpulses, zu dem das Lebewesen durch ieinen der anderen Instinkte angetrieben Emotion: Ärger Handlung: Widerstand, Hindernisse beseitigen Fkt: andere Instinktziele erreichen; 'Reserve-Energie'
- Instinkt > angeborene Auslöser > Emotion > Handlungsimpuls > biolog Fkt (McDougall) >> Dominanzinstinkt durch Individuen, denen man sich als überlegen betrachtet Emotion: Hochgefühl/ Stolz Handlung: Überlegenheit zeigen, sich behaupten Fkt: Rangkämpfe vermeiden
- Instinkt > angeborene Auslöser > Emotion > Handlungsimpuls > biolog Fkt (McDougall) >> Unterordnungsinstinkt durch Individuen, denen man sich als unterlegen betrachtet Emotion: Unterwürfigkeit, Scham Handlung: unterwürfiges Verhalten, nachgeben Fkt: Rangkämpfe vermeiden
- Instinkt > angeborene Auslöser > Emotion > Handlungsimpuls > biolog Fkt (McDougall) >> Elterninstinkt Auslöser: nicht der Nachwuchs selbst, sondern dessen Schmerz, Furcht, Leid Emorion: Zärtlichkeit, Liebe Handlung: Objekt des Instinktes ernähren, beschützen, umsorgen; Behinderung dieses Instinktes führt schneller zu Ärger als bei anderen Fkt: dient DIREKT (nicht indirekt wie anderen Instinkte) der Arterhaltung