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Einführung in die theoret. Phil. (Fach) / Alte u neue Logik (Lektion)
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- Was war Aristoteles zentrale Entdeckung für die Logik? die Form d.h. der Möglichkeit, in einer Aussage alle Termini durch Variablen zu ersetzen. erst durch einsetzen von bestimmten Termini wird die Aussage wahr oder falsch
- Wieso zeigt sich Aristoteles Entdeckung der Form am eindrucksvollsten beim logischen Schluss (Syllogismus)? weil der logische Schluss auch dann gültig ist, unabhängig davon, welche Termini für die Variablen eingesetzt werden d.h. es ist unwichtig, was Prämissen und Schlussfolgerung inhaltlich besagen logischer Schluss auch dann gültig, wenn Gesamtheit der Prämissen eindeutig falsch ist
- gültige Schlüsse: welche einschränkende, methodologische Regel führt A. ein? dass Ketten von wiss. Schlüssen aus wahren Prämissen erfolgen müssen
- Was fehlte der arist. Logik? Allgemein Syllogistik des arist. Organon war Quantoren-Logik. D.h. die Variablen in ihr stehen für Begriffe. Es fehlt Aussagenlogik (dass die Variablen für Aussagen stehen) materiale Logik: (dass der Bedeutung/dem Inhalt der sprachl. Ausdrücke mehr Raumeingeräumt werden muss) epistemische Logik (dass Wissen ausgdrückt wird, "Ich weiß, dass es regnet") mehrwertige Logik (geht über Betrachtung von wahren/falschen Sätzen hinaus =2 Wahrheitswerte / klassische Logik. Dreiwertige Logik: wahr/falsch/neutral) deontische Logik (Sollens-/Befehlslogik: im deontischen Schluss geht es daru, wie der Ausgangsbefehl befolgt werden kann. Schlussfolgerungen treten hier als Prämissen auf "Tue x!" praktische Schlüsse (die Überlegungen von jmd, der eine Handlung vollzieht, weil ihm etwas wünschenswert erscheint + der weiß, wie er sich dieses Wünschenswerten bemöchtigen kann)
- Bis Aristoteles standen in dessen Organon/Logik Variablen nur für Begriffe. Danach kamen erweiternde Logiken (Aussagenlogik, materiale Logik). Aber welche zukunftsweisenden Bestandteile enthielt das Organon noch? Modallogik: 4 Modalbegriffe und deren Folgerungen (notwendig, möglich, nicht-notwendig, unmöglich) Temporallogik: (welche logischen Beziehungen ergeben sich, wenn der Wahrheitswert zeitabhängig ist) Topik: Unterweisung zur Gesprächsführung + Argumentation. Regeln für argum. Auseinandersetzung + logische Gesetze
- Syllogistik/Topik: was ist der Unterschied zwischen dem dialektischen und dem wiss./beweisenden Schluss? dialektischer Schluss: Prämissen werden als Frage gestellt, wenn man Dialogpartner prüfen will oder Prämissen werden als bloß wahrscheinliche Auffassungen angenommen wiss./beweisender Schluss: erfolgt nicht in der Dialogsituation, sondern im Lehrvortrag. Wiss. Schluss setzt eine für wahr angenommen Beweisprämisse voraus.
- Kann die Syllogistik einfach weiter erweitert werden? nein, es gibt Grenzen: Syllogistik ist eine Logik solcher Aussagen, in denen einstellige Prämissen zugeschrieben werden Problem: relationale = mehrstellige Prädikate Bsp: "Tim ist größer als Lucy" -> Konverse: "Lucy ist kleiner als Tim" ein Schluss auf eine Konverse ist innerhalb der Syllogistik unmöglich. In ihr gibt es nur das umfassende, einstellige Prädikat!
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