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Sozialpsychologie (Fach) / Aggression (Lektion)
Aggression
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- Aggression Definition Was ist ein wichtiger Bestandteil der modernen Aggressionsdefinition? Allgemein bezeichnet Aggression das absichtliche Zufügen von Schaden oder Schmerz bei anderen Personen. Dabei beschreibt instrumentelle Aggression den Gebrauch von aggressivem Verhalten als ein Mittel, um ein anderes Ziel zu erreichen. Im Gegensatz dazu dient feindselige Aggression ausschließlich dazu, einer andern Person zu schaden. Beide Formen von Aggression können sich verbal bzw. physisch oder direkt bzw. indirekt äußern. => Willensabsicht, jmd. zu schaden
- Welche Erklärungsansätze für Aggression gibt es? (4) Triebtheoretischen Ansatz Biologischen Ansatz Frustrations-Aggressions-Hypothese Soziokognitiver Ansatz
- Von was geht die Katharsishypothese nach Freud aus? Die Katharsishypothese geht davon aus, dass sich Aggression im Laufe der Zeit „automatisch“ anstaut und durch aggressive Einzelhandlungen (z.B. Zerstörung von Gegenständen, Betrachten eines aggressiven Films, etc.) abgebaut wird.
- Welche Rolle spielt aggressives VH beim biologischen Ansatz? Welche Gehirnregionen & Stoffe sind bedeutend? Laut dem biologischen Ansatz, hat uns aggressives VH in der evolutionären Selektion einen „Fitness-Vorteil“ erbracht. Biologische Erklärungsansätze betrachten auch neurochemische und hirnpsychologische Korrelate von Aggression. Hier spielen die Amygdala, der Neurotransmitter Serotonin sowie das Hormon Testosteron eine besondere Rolle.
- Frustrations-Aggressions-Hypothese Definition Die ursprüngliche Auffassung der Frustrations-Aggressions-Hypothese besagt, dass Erleben von Frustration zu aggressivem VH führt, d.h. Aggression ist stets ein Ergebnis von Frustration. In einer späteren Formulierung wird Frustration im Zusammenhang mit negativen Gefühlen (Ärger, Angst, Wut etc.) gesehen, die wiederum Aggression (hier: reaktive Aggression) auslösen können. Nach diesem kognitiv-neoassoziationistischem Modell führt Frustration zu aggressivem VH, wenn damit negative Gefühle verbunden sind.
- Studie: Der Waffeneffekt: Frustration kann in noch stärkerem Maße zu Aggression führen, wenn zusätzlich Waffen zu sehen sind. VP werden zuerst durch Rückmeldung von Konföderiertem frustriet. Im Anschluss daran hatten die VP die Möglichkeit dem KF Elektroschocks zu verpassen. Auf dem Nebentisch im Versuchsraum lag währenddessen entweder ein Gewehr oder ein Federballschläger. => Bei der Waffe gaben die VP vergleichsweise stärkere Elektroschocks. => Erklärung? Erklärung: Der bloße Anblick von Waffen erhöht die kognitive Zugänglichkeit aggressiver Gedanken und erhöht somit die Wahrscheinlichkeit für tatsächlich gezeigtes aggressives Verhalten („weapon effect“) Waffeneffekt: Tritt bei unterschiedlichen Gegenständen (Messer, Pistole etc.) bei echten und grafischen Gegenständen, in Experiment und Feldstudien auf.
- Mediengewalt: Wie misst man aggressives VH, aggressiven Affekt und aggressive Kognitionen? - Aggressives VH: Z.B. wie lange hält eine Person, die Hand einer anderen in eiskaltes Wasser, Menge an scharfer Chillisauce, die Probanden auf das Butterbrot einer anderen Person geben… - Aggressiver Affekt: Fragebögen im Selbstbericht: Positiver und negativer Affekt, 10-stufige Skala, bei der die Probanden ihren Erregungszustand mit Adjektiven beschreiben - Aggressive Kognitionen: Unbewusst, über Wertvervollständigungsaufgaben, mittels Reaktionszeiten (z.B. W_ff_ _ = Waffen oder Waffel), man geht davon aus, dass der vorherige Konsum des aggressiven Spiels die Zugänglichkeit aggressiver Gedanken erhöht => Macht tatsächliches aggressives VH wahrscheinlicher
- Grundannahme Soziokognitiver Ansatz Von wem ist Lernen am Modell? Aggressives Verhalten wird zu einem großen Teil im Laufe der Sozialisation erlernt Bandura
- Welche 2 Einflussvariablen gibt es beim General-Agression Model? Dispositionale (feste Persönlichkeitsmerkmale) situative (aggressive Medien, Frustration)
- Ablauf des General Aggression Models? - Nach Konsum gewalthaltiger Medien: Führt zu verstärktem erleben aggressiver Emotionen + erhöhte Zugänglichkeit aggressionsbezogener Gedanken +erhöhtes Maß an physiologischer Erregung => Fußrempler => Automatische Bewertung = Drohung => Beeinflusst wiederum Reaktion (z.B. Ohrfeige) - Ablauf: Eingangsvariablen -> Aktueller Ist-Zustand (Kognition, Emotion, Erregung) -> Bewertungsprozesse (Automatische Bewertung z.B, Drohung, Kontrollierte Bewertung z.B. Rache), Ergebnis (Verhalten + Reaktion des Opfers ) -> Neuer Kreislauf
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- Weitere Auswirkungen von Medien? - Desensibilisierung gegenüber Aggression und Gewalt (z.B. durch Videospiele) - Chronischer Konsum => Verändert Normen und Werte der Rezipienten - Veränderung des Selbstkonzeptes (denkt über sich selbst, dass er eine aggr. Person ist)