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Materialkunde (Fach) / Beton (Lektion)

Beton

Diese Lektion wurde von katha2 erstellt.

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  • 1./ 14. Woraus wird Porenbeton hergestellt? Zusatzstoffe? Nennen Sie eine typische Produktbezeichnung.(x2) -> Ausgangsstoffe: Kalk, Zement, feinster Quarzsand, Wasser und ein Treibmittel Herstellung: die feingemahlenen Grundstoffe werden dosiert in einem Mischer zu einem wässrigen, weichen Mörtel gemischt und in Gießformen gefüllt. Die Rohmischung füllt die Gießform nur zur Hälfte aus. Durch eine Reaktion bei Wärmeentwicklung wird gasförmiger Wasserstoff frei, der die Rohmischung im weichen Zustand aufbläht, sodass nach einer bestimmten Zeit die Gießform völlig ausgefüllt wird. Das Wasserstoffgas entweicht vollständig und lässt die Poren in der Rohmasse zurück. -> stellt damit Übergang zu den Dämmstoffen dar -> Zusatzstoffe: Luftporenbildner, Aluminiumpulver -> z. B. Porenbetonsteine Ytong 
  • 2. Die Ausgleichsfeuchte von Normalbeton liegt bei 6,0 M-%. Wie groß ist die Wassermenge in einem Normalprüfwürfel bei einer Trockenrohdichte von 10kg/dm3? 10 * 0,06 = 0,6 l Wasser 
  • 3. Die Verarbeitbarkeit und Verdichtbarkeit des Betons wird durch die Konsistenz beschrieben. Geben Sie die Ausbreitmaßklassen an. siehe Tabelle
  • 4. Die Betonfestigkeit hängt u.a. von der Gesteinsfestigkeit ab. In welchem Bereich liegen diese Festigkeiten? -> Eigendruckfestigkeit der Gesteinskörnungen beträgt je nach Gesteinsart: 80,0 - 400,0 N/mm2 -> Eigendruckfestigkeit des Zementsteins: je nach Zementgüte und Wasserzementwert: 25,0 - 60,0 N/mm2 Bei Leichtbeton überschneiden sich die Werte, do dass hier neben der Zementsteinfestigkeit auch die Kornfestigkeit für die Betonfestigkeit maßgebend ist. 
  • 5. Erläutern Sie die Expositionsklassen von Beton. Die Expositionsklassen sind in durch die Umgebung entstehende Einwirkung eingeteilt. Unter Umgebung versteht man die chemischen und physikalischen Einwirkungen auf den Beton oder die Bewehrung, welche nicht als Lasten in der Tragwerksplanung berücksichtig werden. Die Bezeichnung der Expositionsklassen ergibt sich aus:X0 Kein Angriffsrisiko Bewehrungskorrosion verursacht durch: -> XC Karbonatisierung (Carbonatisation) -> XD Chloride (Deicing - Salt)->XS Meerwasser (Sea)XF Frost und Frost-Tausalz (Frost)XA Chemischer Angriff (Acid)XM Verschleiß (Mechanicl Abrasion)   
  • 6. Was versteht man im Rahmen der Betontechnologie unter einem SCC? = Selbstverdichtender Beton-> Beton, der ohne Verdichtung in die Schalung eingebaut wird -> Mehlkorngehalt soll mind. 500 kg/m3 sein, das Größtkorn ist mit 16 zu begrenzen -> die Sieblinie soll in der Mitte des günstigen Bereich der Normsieblinie oder in dessen oberer Hälfte liegen. 
  • 7. Wie werden Zuschläge im Beton in der Praxis bezeichnet - Kurzbeschreibung und Erklärung. Wie werden in den jeweiligen Korngruppen die Zuschläge aus ungebrochenem und gebrochenem Zuschlag bezeichnet? (5 Pkte.) Zuschlag = Gesteinskörnungen sind ein Gemenge von Körnern aus natürlichen oder künstlichem, dichtem oder porigem Gestein -> mengen- und volumenmäßig bildet der Zuschlag den Hauptbestandteil des Betons; daher bestimmen seine Eigenschaften auch wesentlich die des Betons-> in der Praxis wird häufig der Begriff "Zuschlag" für Gesteinskörnungen verwendet Ungebrochene und Gebrochene Zuschlage sind eine Unterteilung der natürlichen Gesteinskörnungen.-> Ungebrochene = natürlich gekörnt: zb. Schwerspat, Flußsand, sehr feine Natursande-> Gebrochene = mechanisch zerkleinert: zb. gebrochener Schwerspat, Splitt, Holzfasern, Holzspäne 
  • 8. /11./22. Erläutern Sie die Druckfestigkeitsklassen von Beton. -> weil Beton in erster Linie Druckspannungen aufnehmen kann, erfolgt die Einteilung in Betonsorten primär anhand von Druckfestigkeitsklassen -> erste Zahl: charakteristische Zylinderdruckfestigkeit -> zweite Zahl: charakteristische Würfelfelddruckfestigkeit -> C = Concrete (Normal/Schwerbeton) -> LC = Leichtbeton z.B.: C8/10 -> Druckfestigkeitsklasse-> mindestens 8 N/mm2 = charakteristische Druckfestigkeit von Zylindern fck,cyl -> mindestens 10 N/mm2 = charakteristische Druckfestigkeit von Würfeln fck,cube -> Betone mit charakteristischen Druckfestigkeiten über Klasse C50/60 (f. Normal und Schwerbeton) bzw. über Klasse LC50/55 (f. Leichtbeton) werden als Hochfeste Betone (HFB) bezeichnet 
  • 10./ 13. Darf man Gips mit Zement mischen? Wenn ja / nein, warum/nicht? Nein Gipstreiben: wird hervorgerufen wenn der Gipsgehalt eines Zementes seiner chemischen Zusammensetzung nicht angepasst ist. Wird der Zement zur Erstarrungsregelung zugesetzte Gips (ca.3,5%) nicht verbraucht, so kann er nur noch langsam mit dem durch das schnell entstandene Calciumaluminatsulfathydrat umhüllt und damit geschützte Zementkorn reagieren. Dieser Vorgang verzögert sich zusätzlich, d.h. dass auch noch im weitgehend erhärteten Zementstein Calciumaluminatsulfathydrat gebildet wird, was durch die vielen gebundenen Wassermoleküle und durch das dadurch 8-fache größere Volumen gegenüber den Ausgangswirkungen zu großen inneren Spannungen führen kann. 
  • 9./ 12. Bei der Sanierung von Betonbauwerken wird die Carbonatisierung geprüft, was versteht man darunter? Warum wird diese Prüfung durchgeführt? Tritt bei Instandsetzung/ Umbau/ oder Verstärkungsarbeiten der Verdacht auf äußerliche nicht sichtbare Schäden auf so kommt die Prüfung der Carbonatisierungstiefe in Frage. Carbonatisierungstiefe:Bewehrungs- und Spannstahl ist bei ausreichend dichter und dicker Betonüberdeckung im allgemeinen dauerhaft korrosionsgeschützt. Die Schutzwirkung ergibt sich aus der Basizität des Wassers in den Zementsteinporen mit einem pH-Wert von ~12-13. Das in der Luft enthaltene Kohlendioxid diffundiert allerdings langsam in die Betonporen, wobei es in Gegenwart von Wasser mit dem Calciumhydroxyd reagiert und dieses zum sauren, nichtschützenden Calciumcarbonat umwandelt: Ca(OH)2 + CO2 + H2O   ->    CaCO3 + 2H2O Dadurch sinkt der pH-Wert in der Betondeckung ggf. unter 10 ab, d.h. es findet ein Übergang von stark basischem zu schwach basischem bis zu neutralen Verhalten statt. Die Carbonatisierungstiefe x ist jener Abstand von der Betonoberfläche innerhalb dessen der pH-Wert unter 9,6 abgesunken ist. Liegt der Stahl ganz oder teilweise im carbonatisierten Bereich, setzt bei Anwesenheit von Feuchtigkeit Korrosion ein. Der Rost besteht aus wasserreichen Eisenoxiden, die wegen ihrer Volumszunahme treibend wirken und die Betondeckung sprengen können.-> Carbonatisierungstiefe abhängig von Dichte des Betons -> je dichter, desto kleiner Carbonatisierungstiefe Überprüfung: Zur Bestimmung der Carbonatisierungstiefe ist eine genügend tiefe, frische Bruchstelle zu schaffen, um eine Reaktionsflüssigkeit aufbringen zu können. Der Beton wird bis zur Bewehrung der zu untersuchenden Stelle abgestemmmt. Unmittelbar danach wird eine 0,1%-ige alkoholische Phenolphtaleinlösung aufgebracht. Nicht carbonatisierter Beton verfärbt sich rot bis violett. Unverfärbter Beton bleibt weißgrau, er bietet nicht mehr genügend Korrosionsschutz für die darunter liegende Bewehrung. Die Dicke der unverfärbt bleibenden Randzone entspricht der Carbonatosierungstiefe x. Davon werden Mittelwert und Extremwert der untersuchten Zone auf mm genau angegeben. 
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  • 15. In welcher Größenordnung liegen die Dichte und die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl von Porenbeton? Rohdichte: ρ = 200 - 800 kg/m3 WDD-Widerstandszahl: μ = 6-10 
  • 16. Welche Diffusionswiderstandzahl ergibt sich für ein Material, wenn die WDD-Leitzahl halb so groß ist wie die von Luft? Welches Material könnte das sein? 𝜇 = WDD-Leitzahl Luft/WDD-Leitzahl Mat. = 1/0,5 = 2 -> Dämmstoffe wie Holzwolleleichtbauplatten, Steinwolle, Mineralwolle 
  • 17. In welcher Größenordnung muss die Dichte von Blähtonbeton liegen? Blähtonbeton ist ein Leichtbeton: 𝜌 = 600 – 1400 kg/m3 
  • 18. In welcher Größenordnung muss die Dichte und die Wärmeleitzahl von Beton liegen? 𝜌 = 2000 - 2600 kg/m3 𝜆 = 2,04 W/mK 
  • 19. Geben Sie eine Einteilung von Beton nach der Dichte. Woraus setzt sich Normalbeton zusammen? Leichtbeton:  ρ = 800 - 2000 kg/m3 Normalbeton: ρ = 2000 - 2600 kg/m3 Schwerbeton: ρ = > 2600 kg/m3   Normalbeton -> aus: Gemisch aus Zement, grober und feiner Gesteinskörnungen und Wasser (mit oder ohne Zugabe von Zusatzmittel und Zusatzstoffen)        
  • 20. Wie groß sind der E-Modul und Wärmeleitzahl von Beton? E = 30 000 N/mm2 λ = 2,04 W/mK 
  • 21./23. Zeichnen Sie die Arbeitslinie von Beton und erläutern sie diese. Zeichnen Sie die Arbeit ein, die zum Bruch erforderlich ist? Die Bestandteile des Beton (Zuschlagkörner; Calcium- Silicathydrat-Kristalle im Zementstein) sind spröde Werkstoffe. Beton hingegen verhält sich nicht spröde, weil sich bei der Druckbeanspruchung lokal begrenzte Spannungsspitzen ausbilden, die zu örtlich begrenzten Mikrorissen führen, wodurch die Spannungsspitzen abgebaut werden. Ein großer Teil der zugeführten Verformungsenergie wird durch diese Mikrorisse und das Zerkleinern einzelner Partikelchen aufgezehrt. Anhand der im Kurzzeit-Druckversuch bestimmten Spannungs-Dehnungs-Linie eines Betonprobekörpers erkennt man, dass Beton kein rein elastischer Werkstoff ist. Die σ-ε-Linie verläuft von Anbeginn an gekrümmt. Be- und Entlastungslinie fallen nicht zusammen. Auch nach vollständiger Entlastung ist eine geringfügig bleibende Dehnung vorhanden. Betone geringerer Festigkeit sind weniger spröde und verformen sich deshalb stärker als hochfeste Betone.  Diagramm siehe Unterlagen!
  • 24. Zur Bestimmung der Festigkeit werden die Bruchspannungen der Materialien ermittelt. Welche Festigkeit verwendet man bei Beton bei der normenmassigen Bezeichnung und wie wird die Bruchspannung ermittelt? Die wichtigste Eigenschaft ist die Druckfestigkeit. Diese wird ermittelt durch Probekörper (Würfel, Zylinder). Die Abmessungen der Körper sind genormt:-> Würfel (15x15x15cm) -> Zylinder (Ø 15x30cm)  Die Probekörper bleiben bis zum 7. Tag in Wasser (Temperatur von 20°C), anschließend bis Prüfbeginn bei 18-22°C Raumtemperatur gelagert. Die Prüfung erfolgt nach dem 28. Tag. Die aus dem Protokoll der Prüfmaschine erhaltenen Werte sind mit nachfolgender Beziehung zu multiplizieren, um sie mit dem für die Würfelfestigkeit geforderten Anforderung der Festigkeitsklasse zu vergleichen und in eine Festigkeitsklasse einzuordnen. Für die Erstprüfung muss der Mittelwert aus 3 Prüfkörpern jeweils aus 3 Chargen (Charge = Masseneinheit) (mittlere Druckfestigkeit) mindestens die Werte erreichen, die bezogen auf verschiedene Festigkeitsklassen von der ÖNORM (ÖNORM EN 12390 - 3 und ÖNORM B 3303) vorgegeben sind. Der Einzelwert darf dabei vom Mittelwert um nicht mehr als 15% abweichen – je nach Wert ist der Beton in die jeweilige Festigkeitsklasse einzuordnen.  Bruchmechanismus des unbewehrten Betons:Wird Normalbeton mit gleichmäßigem Druck einachsig beansprucht, entsteht in seinem Inneren eine räumliche Spannungsverteilung, weil Zuschlag und Matrix unterschiedliche Verformungseigenschaften aufweisen. Die Zuschlagkörner haben einen höheren Elastizitäsmodul als die Mörtelmatrix, d.h. sie sind steifer und der Kraftfluss verläuft von Zuschlagkorn zu Zuschlagkorn. s. 37 festbeton Obwohl der Beton äußerlich (auf Druck) in einer Richtung beansprucht ist, entstehen im Inneren durch die räumliche Spannungsverteilung und durch das Umlenken der Druckrajektorien beträchtliche Zugspannungen, vorwiegend in der Haftfuge (Verbundzone) zwischen groben Zuschlagkörnern und Mörtelmatrix. -> Mikrorisse treten auf (parallel zur äußeren Druckkraftrichtung im Bereich des Haftverbundes). Bei steigender äußeren Druckbeanspruchung bilden sich weitere Zugspannungen durch die Querverschiebung der Zuschlagköner. -> Mikrorissen können sich auf den gesamten Körper ausdehnen. Das Tragverhalten des Betons bis zum Bruch lässt sich demnach in 4 Abschnitte unterteilen: -> die elastisch-plastische Verformung der Zementsteinzwischenschichten zwischen den Zuschlägen oder Rissbildung -> die Mikrorissbildung im Bereich des Haftverbundes -> die Ausdehnung der Mikrorisse zu Längsrisse durch den gesamten Betonkörper, wodurch dieser in ein stabbündelartiges Gebilde zerlegt wird -> das Ausknicken und Abscheren der Einzelstäbe dieses Stabbündels 
  • 25. Was ist die Wärmeleitzahl von Beton? 𝜆 = 2,04 W/mK 
  • 26. Schwinden von Beton? = Volumensverringerung infolge Austrocknung -> bei Behinderung des Schwindens können Zugspannungen entstehen und in deren Folge Schwindrisse -> durch das Austrocknen tritt über den Querschnitt von innen nach außen ein Feuchtigkeits- und Schwindgefälle auf -> das Schwinden der äußeren Schicht wird durch den noch feuchten und noch nicht schwindenden Kern behindert, sodass am Querschnittsrand Zug- und im Kern Druckspannungen auftreten (Eigenspannungszustand) -> durch Risse infolge von Schwindspannungen wird die Biegesteifigkeit verringert -> durch sorgfältige Nachbehandlung des austrocknenden Betons, kann Schwinden und das Ausmaß beeinflusst werden (feuchthalten und Schutz vor frühzeitiger Austrocknung) Maßnahmen zur Verringerung der Gefahr der Schwindrisse:-> Schwind- bzw. Dehnungsfugen -> Betonieren in Abschnitten (Schwindlücken, -felder, -plomben) -> Abdeckung des Betons mit Kunststoffmatten -> Nachbehandlungsfilme auf Betonfahrbahnen -> Dampfbehandlung 
  • 28. Größtkorn Beton = in der Regel 2x Durchmesser des Kleinstkorns -> Größtkorn ist so zu wählen, wie es Mischen, Fördern, Einbringen und Verarbeiten des Betons zulassen -> muss kleiner als 1⁄4 der kleinsten Abmessungen des herzustellenden Bauteils sein -> bei einlagiger Bewehrung darf nicht grösser als 1,25 Faches der Überdeckung sein -> bei mehrlagiger Bewehrung und bei Sichtbeton darf nicht grösser als 0,8 Faches der Überdeckung sein 
  • 29. Arten von Beton und deren Rohdichte aufzählen. Und Unterscheidung nach Ort der Herstellung. (5P) Leichtbeton: ρ = 800 - 2000 kg/m3Normalbeton: ρ = 2000 - 2600 kg/m3Schwerbeton: ρ = > 2600 kg/m3  Nach Ort der Herstellung unterscheidet man: a.) Baustellenbeton: -> Beton, der auf der Baustelle vom Verwender des Betons für seine eigene Verwendung hergestellt wird b.) Transportbeton:-> Beton, der in frischem Zustand durch eine Person oder Stelle geliefert wird, die nicht der Verwender ist -> vom Verwender außerhalb der Baustelle hergestellter Beton-> auf der Baustelle nicht vom Verwender hergestellter Beton 
  • 30. Kornzusammensetzung? Einkorn, Füllkorn, Sperrkorn und Größtkorn erklären. Erklären sie allgemeine Anforderungen an Korngrößenverteilung bzw. Zusammensetzung zur Betonherstellung. Einkorn = Körner mit nahezu gleicher Korngröße mit rd. 35 Vol.-% Haufwerksporenraum Füllkorn = Die Korngröße, die gerade in die Zwickel zwischen den nächst größeren Körnern passt, wenn sie nacheinander eingebracht werden. (theoretisch Füllkorngröße = 0,225 des nächstgrößeren Korns) Sperrkorn = kleiner als das Ausgangskorn (meist Größtkorn), aber größer als das Füllkorn ist und die Berührung von Einkorn-Kugeln eines Haufwerks verhindert-> die sperrende Wirkung hängt vom Lagerungsfall der Ausgangskorngruppe und vom Sperrkorndurchmesser ab Größtkorn = in der Regel 2x Durchmesser des Kleinstkorns -> Größtkorn ist so zu wählen, wie es Mischen, Fördern, Einbringen und Verarbeiten des Betons zulassen -> muss kleiner als 1⁄4 der kleinsten Abmessungen des herzustellenden Bauteils sein -> bei einlagiger Bewehrung darf nicht grösser als 1,25 Faches der Überdeckung sein -> bei mehrlagiger Bewehrung und bei Sichtbeton darf nicht grösser als 0,8 Faches der Überdeckung sein Die Hohlräume müssen mit abgestuften kleineren Körnern ausgefüllt werden. Eine Mindestmenge an kleinen Körnen muss vorhanden sein, da grobe Gemische zu sperrig sind und schlecht zu verarbeiten. Zur Ermittlung günstiger Kornzusammensetzungen dient die Sieblinie (grafische Darstellung der Kornzusammensetzung von Gesteinskörnungen). Stetige Sieblinien haben einen lückenlosen Kornaufbau, bei unstetigen fehlen einzelne Korngruppen. 
  • 31. Betonieren bei hohen Temperaturen erklären. Erklären Sie die Temperatureinflüsse bei Erhärtung von Beton. Insbesondere hohe Temperaturen. Wenn die Außentemperaturen so hoch ist, dass die Frischbetontemperatur über 25°C beträgt, erstarrt der Beton so schnell, dass nicht mehr ordnungsgemäß verarbeitet werden kann. Ab Lufttemperaturen zwischen 25-30°C kann der bereits verarbeitete Beton so stark austrocknen, dass Risse entstehen oder die Betonoberfläche die erforderliche Beständigkeit/Festigkeit nicht erreicht (Verdursten).Über 27°C ist meistens eine neue Erstprüfung des Betons notwendig (in der Regel Erstprüfung bei ≤27°C)  Maßnahmen:a. bezüglich Ausgangsstoffe:-> Wasserbehälter hell gestrichen -> Wasserleitung vor direkter Sonneneinstrahlung schützen -> Zuschlag vor Sonneneinstrahlung schützen -> Wasserberieselung für Grobzuschläge vorbereiten -> Zement CEM 32,5 bestellen (niedrigere Wärmeentwicklung) -> Eignung der Zusatzmittel bei höherer Temperatur überprüfen  b. bezüglich Betonherstellung: -> weiche Konsistenz bei gleichem W/B-Wert -> Erstarrungsverzögerer beigeben -> Luftgehalt überprüfen  c. bezüglich Transport und Einbau: -> Transport und Einbau gut aufeinander abstimmen (keine Stehzeiten) -> Pumpleitungen und Rutschen nicht der Sonne aussetzen -> Beton sofort abdichten -> Nachbehandlung setzt sofort ein -> Sprühfilm 2x auftragen -> Folienabdeckung -> keine Unterbrechung beim Feuchthalten mit Wasser  Beim Betonieren bei niederen Temperaturen (+10 bis 0°C) erhärtet Beton langsamer und bei Temperaturen unter 0°C praktisch kaum mehr. Gefriert frischer oder nur wenig erhärteter Beton, dann bilden sich Eislinsen, die das Gefüge zerstören. Maßnahmen -> erwärmen des Anmachwassers, Kiessand erwärmen, Zement höherer Güteklassen verwenden, Schalung warm halten/beheizen,... 
  • 32. Wie geht man bei dem Entwurf einer Betonrezeptur vor, wenn man eine bestimmte Festigkeit erreichen will? (5 Punkte) Vorgangsweise: 1. Wahl von zwei W/B-Werten, zwischen denen der gesuchte W/B-Wert liegt, welcher zur gewünschten Druckfestigkeit führt 2. Schätzen des Gesamtwasserbedarfs (Diagramm) 3. Zementgehalt berechnen 4. Mischungsverhältnis berechnen 5. Mischungsanteile berechnen: Zementmenge, Zuschläge (trocken/feucht), Wasserzugabe 6. Herstellen einer Probemischung (3 Fälle: soviel Wasser wie nötig, weniger oder mehr Wasser; daraus erfolgt evtl. eine Korrektur) 
  • 33. Erklären Sie die Betonkategorien Erstprüfbeton und Rezeptbeton. Nach den Anforderungen an die Herstellung und Überwachung unterteilt man nach ÖNORM B 4710-1 den Beton in Betonkategorien:  Erstprüfbeton (Beton E):-> Beton, dessen Zusammensetzung in einer Erstprüfung so festgelegt wird, dass die für die Betonsorte erforderlichen Anforderungen erfüllt werden-> Beton E wird je nach Leistungsbeschreibung als Beton nach Eigenschaften oder als Beton nach Zusammensetzung hergestellt-> alle Festigkeitsklassen-> alle Verwendungszwecke  Rezeptbeton (Beton R):-> Beton, der nach den Vorschriften oder nach den Vorgaben des Abnehmers mit der erforderlichen Zementmenge gemischt wird-> Normalbeton gemäß Zusammensetzung gemäß Tabelle-> als Gesteinskörnung sind Korngemische aus natürlicher Gesteinskörnung zu verwenden-> es dürfen keine Zusatzstoffe verwendet werden-> Betonfestigkeitsklasse ≤ C 20/25 (Kubaturen ≤ 1 m3) -> Verwendungszweck: Expositionsklasse X0, XC1, XC2 
  • 34. Beschreiben Sie die Nachbehandlung von Frischbeton lt. ÖNORM B 4710-1 -> der Beton mind. 3 Tage gegen Austrocknen zu schützen (zB.: Feuchthalten, Abdecken mit Folien, Aufsprühen von Nachbehandlunsmittel), auch nach dieser Zeit soll er nur langsam trocknen. Zur Vermeidung von größeren Temperaturgradienten oder bei Verwendung warmen Frischbetons sind entsprechende Maßnahmen vorzusehen. Schutz vor Austrocknung:-> Nassnachbehandlung: Feuchthalten des Betons bzw. der Schalung. Durch langsames Austrocknen wird auch das Schwinden verzögert. -> Abdecken der Betonflächen: Zusätzlich zur Nass-Nachhandlung kann bei starker Sonneneinstrahlung ein Abdecken der Betonfläche zweckmäßig sein (zB.: Betonstraßenbau) -> Auftragen von Nachbehandlungsfilmen: v.a. im Betonstraßenbau, verhindert rasche Austrocknung bzw. Verdunstung -> Aufsprühen von Wasser: Wichtig bei Beton mit höherer Temperatur: die Wassertemperatur sollte der Temperatur der nachbehandelnden Betonfläche entsprechen (Temperaturspannungen erzeugen ggf. Risse). Wichtig zu beachten (Sichtbeton): Wasser auf jungem, frisch entschlatem Beton kann Ausblühungen zur Folge haben.  Schutz gegen Abkühlen oder Erwärmen: -> wärmedämmende Abdeckungen, Bauzelte o.ä. sind vorzusehen.  Schutz gegen Äußere Einwirkungen: -> gegen Hitze, Kälte, mechan. Einwirkungen etc.