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Notfall- und Intensivmedizin (Fach) / Anästhesie (Lektion)

Allgemein, Tertialprüfung, Vorlesung

Diese Lektion wurde von estoffel erstellt.

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  • Droperidol Prämedikation Neuroleptikum gegen PONV
  • Zentralvenöser Katheter Indikationen:- Langzeitinfusionen (>3 Tage)- Hypertone Infusionslösungen- Infusionen mit gefässwandreizenden Arzneimitteln (z.B. Zytostatika, Kalium, Katecholamine)- Länger andauernde parenterale Ernährung- Messung des zentralen Venendrucks Lagekontrolle des ZVK über EKG-Ableitung: Veränderung der P-Welle Komplikationen:- Hämatom- Pneumothorax- Luftembolie- Nervenverletzung (Ganglion stellatum --> Horner-Syndrom)- Fehlanlage im rechten Vorhof --> Arrhythmien
  • Endotracheale Intubation Indikation:- erhöhte Aspirationsgefahr, z.B. bei nicht-nüchternen Patienten- pulmonale Erkrankungen Abschätzung der Intubierbarkeit:- Mallampati-Klassifikation (Verhältnis Zungengrund zu Pharynxhinterwand und Uvula)- Klassifikation nach Cormack und Lehane (Einsehbarkeit der Glottis) - Schnüffelstellung: rekliniert, 10 cm erhoben Komplikationen:- Regurgitation von Magensaft- Verletzungen (Zähne, Zunge, Stimmbänder...)- Larygo- und Bronchospasmen- vagale Reizung- Intubationsgranulome
  • Basismonitoring der Narkose - Pulsoxymetrie - Puls - Blutdruck - Körpertemperatur - Beatmungsdruck - Kapnografie - Oberflächen-EKG
  • Balancierte Narkose Kombinierter Einsatz von Injektions- und Inhalationsanästhetika, Opioiden, Muskelrelaxantien Injektionsnarkotika:- Etomidat- Propofol- Ketamin [strenge Indikationsstellung] - Barbiturate: Methohexital oder Thiopental Inhalationsanästhetika: Isofluran, Desfluran oder Sevofluran; Lachgas [Stickoxydul, N2O] wegen häufiger postoperativer Übelkeit und hoher Kosten weitgehend obsolet)  Opioide: Fentanyl, Alfentanil, Sufentanil oder Remifentanil Muskelrelaxation: - depolarisierend: Succinylcholin - nicht depolarisierend: Mivacurium, Alcuronium oder Rocuronium
  • Total intravenöse Anästhesie (TIVA) Narkose unter Verzicht auf volatile Narkotika.  Nach initialen Boli werden die Narkosesubstanzen über Perfusoren verabreicht, was den Plasmaspiegel konstant halten soll. Verwendet werden Wirkstoffe mit kurzer Halbwertszeit (Hypnotikum: Propofol, Opioid: Remifentanil, Muskelrelaxans: Mivacurium), wodurch die Narkosetiefe zügig an die Operationsbedingungen angepasst werden kann und die Patienten postoperativ zügig erwachen (gute Steuerbarkeit!) - Vorteilhaft bei langer OP-Dauer und wenn der Patient postoperativ schnell erwachen soll
  • Konventionelle Maskennarkose mit Gesichtsmaske Das Verfahren ist nur bei nüchternen Patienten, einer Operationsdauer < 5 min und bei Operationen in Rückenlage geeignet - Guedel-Tubus, um Zurücksinken der Zunge zu verhindern - meist mit einem i.v.-Hypnotikum (meist Propofol) sowie evtl. einem kurz wirksamen Opioid (Alfentanil) eingeleitet und mit Inhalationsanästhetika weitergeführt  - Zum Erhalt der Eigenatmung wird kein Muskelrelaxans appliziert 
  • Maskennarkose mit Larynxmaske - nur bei nüchternen Patienten  - Im Unterschied zur konventionellen Maskennarkose sind auch Eingriffe mit bis zu 3 h Dauer, Eingriffe in Seit- und evtl. auch in Bauchlage sowie eine maschinelle Beatmung möglich  - maximaler Beatmungsdruck von 20 cmH2O (Cave: Gasinsufflation des Magens) 
  • Standardeinleitung - Präoxygenierung: Patient atmet spontan vor Narkoseeinleitung 3–5 min reinen Sauerstoff ein  - Opioid i.v.  - Hypnotikum --> Jetzt muss der Patient mittels Beutelmaske beatmet werden (max. 20cmH2O, da niedriger als Ösophagussphinkterdruck) - Sobald gute Maskenbeatmung verifiziert (Beatmungskurve, Pulsoxymetrie, Thoraxbewegungen), wird das Muskelrelaxanz appliziert - Intubation (Bei einer Maskenbeatmung wird meist auf das Muskelrelaxans verzichtet)
  • Ileuseinleitung Narkoseeinleitung bei aspirationsgefährdeten Patienten (Patienten, die innerhalb der letzten 6 h Nahrung zu sich genommen haben, Schwangere ab der 12. Schwangerschaftswoche, Patienten mit Aszites, Ileus, ösophagealen Erkrankungen, gastroösophagealem Reflux, Adipositas [BMI > 35 kg/m2], Intoxikationen, pathologischem Reflexstatus, erhöhtem Hirndruck, gastrointestinalen Blutungen oder abdominellen Raumforderungen) - Magensonde: Mageninhalt abpumpen - Präoxygenierung - Opioid - Hypnotikum und Muskelrelaxanz zusammen - Rasche Intubation ohne zwischengeschaltete manuelle Beatmung
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  • Muskelrelaxantien Zur Antagonisierung von nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien werden die Cholinesterasehemmer Neostigmin bzw. Pyridostigmin (um Nebenwirkungen zu vermeiden, immer in Kombination mit Atropin) gegeben. Zur Antagonisierung von Rocuronium und Vecuronium steht der spezifische Antagonist Sugammadex zur Verfügung. Das depolarisierende Muskelrelaxans Succinylcholin (Suxamethonium) ist nicht antagonisierbar.
  • Verifizierung der Tubuslage Sicher:- Laryngoskopie: Tubus zwischen Stimmbändern sichtbar- Kapnometrie: CO2-Anstieg expiratorisch- Fiberoptische Tracheo-Bronchoskopie Unsicher:- Inspektion: Heben und Senkung des Thorax sichtbar- Auskultation: Atemgeräusch über Thorax (aber nicht über Epigastrium)- Thoraxkompression (ruckartig): Luftstrom aus Tubus fühlbar