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Materialkunde (Fach) / Bindemittel (Lektion)
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- 1. Das Abbinden und Erhärten von Gips ist ein Kristallisationsvorgang. Geben Sie die dazugehörigen chemischen Formeln an.(x2) CaSO4 1/2H2O + 1 1/2H2O -> CaSO4 2H2O Bild in Unterlagen
- 2. Welche Zementphase ist verantwortlich für die hohe Hydratationswärme? (x2) Tricalciumsilicat 3CaO.SiO2 (Chemische Formel) C3S (Kurzbeschreib.)
- 3. Geben Sie die 4 Verfahrensschritte bei der Herstellung von Zement an. Wodurch unterscheiden sich die Zementsorten? 1. Brechen Die natürlich vorkommenden Zementrohstoffe (Kalkstein, Ton, Mergel, Sande, Eisenoxid) werden in Steinbrüchen gewonnen. Das Ausgangsmaterial wird zunächst im Steinbrecher zerkleinert (gebrochen) und getrennt nach ihrer Zusammensetzung im Freien gelagert (Mischbett). 2. Rohmehlherstellung Aus dem Lager gelangt das Rohmaterial in festgelegten Mischverhältnissen über genau geregelte Dosiereinrichtungen in die Rohmaterialaufbereitung, in der es durch verschiedene Mühlen mehlfein zermahlen und gleichzeitig getrocknet wird. 3. Brennen (beim Drehrohrofen) Bei der Zusammensetzung der Rohmischung ist zur Erlangung eines Zementes mit optimalen Eigenschaften möglichst genau ein bestimmtes Verhältnis von Kalk zu den sauren Bestandteilen (SiO2, Al2O3, Fe2O3) einzuhalten. Bei 800- 900 °C wird das CO2 dem Kalkstein ausgetrieben. Das Rohstoffgemisch wird im Zementofen zu Portlandzementklinker gebrannt. Am häufigsten werden Drehrohröfen eingesetzt. Die Temperatur erreicht rd.1450°C (Sinterung und teilweise Schmelzen, aber ohne Schmelzfluss). 4. Mahlen Der Klinker wird nach Austritt aus dem Drehrohrofen gekühlt, im Klinkersilo gelagert und daran anschließend unter Zugabe von Gips (verzögert das Erstarren) und gegebenenfalls Zumahlstoffen (Hochofenschlacke, Flugasche, usw.) zu Zement feingemahlen. Die Lagerung erfolgt nach Festigkeitsklassen getrennt in Silos. Die Auslieferung an die Verbraucher geschieht entweder lose in Behälterfahrzeugen oder in 25kg fassenden Papiersäcken. Die Zemente unterscheiden sich nach dem Anteil an Portlandzementklinker und den mengenmäßigen Zugaben von Hüttensand oder puzzolanischen Stoffen wie Kalksteinmehl und Füllern. In geringen Mengen wird CaSO4 (Gipsstein oder Anhydrit) zur Steuerung des Erstarrungsbeginns des Zements zugemahlen. Bild in Unterlagen
- 4. Erläutern Sie den unterschiedlichen Erhärtungsprozess bei Luftkalk und hydraulischem Kalk. Luftkalk Luftkalke sind Kalkbindemittel, die nur an der Luft, durch Aufnahme von Luftkohlensäure (CO2) erhärten. Die Erhärtung von Luftkalk in Mörteln erfolgt durch langsam von außen nach innen fortschreitende Kohlensäureaufnahme, die das Calciumhydroxid wieder zu Calciumcarbonat (Kalkstein) umwandelt: "Carbonatisierung". Die Carbonatisierung kann nur in dem Maße erfolgen, wie Kohlendioxid in die Mörtelporen eindringen kann und sich durch die Feuchtigkeit (Anmachwasser + ausscheidendes Hydratwasser) zu Kohlensäure umsetzt. Nur eine geregelte Belüftung führt zu einer gleichmäßig fortschreitenden Carbonatisierung des Kalkmörtels. ERHÄRTUNG: (↓+↓+↓->↓+↓ so lesen) Ca(OH)2 + H2O + C O2 -> CaCO3 + 2H2O + ΔH gelöschter Mörtel Kohlendioxid erhärteter freiwerdende Kalk mit Wasser aus der Luft Kalk Baufeuchtigkeit nimmt auf (Kalkstein) verdunstet Hydraulischer Kalk Hydraulisch Kalke erhärten nach anfänglicher Luftlagerung auch unter Wasser erhärten. Neben Kalk erhält man bei der Herstellung zusätzlich Kalkkieselsäureverbindungen (Dicalcium-Silikat:2CaO.SiO2 (kurzz:C2S)). Hydraulischem Kalk besteht hauptsächlich aus Calciumhydroxid und Calciumsilikaten. Die Reaktion mit atmosphärischem Kohlenstoffdioxid ist Teil des Erhärtungsprozesses, dieser Prozess ist zweistufig. Die erste Stufe erfolgt mit Wasser und die andere mit CO2 (Carbonatisierung). Hydraul. Kalk erhärtet sehr langsam (Wochen oder Monaten) und hat hohe Festigkeiten. ERHÄRTUNG: 2(2CaO.SiO2) + 4H2O -> 3CaO.SiO2.3H2O + Ca(OH)2 Dicalcium-Silicat + Anmachwasser -> festes, wasserunlösliches Kalk-Silicat-Hydrat + Kalkhydrat Parallel dazu bei Ca(OH)2 Ca(OH)2 + CO2 -> CaCo3 + H2O Kalkhydrat Luft - CO2 fester Kalkstein Baufeuchte
- 5. Erläutern Sie den Erhärtungsprozess bei hydraulischem Kalk. Hydraulischer Kalk Hydraulisch Kalke erhärten nach anfänglicher Luftlagerung auch unter Wasser erhärten. Neben Kalk erhält man bei der Herstellung zusätzlich Kalkkieselsäureverbindungen (Dicalcium-Silikat:2CaO.SiO2 (kurzz:C2S)). Hydraulischem Kalk besteht hauptsächlich aus Calciumhydroxid und Calciumsilikaten. Die Reaktion mit atmosphärischem Kohlenstoffdioxid ist Teil des Erhärtungsprozesses, dieser Prozess ist zweistufig. Die erste Stufe erfolgt mit Wasser und die andere mit CO2 (Carbonatisierung). Hydraul. Kalk erhärtet sehr langsam (Wochen oder Monaten) und hat hohe Festigkeiten. ERHÄRTUNG: 2(2CaO.SiO2) + 4H2O -> 3CaO.SiO2.3H2O + Ca(OH)2 Dicalcium-Silicat + Anmachwasser -> festes, wasserunlösliches Kalk-Silicat-Hydrat + Kalkhydrat Parallel dazu bei Ca(OH)2 Ca(OH)2 + CO2 -> CaCo3 + H2O Kalkhydrat Luft - CO2 fester Kalkstein Baufeuchte
- 6. Welche Zementphasen ist gegen Sulfatwasser anfällig? Tricalciumaluminat 3CaO.Al2O3 (Chemische Formel) C3A (Kurzbeschreibung)
- 7. Was ist Weißzement? Weißzement ist ein eisenoxidfreier Zement. Verwendung findet er für weiße Sichtbetonflächen oder farbigen Beton (durch farbige Zuschläge), er enthält kein C4AF und entspricht in der Regel etwa einem CEM I 52,5 R (vorm.PZ 475).
- 8. Was versteht man unter Mehlkorn? Feinstanteile, bestehend aus Zement, dem im Betonzuschlag enthaltenen Kornanteil 0 bis 0,125 mm und nötigenfalls einem möglichst gemischtkörnigen Zusatz dieser Korngruppe aus festem, nicht erweichbarem und die Beständigkeit des Betons nicht vermindernden natürlichen oder künstlichen Mineralstoff.
- 9. Wodurch unterscheidet sich Luftkalk und hydraulischer Kalk bezüglich seiner Zusammensetzung. (Erläuterung)? Luftkalk: Weißkalk (CL): Kalke, die vorwiegend aus Calciumoxid und Calciumhydroxid ohne Zusatz von hydraulischen Stoffen oder Puzzolanen bestehen Dolomitkalk (DL): Kalke, die vorwiegend aus Calciumoxid und Magnesiumoxid od Calciumhydroxid oder Magnesiumhydroxid ohne Zusatz von hydraulischen Stoffen oder Puzzolanen bestehen Hydraulischer Kalk: Nat.hydr.Kalk (NHL): Kalke, die durch Brennen von mehr oder weniger tonhaltigen oder kieselsäurehaltigen Kalksteinen, zu Pulver gelöscht, mit oder ohne Mahlung, entstehen. Hydraulischer Kalk (HL): Kalke, die vorwiegend aus Calciumhydroxid, Calciumsilikaten und Calciumaluminaten bestehen, die durch Mischen von geeigneten Stoffen hergestellt werden.
- 10. Nennen Sie die 5 Hauptgruppen von Zementen? 1.CEM I Portlandzement 2.CEM II Portland(komposit)zement 3.CEM III Hochofenzement 4.CEM IV Puzzolanzement 5.CEM V Kompositzement
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- 11. In welchen Baumaterialien findet sich Ca(OH)2 und Welchen pH-Wert hat dieses in etwa? Luftkalk; pH - Wert annähernd 12,5
- 12. Die Bezeichnung von Luftkalk ist zB. CL90. Was bedeutet 90? CL = Weißkalk 90 ist der Chemische Bestandteil in %, also enthält 90% CaO + MgO in seinem Massenanteil DL = Dolomitkalk HL = Hydraulischer Kalk NHL = Natürlich hydraulischer Kalk
- 13. Welches Material wird mit dieser Bezeichnung beschrieben: EN459-1 NHL 3,5? Es ist die Normbezeichnung von Natürlich Hydraulischen Kalk mit 3,5 N/mm2 Druckfestigkeitsklasse
- 14. Geben Sie eine Einteilung von Estrichen nach den verwendeten Bindemitteln. · Estrichgips · Magnesia-Estrich · Zementestrich
- 15. Welche anorganischen Bindemittel gibt es? Man unterscheidet zwischen anorganischen und organischen Bindemittel. Mineralische Bindemittel sind anorganischer Natur, d.h. sie sind aus mineralischen Stoffen wie Gips, Kalk oder Zement aufgebaut.
- 16. Beschreiben Sie die 4 wesentlichen Arbeitsschritte bei der Zementherstellung.(x2) Bild in Unterlagen 1. Brechen Die natürlich vorkommenden Zementrohstoffe (Kalkstein, Ton, Mergel, Sande, Eisenoxid) werden in Steinbrüchen gewonnen. Das Ausgangsmaterial wird zunächst im Steinbrecher zerkleinert (gebrochen) und getrennt nach ihrer Zusammensetzung im Freien gelagert (Mischbett). 2. Rohmehlherstellung Aus dem Lager gelangt das Rohmaterial in festgelegten Mischverhältnissen über genau geregelte Dosiereinrichtungen in die Rohmaterialaufbereitung, in der es durch verschiedene Mühlen mehlfein zermahlen und gleichzeitig getrocknet wird. 3. Brennen (beim Drehrohrofen) Bei der Zusammensetzung der Rohmischung ist zur Erlangung eines Zementes mit optimalen Eigenschaften möglichst genau ein bestimmtes Verhältnis von Kalk zu den sauren Bestandteilen (SiO2, Al2O3, Fe2O3) einzuhalten. Bei 800- 900 °C wird das CO2 dem Kalkstein ausgetrieben. Das Rohstoffgemisch wird im Zementofen zu Portlandzementklinker gebrannt. Am häufigsten werden Drehrohröfen eingesetzt. Die Temperatur erreicht rd.1450°C (Sinterung und teilweise Schmelzen, aber ohne Schmelzfluss). 4. Mahlen Der Klinker wird nach Austritt aus dem Drehrohrofen gekühlt, im Klinkersilo gelagert und daran anschließend unter Zugabe von Gips (verzögert das Erstarren) und gegebenenfalls Zumahlstoffen (Hochofenschlacke, Flugasche, usw.) zu Zement feingemahlen. Die Lagerung erfolgt nach Festigkeitsklassen getrennt in Silos. Die Auslieferung an die Verbraucher geschieht entweder lose in Behälterfahrzeugen oder in 25kg fassenden Papiersäcken. Die Zemente unterscheiden sich nach dem Anteil an Portlandzementklinker und den mengenmäßigen Zugaben von Hüttensand oder puzzolanischen Stoffen wie Kalksteinmehl und Füllern. In geringen Mengen wird CaSO4 (Gipsstein oder Anhydrit) zur Steuerung des Erstarrungsbeginns des Zements zugemahlen.
- 17. Erläutern Sie die wesentlichen Schritte der Gipsherstellung. Bild und Tabelle in Unterlagen Gips ist ein schwefelsaures Calcium, kommt in Form des Calciumsulfat-Dihydrats (CaSO42H2O) in der Natur als Mineral vor. Es gibt auch natürliche Vorkommen von kristallwasserfreiem Calciumsulfat (CaSO4). Dies wird im Bauwesen als Anhydrit bezeichnet. Der Gips muss vor einem Einsatz als Bindemittel aufbereitet werden. Aus dem als Rohgips bezeichneten Calciumsulfat-Dihydrat entstehen dabei durch Entwässern infolge thermischer Behandlung (Brennen) kristallwasserarme Halbhydrate bzw. kristallwasserfreie Anhydrite, d.h. verschiedene Phasen des Calciumsulfats (zB.: Calciumsulfat-Dihydrat, Anhrydrit I, Anhrydit II etc.). Die nach der Zerkleinerung pulverförmigen Stoffen, erhärten nach der Verbindung mit Wasser ("Abbinden"). Die Erhärtungsprodukte sind chemisch Calciumsulfat-Dihydrar (CaSO4.2H2O). Je nach Brenn- bzw. Herstellungsvorgang bestehen die gewünschten gebrannten Gipse aus Halbhydrat oder Anhydrit bzw. aus einem Gemisch von beiden Phasen. Brennvorgang bei Halbhydrat: CaSO4.2H2O -> CaSO4.1/2H2O + 11/2H2O Rohmaterial -> Endprodukt wird frei α- Halbhydrat: entstehen beim nassen Brennen, bei ca. 100°C unter Dampfeinwirkung in dichter, kristalliner Form (Gips aus Halbhydrat hat eine hohe Druckfestigkeit) β-Halbhydrat: beim trockenen Brennen, ca. 125°C im Drehofen; wegen schnellerem Austreiben bildet sich flockigere Kristallform (geringere Druckfestigkeit: Stuckgips) Brennvorgang bei Anhydrit: CaSO4.2H2O -> CaSO4 + 2H2O a. Anhydrite bilden sich bei weiterer Entwässerung des Halbhydrats infolge höherer Erhitzung. Beim Erhitzen über 180°C wird Kristallwasser bis auf geringe Reste ausgetrieben. Es entsteht Anhydrit III. b. Ab 300°C völlige Entwässerung des Gipses, es entsteht Anhydrit II (entspricht chemischen dem natürlichen Anhydrit CaSo4 ). c. Durch gemeinsames Brennen von Gips mit CaO bei 700°C entsteht Estrichgips. d. Bei Temperaturen über 1000 bis 1200°C entsteht Anhydrit I (totgebrannter Gips- > kein Nutzen)
- 18. Welche 2 Arten von Luftkalk gibt es? Luftkalke sind Kalkbindemittel, die nur an der Luft, durch Aufnahme von Luftkohlensäure (CO2) erhärten · Weißkalk (Reinweiß) · Dolomitkalk (oft Graustich)
- 19. Bei der Zementhärtung bilden sich 4 Klinkerphasen aus die z.b. für die Höhe der Hydratationswarme oder das Abbindeverhalten verantwortlich sind. Wie heißen diese 4 Klinkerphasen. (x2) 1. Tricalciumsilicat 3CaO.SiO2 C3S Eigenschaften: schnelle Erhärtung, hohe Hydrationswärme, hohe Festigkeit 2. Dicalciumsilicat 2CaO.SiO2 C2S Eigenschaften: langsame, stetige Erhärtung, niedrige Hydrationswärme, hohe Festigkeit 3. Tricalciumaluminat 3CaO.Al2O3 C3A Eigenschaften: schnelle Reaktions mit H2O, hohe Hydrationswärme, geringe Festigkeit, anfällig gegen Sulfatwässer 4. Tetracalciumaluminatferrrit 4CaO.Al2O3Fe2O3 C4(A,F) Eigenschafte: langsame und geringe Erhärtung, widerstandfähig gegen Sulfatwässer
- 20. Bei Zementhärtung unterscheiden wir 4 Klinkerphasen aus. Welche Klinkerphase wird bei manchen Zementen nicht verwendet? 1. Tricalciumsilicat 3CaO.SiO2 C3S Eigenschaften: schnelle Erhärtung, hohe Hydrationswärme, hohe Festigkeit 2. Dicalciumsilicat 2CaO.SiO2 C2S Eigenschaften: langsame, stetige Erhärtung, niedrige Hydrationswärme, hohe Festigkeit 3. Tricalciumaluminat 3CaO.Al2O3 C3A Eigenschaften: schnelle Reaktion mit H2O, hohe Hydrationswärme, geringe Festigkeit, anfällig gegen Sulfatwässer 4. Tetracalciumaluminatferrit 4CaO.Al2O3Fe2O3 C4(A,F) Eigenschafte: langsame und geringe Erhärtung, widerstandfähig gegen Sulfatwässer Tetracalciumaluminatferrit reagiert mit Wasser sehr schnell und versteift rasch. Bei der Herstellung von Mörtel und Beton würde es die Verarbeitbarkeit beträchtlich beeinträchtigen.
- 21. Welches Bindemittel wird als NHL-Bindern bezeichnet. Natürlich Hydraulische Kalke
- 22. Welche Ausgangsstoffe werden für Magnesiabinder verwendet? Rohstoffe für Magnesiabinder sind: · Magnesit: MgCO3 · Dolomit: MgCO3.CaCO3
- 23. In welcher Größenordnung liegt die Druckfestigkeit von Baukalk? Hydraulische Kalk sind nach angegebenen Druckfestigkeiten (in N/mm2) zu klassifizieren: Tabelle in Unterlagen Hydraulischer Kalk 2HL 2Hydraulischer Kalk 3,5HL 3,5Hydraulischer Kalk 5HL 5Natürlich hydraulischer Kalk 2NHL 2Natürlich hydraulischer Kalk 3,5NHL 3,5Natürlich hydraulischer Kalk 5NHL 5
- 24. Welche Zementphase ist verantwortlich für die große Festigkeit? 1. Tricalciumsilicat 3CaO.SiO2 (Chemische Formel) C3S (Kurzbeschreib.) 2. Dicalciumsilicat 2CaO.SiO2 (Chemische Formel) C2S (Kurzbeschreib.)
- 25. In welcher Größenordnung liegt die Druckfestigkeit von Zement? Die Mindestdruckfestigkeit von Zementen beträgt 25N/mm2 nach 28 Tagen Die Druckprüfungen erfolgen nach 2, 7 und 28 Tagen. Es werden 3 Klassen der Festigkeit unterschieden: Klasse 32,5, Klasse 42,5 und Klasse 52,2 (N - normal | R - rapid) Tabelle in Unterlagen
- 26. Welche Zementphase ist verantwortlich für die hohe Hydratationswarme? Tricalciumsilicat 3CaO.SiO2 (Chemische Formel) C3S (Kurzbeschreib.)
- 27. Wie groß sind ca. Die Dichte von Zement und die Wärmeleitzahl von Mineralwolle? ρZ ~ 3,1 g/cm3 Reindichte von Zement λ 0,030 - 0,050 W/mK Wärmeleitzahl von Mineralwolle
- 28. Welche anorganischen Bindemittel gibt es und welche werden Innen welche Außen eingesetzt Bestimmte anorganische Bindemittel erhärten nur an der Luft (ZB Kalk oder Gips), andere erhärten an der Luft oder auch unter Wasser bzw. nach ihrer Verarbeitung an der Luft oder unter Wasser (Zementbeton). Man unterscheidet 2 Gruppen: a) Luftbindemittel (Innen): die nur an der Luft erhärten und im erhärteten Zustand gelegentlich wasserlöslich sind. U.a.: Luftkalke, Gips, Magnesiabinder b) Hydraulische Bindemittel (Außen od. tragende Bauteile): die an der Luft und unter Wasser erhärten. U.a.: Zement, hydraulischer Kalk, PM- Binder (Putz- und Mauerbinder)
- 29. Herstellung von Zement KURZ: Zement wird durch Feinmahlen von Zementklinker (genauer: Portlandzementklinker) und anderen mineralischen Stoffen hergestellt. Der Zementklinker wird durch brennen bis zur Sinterung folgender Rohstoffe erzeugt: · Kalkstein, Kalkmergel etc. (CaCO3: Calciumcarbonat) · Sande (SiCO2: Kieselsäure) · Ton, Mergel (Al2O3: Tonerde) · eisenoxidische Minerale u.a. (Fe2O3: Eisenoxid) Die hydraulische Erhärtung von Zement beruht vorwiegend auf die Hydration und Calziumsilikat. Der Massenanteil an reaktionsfähigem Kalziumhydroxid und Siliziumdioxid im Zement beträgt in SUmme mindestens 50%. LANG: 1. Brechen Die natürlich vorkommenden Zementrohstoffe (Kalkstein, Ton, Mergel, Sande, Eisenoxid) werden in Steinbrüchen gewonnen. Das Ausgangsmaterial wird zunächst im Steinbrecher zerkleinert (gebrochen) und getrennt nach ihrer Zusammensetzung im Freien gelagert (Mischbett). 2. Rohmehlherstellung Aus dem Lager gelangt das Rohmaterial in festgelegten Mischverhältnissen über genau geregelte Dosiereinrichtungen in die Rohmaterialaufbereitung, in der es durch verschiedene Mühlen mehlfein zermahlen und gleichzeitig getrocknet wird. 3. Brennen (beim Drehrohrofen) Bei der Zusammensetzung der Rohmischung ist zur Erlangung eines Zementes mit optimalen Eigenschaften möglichst genau ein bestimmtes Verhältnis von Kalk zu den sauren Bestandteilen (SiO2, Al2O3, Fe2O3) einzuhalten. Bei 800- 900 °C wird das CO2 dem Kalkstein ausgetrieben. Das Rohstoffgemisch wird im Zementofen zu Portlandzementklinker gebrannt. Am häufigsten werden Drehrohröfen eingesetzt. Die Temperatur erreicht rd.1450°C (Sinterung und teilweise Schmelzen, aber ohne Schmelzfluss). 4. Mahlen Der Klinker wird nach Austritt aus dem Drehrohrofen gekühlt, im Klinkersilo gelagert und daran anschließend unter Zugabe von Gips (verzögert das Erstarren) und gegebenenfalls Zumahlstoffen (Hochofenschlacke, Flugasche, usw.) zu Zement feingemahlen. Die Lagerung erfolgt nach Festigkeitsklassen getrennt in Silos. Die Auslieferung an die Verbraucher geschieht entweder lose in Behälterfahrzeugen oder in 25kg fassenden Papiersäcken.
- 30. Zementklassen nach ÖNORM Festigkeitsklassen 32,5 N/R, 42,5 N/R, 52N/R (nach ÖNORM EN 197-1)
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- 31. Beschreiben Sie die Hauptgruppen der anorganischen Bindemittel. Welche Bindemittel werden für tragende Bauteile eingesetzt, welche hauptsächlich im Innenausbau (in trockenen Bereichen) und warum? Bestimmte anorganische Bindemittel erhärten nur an der Luft (ZB Kalk oder Gips), andere erhärten an der Luft oder auch unter Wasser bzw. nach ihrer Verarbeitung an der Luft oder unter Wasser (Zementbeton). Man unterscheidet 2 Gruppen: a) Luftbindemittel (Innen): die nur an der Luft erhärten und im erhärteten Zustand gelegentlich wasserlöslich sind. U.a.: Luftkalke, Gips, Magnesiabinder b) Hydraulische Bindemittel (Außen od. tragende Bauteile): die an der Luft und unter Wasser erhärten. U.a.: Zement, hydraulischer Kalk, PM- Binder (Putz- und Mauerbinder) Weil Luftbindemittel (Innen) im erhärteten Zustand gelegentlich wasserlöslich sind.
- 32. Beschreiben die die Vor- und Nachteile von Zementestrich. Beschreiben Sie die Zusammensetzung, Fugenanordnung, Nachbehandlung und Prüfverfahren bei Zementestrichen. Nachteile: · längere Erhärtungszeit · Schwinden Vorteile: · hohe Festigkeit · hoher Abnutzungswiderstand · gute Griffigkeit und Trittsicherheit · Wasserundurchlässigkeit · Beständigkeit gegen säurefreie Fette und Öle (zB.: Benzin) Zusammensetzung Zementestriche werden aus Korngemischen natürlicher und künstlicher Zuschläge mit Zement als Bindemittel hergestellt. Die Festigkeit des Estrichs wird durch günstigen Kornaufbau und härterem Zuschlag erreicht. Es wird ein kleiner Wassergehalt angestrebt um Zementschlempenbildung an der Oberfläche zu unterdrücken. Es ergibt sich ein Mörtel mit erdfeuchter bis schwach-plastischer Konsistenz (muss sorgfältig verdichtet werden). Der Zementgehalt bei schwimmenden Estrich und einem Größtkorn von 11mm darf nicht geringer sein als 300 kg/m3; Größtkorn 8 mm nicht geringer als 320 kg/m3. Nachbehandlung Wegen ihrer geringen Dicht und großer freien Oberfläche austrocknungsgefährdet: Festigkeitsverminderung, erhöhtem Schwinden, Verkrümmen und Aufwölben der Ecken und Ränder infolge unterschiedlicher Feuchtigkeitsgehalte über die Dicke. Sie sollten mind. alle 7-14 Tage vor zu schnellem Austrocknen und schädlichen Wirkungen (Zuluft, Hitze, Kälte) geschützt werden: · Abdecken mit Matten oder Kunststofffolien (die feucht zu halten sind) · Aufsprühen eines flüssigen Nachbehandlungsmittel (Hemmung der Verdunstung) Der Estrich darf nicht 3 Tage nach der Herstellung begangen werden. Estrichprüfung Durch die Eignungsprüfung wird festgestellt, ob die folgenden Güteeigenschaften mit entspr. Sicherheit erreicht werden. Geprüft werden: · Verarbeitbarkeit · bei Estrichen einer bestimmten Festigkeitsklasse die für die Eignungsprüfung in der Norm geforderten Werte · sonstige geforderte Eigenschaften (Verschleiß, Eindrucktiefe, etc.) Durch die Güteprüfung wird geprüft ob die vereinbarten Güteeigenschaften hergestellt wurden. Güteprüfung erfolgt am frischen und/oder erhärteten Estrich. Nachgewiesen wird: · Ebenheit · Biegezug- und Druckfestigkeit · Verschleiß