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Bilanztheorie (Fach) / Klausuraufgaben (Lektion)
Klausuren SS2016 rückwärts
Diese Lektion wurde von Chrissi892 erstellt.
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- Was versteht Stützel unter einem Währungsbetrag? Der Ausweis einer Bilanzoder GuVPosition in der Währung des Jahresa schlusses.
- In welche drei Unterklassen unterteilt Stützel die in der Bilanz und der GuVRechnung vorkommenden Währungsbeträge? Durch einfaches abzählen zu ermittelnde Währungsbeträge Währungsbeträge, die allein und nur durch ein Rechtsgeschäft entstehen Alle sonstigen Währungsbeträge
- Welche Konflikte können bei einem Jahresabschluss auftreten, bei dem gleichzeitig der Bilanzzweck Informationsvermittlung und der Bilanzzweck Schuldendeckungskontrolle angestrebt werden? Informationsvermittlung basiert auf Vollständigkeit, Schuldendeckungskont ist geprägt von Objektivierung und vom Vorsichtsprinzip.
- Welche zwei Kriterien beeinflussen maßgeblich die Verteilung des Gesamtgewinns eines Unternehmens auf die einzelnen Teilperioden? Der Realisationszeitpunkt von Gewinnen und die Vorschriften zur Periodisierung der Erfassung von Aufwendungen und Erträgen.
- Durch welche Maßnahmen können bei der Bemessung des ausschüttbaren Gewinns Interessenskonflikte vermindert werden? Nachvollziehbare Objektivierungskriterien bei Bewertung gesetzlich geregelte Ausschüttungsbegrenzungen
- Wann erfolgt die Geinnreslisierung bei Simon und Schmalenbach, wenn ein Veräußerungsgegenstand verkauft wird? Simon: spätestens bei Unterzeichnung des Kaufvertrages Schmalenbach: bei Rechnungsstellung
- Skizzieren Sie die Aufgabe (Bilanzzweck) und die Ausgestaltung der Bilanz nach Simon und Schmalenbach und erläutern Sie wesentliche Unterschiede! Die doppelte Buchführung ist dadurch charakterisiert, dass in jeder der beiden Kontenreihen über die Gesamtheit der Bestände eines Unternehmens Rechnung geführt wird. Die Bilanz nach Simon erfasst auf der Aktivseite die Kontenreihe der Vermögenskonten, welche die Verwendung der finanziellen Mittel zeigen und auf der Passivseite die Kontenreihe der Kapitalkonten, welche den Ur-sprung der finanziellen Mittel zeigen. Die Aktivseite entspricht betragsmäßig der Passivseite. Die Bilanz dient der Information über das „richtige“ Vermögen(und Schulden) eines Unternehmens. Die Kapitalkonten werden in Eigenkapital, Schulden, Passivantizipationen und den Gewinn differenziert. Die Aktivseite differenziert nach Betriebsgegenständen, Veräußerungsgegenständen, Forderungen und Aktivantizipationen. Für Schmalenbach soll die Bilanz die Veränderung der Vermögenslage dar-stellen. Er bezeichnet sie als eine Gewinnermittlungsbilanz. Er sieht diese als verknüpfendes Band zwischen Ausgaben und Aufwand und zwischen Einnah-men und Ertrag. Wenn die Zahlungswirkung in einer anderen Periode erfolgt als die Erfolgswirkung und zwischen diesen eine Bilanz erstellt wird, soll diese die sogenannten schwebenden Posten aufnehmen. Hierbei werden zwei Fälle unterschieden:Die Zahlungswirkung findet vor der Erfolgswirkung statt. Dann wird die Zah-lungswirkung in der Periode der Zahlungswirkung in der Bilanz erfasst. (Das Ge-genkonto ist das Kassenkonto.) Der Ausgleich findet in der Periode der Erfolgs-wirkung statt. Die Zahlungswirkung findet nach der Erfolgswirkung statt. In der Periode der Erfolgswirkung wird die Erfolgswirkung in der Bilanz erfasst. In der Periode der Zahlungswirkung erfolgt die Umbuchung auf das Kassenkonto.Die Aktiva unterteilt Schmalenbach in schwebende Vorleistungen und den Zahlungsmittelbestand. Das Passivkonto ist in schwebende Nachleistungen und das Eigenkapital unterteilt.Grundsätzlich besteht außer einer anderen Systematisierung kein wesentlicher Unterschied zwischen der Bilanz nach Simon und der nach Schmalenbach
- Skizzieren Sie wesentliche Unterschiede zwischen den Theorien von Schmidt und Schmalenbach hinsichtlich der Ermittlung eines Unternehmenswerts! Schmalenbach ist der Ansicht, dass die Bilanz eines Unternehmens nicht alle Dinge abbildet, die den Wert eines Unternehmens ausmachen. Als Beispiele führt er den Kundenstamm und Arbeitsabläufe auf. Den Wert eines Unternehmens bezeichnet Schmalenbach als kapitalisierten Zukunftserfolg. Für die Er- mittlung des Unternehmenswerts kommt für ihn nur eine Gesamtbewertung des Unternehmens in Betracht. Schmidt möchte den Unternehmenswert aus dem Tagesbeschaffungswert al- ler Vermögensteile einschl. der immateriellen Kostenwerte ermitteln. Dieser Wert kennzeichnet den Reproduktionswert des Unternehmens und kann nach Schmidt aus der Bilanz ermittelt werden. Da ein Unternehmen bei einem wirksamen Konkurrenzmechanismus einen Normalgewinn erzielt, unter wel- chem Schmidt die Normalverzinsung der Reproduktionskosten versteht ist eine Ermittlung des Zukunftserfolgs unnötig.
- Kann der Bilanzleser aus einer Veränderungsbilanz den Bestand des Vermögens zum Bilanzstichtag ablesen? Nein
- Wird die Bestandsgröße Geldvermögen von der Stromgröße Einnahme beeinflusst? Ja
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- Kann eine Gewinnermittlung ausschließlich über Stromgrößen erfolgen? Ja
- Liegt der realen EK-Definition ein geldmäßiges Verständnis zugrunde? Nein
- Handelt es sich bei einer aus allgemeinen wirtschaftlichen Erkenntnissen und Zielsetzungen abgeleiteten Bilanztheorie um eine deduktive Bilanztheorie? Ja
- Welche Infos dienen lt. Schmalenbach dem Gläubigerschutz? Gute Darstellung des Erfolges. Gibt Aussage über Entwicklung der Vermögenslage und des Erfolges
- Warum empfiehlt Schmalenbach eine großzügige Dotierung der jährlichen Abschreibungen? Lebensdauer und Nutzwertverlauf sind schwer zu schätzen. Überhöhte Abschreibungen sind jedoch besser als Sonderabschreibungen
- Erläutern Sie den Zweck und Inhalt der Zerschlagungsbilanz Zerschlagungsbilanz soll Infos über Zugriffsmöglichkeiten der Gläubiger auf die Vermögenswerte des Unternehmens liefern. Dazu sind die einzeln veräußerbaren VG zu potentiellen Einzahlungen und Schulden zu potentiellen Auszahlungen zu erfassen. Bewertung nach Vorsichtsprinzip
- Objektivierungskriterien bei Simon: Körperliche VG: im wirtschaftlichen Eigentum, Nachweis der Verkehrsfähigkeit unkörperliche VG: Nachweis der Verkehrsfähigkeit und Vorliegen einer Gegenleistung
- Simon Eckpunkte - Vermögensbilanz / Gewinn = Vermögenszuwachs, Gewinnermittlung ist Nebenprodukt - Ertragswert / VG ist was positiven Beitrag zum EW gibt - körperlicher Gegenstand: Aktivierung wenn im Eigentum des Bilanzierenden, müssen Veräußerungswert haben - unkörperliche Gegenstände: Veräußerbarkeit, Gegenleistung (durch doppelte Buchführung) - Passiva: Aktivierung bei Verpflichtung im Rechtssinne, Passivierung von drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften - Betriebsgegenstände auf Basis des Erwerbspreis, müssen reell existieren - Veräußerungsgegenstände mit Veräußerungspreis, Marktpreis als Obergrenze - kein Realisationsprinzip! - Schulden zu Nennwert (Agio/Disagio) - Kritisch: Verwendung Ertragswert (Ermessensspielraum), Wert für den Betrieb kann nur geschätzt werden
- Schmalenbach Eckpunkte: - Bilanzzweck: Entwicklung der Vermögenslage und Geschäftserfolg; GuV größere Bedeutung als Bilanz / Wer den Geinn richtig ermitteln will, muss das Vermögen falsch ermitteln--> keine Vermögensbilanz sondern Gewinnermittlungsbilanz; Eignung der Vermögensbilanz für den Gläubigerschutz wird bezweifelt; Gläubigerschutz durch gute Darstellung des Erfolges - Aus verschiedenen Arten der Gewinnermittlung ist diejenige zu wählen, die die Betriebssteuerung am besten unterstützt + Vergleichbarkeit - Aktiva: Zahlungsmittelbestand, Schwebende Vorleistungen Einzahlung, Schwebende Vorleistung Ertrag ( Aktievierung wenn: Nutzwertverlauf auch für kommende Jahre, Bedürfniss für Verteilung, Kosten und Nutzen feststellbar. / Passiva: EK, Schwebende Nachleistungen - Unternehmensrisiko (allgemeines Wagnis) nicht in Bilnaz, spezielle Wagnisse schon ( Rückstellung) - Bewertung: bis zum Realisationszeitpunktszeitpunkt (Rechnungsstellung) zu AHK; spekulative Vorräte zu Zeitwert höchstens AHK, Gebundene Vorräte zu Festwert, zu Zeitwert bei Mengenänderung --> immer der niedrigste Wert aus AHK, Marktpreis oder Verwertungspreis - Kritik: Zielkonflikt bei Kontrolle der Kosten und Entwicklung des Gewinns; Bedürfnis für Verteilung nicht erläutert; Verzerrung der Bilanz durch vorsichtige Bewertung, geht zu Lasten der Vergleichbarkeit; Einzahlung = Ertrag - Würdigung: Pionierarbeit, Grundsatz der Bewertungsstetigkeit
- Ermittlung der Herstellungskosten: Materialeinzelkosten + Fertigungseinzelkosten + Materialgemeinkosten + Fertigungsgemeinkosten + übrige Gemeinkosten = Herstellungskosten
- Substanzielle Eigenkapitaldefinition Unterscheidet sich von der realen EK Definition, dass statt der Veränderung der Kaufkraft konkrete Preissteigerungsraten verwendet werden. Bewertung nicht mit allgemeiner Veränderung der Kaufkraft sondern mit konkreten Wiederbeschaffungskosten.
- Kapitaltheoretische Eigenkapitaldefinition Das EK wird als Ertragswert definiert, welcher mittels zukünftiger erwarteter Ein- und Auszahlungen ermittelt wird. Schätzung zukünftiger Ein- und Auszahlungen sowie Notwendigkeit der Bestimmung eines Kalkulationszinssatzes.
- Schmidt Eckpunkte: - Vermögens- UND Gewinnermittlungsbilanz; gegen Zweckabhängigkeit - nicht als Verkaufspreis des Unternehmens - oberster Grundsatz: Betriebserhaltung im realen Zustand - Gewinn nur wenn Gut höheren Verkaufspreis als Wiederbeschaffungspreis - Bilanzierung aller imm. VG (Aktivierungskriterium: Kosten); kümmert sich nicht um Objektivierbarkeit und Bilanzvereinfachung - Wert des U aus Ertragswert: Ertragswert aus Bilanz: Normalwerthypothese --> nicht jederzeitige Reproduzierbarkeit durch Unternehmerleistung und Monopole; Ursache in Unternehmerleistung- nicht bilanzieren; Vermögensbedingte Mehrertragswerte (Monopole) bilanzierungsfähig aber nicht -Pflichtig; marktmäßig objektivierter Ertragswert des Unternehmens (Monopole nur mit Kostenwert) = Reproduktionswert - Passiva: Wertänderung am ruhenden Vermögen; kein Gewinn ( AHK nur um Wertänderung zu erfassen) - Abschreibung um Alter des VG anzuzeigen - Kritik: keine Ermittlung des ausschüttungsfähigen Gewinns (zu Lasten der Gläubiger?); Willkür bei immateriellen VG; Missachtung der Objektivierbarkeit
- AK Maschine: 150.000¤ ND: 5 Jahre Ermitteln Sie die Abschreibungspläne für folgende Methoden: linear, geometrisch-degressiv, arithmetisch-degressiv (digital), progressiv-digital, leistungsabhängig (1 : 2,5 : 3 : 2,5 : 1) linear: 30000,... geometrisch-degressiv: 120000,24000,4800,960,240 arithmetisch-degressiv (digital): 50000,40000,30000,20000,10000 progressiv-digital: 10000,20000,30000,40000,50000 leistungsabhängig: 15000,37500,45000,37500,15000