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Architektur (Fach) / Soziologie für Architekten (Lektion)
TU Wien, Soziologie für Architekten
Zusammenfassung als Karteikarten
Diese Lektion wurde von Kriso erstellt.
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- Makro-Soziologie - von der Gesamtgesellschaft, deren Aufbau (Sozialstruktur)- Es wird aber auch versucht, gesellschaftliche „Strukturen“ und „Prozesse“ zu erkennen, zu beschreiben, zu verstehen (qualitative Sozialforschung), zu erklären und zu prognostizieren (quantitative Sozialforschung)- Makroebene: Gesellschaft(en) große soziale Einheiten und umfassende soziale Prozesse Globalisierung, Industrialisierung, Wertewandel
- Mikro>Soziologie: - vom sozialem Handeln und Zwischenmenschlichem Handeln -das Zusammenleben der Menschen wird analysiert (einzeln, in Gruppen, in größeren Zusammenhängen) - Mirkoebene: Individuuen und Kleingruppen; nicht primär ihr Verhalten sondern das Verhalten mit der Gruppe in zusammenhang mit den umgebenden Netzwerken
- Meso Soziologie - von sozialen Institutionen und Organisationen -in alltäglichen Vorgängen mit wiederkehrenden Verhaltensmustern, Ereignissen, Regelmäßigkeiten (soziale Gesetze) -Mesoebene: Gruppen, Organisationen, Untersuchtungen, Institutionen, Untersuchungen über die informelle Dynaik solcher sozialen Systeme
- Meta- Soziologie - von Ideen über die Gesellschaft (Ideologiekritik) - Metaebene: Ideen, Ideologien, Wissenssoziologie
- Funktionen der Soziologie - Aufklärung und Information -Diagnose, Pädagogik und Beratung -Gesellschatskritik und Prognose -Stabilisierung und Konservierung
- Nutzen von Soziologie -Ergebnisse und Beobachtungen als Teil gesellschaftlicher Strukturen zu sehen - die Relativität der Werte und Verhaltensweisen der eigenen Umwelt und Zeit zu erkennen (Fördert die Fähigkeit vom Empathie der Verhaltensweisen von Angehörigen anderer Sozialer Gruppen -Verhaltensweisen und Gesellschaftsstrukturen verständlich machen
- Soziologisches Wissen beobachtes erklärt anaylsiert Strukturen belegt und überprüft Soziale Beziehungen und ihre Ursachen
- Was ist Gesellschaft? Soziologisches Def.: Gesellschaft ist ein Netzwerk von Individuen, das sich durch soziale Beziehungen zwischen den Individuen auszeichent Viele Definitionen von Gesellschaft je nach Fokus (kulturell, geographisch, politisch..) Gesellschaft ist immer an einen konkreten Ort gebunden und an eine bestimmte historische Zeit/Periode
- Gesellschaftsstrukturen: verschiedene Aspekte: - Demographischer Aufbau: Alter, Nationalität, Geburtsort, Geschlecht, Stellung im Lebenszyklus, Familienstand -Soziale Ungleichheit: Kaste, Stand, Soziale Klasse/Schicht, Soziale Lage, Lebensstil
- Gesellschaftsformen? Global --> Weltgesellschaft Supranational --> Westliche Industriegesellschaft, Kapitalistische Gesellschaft, Europäische Gesellschaft National --> Land( Österreich) Überregional --> Süd-Österreich Regional --> Kärnten Lokal --> Klagenfurt
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- Wertegemeinschaften Generationen Ethnien Feministinnen Randgruppen Soziale Mileus
- Was sind Werte? Soziale Werte: individuelle/gruppenspezifische Interpretationen des gesellschaftlichen Normenkontext, welche die Motivationsstruktur, Handlungsziele und Handlungen beeinflusst ethische Prinzipen, die Handeln leiten können es gibt Grundwerte und Wertewandel
- Wozu führt Wertewandel? Veränderung von Einstellungen Veränderung sozialen Handels und sozialer Wahrnehmung Konflikt mit noch bestehenden Normen Veränderung gesellschaftlicher Werte Veränderung von Institutionen und Formen des Zusammenlebens
- Was sind Normen? Mehr oder weniger verbindliche, allgemein geltende Vorschriften für meschl. Handeln in spezifischen sozialen Situationen (-> Rolle) Soziale Normen sind Handlungsregeln, die bei einer bestimmten sozialen Ausgangsrollen, eine bestimmte soziale Handlung erklären -> Normen begründen Normalität
- Was bringen Normen? Sie bieten einen Bezugspkt, um ein Verhalten als konform oder abweichend zu beurteilen Normen werden im Sozialenprozess gelernt und weitergegeben (tradiert)
- Einhaltung der Normen Um die Einhaltung zu sichern, hat die Gesellschaft Sanktionsmechanismen: Muss- Normen (Gesetze) Soll-Normen (Sitten) Kann-Normen (Gewohnheiten)
- Soziale Rollen/ Merkmale von Rollen? Beinhalten spezielle Verhaltensvorschriften (Rollennormen) Regeln angemessenes Verhalten in best. sozialen Situationen beziehen sich nicht auf Personen, sondern auf Inhaber bestimmter Positionen damit ein geregeltes Zusammenleben möglich ist (-> vorraussehbares Handeln)
- Sicherstellung von Sozialen Rollen? durch soziale Kontrolle, Normen und Werte
- Merkmale von Rollen? Pluralität von Rollen: Jeder Mensch hat viele versch. Rollen Spezielle Rollennormen Bezugsgruppen: sanktionieren Rollenverhalten Rollenkonflikte: Inter und Intra von Rollen
- Was können Architekten von der Soziologie erwarten? Informationen über die Gesellschaft (Prozesse, Strukturen) Menschliches Handeln in sozialen Bezügen Funktionaler Aufbau der Gesellschaft (system) Deutung sozial(-räumlicher) Situationen Deutung individueller/sozialstruktureller Kognitionen Methoden der empirischen Sozialforschung Theorien (soziale Organisation, Handlungstheorien, Sozialer Wandel, Soziale Ungleichheit)
- Womit beschäftigt sich Architektursozilogie? Raumverhalten Öffentlichkeit /Urbanität Doppelrevolution (technisch-industrielle und politisch-emanzipatorisch) gesellschaftliche Rolle von Architekten/Architektur Rolle gegenüber Bauherr, Administration, Handerwerker und als Künstler Inter und IntraKonflikte Machtkonstellation Bedeutung für die Öffentlichkeit
- Was ist öffentlicher Raum? Physische Materielle Dimension Zugänglichkeit u Nutzbarkeit als Vorraussetzung soziale Interaktion und soziale Normen Rechtliche Dimension unsichtbare Grenze im Raum Soziale Dimension Urbanität und Individualisierung Distanziertheit von Großstädtern Politische Dimension öffentlicher Raum als diskursiver Ort des Meinungsaustausches öffentlicher Raums als historisches Ideal der Öffentlichtkeit (Agora)
- Öffentlicher Raum im Wandel der Zeit? Agora 500v.Chr. Römisches Forum 0 Der mittelalterlichePlatz 500 n.Chr. Renaissance Plätze 15Jhdt Barocke Plätze 17Jhdt Platz des 19.Jhdts 19Jhdt Der Moderne Platz 20Jhdt DigitalerPlatz 21Jhdt
- Was ist Grund für den deklarierten Tod des öffentlichen Raums? das Auto (als Verlängerung des Wohnzimmers) und Suburbanisierung neue Informations und Kommunikationstechnologien (Machen Öffentlichkeit enträumlicht) Shopping Malls - neue Zentren des gesellschaftlichen Ortes
- Zentrale Fragen der Wohnsoziologie? Handlungstheorie des Wohnsoziologie Wie sucht/findet man eine Wohnung? Was tut man, wenn man wohnt? Wer wohnt mit wem zusammen? Wie (von wem) wird wohnen erlebt? Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Wohnstandortverhalten und Mobilität? Was sind Wohnbedürfnisse? Wer hat welche Wohnbedürfnisse?
- Zentrale Fragen der Wohnsoziologe? Historisch Wie hat sich das Wohnen im Lauf der Zeit qualitativ und quantitativ verändert?
- Zentrale Fragen der Wohnsoziologie? Makrotheoretisch Wie ist die Wohnversorgnung verteilt? Wie wird Wohnungsproduktion finanziert und strukturiert? Ist eine Wohnung eine Ware oder eine Grundbedürfnis?
- Zentrale Fragen der Wohnsoziologie? Mesotheoretisch/Stadtsoziologisch Weloche Bedeutung hat der Wohnungsmarkt für die Sozialstruktur? Wo werden welche Wohngebiete ausgewiesen? Ist soziale Mischung ein Ziel: Wenn ja wie kann sie erreicht werden? Für wen werden Wohnungen ausgewiesen? Worin liegt der Unterschied zwischen ländlichem und städlichem Wohnen?
- Was ist Wohnen? qualitative Frage nach Gebrauchsfähigkeit quantitative Frage nach Wohnungsversorgung Wohnen als Erfahrung, Heimat, Maschine Grenzt bestimmte Tätigkeiten und Menschen aus und schließt andere ein: Kindererziehung Reproduktion Konsum Erholung
- Moderenes Wohnen; Idealtypus? Funktional -> Wohnung als Ort des Nichts-Erwerbs/Arbeit (heute noch gültig?) Sozial -> Ort der Familie (gefestigte Gruppe) Sozialpsychologisch -> Ort der Privatheit und Intimität Ökonomisch -> Wohnung als Ware
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- Historische Veränderung ; Wohnungsreform? Wohnungsfrage entsteht in der zweiten Hälfte des 19.JHDT Wohnen wird zu einem öffentlichen Thema und zum Gegenstand lang andauernder Auseinandersetzungen Zum ersten Mal Frage was Wohnen sei und wie Wohnungen gestaltet werden sollten Warum wurden Vorstellungen vom "modernen Wohnen" entwickelt? 19.Jhdt einsetzende Verstädterung und Industrialisierung Trennen von Wohnung Arbeit Zuwanderung von Arbeitskräfte vom Land in die Stadt
- Modernes Wohnen ab den 50ern? Standardisierung der roduktion von Wohnungen Suburbanisierung Abwanderung der Stadtbewohner in die Vorstadt - wirtschaftlicher Motor der Nachkriegszeit Damit verbunden Rolle der Frau als Hausfrau und isolierung von Entscheidungen Individualisierung Traum der Eigentumswohnung Mediatisierung Konzept von Privatheit und Öffentlichkeit verändern sich Radio und TV bringen Öffentlichkeit in die Wohnung Privatisierung Steigende soziale Ungleichheit in Städten (gated Communities)
- Modernes Wohnen zu Post-Modernem Wohnen? von der linearen Eindeutigkeit zur Vielfalt Zunahme der kulturellen Heterogenität Individualisierung Demographisches Umstrukturierung in Städten geringe Kinderzahl Zunahme Zahl der alten Menschen (greying Society) Zunahme der Bedeutung von Migration Migranten bilden ethnische Gruppen mit speziellen kulturellen Praktiken; auch im Wohnen (Patchwork Families) Zunahme der Singles Zunahme Alleinerziehende
- Ausdifferenzierung des Wohnen? vielfältige Differenzierungen Vielfalt der Funktionen des Wohnens nimmt zu Abbau des strikten zeitlichen Trennens von Arbeiten und Wohnen durch Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen Ausdifferenzierung der Haushaltsformen alleinlebende, unverheiratete Paare, Wohngemeinschaften, etc.... zunahme kleiner Haushalte Bedeutung Zentraler Haushalte nimmt zu Wohnungsmakrt reflektiert und verstärkt Soziale Ungleichheit - Gentrification
- Warum gibt es Instutitionen? Bedürfnis nach Regemäßigkeit, Entlastung,Typisierung durch Gründung gemäß einer (Idee vom Projekt), die von ihren Anhängern akzeptiert und umgesetzt wird um stabiles, vorausschaubares Tun zu garantieren (Mensch- instinktarm, benötigt Gewohnheitsverfahren)
- Politische und Kulturelle/Informelle Institutionen? POLIT KULT Staatsform:Demokratie, Monarchie NGO's Exekutive:Präsident oder Parlament Medien, Lobbying Wahlregeln: Listenwahl vs. Direktstimme Korruption
- Container Raum Raum als übergeordnete Realität - demnach gibt es den leeren Raum Raum existiert unabhängig vom Materiellen Körper Kritik: Entkoppelung von Raum und Inhalt Raum als exodene Sache und nicht als soziales Objekt Annahme, dass sich nicht mehrere Räume an einem Ort befinden können Machtfrage und Entstehung von Institutionen ausgelassen Reduktion von Raum aud erdräumliche Standortkonfigurationen (Entfernungen, Flächenangaben)
- Relationaler Raum? Soziale Prozsse sind auch immer räumliche Prozesse es gibt immer eine gegenseitige Beeinflussung von Raum und Organisation der Gesellschaft
- The production of space Raum ist gleichzeitig objektiv und subjektiv, materiell und metaphorisch, ein Medium und ein Resultat vom sozialen Leben alles sozialne Verhältnisse werden real, wenn sie räumlich eingeschrieben sind, soziale Realität ist immer räumlich Raum wird von einer bestimmten Gesellschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt produziert Raum ist eine soziale Konstruktion und ein historisches Produkt
- Megatrends der Modernisierung? Demographische Umstrukturierung und "greying society" Vom Fordismus zum Postfordismus Von der Arbeits zur Freizeitgesellschaft Von der Moderne zur Postmoderne Von der Solidarität zur Individualität Vom 'Jahrhundert des Raums' zum 'Jahrhundert der Zeit'