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Konzern (Fach) / Karteikarten (Lektion)
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- Was besagt die Umsatzrentabilität und wie ist die Formel? Die Kennzahl sagt aus, wieviel Arbeit in das eigene Unternehmen gesteckt wurde. Ebit/Umsatz
- Was ist die Plankostenrechnung bzw. welche Wirkungsweise hat die Kontrolle? Welche Funktionen hat gibt es? Soll/Ist Vergleich Formen: starr & flexibel EntscheidungsunterstützungsfunktionVerbesserung künftige Planungs und Entscheidungsprozesse (Lernfunktion):-mehrperiodige Unternehmenssituation-Festlegung von Maßnahmen zur Vermeidung künftiger Abweichungen-Entscheidungen/Umweltsituation in früheren Perioden entfalten Auswirkungen in Folgeperioden VerhaltenssteuerungsfunktionNotwendigkeit der koordination dezentral getroffener Entscheidungen aufgrund von -Zielkonflikten zwische Entscheidungsträger(n) und unternehmensleitung-Asymetisch verteilter Information -Informationsvorsprung der Bereichsleiter gegenüber Unternehmensleitung -keine direkte beobachtung der Aktivitäten durch die Zentrale
- Erläutern Sie den Grundsatz der einheitlichen Abrechnungsperiode und stellen Sie die Konsequenzen dar, die sich für die TU aus diesem Grundsatz ergeben. Unter welchen Voraussetzungen kann von diesem Grundsatz abgewichen werden? Der Grundsatz der einheitlichen Abrechnungsperiode besagt, dass der Konzernabschlussstichtag dem des MU entsprechen muss.-grds. sind alle einzubeziehende EA der TU´s sind zum Konzernabschlussstichtag zu erstellen-bei abweichenden Geschäftsjahr der TU vom KA-Stichtag mehr als 3 Monate, ist grds. ein Zwischenabschluss zu erstellen, der den gleichen Zeitraum abdeckt wie der KA-die Erstellung des Zwischenabschluss trotz abweichenden GJ kann verzichtet werden, wenn die Abschlussstichtage nicht mehr als 3 Monate vor dem KA-Stichtag liegen-Jedoch müssen bei einem Verzicht auf den Zwischenabschluss alle wesentlichen Geschäftsvorfälle zwischen dem Stichtag der Töchter und des Konzerns im KA berichtigt bzw. im Anhang erläutert werden
- Welche Konten werden bei der Kapitalkonsolidierung bebucht? Soll:EKGoF Haben:FinanzanlagenNicht beherrschende Anteile (Bei einer Kapitalkonsolidierung <100%)ggfs. s.b.E
- Wie funktioniert die Verrechnung der Anschaffungskosten mit EK zu Zeitwerten bei der Kapitalkosolidierung beim sukzessiven Erwerb nach der Neubewertungsmethode? Kaufpreis für Neuanteile+ Fair Value (Zeitwert) der Altanteile Ergebnis- anteiliges EK zu Zeitwerten (HB III) GoF
- Was muss bei der Kapitalkonsolidierung mit sukzessiven Erwerb beachtet werden? Identifizierung des Erwerbsvorgang, der zu einer Beherrschung an XY AG führte, als sukzessiven Erwerb Altanteile, die aus vorherigen Erwernsvorgängen stammen, werden mit ihrem Fair Value im Rahmen der Kapitalkonsolidierung berücksichtigt Eine Differenz zwischen dem ursprünglichen Anschaffungskosten und dem Fair Value der Altanteile im Zeitpunkt der Herstellung der Beherrschung muss ergebniswirksam berücksichtigt werden Diese Vorgehensweise liegt die Fiktion zugrunde, dass die Beherrschung durch Erwerb der Neuanteile und dem Tausch der Altanteile erlangt wird
- Erläutern Sie den Charakter und die grds. Vorgehensweise bei der Zeitbezugsmethode Wenn die Landeswährung des Tochterunternehmens von dessen funktionaler Währung abweicht, so muss die Umrechnung von der Landeswährung unter der Anwendung der Zeitbezugsmethode erfolgen Zeitbezugsmethode = Währungsumrechnungsmethode, die das Einheitsprinzip am besten umsetzen kann Vermögenswerte & Schulden des in Fremdwährung bilanzierende Unternehmen werden so umgerechnet, als hätte das Mutterunternehmen diese Vermögenswerte und Schulden erworben --> Somit sind Vermögenswerte und Schulden grds. mit ihren historischen Kursen umzurechnen (Kurs, der im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes maßgeblich warZeitbezugsmethode ist nicht nur ein einfacher Transformationsvorgang, sondern hat den Charakter einer Bewertung aus Sicht des Konzerns
- Zeigen Sie auf, unter welchen Bedingungen die Landeswährung des TU gleichzeitig als funktionale Währung definiert werden kann. Nennen Sie Indikatoren, die bei der Festlegung der funktionalen Währung herangezogen werden kann. Wenn die Landeswährung eines Tochterunternehmen ist gleichzeitig dessen funktionale Währung, wenn das TU in seinem Heimatland weitgehend unabhängig von der Konzernmutter agieren kann und im wesentlichen als selbstständige Einheit tätig wird.Indikatoren: Finanzierung erfolgt in Landeswährung Absatzpreise / Umsatz werden durch lokale Währung festgesetzt Cash Flows des Unternehmens sind im wesentlichen ausreichend, um die Verpflichtungen des Unternehmens zu erfüllen Material- & Personalaufwand sind weitgehend in lokaler Währung
- Wie lauten die allgemeinen Voraussetzungen der Konzernrechnungslegungspflicht? Ob ein Unternehmen einen Konzernabschluss zu erstellen hat, richtet sich unabhängig davon, ob es sich um ein kapitalmarktorientiertes Unternehmen handelt oder nicht, immer nach den Vorschriften des HGBs. Der KA nach §290 HGB ist dann verpflichtend, wenn folgende Voraussetzungen kummulativ erfült sind: KapG / G´ft nach §264a HGB Sitz im Inland MU-TU Verhältnis Befreiungsvorschriften nach §§291-293 HGB greifen nicht
- Definieren Sie den Begriff "Funktionale Währung" Die Funktionale Währung eines Unternehmens ist die Währung in der die wesentlichen Cash Flows des Unternehmens erwirtschaftet werden
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- Was sind die notwendigen Voraussetzungen für die Qualifizierung einer Unternehmensverbindung als Tochterunternehmen nach IFRS 10? Eine Unternehmensverbindung ist dann als Tochterunternehmmen zu qualifizieren, wenn Beherrschung vorliegt.Beherrschung ist gegeben, wenn folgende Voraussetzungen kummulativ erfüllt werden: Investor verfügt über substanzielle Rechte, die ihn gegenwärtig die Möglichkeit vermitteln die relevanten Tätigkeiten des anderen Unternehmen zu lenken Investor ist variablen Erfolgen/Rückflüssen ausgesetzt Investor hat die Möglichkeit durch Ausübung seiner Verfügungsmacht, die Höhe der Rückflüsse zu beeinflussen
- In den Konsolidierungskreis eines KA müssen alle TUs einbezogen werden. Stellen Sie dar, welche Vorschriften für die Qualifizierung der Unternehmensverbindung bei kapitalmarktorientierten Unternehmen heranzuziehen sind und begründen sie dies. Aufgrund der Kapitalmarktorientierung muss die MU ihren KA gem. §315a (1) HGB unter Anwendung von IFRS erstellen.Für die Prüfung, ob eine Unternehmensverbindung als TU zu qualifizieren ist, ist daher IFRS 10 heranzuziehen
- Was sind die Merkmale eines Konzernabschlusses? rein betriebswirtschaftlicher Abschluss keine Zahlungsbemessungsfunktion keine Rechtswirkung des Abschlusses Unabhängigkeit des KA
- Welche unterschiedlichen Konzerntheorien gibt es? Einheitstheorie-Aufstellung des KA aus Sicht der wirtschaftlichen Einheit Konzern-Keine Differenzierung zwischen EK-Geber der Muttergesellschaft und Minderheitsgesellschafter einzelner TU Interessenstheorie-KA= erweiterter Einzelabschluss der Muttergesellschaft-Annahme, dass Minderheitsgesellschafter kein Interesse am Konzern, sondern nur an den Einzelunternehmen haben
- Wie heißt der dominierende Grundsatz der Konzernrechnungslegung, wo ist er geregelt und welche Folgen ergeben sich daraus? Das Einheitsprinzip ist nach den nationalen Vorschriften im §297 (3) HGB und nach IFRS 10,B86ff geregelt. Folgen des Einheitsprinzip:-->Die Ergebnisse der rechtlichen Selbstständigkeit, die sich aus den Einzelabschlüssen ergeben, werden eleminiert.Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung wird Bspw.: -Beteiligungsbuchwert vom TU beim Mutterunternehmen-Forderungen & Verbindlichkeiten-Aufwendungen & Erträge-Zwischengewinne aus Konzerninternen Geschäften--> Einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für gleichartige Sachverhalte für alle einbezogenen Konzerngesellschaften.
- Wie funktioniert die (Teil-)Grenzkostenrechnung? Kostenartenrechnung:-Zerlegung der Gemeinkosten in variable und fixe Bestandteile Kostenstellenrechnung:-Primärkostenverrechnung: Zuteilung der variablen und fixe Gemeinkosten auf die einzelnen Kostenstellen-Sekundärkostenverrechnung: Weiterverrechnung der var. GK; fixe GK werden als Block in die Kostenträgerzeitrechnung übernommenKostenträgerstückrechnung (Kalkulation): fixe Kosten werden nicht auf die Produkte/Aufträge verrechnet Kostensträgerzeitrechnung (kurzfristige Ergebnisrechnung):differenzierter Ausweis der variablen & fixen Kosten--> Deckungsbeitrag als Zwischenergebnis
- Wie ermittelt man jeweils die Gesamt-, Preis/Verbrauchs-, & die Beschäftigungsabweichung? GA= Ki - KpVPA= Ki - KsBA= Ks - Kverr
- Wie geht man bei der starren Plankostenrechnung vor und welche Rechengrößen werden dabei genutzt? Vorgehensweise:-Bestimmuung der Planbeschäftigung pro Kostenart & Kostenstelle-Ermittlung der PlankostenRechengrößen:Plankostenverrechnungssatz = Plankosten/ Plan-Beschäftigungverrechn. Plankosten = Plankostenverrechnungssatz x Ist-Beschäftigung --> Verrechnung der Kosten auf die Kostenträger Durch die fehlende Umrechnung der Plan-Kosten auf die Ist-Beschäftigung wird unterstellt, dass die Beschäftigung und Plankosten proportional sind Wenn es keine Aufteilung in variable und fixe Kosten stattfindet --> Vollkostenrechnung
- Wie geht man bei der flexiblen Plankostenrechnung vor und welche Rechengrößen werden dabei genutzt? Vorgehensweise:-Bestimmuung der Planbeschäftigung pro Kostenart & Kostenstelle-Ermittlung der Plankosten & der Sollkosten-Aufteilung der Kosten in variable und fixe Bestandteile Rechengrößen:Plankostenverrechnungssatz = Plankosten/ Plan-Beschäftigungverrechn. Plankosten = Plankostenverrechnungssatz x Ist-BeschäftigungSoll-Kosten = fixe Plan-Kosten + var. Plankosten x Ist Beschäftigung Umrechnung der Plan-Kosten auf die Ist-Beschäftigung
- Was sind die Aufgaben eines Controllers? "Co-Pilot"/Navigator, Lotse"-Soll/Ist-Vergleich-Ausarbeitung der Ziele/Pläne des Unternehmens-Unterstützt nur die Entscheidungsfindung-nimmt Abweichungsanalysen vor-betriebswirtschaftliche Beratung
- Wie erfolgt die Kapitalkonsolidierung bei 80% Unternehmensbeteiligung nach der Full-Goodwill-Methode? Buchungssatz? Ermittlung der Anschaffungskosten (gezahlter Kaufpreis + fair value Earn-Out-Klausel) Ermittlung des zu verrechn. Eigenkapital im Rahmen der Kaufpreisallokation handelsr. EK (HB II)+ stille Reserven:- passive latente Steuern- stille Lasten+ aktive latente SteuernEK zum Erwerbszeitpunkt (Zeitwert) HB III Ermittlung des Unterschiedsbetrag nach Full-Goodwill-MethodeVollständiges EK wird mit den Zeitwerten der Anschaffungskosten des Erwerbers verechnet zzgl. Fair Value (Zeitwert) der nicht beherrschenden AnteileFolge: Aktivierung des vollständigen Goodwill (full) inkl. der nicht beherrschende Anteile Anschaffungskosten für 80%+ 20% Fair Value (Zeitwert der Minderheiten) lt. Gutachten (wg. Börsennotierung; -anteilliges Eigenkapital alternativ Börsenwert zum Erwerbszeitpunkt)=GoF Buchungssatz:EK an FinanzanlagenGoF an nicht beherrschte Anteile
- Welche Funktionen haben Kennzahlen? Entscheidungsunterstützung:-Informationsgrundlage für eigene Entscheidungen (ex Ante)-Kontrolle von realsierten Entscheidungen (ex post) Verhaltenssteuerung:-Basis für Anreizsystem um dezentralen Entscheidungsträger Zielgrößen vorzugeben-Koordination dezentral getroffener Entscheidungen ist nowendig aufgrund - Opportunistisches Verhalten dezentraler Entscheidungsträger - Asymetrisch verteilter Informationen
- Was besagt die Umschlagshäufigkeit und wie lautet die Formel? Kennzahl sagt aus, wie oft der gesamte Lagerbestand in einer Periode umgesetzt wird, ohne Nachbestellungen. Umsatz/durchschn. Vorräte
- Was ist NOPAT? Welchen Nutzen hat es und wie wird es ermittelt? Net operating Profit after taxes -Verbesserte Vergleichbarkeit: Kapitalstruktur der jeweilgen Unternehmen werden neutralisiert-Steuervorteil(tax shield) wird bei eigenständige Unternehmen eleminiert EBIT x (1-S)
- Erläutern Sie den Begriff "Konsolidierungskreis" Kreis derjenigen Unternehmen, die in einem KA einbezogen werden Hierzu gehören das MU + grds. alle inlämdschen & ausländischen TUs --> Weltabschlussprinzip bei Einbezug von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, spricht man vom Konsolidierungskreis i.w.S.
- Wie ist ein sich ergebender positiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung zu beurteilen und wie ist dieser in Zukunft im Rahmen der Folgekonsolidierung unter Beachtung von IFRS zu behandeln? Postiver Unterschiedsbetrag (Anschaffungskosten übersteigen den Wert der übernommenen Vermögenswert & Schulden) aus Erstkonsolidierung ist als Geschäfts- & Firmenwert zu qualifizieren Separate Ausweisung unter dem Posten "Immaterielle Vermögenswerte" keine planmäßige Abschreibung, da sein Wert mit nicht bestimmbarer Nutzungsdauer definiert wird Jährlicher Werthaltigkeitstest (Impairment Only Approach - IOA) bei resultierenden Abwertungsbedarf (BW>ZW) ist zwingend eine außerplanm. Abschreibung durchzuführen keine späteren Zuschreibungen (Verbot), weil dadurch die Gefahr besteht, dass ein originär geschaffener GoF aktiviert werden könnte
- Welche Grundsätze sind bei der Festlegung des Konsolidierungskreises nach IAS/IFRS zu beachten? MU + sämtliche TUs sind in den Konsolidierungskreis einzubeziehen, unabhängig vom Sitz der TU (Weltabschlussprinzip) Bestimmung der Tochterunternehmen im Konsolidierungskreises erfolgt über die Qualifikation einzelner Engaments eines Investors in andere Unternehmen keine Konsolidierungswahlrechte & -verbote u.U. verzicht auf den Einbezug einzelner Tocher aus Gründen der wesentlichkeit gem. IAS 1.29 ff (Grundprinzip der Rechnungslegung nach IFRS gem. Framework) auch für TU, für die eine Weiterveräußerungsabsicht besteht, herrscht Einbeziehungspflicht-jedoch erfolgt die Bilanzierung als aufgegebene Geschäftsbereiche und somit unterliegen Vermögenswerte und Schulden spezielle Bewertungsvorschriften
- Welche Rechtsmittel gibt es im Aktien- (Konzern)recht? 1. Nichtigkeitsklagen beim Vorliegen besonders gravierender Mängel gemäß § 241 AktG (eher Ausnahmetatbestände). 2. Anfechtungsklagen gemäß §§ 243, 245, 246 AktG wegen Verletzung des Gesetzes oder der Satzung; diese Situation als Eintragungshindernis von Satzungsänderungen ist mit Einführung des Freigabeverfahrens nach § 246 a AktG deutlich abgemildert. 3. Ausschließliche Anfechtung des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns gem. § 254 i.V.m. §§ 244, 245, 246 AktG; keine Mindestausschüttung = „Aushungern“ der Aktionäre durch Dividendenlosigkeit; 5 %-Antragsquorum nach § 254 II 3 AktG beachten. 4. Spruchverfahren nach dem Spruchverfahrensgesetz (SpruchG), welches reine Wertrügen betrifft; dies sind Abfindungs- und Ausgleichszahlungen sowie Umtauschrelationen; vgl. § 1 Nr. 1-6 SpruchG. 5. Statusverfahren bei fehlerhafter Zusammensetzung des Aufsichtsrates nach §§ 98 I, II i.V.m. 95, 96 AktG
- Welchen Zweck haben Kennzahlen? Welche Arten gibt es? Zweck: Verdichtung komplexer betriebswirtschaftlicher Sachverhalte für Informations- und Steuerungszwecke Mögliche Kategorisierungen: absolute vs. relative finanzielle vs. nicht-finanzielle erfolgs- vs. liquidiätsorientierte traditionelle vs. wertorientierte
- Welche Rechte verleihen Verfügungsgewalt bzw. sind substanziell? Stimmrechte oder vergleichbare Rechte: Stimmrechtsmehrheit (Achtung: Potential Voting Rights anderer Parteien) Fehlende StimmrechtsmehrheitZu berücksichtigen: -vertragliche Vereinbarungen -potential Voting Rights -defacto Control Andere Rechte:-Bestellung/Abberufung der Geschäftsführung-Beeinflussung wesentlicher Transaktionen-Management ist bestehend aus nahestenden Personen des Investors
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- Wie erfolgt die Verfügungsgewalt durch Stimmrechte? · I.d.R. lassen sich eine Vielzahl geschäftlicher und finanzieller Aktivitäten auf die Rückflüsse eines Unternehmens nur durch Stimmrechte oder ähnliche Rechte lenken · Der Investor hat Verfügungsmacht, wenn er die Mehrheit der Stimmrechte hat · Achtung: Verfügungsmacht kann trotz Stimmrechtsmehrheit fehlen, wenn diese Rechte nicht substanziell, weil das TU den Anweisungen einer anderen Partei (staatliche Stelle, Gericht, Insolvenzverwalter oder Aufsichtsbehörden) unterstellt sind
- Wie kann man trotz fehlender Stimmrechtsmehrheit Verfügungsgewalt haben? Obwohl die maßgeblichen Tätigkeiten durch Stimmrechte gelenkt werden, kann ein Investor auch ohne Stimmrechtsmehrheit über die Verfügungsgewalt verfügen, durch: Bestehen einer vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Investor und anderen Stimmberechtigten Bspw. Beherrschungsverträge oder vertragl. Ermächtigungen des Investors, den Herstellungsprozess, die Finanzierung oder andere betriebliche Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu lenken ·Potenzielle Stimmrechte ·Defacto Control durch Stimmrechte des Investors
- Wie kann Verfügungsgewalt durch andere Rechte bei Irrelevanz von Stimmrechten erlangt werden? ·Aufbau des Beteiligungsunternehmens kann so gestaltet sein, dass für die Beherrschung die Stimmrechte kein dominanter Faktor sein ·So ein Fall liegt vor, wenn sich die Stimmrechte sich nur auf Verwaltungsaufgaben beziehen und maßgebliche Tätigkeiten allerdings durch vertragliche Vereinbarung bestimmt werden ·In diesem Fall ist zu prüfen, ob der Investor aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen zustehenden Rechten ausreichend ist, um Verfügungsgewalt ausüben zu können ·Fokus: Zweck/Gestaltung der Chancen und Risiken des Beteiligungsunternehmens
- Was sind potenzielle Stimmrechte? Potenzielle Stimmreche sind Rechte auf den Erwerb von Stimmrechten in einem Beteiligungsunternehmen Die Verfügungsgewalt des Investors können durch substanzielle potenzielle Stimmrechte begründet oder verhindert werden --> Rechte resultieren aus Finanzinstrumenten wie Aktienoptionen oder Wandelanleihen, durch denen Ausübung bzw. Umwandlung zusätzliche Stimmrechte erworben werden können Sind nur dann substanziell, wenn deren Ausübung realistisch erscheint (Synergieeffekte)
- Was ist defacto Control? Kein Stimmrechtsmehrheit vorhanden Würdigung der absoluten Höhe des Stimmrechtsanteils des Investors sowohl im relativen Verhältnis zu den Stimmrechtsanteilen und der Streuung dieser Anteile der Investor die (faktische) Möglichkeit über eine „Präsenzmehrheit“, alleine die relevanten Aktivitäten zu bestimmen
- Was bedeutet Konzern? Zusammenfassung rechtlich selbständiger Unternehmen unter dem beherrschenden Einfluss einer Muttergesellschaft zu einer wirtschaftlichen Einheit
- Was sind die Aufgaben der Konzernrechnungslegung? Darstellung der wirtschaftlichen Aktivitäten der Konzernunternehmen als wäre der Konzern nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine rechtliche Einheit
- Was bedeutet die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung Ausfluss des Einheitsprinzips maßgeblich ist das Recht der Mutter Erstellung des Konzernabschlusses unter Verwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für gleichartige Geschäftsvorfälle und sonstige Ereignisse in ähnlichen Umständen echte und unechte Wahlrechte im Hinblick auf Ansatz, Bewertung und Ausweis sind für alle Konzerngesellschaften einheitlich auszuüben Wahl von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten unabhängig von deren Ausübung im Einzelabschluss Währungsumrechnung für ausländische Tochtergesellschaften in Fremdwährung – IAS 21
- Wie lautet das Konzept der funktionalen Währung Verknüpfung der Stichtags-Methode mit der Zeitbezugsmethode Nicht alle Jahresabschlüsse der ausländischen Töchter werden mit der gleichen Methode umgerechnet Methode ist abhängig von der Abhängigkeit der Tochter vom Mutterunternehmen bzw. von der wirtschaftlichen Verflechtung Maßgeblich für die Umrechnung des Jahresabschlusses des Tochterunternehmen ist die funktionale Währung funktionale Währung ist die Währung, in der die wesentlichen Cash flows des Tochterunternehmens erwirtschaftet werden
- Wie ist die Vorgehensweise bei der Währungsumrechnung nach dem Konzept der funktionalen Währung? Schritt: Festlegung der funktionalen Währung für alle Tochterunternehmen Schritt: Umrechnung des in der Buchwährung (i. d. R. Landeswährung) aufgestellten Jahresabschlusses in die funktionale Währung mit der Zeitbezugsmethode Schritt: Umrechnung der funktionalen Währung in die Konzernberichtswährung mit der (modifizierten) Stichtagskurs-Methode
- Wie erfolgt die Zeitbezugsmethode in der Praxis? Abschlussposten UmrechnungskursForderungen, flüssige Mittel, StichtagskursRückstellungen u. VerbindlichkeitenAnlagevermögen, Vorratsvermögen, Stammkapital und Rücklagen historischer KursAbschreibungen, Zuschreibungen, historischer KursMaterialaufwandübrige GuV-Positionen JahresdurchschnittkursJahresergebnis ergibt sich als Saldo
- Wie funktioniert die modifizierte Stichtagskursmethode? Aktiv- und Passivposten mit Ausnahme des Eigenkapitals werden mit dem Devisenkassakurs zum Bilanzstichtag umgerechnet das Eigenkapital wird zum historischen Kurs umgerechnet die Posten der GuV werden mit dem Durchschnittskurs umgerechnet eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist ergebnisneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen auszuweisen Beim Ausscheiden der Tochter aus dem Konsolidierungskreis ist diese Umrechnungsdifferenz ergebniswirksam aufzulösen
- Wie sind die Schritte der Konzernabschluss-Erstellung? Vereinheitlichung der Bilanzierung und Bewertung; Währungsumrechnung mit allen TUs Addition der HB-II aller einbezogenen Unternehmen =Summenabschluss Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen --> Konzernabschluss
- Was ist die Konzernrichtlinie? Instrument der einheitlichen Bilanzierung und Bewertung Inhalt: –Beschreibung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze unter Berücksichtigung der maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften–Festlegungen, wie etwaige Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte anzuwenden sind–Erläuterungen der Posteninhalte des Einzelabschlusses–Erläuterungen zu konsolidierungsrelevanten Zusatzinformationen–Anlagen (Formblattsatz, Liste der verbundenen Unternehmen, Terminplan für Erstellung des KA)
- Vertrag über Unternehmenserwerb kann eine Anpassung des Kaufpreises vorsehen, wenn.. –erworbenes Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum bestimmte Erfolgsziele unter- oder überschreitet (earn-out-Klauseln)–die als Kaufpreis hingegebenen Anteile bestimmte Kurswerte unterschreiten (Kursgarantie des Erwerbers)–die Höhe des Eigenkapitals oder einzelner Bilanzposten einen garantieren Betrag nicht erreichen (Bilanzgarantie des Veräußerers)
- Was bedeutet Kaufpreisallokation? Verteilung der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten (contingent liabilities) des erworbenen Unternehmens (IFRS 3.10ff) ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert in der Konzernbilanz zu aktivieren ein verbleibender negativer Unterschiedsbetrag ist ergebniswirksam zu vereinnahmen Bilanzierung und Bewertung der erworbene Vermögenswerte und Schulden sind unabhängig von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Veräußerers (bzw. des erworbenen TU) anzuwenden -->Neubeurteilung der Bilanzierungsfähigkeit und Bewertung Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem Fair Value im Erwerbszeitpunkt
- Wie sind die allgemeinen Ansatzvoraussetzungen bei einem Vermögenswert? Definition: Nutzenpotential über das das Unternehmen verfügen kann Ansatz, dann wenn: –Nutzenzufluss wahrscheinlich und–Wert zuverlässig ermittelbar–kein Ansatzverbot greift
- Wie sind die allgemeinen Ansatzvoraussetzungen bei einer Schuld? •Definition: gegenwärtige Verpflichtung, die–am Erwerbszeitpunkt gegenüber Dritten besteht,–auf einem vergangenen Ereignis beruft, und–eine wirtschaftliche Belastung darstellt•Ansatz, dann wenn:–Nutzenabfluss wahrscheinlich und–zuverlässig bewertbar
- Wie sind die nicht-beherrschenden Anteile bei der Kapitalkonsolidierung zu behandeln? •auch wenn der Erwerber keine 100 % der Anteile übernimmt, sind die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens zu 100 % in den Konzernabschluss zu übernehmen•beim Vorhandensein von Minderheiten entsteht zwingend ein Minderheitenanteil (nicht beherrschende Anteile), der separat innerhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen wird
- Was ist der Unterschied zwischen Neubewertungsmethode und Full-Goodwill-Methode`? Neubewertungsmethode•Geschäfts- oder Firmenwert wird nur partiell angesetzt, d. h. in Höhe des vom Erwerber im Kaufpreis für die Anteile vergüteten Betrags•Ansatz des Postens „Nicht beherrschende Anteile“ mit dem anteiligen Wert des Eigenkapitals zu Zeitwerten Full-Goodwill-Methode•Geschäfts- oder Firmenwert wird vollständig angesetzt, d. h. in einer Höhe die sich ergeben würde, wenn 100 % der Anteile erworben worden wären•Ansatz des Postens „Nicht beherrschende Anteile“ mit dem Fair Value