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Päda (Fach) / Kaus (Lektion)

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Diese Lektion wurde von hannemac erstellt.

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  • Warum ist es sinnvoll, dass angehende Grundschullehrer und Grundschullehrerinnen über fundierte Kenntnisse in klinischer Psychologie und Psychopathologie verfügen? a) weil sie sozusagen einen Knotenpunkt darstellen: sie sind vor Ort - beobachten SuS über einen langen Zeitraum, sehen Entwicklungen, sehen individuelle und soziale Entwicklung. Gleichzeitig treffen sie Eltern und Kollegen.Betonung der individuellen Bezugsnorm! b) im Schulalltag beobachten sie Verhalten über einen langen Zeitraum - damit können sie - wenn sie geschult sind - eine Wachsamkeit bezüglich bestimmter Verhaltensmanifestationen, aber auch Veränderungen bemerken und schnell informelle Diagnosen erstellen. Sie können dann - an gezielter Stelle Hilfe suchen und eine formelle Diagnose initiieren. Gleichzeitig können sie darauf achten, dass im Bedarfsfall eine Therapiekette einsetzt. Beispiel: Asperger c) Die Auseinandersetzung mit psychischen Krankheiten, aber auch Entwicklungsstörungen gehört zum Lehreralltag. Hier kann man einerseits sagen, dass geschulte Lehrer betroffene Kinder besser fördern und integrieren können, gleichzeitig aber auch objektiver Beurteilen können. Hier Beispiel: Asperger-Autismus! d)Prävention e)Antistigma-Arbeit f) Lehrergesundheit g) Lehrer - das ist nun meine These - vielleicht noch eher als Mediziner, einen ganzheitlichen Blick auf die Entwicklung von Kindern haben und eventuell eine weitere Perspektive auf Schülerverhalten bieten können. Hier: Im Zusammenhang mit den eben noch angeführten Kausalattributionen: Verbindung mit ADHS - während Mediziner oft leichtfertig zu Ritalin greifen, kann man als Lehrer auch ungeplante Nebeneffekte der medikamentösen Behandlung zeigen, aber auch einen notwendigen Gegenpol zum pharmakologischen Ansatz suchen.    
  • Inwiefern kommt Lehrern eine präventive Rolle zu? 1. ) Konzept der Vulnerabilität - Coping-Strategien als Variable 2. ) Suchtprävention !! 3. ) Erkennen von "Vorboten" 4.) Gute Dokumentation 3.) Aber auch durch Antistigma-Arbeit, wenn auch weniger offensichtlich
  • Literaturpsychologie: 3 Prozesse Im kreativen Prozeß wird sie geschaffen Im Rezeptiven Prozeß wird sie aufgenommen Im Interpretativen Prozeß wird sie reflektiert und analysiert.
  • Literaturpsychologie Die psychoanalytische Literaturwissenschaft kann als interpretatives Verfahren verstanden werden, das – ausgehend von Freuds Traumtheorie – einen Subtext, eine latente Bedeutung im literarischen Text zu erkennen versucht. Das psychoanalytische Deutungsverfahren setzt an schwer verständlichen oder erklärungsbedürftigen Textstellen an und geht davon aus, dass sich mit Hilfe psychoanalytischer Erkenntnisse eine Tiefenstruktur des Textes erschließen lässt.
  • Tiefenhermeneutik im Zusammenhang mit Literaturpsychologie Tiefenhermeneutik ist hier ein wichtiges Stichwort: Es handelt sich immer um ein Deutungsspiel von Vermutung und Bestätigung oder Verwerfung, Überseutung wird notwendig. Die Deutungsgegenstände reichen von der individuellen Ebene bis zur gesellschaftlichen wie auch historischen Dimension. Das Deutungsmuster ist allgemein, eine psychische, kulturelle oder auch politische Äußerung als Text zu lesen, aus dem eine tiefere Bedeutung als Subtext zu lesen ist.
  • Literaturpsychologie - Felder Zu den künstlerischen Schaffensprozessen: Formen der Kreativität, inwieweit handelt es sich um Sublimierungen des Unbewußten, welche Voraussetzungen sind für Kreativität förderlich? Figurenpsychologie ist ein weiteres Forschungsfeld, hier werden Figurenkonstellationen betrachtet – ohne Rückschlüsse auf den Autor! Rezeptionstheorie: Reaktionen von Lesern werden untersucht – hier wieder die Methode in Anlehnung an Freud: freie Assoziation. Ziel: Aufdecken paralleler Tiefenstrukturen von Lesern und Text. Grundsätzlich sind Leser bemüht, eigene Lebenselemente und Phantasien auf den Text zu projizieren – eine Grundeinsicht der Hermeneutik. Übertragung und Gegenübertragung kann hier ebenso geschehen. (Gegenübertragung auf den Autor!)
  • Psychische Krankheiten - Zahlen Die Lebenszeitprävalenz psychischer Erkrankungen, d.h. der Prozentsatz der Normalbevölkerung, der innerhalb des gesamten Lebens mindestens einmal eine psychische Störung entwickelt, liegt bei ca. 43%. D.h. fast jeder zweite Mensch entwickelt mindestens ein Mal in seinem Leben eine relevante psychische Störung. Die 12-Monats-Prävalenz psychischer Erkrankungen, d.h. der Prozentsatz an Personen, der mindestens eine psychische Störung im Laufe von 12 Monaten aufweist, beträgt ca. 31 %. Die 1-Monats-Prävalenz liegt bei ca. 19%.
  • Psychopathologie Der Begriff Psychopathologie entstammt der griechischen Sprache und bedeutet: Die Lehre von den psychischen Erkrankungen. ABER man versteht:die Lehre von der Symptomatik psychischer Störungen Die Psychopathologie ist ein Teilbereich der Psychiatrie und beschäftigt sich mit den Formen eines (krankhaft) veränderten Gefühls- bzw. Seelenlebens. Hierbei geht es um das Studium der Ursachen und Prozesse in der Entwicklung psychischer Erkrankungen und die Beschreibung ihrer Symptome bzw. Erscheinungsweisen. Psychopathologie wird an medizinischen Fakultäten sowie im Rahmen der Ausbildungsrichtung "Klinische Psychologie" unterrichtet, dort dann durch Ärzte der medizinischen Fakultäten, in der Regel in Form einer Nebenfachausbildung und -prüfung "Psychopathologie für Psychologen". Psychopathologische Symptome: Bewusstseinsstörungen Orientierungsstörungen Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen Formale Denkstörungen Befürchtungen und Zwänge Wahn Sinnestäuschungen Ich-Störungen Störungen der Affektivität Antriebs- und psychomotorische Störungen Andere Störungen
  • Karl Jaspers Begründer der Psychopathologie: systematisierte erstmals psychopathologische Tatbestände 1. Unterscheidung - Erklären und Verstehen 2. Unterscheidung: statisches Verstehen (Beschreiben, Abgrenzen, Benennen) und genetisches Verstehen. Mittels diesem verstehen wir, wie Seelisches aus Seelischem hervorgeht: „Der Angegriffene wird zornig und macht Abwehrhandlungen, der Betrogene wird misstrauisch.“
  • Negativismus nach Jaspers: Ausführen einer gegenteiligen Bewegung bei Bartleby nicht der Fall!!!
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  • Apathie Jaspers: Apathie nennen wir das Fehlen der Gefühle (kommt in akuten Psychosen vor!) "tot mit wachem Auge", es fehlt der Anreiz zu handeln. Die Apathie hat Abulie zur Folge. Objektiv macht sich das Fehlen jeglicher Gefühlsregung bemerkbar in dem Unterlassen der Nahrungsaufnahme. In solchem Zustande würde der Patient sterben, wenn er nicht durch künstliche Ernährung und Pflege erhalten würde.
  • Abulie Nach Jaspers eine Folge der Apathie - krankhafte Willenlosigkeit
  • Alogie Als Alogie wird eines der sogenannten "A-Symptome" der Schizophrenie bezeichnet. Man versteht darunter eine Denkstörung mit Sprachverarmung oder Verarmung des Sprachinhalts. Sie äußert sich auch in einer Verlängerung der Antwortlatenz. Das heißt, der Patient antwortet nur sehr zögerlich und ausgesprochen karg auf Fragen. Die Führung eines Gespräches wird mühsam. Ursachen für die Alogie sind Denk- und Ausdrucksstörungen, aber auch die gestörte Kommunikationsfähigkeit.
  • Somatoforme Störungen Patienten mit "medizinisch unerklärten" Körpersymptomen sind in der ärtzlichen Praxis häufig (einer von fünf) - die psychischen Ursachen ihrer organischen Symptome werden oftmals verkannt. Beispiele sind: Reizmagen, Depression, ...
  • Somatisierung psychosomatische Theorie von Krankheitsverursachung, nach der psychische Konflikte in einen körperlichen Distress übersetzt werden.
  • Die psychosomatische Perspektive disease= objektive biologische Anomalien illness= individuelles, körperliches Kranksein sickness= sozial vermittelte Krankenrolle im Einzelfall sind diese drei nicht deckungsgleich! Problematisch ist, wenn "illness", aber kein "disease" vorhanden.
  • Ursachen somatoformer Störungen oft psychosozialer Stress Trauma
  • Voraussetzungen der Therapie Gesicherte Diagnostik, auch der komorbidität Empathie!  
  • Richtlinien in der Therapie Reduktion der Symptome Reduktion des psychosozialen Stresses Reduktion der psychosozialen Behinderung Begrenzung einer inadäquaten Inanspruchnahme von Therapieeinrichtungen
  • Arten der Therapie bei somatoformen Störungen Verhaltenstherapie Psychodynamisch orientierte Psychotherapie Psychopharmaka (bei zugrundeliegender psychiatrischer Diagnostik)
  • Historischer Background: Somatoforme Störungen Die Hysteriediskussion schaffte ein grrundlegendes Modell der psychosomatischen Medizin
  • Theorien zur Kreativität Psychoanalytische Theorien, die kreative Prozesse betrachten (z.B. Arieti - Primär und Sekundärprozesse) 1950er Jahre: Paul Guidford - "Kreativität als Originalität", konvergentes vs. divergentes Denken, auch de Bono: lateral thinking - Querdenken neuere Ansätze: Schuster - neu und nützlich Holm-Hadulla: Neukombination von Informationen
  • Problem bei der Kreativitätsdiskussion Es fehlt ein Begriff der "Kreativität" Das ist eigentlich nicht weiter schlimm, es sollte aber einen pädagogischen Kreativitätsbegriff geben, oder? viel Hoffnung wird in den Begriff gelegt! Kreativität in den Grundschulrichtlinien: Schlüsselqualifikation!
  • Psychopathologische Symptome: Bewusstseinsstörungen Orientierungsstörungen Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen Formale Denkstörungen Befürchtungen und Zwänge Wahn Sinnestäuschungen Ich-Störungen Störungen der Affektivität Antriebs- und psychomotorische Störungen Andere Störungen