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osteopathische Behandlungsformen (Fach) / osteopathische Behandlungsformen (Lektion)

Osteopathie

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  • Welche ostopathischen Behandlungsformen gibt es? 3D-Mobilisation Einschmelzen Rhytmisches Dehnen Intervalldehnung Mitnahmetechnik Thrust
  • 3D-Mobilisation Durchführung an Vorder- und Hintergliedmaße - dient nicht nur der Mobilisation eines speziellen Gelenkes/Gewebes, sondern eines ganzen Abschnittes - Bein aufnehmen und kreisen in horizontaler oder vertikaler Ebene, nach ein paar Bewegungen damit anfangen, die eingeschränkte Bewegungsrichtung zu betonen, um den Mobilisationseffekt zu verstärken
  • Einschmelzen -Welches Gewebe ist hauptsächlich an der Läsion beteiligt? - Ansatz und Ursprung (z.B. durch Beugung eines Gelenkes) annähern, bis die natürliche Grenze erreicht ist und diese Position für 90 sek halten, anschließend das Bein vorsichtig absetzen und einen möglichen Erfolg nach frühestens 3 Min überprüfen - Übung kann mehrfach wiederholt werden
  • Rhythmisches Dehnen - das zu mobilisierende Gelenk oder Gewebe in die eingeschränkte Bewegungsrichtung bewegen, bis die motorische Grenze erreicht ist - nun durch rhythmisches Wippen versuchen die Grenze langsam zu verschieben
  • Intervalldehnung -das Gelenk oder Gewebe in die eingeschränkte Bewegungsrichtung bewegen, bis die motorische Grenze erreicht ist, die Position für 30 sek halten - dann versuchen den Weg zu verlängern und die motorische Grenze verschieben, wieder 30 sek halten, den Vorgang wiederholen, längsten aber 2 Minuten
  • Mitnahmetechnik - dabei versucht man das Pferd zu überlisten, indem man das Gelenk/Gewebe noch weiter in die unphysiologische Lage provoziert -das Pferd versucht aus dieser Haltung herauszuziehen und man selber hofft, dass die motorische Grenze durch den Schwung selber überwunden wird - z.B. Ilium links in out flare, Bein langsam und vorsichtig noch mehr in out flare bewegen, bis das Pferd sich befreit und durch den Schwung die motorische Gegengrenze selbst überwindet
  • Thrust Gelenk wird in die eingeschränkt Bewegungsrichtung bewegt, dann Aufnahme einer Vorspannung bis zur motorischen Grenze und dann durch eine kurze, schnelle Bewegung diese Grenze überschreiten Thrust nur anwenden, wenn andere Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg geführt haben
  • Ilium links superior - linke Beckenhälfte ist axial nach cranial verschoben (alle 3 Referenzpunkte nach dorsal verschoben) Behandlungsmöglichkeiten: - von der rechten Seite des Pferdes das linke Bein unter den Bauch ziehen und möglichst gerade in Adduktion bringen und so lange halten, bis sich die linke Beckenseite absenkt oder - linkes Bein nach cranio-ventral ziehen, warten, bis das Pferd das Bein streckt und dann kurze, schnelle Zugbewegung Richtung Fußboden mögliche Ursachen der Läsion: - langes Stehen auf schiefen Untergrund - Auftreten auf etwas erhobenes oder schmerzverusachendes
  • Ilium rechts inferior eher selten rechte Beckenhälfte ist axial nach ventral verschoben (alle 3 Referenzpunkte nach ventral verschoben) Behandlungsmöglichkeiten: - rechte Bein aufnehmen, ein Hand unter Fesselbein, andere Hand unter Tibia, gesamte Gliedmaße nach oben heben und die Position halten, evtl. auch einen Thrust setzen mögliche Ursache: Pferd ist auf der Weide in ein Loch getreten
  • Ilium links in posterior linke Beckenhälfte nach caudal rotiert Tuber sacrale und Tuber coxae stehen dorsal - caudal Tuber ischiadicum steht ventral - cranial Behandlungsmöglichkeiten: linke Hinterbein aufnehmen und langsam nach hinten ziehen, Position halten bis der Tuber coxae nach cranial absinkt, evtl. Thrust nach caudodorsal setzen oder Stäbchen - starke, beidseitige Extension der LWS provozieren mögliche Ursachen: Bein war zu lange auf Schmiedebock oder das Pferd ist mit diesem Bein unter den Bauch gerutscht
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  • Ilium rechts in anterior rechte Beckenhälfte ist nach anterior rotiert Tuber sacrale und Tuber coxae stehen auf der rechten Seite tiefer und nach cranial Tuber ischiadicum steht höher und nach caudal Behandlungsmöglichkeiten: Dehnung: Bein aufnehmen und nach dorso-cranial führen, Vorspannung aufnehmen, Stellung halten, Intervalldehnung oder rhythmischen Dehnen durchführen oder Thrust nach dorso-cranial oder  Stäbchen- beidseitige Flexion der LWS provozieren mögliche Ursachen: Hyperextension der LWS, z.B. durch Ausschlagen oder Wegrutschen
  • Ilium links inflare linke Tuber sacrale steht näher an der Medianebene Tuber ischiadicum steht links weiter lateral Tuber coxae steht links weiter lateral und leicht dorsal Behandlungsmöglichkeiten: (wie bei Ilium links in superior) von rechter Seite das linke Bein unter den Bauch ziehen und möglichst gerader Adduktion halten, bis die linke Beckenseite absinkt oder linke Bein nach cranio-ventral ziehen, warten bis das Pferd das Bein streckt und dann schnelle, kurze Zugbewegung Richtung Fußboden oder rechte Hinterbein stark in Abduktion, in der Hoffnung, dass die rechte Seite des Beckens und das Sacrum die linke Seite des Beckens wieder richten mögliche Ursache: linke Hinterbein ist nach außen gegrätscht
  • Ilium links in upslip gesamte linke Beckenhälfte ist axial nach cranial verschoben alle Referenzpunkte sind links nach cranial verschoben Behandlungsmöglichkeiten: Thrust - beide Hände übereinander auf den Tuber coxae, Vorspannung und Thrust setzten oder  Stäbchen - einseitig vom linken Tuber coxae in Richtung Tuber ischiadicum mögliche Ursachen: Schlag auf direkt auf Tuber ischiadicum oder auf die Hinterhand gesetzt
  • Ilium links outflare linke Tuber sacrale weiter entfernt von der Medianebene Tuber ischiadicum links weiter medial Tuber coxae links weiter medial und leicht ventral Behandlungsmöglichkeiten: linke Hinterbein in Abduktion bis zur motorischen Grenze, Position halten, Intervalldehnung oder rhythmisches Dehnen, evtl. Thrust oder Mitnahmetechnik - linke Hinterbein unter den Pferdebauch, noch weiter in out flare, bis Pferd wegzieht, um dann selber seine motorische Grenze zu überwinden mögliche Ursache: seitlich auf den Hintern gesetzt
  • Ilium links in downslip gesamte linke Beckenhälfte ist axial nach caudal verschoben alle Referenzpunkte auf der linken Seite nach caudal verschoben Behandlungsmöglichkeiten: Thrust - hinter das Pferd stellen, Blick nach cranial, beide Hände übereinander auf Tuber ischiadicum, Vorspannung und Thrust oder  Stäbchen - einseitig auf der rechten Seite vom Tuber coxae Richtung Tuber ischiadicum ziehen mögliche Ursache: Hängenbleiben an der Boxentür
  • Abschnitte Befundung Wirbelsäule Halswirbelsäule Brustwirbelsäule und Rippen Lendenwirbelsäule Sacrum Schweifwirbel
  • 3 Befundungsebenen Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule globale Testung Stellungspalpation der Wirbelkörper segmentale Testung
  • globale Testung Halswirbelsäule Flexion - Nase an Brust Extension - Nase nach oben Lateralflexion - Nase Mitte Scapula, Mitte Bauch, Tuber coxae
  • Halswirbelsäule - Stellungspalpation der Wirbelkörper Atlas C2-C5 (bis C7) - Hals schaukeln, geschifter Wirbel ?
  • segmentale Testung Halswirbelsäule C0 -C1 in Flexion eine Hand in Wirbelspalt zw. Occiput und Atlas, andere Hand auf Nasenrücken Genick ist Fixpunkt, Druck auf Naserücken bis zur Flexion = Testung beider Walzengelenke Lateralflexion = einzelne Testung der Walzengelenke, dabei Seitenwechsel C0-C1 in Extension zweite Hand unter die Unterkieferäste und Kopf in Extension drücken C1-C2 in Rotation eine Hand auf Übergang C1-C2 (Fixpunkt), andere Hand greift von unten um den Nasenrücken herum und diesen nach dorsolateral führen, so dass das Atlantooccipitalgelenk rotiert, dann Seitenwechsel Lateralflexion der einzelnen Gelenke der Halswirbelsäule eine Hand auf oder unter Nasenrücken, zweite Hand auf Gelenkspalt zw. C0-C1 (Fixpunkt), durch Zug am Nasenrücken Hals in Lateralflexion bringen, bis sich der Atlas unter der Hand wegbewegt, dann Hand zum nächsten Gelenkspalt und Seitenwechsel für C6-C7 Nase manuell bis an das Schulterblatt führen, ist das gut möglich, sollten diese Wirbel und der CTÜ keine Probleme haben
  • globale Testung Brustwirbelsäule Extension eine Handbreit Abstand links und rechts der Wirbelsäule, Zug bis zur Lendenwirbelsäule (falls keine Extension gezeigt wird, evtl. an Kissing-Spines denken) Flexion Zug auf Linea alba nach caudal bis zum Bauchnabel Lateralflexion mit Extension einseitiger Zug neben der Wirbelsäule Lateralflexion mit Flexion Zug entlang der Damprinne
  • Stellungspalpation der Wirbelkörper Brustwirbelsäule Stellung einzelner Wirbel in Flexion und Extension ? auf der Wirbelsäule nach caudal streichen (letzte Brustwirbel steht oft in leichter Flexion) Roationsstellung einzelne Brustwirbel zw. Zeigefinger und Daumen und mit den nachfolgenden Wirbel vergleichen, ventral Spitze bestimmt die Drehung=rechtrotiert=Procc. spinosus nach links gekippt
  • segmentale Testung Brustwirbel jeweils 2 Wirbel zw. Daumen und Zeigefinger und die Wirbel leicht hin und her wiegen
  • Testung Rippen Rippen lateral ausstreichen, Unterschiede in der Vorwölbung prüfen und auf Vollständigkeit überprüfen Ausstreichen der Intercostalräume um Veränderungen in der Muskulatur aufzuspüren und einen Überblick über den Muskeltonus zu erhalten Stellungsanomalien: Rippe steht ind Inspiration = vermehrt vorgewölbt Rippe steht in Expiration = leicht nach innen gedrückt bei Befund die Rippe einige Atemzüge begleiten, um den Verdacht zu erhärten
  • globale Testung Lendenwirbelsäule Extension  Zug handbreit neben der LWS Flexion Zug von lateral/etwas dorsal Schweifansatz nach ventral
  • Stellung der Wirbelkörper LWS Flexion/Extensions-Stellung auf der LWS entlangstreichen Rotation einzelne Wirbel zw. Daumen und Zeigefinger
  • segmentale Testung LWS jeweils 2 Wirbel zw. Daumen und Zeigefinger, leicht hin und her wiegen
  • Schweifwirbel Testung Schweifrübe umfassen, Daumen oben auf, nach caudal ausstreichen bei Befund oft alte Läsionen, bei frischen Läsionen TA dazu holen, ggf. Röntgen