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Geschichte (Fach) / Handlungsorientiertes historisches Lernen (Lektion)
nach Erdmann etc.
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- Forschungsstand Straub / Werbik Begriff Handlungsorientierung relativ neu aber schon in Tradition der Reformpädagogik (Selbsttätigkeit z.B. handwerkliche Betätiigung vs. unreflektierte Bastelei!). Zunächst als didaktisches Prinzip für alle Fächer -> in Handbuch für Geschichtsdidaktik erst mit 5. Auflage 1997. Handlung als eine reflektierte willentliche Tätigkeit, die auf Gestaltung der Wirklichkeit gerichtet ist.
- Begründung in Bezugswissenschaften (3) Grundstze und Ziele Allgemeindidaktisch (5) und im Geschichtsunterricht (4) In Grundschule 1. Pädagogisch: soziaer Wandel -> sozialem Lernen -> Verständnis für Gesellschaft und komplexe Vorgänge.2. Kognitionspsychologisch: Aebli - Operationen (Handlungsschemata) -> Begriffen -> Wissen. "Denken entsteht aus Handeln." Denken und Handeln haben Zielsetzung, Funktion und Struktur gemeinsam (vgl. Bruner).3. Sozialisatinsforschung: veränderte Kindheit (Fölling-Albers) -> Kleinstfamilien nicht so viele Möglichkeiten nebenbei im Handeln zu lernen. Gudjons (1997): Aktivierung der Sinne, Selbstverantworung und methodische Kompetenz, Produktorientierung, kooperatives Handeln, Lebensbezug -> Hochform Projektunterricht. Ulrich Mayer (1995): Reales Handeln (Erkundungen, Befragungen), Manuelles Tun (Werken, Zeichnen, Nachbauen), simulatives Handeln (Rollenspiel, Planspiel), produktive Medienarbeit (Wandzeitung, Referat) --> historischer und fachspezifischer Umgang muss bewahrt bleiben. Ergänzung kein Ersatz. Nach Aebli in unteren Klassen mehr und dann immer weniger. Hauptfunktion Motivation aber heuristisch.
- Probleme (3) Chancen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung in der GS - Praktische Dimension der historischen Wissenschaft ist nicht so ausgeprägt. Eher bei experimenteller Archäologie.- Forschungsbedarf zu Qualitäten (welche Tätigkeiten sind gewinnbringend), welches Alter, welche Inhalte?- Leistungsmessung, diagnostische Verfahren. +: Selbsttätiigkeit -> Selbstständigkeit, Motivation, Wahrnehmung verschiedener Perspektiven ./. Freude an Aktivität kann historische Aspekte überdecken, Problem der Einordnung in hist- Zusammenhang -> trotzdem Anbahnung wichtig
- Umsetzung Strukturierung nach Ulrich Mayer - unterrichtspragmatische Beispiele Beispiel Ausgangspunkt: Lebenswirklichkeit, regionale und lokale Baudenkmäler, keine Überforderung (Unterstützung durch konkrete Anweisungen). a) Möglichkeiten - Exkursionen, historische Stätten -> Handlung: Begehen, besteigen, Vergeichen von bildern, reales Hanndlen über Zeitzeugebefragung.b) Manuelles Tun - Collagen, Zeichnungen, Herstellung von Spielbrettern und Spielzeug, Räuma ausmessen.c) Simulatives Handeln - Planspiele (für GS nur wenn genügend Vorarbeit), -> einfache Rollenspiele z.B: Tagesablauf eines römischen Schülers oder Anprobieren von Kleidung handwerkliche Tätigkeiten (Waschen, Backen, Schreiben mit Wachstafel in Rom).d) Produktive Medienarbeit - Referate (GS langsam einüben), Bilder + Gegenstände sammeln -> Ausstellung, Hörspiel, Puzzles. Die Unterkunft von römischen Soldaten am Limes-Museum ausmessen und mit Klassenzimmer vergleichen, dabei möglichst vielfältige Einflechtung von a-d. -> soziale Unterschiede (Werturteil).
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