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Trainingslehre 4 (Fach) / Trainingsplanung des rehabilitativen Krafttrainings (Lektion)
reha
Diese Lektion wurde von AngeliqueWil erstellt.
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- Phasenmodell des rehabilitativen Krafttrainings nach der ILB-Methode 1)Training auf der Basis eines individuellen Krafttests zur Festlegung einer reizwirksamen Trainingsintensität (überschwelliger Reiz) 2)Höhe der Belastungsintensität auf Grund des Trainingsalter mithilfe des Grobrasters an das jeweilige Leistungsniveau (Individualität und Altersgemäßheit) 3)systematische Progression der Belastung von Woche zu Woche (progressive Belastungssteigerung) 4)systematischer Wechsel der vesch. Trainingsmethoden in aufeinander folgenden Trainingszyklen (Periodisierung und Zyklisierung) 5)durch Zyklisierung optimaler Wechsel von intensitäts- und umfangsorientierten Trainingsphasen gewährleistet (optimale Verhältnis von Belastung und Erholung) 6)durch optimale Belastungsgestaltung können mehrere Trainingseinheiten pro Woche absolviert werden - dadurch optimale Reizsetzung im Sinne der Superkompensation ohne Überlastung (Dauerhaftigkeit und Kontinuität)
- Def. Bewegung im offenen System liegt dann vor, wenn das Endglied eines Körpersegmentes (distales Körpersegment) bei der Bewegungsausführung frei beweglich ist (Bsp: Beinstrecken: Das Endglied der unteren Extremitä, der Fuß, ist frei beweglich, d.h. der Kraftansatzpunkt liegt oberhalb des Sprunggelenkes)
- Def. Bewegung im geschlossenen System liegt dann vor, wenn das Endglied eines Körpersegmentes (distales Körpersegment) bei der Bewegungsausführung fixiert ist (Bsp. Beipressen: Das Endglied der unteren Extremität, der Fuß, hat mit der Druckplatte Kontakt)
- Vor- und Nachteile des Training im offenen System Vorteile: isoliertes Training eines Muskels möglich, keine Kompensationsmöglichkeit durch andere Muskelgruppen, kaum axiale Druckbelastung, motorisch einfach auszuführende Bewegung, keine Ausweich-bewegungen möglich, wenig Fehlerbildung Nachteile: ,,unphysiologische" Gelenkmechanik, Auftreten von Scher- und Schubkräften, alltagsfremde Bewegungen, keine komplexe Bewegungsmuster, keine Sicherung des Gelenkes durch weitere Muskeln
- Vor- und Nachteile des Trainings im geschlossenen System Vorteile: alltagsnahe Bewegungen, Training in Muskelketten (funktionelle Bewegungsmuster), Entlastung der Bandstrukturen durch physiologische Gelenkmechanik und muskuläre Sicherung, Verbesserung der intermuskulären Koordination, kaum Auftreten von Scherkräften Nachteile: höhere axiale Belastungen, keine Isolierung eines einzelnen Muskels möglich, Kompensationsmöglichkeit durch synergistisch wirkende Muskel, schwieriger technischer Bewegungsablauf, mehr Fehlerbilder
- Vor- und Nachteile des apparativ gestütztem Gerätetraining für rehabilitative KT Vorteile: reduzierte Verletzungsgefahr durch vorgegebene Bewegungsbahnen, einfache und schnell zu erlernende Bewegungsausführung, Möglichkeiten der Bewegungslimitierung, weniger Fehlerbilder, geringerer Betreuungsaufwand, leichter Trainingseinstieg für Krafttrainingsungeübte Nachteile: Reduzierung der koordinativen Komponenten durch vorgegebene Bewegungsbahnen, wenig Eigenstabilisation, eingeschränkter Alltagstransfer, oft ,,unphysiologische" Gelenkmechanik, keine bzw. kaum mehrdimensionale Bewegungen, oft nur größere Gewichtsabstufungen möglich, hohe Anschaffungskosten, viel Platzbedarf
- Vor- und Nachteile des Training mit freien Gewichten für das rehabilitative KT Vorteile: Autostabilisation, mehrdimensionale Bewegungen, Schulung der intermuskulären Koordination, alltagsnahe Bewegungsmuster möglich, i.d.R. physiologische Gelenkmechanik, geringe Anschaffungskosten, wenig Platzbedarf, feine Gewichtsabstufungen möglich Nachteile: koordinativ anspruchsvolle Bewegungen, schwerer erlernbar, mehr Fehlerbilder, größere Verletzungsgefahr, größerer Betreuungsaufwand, keie Begrenzung von Bewegungsradien möglich, viel Eigenstabilisation gefordert (möglicherweise anfängliche Überforderung)
- Vor- und Nachteile dynamischer Muskelarbeit für reha KT Vorteile: Einüben funktioneller Bewegungsmuster, Verbesserung der intermuskulären Koordination, Gelenkmobilisation=Verbesserung der Ernährungssituation des Knorpels, günstige Trainingseffekte auf das HK-System, abwechslungsreiches Training, gute Hypertrophiewirkung bei einer entsprechenden Trainingsmethodik Nachteile: evtl. höhere Gelenkbelastung, evtl. Überlastung der aktiven und passiven Strukturen, evtl. mehr Fehlerbilder bei der Bewegungsausführung (Dynamik, Koordination), höhere Material- bzw. Geräteaufwand
- Vor- und Nachteile isometrischer Muskelarbeit für reha KT Vorteile: frühfunktionelles Training direkt nach der OP, Training in einer definierten Gelenkwinkelposition möglich, schneller Kraftzuwachs, geringe Gelenkbelastung, geringer apparativer Aufwand, durch Ko-Kontraktion gute Gelenksicherung Nachteile: keine funktionelle Bewegungsmuster, keine Verbesserung der intermuskulären Koordination, nur winkelspezifische Kraftsteigerung, fehlende Gelenkmobilisation, ungünstiger Blutdruckanstieg, schnelle zentralnervöse Ermüdung, schnelle Stagnation des Kraftgewinnes, geringere Hypertrophiewirkung im Vergleich zum dyn. Training, keine Effekte auf das HK-System, keine Aktivierung der Muskelspindeln
- Stellenwert des exzentrischen Muskeltrainings in der Reha -exzentrische Muskelarbeit kommt in der Alltagsmotorik vor, bessere neuronale Aktivierung, hoher Kraftzuwachs, höhere mechanische Effizienz bei einem geringeren Energieverbrauch, größere Hypertrophiewirkung durch höhere Muskelspannungen, die Muskelkaterschwelle wird nach oben verschoben, spezifische Reize für den Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus, geringe kardiale Belastung
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- Trainingsgeschwindigkeit: bradytrophes Training =2/0/2 bzw 2/1/2 -dynamisch-langsam bis zügige Bewegungsausführung, um den Gelenkstoffwechsel anzuregen (Bewegungszyklus 3-5 Sek.) -konzentrische und exzentrische Phase gleich lang und am Umkehrpunkt kann 1 Sek. gehalten werden, um Schwungmomente zu eliminieren
- Trainingsgeschwindigkeit: Kraftausdauer = 2/0/2 -gleichmäßiges Bewegungstempo, um Muskel immer unter Spannung zu halten (v.a. Typ-I-Fasern stimuliert) keine Bewegungsunterbrechung im Umkehrpunkt
- Trainingsgeschwindigkeit: Hypertrophie = 3/0/1 -stärkere Betonung der Exzentrik, da die dadurch verursachten Mikrotraumen der Muskulatur als ein wesentlicher Faktor für das Muskelwachstum gelten
- Trainingsgeschwindigkeit: Maximalkraft = 3/0/X -explosive Bewegungsausführung in der konzentrischen Phase; durch explosive Kontraktion der Muskulatur wird eine Rekrutierung einer maximal möglichen Anzahl an Muskelfasern im Sinne der intramuskulären Koordination angestrebt / hohe Kontraktionsgeschwindigkeit wird erzielt -trotzdem kontrolliertes Auslaufen der Bewegung im Umkehrpunkt