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Rhetorik Vorlesung (Fach) / Situation und soziales Handeln (Lektion)

Fragen

Diese Lektion wurde von DrJacobson erstellt.

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  • Erklären Sie den Begriff der Situation im Zusammenhang rhetorischer Kommunikationsprozesse! Situation beeinflusst Kommunikation steuerndSituation ist ein subjektives Abbild, das aus simultaner Widerspiegelung sowohl externer Objekte und Ereignisse als auch der eigenen Person resultiert. Entwickelt sich prozesshaft. In ihm laufen subjektiv gebrochen die relevanten Merkmale unserer Lebensbedingung ein–Äußere Situation •Umgebungssituation (am vernachlässigbarsten) •soziale Situation•Tätigkeitssituation (am bedeutendsten)-> bedingen einander•kein steuernder Charakter •determinieren Erleben und Bewertung von Situation–Innere Situation •Erfahrungssituation •BefindlichkeitssituationSituation beeinflusst Kommunikation steuerndKommunikationssituation = Ausschnitt aus Lebenssituation; = Erlebnis-und Befindlichkeitsphänomen- Gegliedert in prä- und postkommunikative Phase (reichen in kommunikative Phase hinein)Einfluss in die Kommunikationssituation: - Umweltkonzept (z. B. Einstellung zur Natur, Gesellschaft, einzelnen Personen, Sozialverständnis)- Selbstkonzept (z. B. Selbstvertrauen, Stellung zum Ich)- Zeitperspektive (z. B. Einordnung meiner Selbst in historische Prozesse)- subjektive Lebensqualität (z. B. Gefühlslage, Versorgtheit)
  • Skizzieren Sie schematisch die Fragen der Situationsanalyse nach H. Geißner! Situationsanalyse von Geißner beschäftigt sich mit den Fragen: Wo-Wann-Worüber, Wer-Was/Wie-Mit wem, Warum-WozuÄußere Faktoren sind hier: Ort, Zeit, Intention und Motivation und in ihr stehen die Sprecher/Kommunikatoren und der Text
  • Welcher Situationsaspekt ist für kommunikative Prozesse am bedeutendsten? Tätigkeitssituation ist die bedeutendste Motivation warum ich etwas tue und somit wichtigster Aspekt für kommunikative Prozesse. Sie gehören aber zu den äußeren Bedingungen, die keinen steuernden Charakter haben (determinieren, wie ich Kommunikation erlebe und bewerte). Somit ist die innere Situation (Erfahrungs- und Befindlichkeitssituation) ebenfalss wichtig.
  • Was ist eine soziale Rolle? nach Mead und Linton / DahrendorffRollenbegriff: heuristisches Instrument der SoziologieGesellschaft: Netzwerk untereinander verbundener sozialer Positionen, bestimmt von Verhaltensanforderungen der Rolleninhaber untereinander Rolle: - Position in Gesellschaft- Summe von Rechten und Pflichten - trägerunabhängig zur Position gehörenKomplex von Verhaltenserwartungen an Inhaber einer Position–Erwartungen normiert –entsprechen Gewohnheiten und gesellschaftlichen Normen –Ausrichtung des Verhaltens an ihnen –jedes ‚Rollenspiel‘ enthält auch sprachliche VerhaltensweisenMuss-, Soll-und Kann-Erwartungen– manches ist notwendig und wird erzwungen – manches besitzt Verhaltensspielraum Rollencharakteristika: Rollen können örtlich und zeitlich voneinander getrennt sein (z. B. Mutter und Lehrerin)
  • Beschreiben Sie den Interrollenkonflikt mit Hilfe eines Beispiels! -Geschäftsfrau und Mutter =>Überfordert- Anforderungen verschiedener Rollen nicht gewachsen
  • Wann gilt Kommunikation nach Henning/Huth als gelungen wenn Intention des einen vom anderen ohne Schwierigkeiten dem Gesagten entnommen wird
  • Nennen Sie drei konkrete non-/paraverbale Strategien (Verhaltensweisen) zur Verteidigung der Sprecherrolle im Gespräch! Abkehr des Blickkontaktes, unsyntaktische Pausen, erhöhtes Sprechtempo, Erhöhung der Sprechspannung
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