11

Notfall- und Intensivmedizin (Fach) / Narkoseeinleitung (Lektion)

Allgemein

Diese Lektion wurde von estoffel erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Basismonitoring - EKG (und Herzfrequenz)- Sauerstoffsättigung (SpO2) - nichtinvasiver Blutdruck (NIBP)- Kapnometrie/-grafie (bei beatmeten Patienten)
  • Erweitertes Monitoring - Temperaturmonitoring - invasive (arterielle) Blutdruckmessung - zentraler Venenkatheter (ZVK) - Pulmonaliskatheter zur Messung des pulmonalarteriellen Drucks - neuromuskuläres Monitoring (Relaxometrie) - transösophageale Echokardiografie - PiCCO® zur Messung komplexer hämodynamischer Parameter - parenchymale oder intraventrikuläre Hirndruckmessung
  • Relaxometrie Indikation: Jeder Patient, der ein Muskelrelaxans erhält - Bei der "Train of Four"-Messung (TOF) gibt das Gerät eine Reizfolge von 4 Einzelreizen mit einer Frequenz von 2 Hz und einer Reizstärke von 30-60 mA ab Bewertung: - Bei ≤2 Reizantworten (Zuckungen) des Daumens ist die Relaxierung chirurgisch ausreichend- Nimmt das Gerät alle 4 Reize wahr, kann die TOF-Ratio berechnet werden (dh die Stärke des letzten im Vergleich zum ersten Reiz)- Für die Extubation mit die TOF-Ratio >0,9 liegen
  • Synopsis Präoxygenierung ↓evtl. Benzodiazepin↓ Opioid (z.B. Pentanyl)↓Hypnotikum (z.B. Propofol)↓Maskenbeatmung ↓Muskelrelaxans (z.B. Rocurionium)↓Intubation↓maschinelle Beatmung
  • Opioide Fentanyl Sufentanil Alfentanil: bei kurzen Eingriffen Remifentanil: als kontinuierliche Infusion
  • Hypnotika Injektion sobald Opioid zu wirken beginnt (Abfall der Herzfrequenz, Miosis) Thiopental: nur zur Narkoseeinleitung- Barbiturat Propofol: Kurze und ambulante Eingriffe- GABAA-Agonist Etomidat: geeignet für Patienten mit eingeschränkter kardialer Leistungsfähigkeit- Verstärkung der GABAA- und Glycinwirkung Ketamin: ideal in Notfallmedizin, weil es die Herzfrequenz und Blutdruck steigert- dissoziative Bewusstlosigkeit (--> mit Benzo kombinieren)
  • Maskenbeatmung Indikation: Nachdem der Patient Opioid und Einleitungshypnotikum erhalten hat (atmet nicht mehr spontan) - manuell, Druck auf ca. 20 cm H2O - Kopf überstrecken (Schnüffel- oder verbesserte Jackson-Position) - C-Griff in linker Hand- Esmarch-Handgriff: Unterkiefer in Richtung der Maske ziehen - Kapnografiekurve registriert zurückströmendes CO2
  • Relaxierung - aufgrund des günstigeren Nebenwirkungsprofils werden fast nur noch nicht depolarisierende Relaxanzien verwendet - Dosierung nach dem Ideal- und nicht dem Ist-Gewicht - Antagonisierung mit Cholinesterasehemmern (Neostigmin, Pyridostigmin) nach Applikation von Atropin (Bradykardie verhindern)
  • Endotracheale Intubation Tubusformen:- Endotrachealtubus nach magill- Woodbridge_tubus- Doppellumentuben Hilfsmittel:- Laryngoskop mit Macintosh-Spatel Laryngoskopiebefunde nach Cormack und Lehane Lagekontrolle:- Sichtkontrolle- Kapnometrie bzw. -grafie (petCO2 30-40 mmHg)
  • Nicht-Nüchtern-Einleitung Indikation (Auswahl):- Notfallpatienten- Nahrungsaufnahme innerhalb der letzten 6 Stunden bei dringlicher OP-INdikation- Ileus und andere stenosierende Erkrankungen des GI-Trakts- akutes Abdomen- obere GI-Blutung- Notfallsectio Unterschiede zur regulären Narkoseeinleitung:- Oberkörperhochlagerung- es wird auf die Maskenbeatmung vor der Gabe des Muskelrelaxans verzichtet- Prämedikation, um den pH-Wert des Magensaftes anzuheben
  • Anzeige
  • Lokalanästhetika-INtoxikation - bei versehentlicher intravasalen Gabe eines Lokalanästhetikums Symptome:- plötzliche Unruhe- Schwindel- Kribbeln (v.a. im Gesicht ung Mund)- metallischer Geschmack auf der Zunge- Tinnitus- Blutdruckabfall, Bradykardie- Krampfanfälle Massnahmen: Infusion von Lipiden ("Lipid-Resuscitation")