20

Unternehmensorganisation (Fach) / Kapitel 5 (Lektion)

Organisationskonzepte

Diese Lektion wurde von talkan1s erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Worin sehen Sie die grundsätzlichen Unterschiede zwischen der Primär- und der Sekundärorganisation? Die Primärorganisation stellt gewissermaßen das "Grundgerüst" der Aufbauorganisation eines UN's dar. Sie ist durch ihren hierarchischen Aufbau in erster Linie für die Abwicklung von Routineaufgaben geeignet. Die Sekundärorganisation ergänzt die Primrorganisation durch hierarchieübergreifende, flexible Strukturen.
  • Anhand welcher Kriterien lassen sich praktische Organisationskonzepte beurteilen? Als interne Beurteilungskriterien können die Führungsprozess-Effizienz, die Leistungsprozess-Effizienz, die Humanressourcen-Effizienz Sachressource-Effizienz herangezogen werden. Als externe Kriterien gelten die Markt- und Wettbewerbsorientierung, die Flexibilität und Innovationsfähigkeit.
  • Nennen Sie die Merkmale der funktionalen Organisation. durch die Gliederung der zweiten Hierarchieebene nach Funktionsbereichen gekennzeichnet, die der UN-führung nach dem Einlinienprinzip direkt unterstellt sind.
  • Welche Arten von Funktionsbereichen lassen sich unterscheiden, und welche Aufgaben nimmt die UN-führung in einer funktionalen Organisation wahr? Es lassen sich operative und strategische Funktionsbereiche unterscheiden. Die operativen Funktionsbereiche können wiederum in ressourcenorientierte und leistungsoriente Funktionsbereiche differenziert werden. Als strategischer Funktionsbereich wird die UN-führung bezeichnet, die das Zusammenwirken der operativen Funktionsbereiche koordiniert und das UN als Ganzes steuert.
  • Wie lässt sich die bereichsübergreifende Koordination in einer funktionalen Organisation verbessern? Koordinationsverbessernde Maßnahmen sind die Erhöhung der Leitungskapazität, die Einrichtung von Stabsstellen, die Bildung von Ausschüssen und die Etabilierung von Entkoppelungsmechanismen.
  • Worin sehen Sie die Vor- und Nachteile der funktionalen Organisation? Wesentliche Vorteile der funktionalen Organisation sind die mit ihr verbundenen Spezialisierungs- und Lernkurveneffekte. einfache und überschaubare Struktur Als wichtige Nachteile gelten die vielen Schnittstellen und Interdepenzen sowie die damit verbunden Bereichsegoismen. Überlastung der Unternehmensführung.
  • Nennen Sie die Merkmale der divisionalen Organisation. Divisionale Organisationen sind durch die Gliederung der zweiten Hierarchieebene nach Objekten (Produkten, Regionen, Märkten, Kunden) gekennzeichnet, die der UN-führung nach dem Einlinienprinzip direkt unterstellt sind.
  • Woran orientiert sich die Bildung der Divisions? Die Bildung der Divisions orientiert sich an Produkt-, Regional-, Markt- und Kundengesichtpunkten.
  • Erläutern Sie die verschiedenen Center-Konzepte. Die verschiedenen Center-Konzepte weisen unterschiedliche Autonomiegrade auf. Es lassen sich Cost-Center Profit Center und Investment-Center unterscheiden, die von Zentralbereichen/-abteilungen koordiniert werden.
  • Welche Funktionen üben die Zentralbereiche in der divisionalen Organisation aus? Wesentliche Aufgabe der Zentralbereiche ist die Wahrnehmung einer unternehmensweiten Koordinations- und Kontrollfunktion, durch welche die Gesamtsicht des UN's sichergestellt werden soll.
  • Anzeige
  • Worin sehen Sie die Aufgaben der Leitungsspitze einer divisionalen Organisation, und wie lässt sich das oberste Leitungsgremium organisieren? Die Aufgabe der Leitungsspitze einer divisionalen Organisation ist die strategische Führung und Kontrolle der Divisions. Die oberste UN-führung kann ressortlos oder für die operativen Geschäftsbereiche und/oder die Zentralbereiche verantwortlich sein.
  • Stellen Sie die Vor- und Nachteile der divisionalen Organisation dar. Wesentliche Vorteile der divisionalen Organisation sind ihre Flexibilität durch eine Entscheidungsdezentralisation und die schnelle Entscheidungsfindung innerhalb der Divisions. Nachteilig sind insbesondere die Gefahr des Spartenegoismus und der Mehrbedarf an Leitungsstellen und Zentralfunktionen.
  • Wann ist der Übergang von einer funktionalen zu einer divisionalen Organisation sinnvoll? Der Übergang von einer funktionalen zu einer divisonalen Organisation ist bei einer ausreichenden UN-größe und einem heterogenen Leistungsprogramm sinnvoll.
  • Wie kann den Problemen der Divisionalstruktur entgegengewirkt werden? Um die Probleme einer divisionalen Struktur zu reduzieren, sollten die einzelnen Divisions einerseits so autonom wie möglich sein. Anderseits sind alle nicht geschäftsbezogenen, unterstützenden Funktionen zu zentralisieren z.b Service-Center.
  • Nennen Sie die Merkmale der Matrix- und der Tensorganisation. Bei der Matrixorganisation werden die Organisationseinheiten der zweiten Hiearchieebene unter gleichzeitiger Anwendung von zwei Gestaltungsdimensionen gebildet. Bei der Tensorganisation kommt noch mindestens eine weitere Dimension hinzu (3 bis n Dimensionen). Damit handelt es sich um mehrdimensionale Mehrlinienorganisationen..
  • Welche Alternativen zur Gestaltung der Matrixstellen gibt es? Die Matrixstellen werden typischerweise horizontal nach Funktionen und vertikal objektorientiert gebildet, wobei allerdings auch andere Gruppierungsmuster möglich sind. Jeder Matrixschnittstelle sind zwei Matrixstellen übergeordnet.
  • Wie können die Kompetenzen zwischen den beiden Dimensionen einer Matrix geregelt werden? Als allgemeine Regel zur Kompetenzverteilung in der Matrixorganisation gilt, dass die objektorientierten Matrixstellen das Was und Wann und die funktionsorientierten Matrixstellen das Wer, Wie und Womit festlegen.
  • Worin sehen Sie die wichtigsten Aufgaben der Zentralbereiche und der Matrixleitung? Die Zentralbereiche haben im Wesentlichen Koordinations- und Steuerungsaufgaben und unterstützen die Matrixleitung bei der Wahrnehmung ihrer Funktion, die vor allem die strategische Führung und Kontrolle des Gesamtunternehmens, die Förderung der Zusammenarbeit der verschiedenen Matrixstellen und die Schlichtung von Konflikten umfasst.
  • Worin liegt die Bedeutung der in mehrdimensionalen Organisationsformen "institutionalisierten Konflikte"? Die Konflikte werden in der Matrixorganisation konzeptionsbedingt gezielt herbeigeführt. Durch eine offene Handhabung sollen die Konflikte zu innovativen Problemlösungen führen, die für die Aufgabenerfüllung nutzbar gemacht werden können.
  • Erörtern Sie die Vor- und Nachteile der Matrix- und der Tensororganisation. Vorteile Chanchen zu ganzheitlichen und innovativen Problemlösungen die verkürzten Kommunikationswege die Entscheidungsdezentralisation die Ausrichtung auf die Markt- und Wettbewerbsfordernisse die relativ problemlose Bewältigung von strukturellen Veränderungen und die vielfältigen Möglichkeiten der Personalentwicklung. Nachteile vorprogrammierten Schnittstellenkonflikte, eine daraus resultierende erhöhte Organisationsprogrammierung schwerfälligere Entscheidungsfindung sowie eine hohe Leitungsintensität.