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Forstliche Nutzung (Fach) / Holzkundliche Grundlagen (Dr. Winter) (Lektion)

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  • Welche Holzzellen gibt es und was sind ihre Funktionen? (Nadel und Laub) Nadelholz: Tracheiden zur Festigung und Wasserleitung                   Holzstrahlparenchym und Längsparenchym zur Speicherung                   Epithelzellen zur Exkretion Laubholz: Gefäße/Tracheen zur Wasserleitung                  Libriformfasern zur Festigung                 Holzstrahlparenchym und Längsparenchym zur Speicherung
  • Wie groß sind die einzelnen Zellen von Nadel- und Laubholz? Nadelholz: Tracheideiden: L: 1-5mm D: 10-50µm Laubholz: Libriformfasern: L: 0,2-2mm D: 10-30µm                  Gefäße: 0,1-0,8mm D: 10-400µm (Spätholz klein, Früholz groß)
  • Mikroskopische Merkmale Nadelholz? Das Xylem ist sehr einfach aufgebaut, hauptsächlich aus Trachieden. Im Früholz weitlumige Tracheiden, im Spätholz dickwandige Trachieden. Holzstrahlen, die u.a. aus Parenchymzellen bestehen durchziehen das Holz in radialer Richtung. Harzkanäle mit Epithelzellen können axial als auch radial verlaufen.
  • Mikroskopische Merkmale ringporiges Laubholz? Sehr differenziert aufgebaut: im Frühholz werden weitlumige Gefäße ausgebildet, im spätholz deutlich englumigere Gefäße. Die Gefäße sind in Libriformfasern und Fasertracheiden eingebettet. Radial wird das Xylem von Holzstrahlen, die aus Parenchymzellen bestehen durchzogen. Diese sind bei der Stieleiche entweder sehr fein (einreihig) oder auffallend breit (über 20 Reihen). Es können auch axial verlaufende Längsparenchye auftreten.
  • Mikroskopische Merkmale Zerstreutporiges Laubholz? Sehr differenziert aufgebaut. Über Früh- und Spätholz sind relativ kleine Gefäße verteilt wobei die Gefäße im Spätholz allmählich kleiner werden. Die Gefäße sind in Libriformfasern und Fasertracheiden eingebetten. Das Xylem ist radial von Holzstrahlen die aus Parenchymzellen bestehen durchzogen. Diese sind z.B. bei der Rotbuche entweder einreihig oder 2 bis 25  reihig. Es kann auch zu axial verlaufenden Längsparenchymen kommen.
  • Wie sieht die Mengenverteilung der Gerüstsubstanzen bei Laub und Nadelholz aus? Laubholz: Lignin 20-25%, Hemicellulose 29-37%, Cellulose 43-46% -> weniger Lignin mehr Hemicellulose. Nadelholz: Lignin 27-30%, Hemicellulose 24-30%, Cellulose 43-46% -> mehr Lignin, weniger Hemilellulose
  • Eigenschaften der Cellulose? Hauptbestandteil der Pflanzlichen Zellen Verantwortlich für Zugkraft Besteht aus Glucanketten und bildet übermolekulare Strukturen. Glucanketten-> Elementarfibrillen-> Mikrofibrillen-> Fibrillenaggregate
  • Eigenschaften Hemicellulose? Aus unterschiedlichen Zuckern und Zuckersäuren zusammengesetzt. Sehr amorph bilden keine übermolekulare Strukturen aus. Viele Seitengruppen, daher keine kristallinen Bereiche wie bei Cellulose Lagern  sich in die interfibrillären Räume ein und dienen als Mittler zwischen Cellulose und Lignin. Beeinflussen Quellen und schwinden der Zellwand.
  • Eigenschaften des Lignins? Sehr komplexe 3-Dimensionale Struktur. Verantwortlich Für Druckfestigkeit. "Verholzt" die Zellwände. Lignifizierung: die interfibrillären Zwischenräume, die mit Hemicellulose gefüllt sind werden mit Lignin verkrustet. -> nur durch Lignin können Pflanzen druckfeste Elemente ausbilden, die für das Höhenwachstum unabdingbar sind
  • Was sind die Hauptfunktionen der Gerüstsubstanzen? Cellulose: Zugfestigkeit Hemicellulose: Mittler Lignin: Verkrustung unbd Druckestigkeit.
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  • Was ist der Mikrofibrillenwinkel und welche Auswirkungen hat er? Der Mikrofibrillenwinkel (MFA) ist der Winkel zwischen der Zell-  und Mikrofibrillenorientierung.  Der MFA in S2 der Zellwand hat Einfluss auf mechanische Eigenschaften des Holzes wie z.B: das Quellen und Schwinden
  • Wie ist eine Nadelholz-Tracheidenzellwand aufgebaut? Mittellamelle verbindet einzelne Zellen. Primärwand außen mit einer Streuungstextur der Mirkofibrillen. Sekundärwand bestehen aus S1, S2 und S3.            Mikrofibrillenwinkel S1 und S3: annähernd 90°, S2: ca 10° Die Dicke von S2 bestimmt die Gesamtdicke der Zellwand.