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Technologie und Sensorik in den Nutzpflanzenwissenschaften (Fach) / Fragenkatalog PA (Lektion)

Fragenkatalog PA

Diese Lektion wurde von Ratzenrueb erstellt.

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  • Eindringwiderstandmessung im Boden Penetrometer:  - Eindringspitze im Boden misst Energiewiderstand - PSI pound force per square inch - > Bodenverdichtung, Tragbarkeit und Durchwurzelbarkeit des Bodens 
  • Welche Faktoren beeinflussen die Penetrometermessung? - Feuchtigkeit - Dichte und Bindung der mineralischen Partikel - Bodenart Sand: geringster Widerstand, Widerstandsmaximum bei 5% Feuchtigkeit Ton: Steigende Feuchtigkeit verringert Widerstand
  • Welche Messverfahren für Bodeneigenschaften - Elektromagnetische Bodeneigenschaften: Einrichten eines Dipols beim Senden von elektromagnetischer Strahlung, Trägheit als Indikator für Dielektrizitätseigenschaften Störelemente: Tonminerale, Poren, Wasserleitungen * EM38 (misst scheinbare Leitfähigkeit, bestimmte Bodenarten) * RADAR/GPR (mehrere EIgenschaften) *TDR *Impendenzsensor
  • Bodenfeuchtegehaltsmessung - TDR - Impendanzverfahren (Wechselstromwiderstand) Verhältnis von elektrischer Spannung eines Verbrauchers zum aufgenommenen Strom -> Materielle und geometrische Zusammensetzung Auswertung: Hauptkomponentenanalyse (PCA) -> Wassergehalt, Bodenbestandteile Gekoppelte Verfahren von TDR und Penetrometer
  • TDR Time Domain Reflektometrie - Messung von Bodenfeuchte und Dielektrizität Aufbau Sonde:  2 Elektroden an einer Basisplatte, Verbunden (Kabel) mit Oszilloskop Aufbau Messung: - Spannungssprung am Koaxialkabel, wandert zu Sensorelektroden -> Erste Teilreflexion bei Übertritt zum Sensor  - Weiterer Teil des Spannungssprunges wird am Ende der Sensorelektroden reflektiert.  -> Messen Zeitvelauf zwischen 2 Reflexionen., Ergebnisse im Kurvendiagramm
  • Messen des Bodendrucks/ der Bodenverdichtung - Bodendrucksonden: * Bodenschlauchsonde: in Boden gestochen, unter befahrbarer Fläche, Bei Überfahrt: Kompression eines luftgefüllten Schlaucheteiles ->  Zeigt Bodendruck über Barometer an * Dehnmessstreifen: Kraftmessung in verschiedenen Richtungen * Punktsensoren: in den Boden eingebracht, in verschiedenen Horizonten, Zerstören dadurch das natürliche Bodengefüge * Foliensensoren: An der Oberfläche, Messen Kontaktdruck der Reifen  
  • • Teilspezifische Ertragsermittlung •  Ermittlung des Ertrages über Teilbereiche des Schlages• Meist mit Sensoren in Fahrtrichtung gemessen. • Fehler im Verfahren:  durch Schnittbreitevariation  durch Verzug der Messung am Elevator  aufgrund des Standortes  falsche Position der GPS-Antenne hohe Feuchte im Material ändert Erntemasse
  • Teilspezifische Ertragsmessung- Mähdrescher 1. Impulserfassung des Massenstromes am Auswurf des Elevators Messung mit Prallplatte (als Massenstrom treffen auf Platte), Kraftmessung (Massenstrommessung)• Fehler bei der Ertragermittlung:o Schneidwerksbreite nicht voll genutzto Positionsfehler /GPSo Neigung der Maschineo Kornfeuchte2. Lichtschranke:• Lichtschranke für Füllung der Elevatorplatten Volumenmessung : Sensor erfasst Füllmenge der einzelnen Elevatorplatten• Zellenrad an Korntankzufuhr  Volumen des Erntegutes beeinflusst Drehzahl (Volumenmessung)• recht robust, einfacher Aufbau; auch hier Durchsatzrechnung3. Dämpfung einer Strahlenquelle  Dämpfung schwach radioaktiver Strahlung, • in (F) nicht zugelassen, Schulung erforderlich (Massenstrommessung)• Unterlieg starker Restriktion (in D kaum verwendet) • Ertragssensormessung  Finger im Massenstrom des Erntegutes als Impulsgeber (Massenstrommessung)• gut außer bei verkleben, Schulung erforderlich
  • • Ertragsmessung und Sensorik beim Feldhäcksler: 1. Abstand Vorpresswalzen (gemessen mit Potentiometer): • nimmt mechanische Auslenkung auf• richtet sich nach Materialdurchfluss (Massenstrom)• Elektronik berechnet anhand des Farbverlaufes von Grün nach Gelb‐Braun den Reifezustand der Pflanze• Die Elektronik veranlasst eine automatische Verstellung der Häcksellänge• durch Geschwindigkeitsveränderung der hydraulisch angetriebenen Vorpresswalzen bei Veränderung des Reifezustandes• Fotooptischer Sensor am Maisgebiss scannt laufend die Farbe der Maispflanze• gute Proportionalität zum Volumenstrom2. Drehmoment und Leistung der Messtrommel (Kraftmessung):• gute Proportionalität zum Massendurchsatz3. Laserscanner + Radargeschwindigkeit: ausreichende genaue, berührungslose Erfassung des Volumenstromes• Geschwindigkeit Masse/Zeit wird gemessen• Im Auswurfkrümmer (Abstandsmessverfahren)• gute Proportionalität zum Volumenstrom4. Impulsgeber am Auslass des Auswurfkrümmers: Proportionalität zum Volumenstrom (oder Massestrom?)
  • • Ertragserfassung bei Pressen und Ladewagen: • Pressen:1. Messung der Achs- und Deichsellast um Gesamtmasse zu bestimmen, um Gesamtmasse zu bestimmen  Gewicht der Ballen durch Abzug des Maschinengewichts zu bestimmen  nicht erfolgreich da fehlerbehaftete Signalauswertung der DMS (Masse des Presswagens)2. Messung des Ballengewichtes über Ladeschurre über Kraftabnehmer  nicht erfolgreich3. Auslenkung der Walzen erfasst den Volumenstrom  Zuverlässige Ermittlung des Volumenstroms • Ladewagen:1. Wie bei Pressen über Achsen- und Deichsellast2. Ermittlung der Schwadstärke vor der Aufnahme  teilspezifische Ertragsermittlung, aber: Schwierigkeit, die Schwadstärke einer Masse dem Feuchtegehalt und dem Ertrag zuzuordnen3. Auslenkung der Vorpresswalzen
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  • • Ertragsmessung bei Kartoffelroder: o Nutzen: Informationen über produktionstechnischen Erfolg Abschätzung von Teilschlagerträgen mögliche Automatisierung von Ernteprozesseno Problem: Teilflächenerträge unbekannt, große Schwankungen erwartet Aufnahme von Erde erschwert Messung 1. Ernteanteilmessung schätzen über neutronale Netzt oder optische Messung2. Drehmomentmessung an Transportbänder3. Massenstrom: Über Gewichtsbestimmung an Transportbänder, Bunker und/oder an Überladebändern4. Impilsmessung an Siebketten: bei Siebband oder Gurtbandförderung prallt Gutstrom auf eine Platt  Impulsänderung wird als Kraft gemessen und umgerechneto aber: Geschwindigkeit des Gutstromes muss hierbei gleich bleiben 5. Volumenstrom am Bunkerelevator6. Hydraulikdruckmessung an Antrieben7. Radargestützte Einzelrübenzählung
  • • Ertragsmessung / Sensorik Zuckerrübenroder: • GPS Standorterfassung• Impulsmessung an Siebsternrosten• Massenstrommessung im Bunkerelevator mit Rollenwaage• Volumenstrommessung im Bunkerelevator mit Laser• Drehmomentmessung des Bunkerelevatorantriebes• Verwiegen der Maschine oder des Bunkers• Messung der Bunkerfüllhöhe• Hydraulikdruckmessung an Hydraulikzylindern oder –Antrieben• Kraftstoffverbrauchsmessung• Halmguternte- technische Konzepte
  • Geben Sie eine Definition für Präzisionslandwirtschaft! • Precision farming ist ein systematischer Ansatz an das Boden und Bestandsmanagement um ungewisse Entscheidungen zu reduzieren durch besseres Verständnis und Management von räuml. und zeitl. Variabilität• Precision farming ist die Erfassung und die Berücksichtigung kleinräumiger Unterschiede innerhalb landwirtschaftlicher Nutz- und Ackerflächen• Ziel ist es, korrekte pflanzenbauliche Maßnahmen zur richtigen Zeit am richtigen Ort durchzuführen; gibt Informationen zur Orientierung, Bodendaten, Relief/Klima, Bestandesinformationen und Maßnahmen und Ertragszahlen (teilflächenspezifisch)
  • Schlüsseltechnologien in der PA • Ortungssysteme zur Georeferenzierung/Kartierung der in der Fläche und über die Zeit variablen Zustände von Boden und Pflanzenbestand; ortsgenaue Anwendung und Dokumentation pflanzenbaulicher Maßnahmen von der Bodenbearbeitung bis zur Ernte -GPS/Galileo (Raumbezug, man hat die einzelnen Werte an den individuellen Fläcjem)• Sensoren zur Zustandserfassung (aktive und passive Nah-und Fernerkundung)o optische Sensoren, VIS bis termIR; Radiometer und abbildende Systeme (reflektiertes Sonnenlicht)o MW-Sensoren (Sender und Empfänger)o Widerstandsmesser (Boden u. Pflanzenbestand)o Leitfähigkeitsmesser (Bodenfeuchte, Textur)o Laser (Fluoreszeninduktion, Abstandsmessung etc.)• Signalverarbeitung, digitale Bildverarbeitung in Echtzeit• Geoinformationssysteme (GIS) zur Verknüpfung verschiedener Informationsebenen unterschiedlicher zeitlicher und räumlicher Auflösung, Kartierungo Abbildung der Managementzonen, Sollwerteinstellung und -Verwaltung, Analyse und Verarbeitung raum-zeit-bezogener Daten (MUHAR 1992)• Behandlung der Phänomene sowie Dokumentation der pflanzenbaulichen Maßnahme (Protokoll) mit eindeutigem Ortsbezug.
  • Welche Technologien sind im wesentlichen an der Entwicklung und den verfahren von Präzisionslandwirtschaft beteiligt ? ·         Naherkundung: Einzelpflanzen erkennen ·         Autonomer GPS gestützrer Roboter zur Registirerung von Unkräutern ·         Landsat-Tm Aufnahme ·         TerraSAR SIM  
  • Welche Funktionen / Aufgaben kann Fernerkundung in der Präzisionslandwirtschaft übernehmen? ·         Auffinden von Teilflächen mit abnormen Erscheinungsbildern - Ursachenermittlung in frühen Entwicklungsstaien vor Ort ·         bessere Unterteilung der Flächen in einheitliche Bewirtschaftungszonen als z.B. mit Bodenkarten oder Bodenuntersuchungen ·         fortlaufende Kartierung der Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen -stategische Verbesserung und Optimierung der Kontrollmassnahmen durch Dokumentation, Vergleich und Analyse ·         fortlaufende oder statienbezogene Kartierung des Stickstoffbedarfs der Pflanze - strategische Verbesserung und Optimierung der Düngung (auch andere Dünger, Bodenverbesserer etc.) durch Dokumentation, Vergleich und Analyse ·         laufende Erfolgskontrolle aller Maßnhamen in den Flächen ·         etc.
  • Was versteht man unter zeitlich-räumlicher Heterogenität? ·         Unter zeitlich-räumlicher Heterogenität versteht man die Ungleichheit eines Nutzungsraumes (Boden, Gelände..) bzgl. eines oder mehrerer Merkmale über die Zeit oder über die geografische Lage. ·         Welches Muster lässt sich daraus ableiten?  
  • · Definition GIS: ·         Definition GIS: o    Ein Geo-Informationssystem ist ein rechnergestütztes System, das aus Hardware, Software, Daten und Anwendungen besteht. Mit ihm können Datendigital erfasst, gespeichert und verwaltet, modelliert und analysiert, sowie alphanumerisch und graphisch präsentiert werden o    GIS verwalten und analysieren auf die Erdoberfläche bezogene Daten (Geodaten) o    Beinhaltet Administration, Tierhaltung, Natur- und Umweltschutz, Logisitik, Flächenmanagement, Fernerkundung und Infrastruktur
  • Geometrie in Gis: Geodaten ·         Geodaten: Es existieren zwei grundlegend verschiedene Modelle zur Repräsentation der Geometrie in GIS: ·         Das Vektor Modell : o    Datenmodell, das auf der Darstellung von geographischen Objekten durch kartesische Koordinaten basiert o    Jedes Merkmal wird durch eine Reihe von Koordinaten dargestellt o    Jedes Objekt wird repräsentiert von einer Liste geordneter x,y - Koordinaten o    Beispiele für Vektordaten §  Fläche für Geometrie eines Schlages §  Linien für gefahrene Spur während der Bodenprobenahme §  Punkte sind geometrischer Schwerpunkt der Spur mit gemittelten Bodenprobenahmewerten o    Datenerfassung: §  Geländeaufnahme, Luftbildmessung, Digitalisierung… ·         Das Raster- Modell o    Die Repräsentation von räumlichen Daten als eine Matrix von Zellen, die Werte für ein Attribut enthalten o    Geometrisches Grundelement: Pixel o    Rasterdaten erhalten lediglich Werte über Eigenschaften der Pixel (z.B.Grau-oder Farbwerte, Höhen, u.a.) o    Die räumliche Position eines Elementes ist eindeutig in der Anordnung der Gridzellen o    Datenerfassung: §  Fernerkundung (Satelliten- Luftaufnahme, Bildaufnahme)…
  • Anwendungsbeispiele für Geoinformationssysteme (GIS) ·         Administration (Identifizierung von Feldschlägen, Abrechnung von Fördermittel…) ·         Infrastruktur (Flächenplan, Bodenkarten..) ·         Fernerkundung (Erfassung von Ökosystemen..) ·         Flächenmanagement ·         Logisitk (Erfassung und Optimierung der Stoffströme, Koordination von Transportwesen) ·         Natur- und Umweltschutz ·         Tierhaltung
  • Ermittlung des Ertrages mit Fernerkundung und GIS: ·         Satellitendaten: Geometrische und Atmosphärische Korrektur durch Informationen zur Atmosphäre ·         Berechnung der Blattfläche über NDVI-LAI-Regression durch Information zur Landnutzung àKarten über Entwicklung der Blattfläche ·         Modellierung des Ertragen mit agrometreologischem Modell mithilfe Metreologische Daten (Tageswerte) ·         àErtragskarte    
  • Begriff der Koodinaten ·         Winkelgrößen zur Beschreibung der Position im Raum à stellen einen Bezugspunkt her o    Ellipsoidische/geographische Koordinaten: Winkelangaben, z.B. 50°48´ (60´ = 1°, 1´ = 30 m) o    Gauß-Krüger Koordinaten: metrische Angaben, z.B. 5629 o    UTM-Koordinaten: teilt die Erdoberfläche streifenförmig in 6° breite vertikale Zonen auf ·         Problem: unterschiedliche Koordinaten für einen identischen Punkt: unterschiedliche Koordinatentypen und Bezugssysteme à immer einen anderen Nullpunkt verwendet ·         Koordinaten: Einteilung 3 Kriterien o    Bezugsfläche: Ebene, Kugel, Ellipsoid (Betrachtung der Erde, „glatte“ Fläche), Geoid o    Bezugssysteme: Nullpunkt und Orientierung des Koordinatensystems. Wo ist eigentlich Null? o    Koordinatentyp: metrisch vs. Winkelangaben. Verebnungen (Erde = rund ↔ Karten = flach) àViele Kombinationsmöglichkeiten (ca. 200) àEinige gebräuchliche (ca. 5) àVerwirrend und wichtig ·         Bezugsfläche für Koordinaten, gebräuchlich: o    Für die Lage (2D, Bezug zur Karte) §  Ellipsoid §  Bei sehr kleinen Gebieten (selten) o    Für die Höhe §  Geoid: ist die Fläche, die sich ergeben würde, wenn die Ozeane in Ruhe und unter den Kontinenten fortgesetzt wären à Äquipotenzialfläche ·         Koordinaten haben unterschiedliche Bezugsflächen: Kugel, Ellipse, Ebene ·         Koordinaten haben unterschiedliches Bezugssystem: Wo ist der Null-Punkt
  • Was ist ein Geoid? ·         Geoid ist die Fläche, die sich ergeben würde, wenn die Ozeane in Ruhe und unter den Kontinenten fortgesetzt wären à Äquipotenzialfläche ·         eine Bezugsfläche im Schwerefeld der Erde zur Vermessung und Beschreibung der Erdfigur ·         Das Potential der Erdschwere ist an jedem Ort der Geoidfläche gleich. ·         Die natürliche Lotrichtung und das Geoid stehen in jedem Punkt senkrecht zueinander. Daher kann das Geoid durch Messung der Schwerkraft bestimmt werden. ·         Zwei beliebige Punkte auf dem Geoid haben das gleiche Schwerepotential und deshalb die gleiche dynamische Höhe. ·         Die Schwerebeschleunigung g ist hingegen auf dem Geoid nicht konstant, sondern sinkt vom Pol zum Äquator von 9,83 auf 9,78 m/s2. o    Maximale Abweichung von einer „glatten“ Fläche: -110m …. +90m o    Parametrisierung der Fläche und Berechnungen auf dieser Fläche sind äußerst kompliziert  
  • Definieren Sie Koordinatensysteme ·         Koordinatensysteme sind wichtig um die Lage eines Punktes eindeutig in einem mehrdimensionalen Raum  zu bestimmen. Da es verschiedene Formate der Koordinaten gibt, gibt es auch verschiedene Koordinatensysteme ·         Unterschiedliche Koordinatentypen: o    Dreidimensionale geodätische: §  Ellipsoidisches Koordinatensystem(φ, λ, h) §  Katestisches KS: Gauß-Krüger Koordinatensystem x,y,z-Achse o    Zweidimensionale geodätische Koordinatensysteme: §   polare Koordinaten (φ, s); §  kartesische Koordinaten (x-, y-Achse) o    UTM Koordinatensystem  
  • Was ist eine Kartenprojektion?• Kartenprojektionen versuchen der Oberfläche der Erde oder einen Teil davon auf einer ebenen Fläche abzubilden• Aufgrund der Krümmung der Erde in allen Richtungen : Einschränkungen möglich• 3-D- Oberfläche einer Kugel immer auf irgendeine Art auf eine zweidimensionale Fläche projizieren um sie abbilden zu können• Dadurch Verfälschungen der Konformität, Entfernung, Richtung und/oder Größe• Manche Projektionen minimieren einige dieser Fehler auf Kosten anderer• Andere versuchen alle diese Eigenschaften nur mäßig zu verfälschen ( umso gravierender, je größer das Gebiet ist)• Möglichkeiten:o Azimutalprojektion: Draufsicht auf Pol, Rand der Karte zeigt anderes Polende; Anderes Modell zeigt nur Halbkugel, berührt Äquator tangentialo Zylinderprojektion: Pole am oberen und unteren Rand der Karteo Kegelprojektion: Draufsicht auf Pol, Kegelförmige Abbildung der gegenüberliegenden Seite• Abbildung der Erdoberfläche in die Ebene:o Abbildung von Objektpunkten einer idealisierten Erdoberfläche in die Ebeneo Verzerrungsfreie Ausbreitung der Erdfigur in die Ebene nicht möglich.
  • Warum ist die exakte Höhenbestimmung bei Landesgrenzen so schwierig? ·         Höhenangaben: o    Ausgangshöhe „Null“: gemittelter Pegelstand §  Koordinierung weiterer Punkte des Höhennetzes vom Pegel ausgehend mittels Nivellements ·         Probleme mit Landgrenzen, warum? o    Für die Angabe von Geländehöhen werden die Bezugsflächen meist an einem pegelgemessenen mittleren Meeresspiegel festgemacht o    Daher unterscheiden die Geowissenschaften in absolute Höhe und relative Höhe: §  Absolute Höhe: „Höhe über Null“: §  =Höhe über dem Meeresspiegel (m ü. NN, m ü. A., m ü. M.) §  Systeme in verschiedener Länder beziehen sich auf verschieden Nullpunkte und Meere à an den Staatsgrenzen ein Sprung in der Höhenlage. §  In der höheren Geodäsie die ellipsoidische, dynamische, orthometrische, normal-orthometrische und die Normalhöhe in Bezug zu einer Erdfigur §  Relative Höhe (Terrainhöhe) ist die Höhe über Grund, die körperliche Höhe, in der ein geographisches Objekt die Umgebung überragt à Durch Unterschiedliche europäische Bezugspunkte und Unterschiede in der  theoretischen Höhendefinition àUnterscheigung  Bezugshöhen im Allgemeinen um mehrere Dezimeter, im Extremfall bis zu 2 m
  • GPS und GPS Genauigkeit ·         GPS Grundprinzip: o    Koordinaten der Satelliten sind bekannt o    Entfernung Satellit – Antenne wird gemessen (müssen mindestens 4 Satelliten sein) o    Koordinaten der Antenne über räumlichen Bogenschnitt o    Einweg-Streckenmessung über kodierte Signale o    daraus Berechnung der Koordinaten des Empfängers; Umrechnen der Koordinaten in Gebrauchskoordinaten o    Schnittpunkt der Strecken ergibt Position der Antenne (im Koordinationssystem der Satelliten, räumlicher Bogenschnitt o    Räumlicher Bogenschnitt: bei der Positionsbestimmung wird der gesuchte Ort so erfasst, dass er in Koordinatenform dargestellt werden kann. Eine einfache mathematische Lösung des räumlichen Bogenschnittes erhält man über die allgemeine Kugelgleichung. ·         Satellitenkoordinaten: o    Satelliten bewegen sich um die Erde o    Kepler’sche Gesetzt o    Für Bestimmung der Zeitpunkt lassen sich die Koordinaten der Sateliten berechnen o    Bahnen werden überwacht von Kontrollsegment ·         Entfernung Satellit – Empfänger: o    Signale der Satelliten: §  Trägerwellen; Codes; Daten ·         Positionsgenauigkeit der Satelliten hängt ab von: o    Genauigkeit der Pseudostreckenmessung o    Anzahl und Anordnung der empfangenen Satelliten (Konfiguration), wird beschrieben durch DOP-Werte (Dilution of Precision) o    Ausbreitung ·         Störfaktoren: o    Ausbreitungsfehler §  Atmosphäreneinfluss: ·         hängt ab von der Länge des Signalweges durch die Atmosphäre à elevationsabhängig ·         Einflüsse auf die Streckenmessung: Signalbeugung (Refraktion); Änderung der Ausbreitungsgeschwindigkeit o    Mehrwegsausbreitung §  Direkte und indirekt Wege §  Störung durch Signalreflexionen oder Ableitungen o    Bahnfehler §  Genauigkeit der Satellitenbahnbestimmung (broadcast Bahndaten ca. 1,5m; präzise Bahndaten unter 5 cm; nach 2 Wo kostenlos bereitgestellt) ·         Atmosphäreneinfluss: o    Einfluss abhängig von der Länge des Signalwegs durch die Atmosphäre à elevationsabhängig o    Einflüsse auf die Streckenmessung: Signalbeugung (Refraktion), Änderung der Ausbreitungsgeschwindigkeit o    Satellitenbahnbestimmung: ·         Satelliten bewegen sich um die Erde ·         Kepler´sche Gesetze ·         Ableitung von Koordinaten zum Zeitpunkt t ·         Bahnen werden vom Kontrollsegment überwacht o    Genauigkeit broadcast Bahndaten:  ̴ 1,5 m (werden vom Satelliten übertragen Genauigkeit präzise Bahndaten: < 5 cm (werden vom IGS nach ca. 2 Wochen kostenlos bereitgestellt)
  • Aufgabe des Referenzdienstes und der Referenzstationen ·         Referenzstationen (=ortsfeste GPS-Empfänger ) sind geodätisch fest vermessen, d.h. ihre Position ist exakt bestimmt. Die Referenzstationen empfangen ein GPS-Signal und vergleichen die Position des GPS mit ihrer eigenen vermessenen Position. Referenzstationen sind auch untereinander vernetzt um noch genauer Arbeiten zu können. Aus der Abweichung der tatsächlichen und der empfangenen Position lassen sich für jeden Satelliten die wirklichen Laufzeiten der Signale zum Empfänger sehr genau bestimmen ·         Referenzdienst korrigiert die GPS Ungenauigkeit durch Vergleich der Daten der Referenzstationen. è  Prinzip des DGPS ·         Vergleich mit eigener Referenzstation: o    Nachteil: größerer Abstand zur eigenen Station, laufende Kosten. o    Vorteile: keine zweite Ausrüstung notwendig, geringerer Messaufwand.  
  • GPS bei Landmaschinen ·         Zur genauen Positionsbestimmung auf dem Acker durch Bordrechner auf dem Acker   è  Exaktes Reihenfahren è  Verbessertes Vorgewendemanagement è  Genaue Anschlussfahrten möglich è  Höhere Geschwindigkeiten è  Exakte Aussaat è  Weniger Saatgut è  Höhere Effizienz bei Bearbeitungsmaßnahmen, somit weniger Spritzmitteleinsatz  
  • Heterogenität Natürliche Heterogenität:– Pedogenese, Bioturbation, Wasserhaushalt– natürliche Bodenunterschiede– Exposition, ErosionInduzierte Heterogenität:– verschiedene Frucht- und Felderfolgen– ungleichmäßige Kulturführung– meliorative Maßnahmen– Umgebung