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Forstliche Nutzung (Fach) / Waldbau und Holzqualität (Lektion)

Diese Lektion wurde von Paddelboot erstellt.

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  • Welche 2 Qualitätsmerkmalklassen unterscheidet man? 1. Kronen und Stammmerkmale, sind schon am stehenden bzw liegenden Vollbaum ersichtlich. 2. Holzstrukturmerkmale, meist erst nach Einschnitt sichtbar.
  • Was ist der unterschied zwischen normalen Ästen und Wasserreißern? Normale Äste reichen bis zur Markröhre. Wasserreißer sind nachträglich gebildet und reichen nur einige Jahrringe in das Stammholz hinein.
  • Welche 3 Formen von Ästen gibt es und wie weit sind sie toleriert? Grünäste: bis zum Einschnitt lebendig, fest verwachsen. bis 4cm im Konstruktionsholz toleriert. Totäste: abgestorbene Äste, die nicht mehr mit dem umliegenden Holz verbunden sind, bis zu 3 cm toleriert. Fauläste: abgestorbene Äste mit beginnender Holzfäule. I.d.R. nicht toleriert.
  • Wie beeinflusst der Stammdurchmesser den Preis? (Nadel und Laubholz) Bei Laubholz gilt Grundsätzlich: je dicker der Baum desto höher der Preis pro fm. Bei Nadelholz (v.a. Fichte und Tanne) steigt der Preis bis zu einem Durchmesser von ca 30 cm (D3a) an und bleibt bis 40 cm (D4) konstant. Danach sinkt der Preis wieder. Dies ist bedingt durch die Sägewerkstechnik.
  • Wie wird Krümmung im Stamm gemessen und toleriert? Es wird die Pfeilhöhe, also die Krümmung des Stamms über 1 m Länge gemessen. Krümmungen über 1cm werden niht toleriert und es kommt zur Abstufung der Güteklasse.
  • Was sind Holzstrukturelle Merkmale? Jahrringbreite, Ovalität, Reaktionsholz, Pilzschäden (Fäule), Harzgallen, Farbkern
  • Welche verschiedenen Kernholzbildungen gibt es? 1. Obligatorischer Farbkern: klar abgegrenzte Verfärbung des inneren Holzes, erhöhte Dauerhaftigkeit 2. Unsichtbarer Kern: nur an Holzfeuchtigkeit, keine Verfärbung, keine erhöhte Dauerhaftigkeit 3. Fakultativer Farbkern: ausgefranste Verfärbung, die nur manchmal/im hohen Alter auftritt. Sie bewirkt keine erhöhte Dauerhaftigkeit.
  • Welche arten von Rissen gibt es? Kreuzriss, Ringriss, Ringschäle, Spaltriss Ursachen: falsche Lagerung, Trockenheit, Frost, Fällschäden, Spannungen durch Wachstum.
  • Was sind die häufigsten Arten von Pilzbefall? Verfärbungen: Bläuelpilz und Roststreifigkeit. Nur Veränderung der Optischen EIgenschaften des Holzes, keine Einbuße an Festigkeit.  Fäule: z.B. Rotfäule an Fichte.  Pilz zersetzt Lignin, macht Holz "schwammartig" und weich.             -> extreme Wertminderung. Unterschieden wird zwischen Stammfäule (von innen nach außen) und Wundfäule ( von außen nach innen)
  • Was sind die Ursachen für Rotfäule? Stammfäule: fehlende pilzliche Konkurrenz, z.B. bei Erstaufforstungen, hoher ph-Wert (Kalkhaltige Böden) Wundfäule: Pilz gelangt durch verletzungen der Rinde in den Stamm. Verletzungen z.B. von Rücke-.und Fällschäden, durch das Schälen der Bäume von Rotwild, Steinschlag
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  • Welche Insektenschädlinge gibt es? Schäden am liegenden Holz: Bohrkäfer, Risenholzwespe, Gestreifter Nutzholzborkenkäfer. Buchdrucker: Larven fressen in der Rinde, dadurch stirbt der Baum ab
  • Phasen der Bestandesentwicklung und jeweilige Pflegemaßnahmen? Verjüngungsphase  Qualifikationsphase (Jungbestandspflege: wenig Eingriffe, Konkurrenz hoch halten. nur vorwüchsige herausnehmen) Dimensionierungsphase (Durchforstung: Z-Baum Auswahl, freistellen, wiederholt starke Eingriffe.) Phase der Vorratspflege (Nur Bäume von guter Stammqualität alt werden lassen, kranke und beschädigte Bäume entnehmen) Ernte
  • Grundsätze der Z-Baum Auswahl? Vitalität der Krone Qualität des Stammes Verteilung der Z-Bäme auf der Fläche
  • Was gibt der h/d-Wert an? Der h/d-Wert ist ein Waldbaulicher Indikator für die Einzelbaumstabilität. h/d über 80: vollholzig, feinastig, ausgezeichnete Holzqualität aber sehr instabil und wenig Krone. (Bäume im dichten Bestand) h/d unter 60: abholzig, astig aber hohe Stabilität und viel Krone. (Solitärbäume oder lichter Bestand.) Waldbauliches Ziel: h/d von ca 70
  • Was bezeichnet man als Niederdurchforstung? Die schwächeren, nicht so hohen Bäume werden entnommen, die Konkurenzstarken Bäume bleiben erhalten. Starkes Höhenwachstum, gerines Durchmesserwahstum -> hoher h/d Wert Einzelbaumstabilität nimmt ab -> Schneebruch/Windwurfrisiko nimmt zu. Unterer Kronenteil stirbt ab
  • Was bezeichnet man als Auslesedurchforstung? Wenn die gewünschte Astfreie Stammlänge erreicht ist, werden Z-Bäume ausgewählt, die in den folgenden Durchforstungen freigestellt werden, d.h. Bedränger und Konkurrenten werden entnommen. Dadurch sinkt der Konkurrenzdruck. Folgen für den Z-Baum: Untere Kronenteile bleiben erhalten Viel Produktive Nadel/Laubmasse Starker Dickenzuwachs/geringer Höhenzuwachs -> h/d Wert sinkt. Einzelbaumstabilität nimmt zu
  • Mit welchen Baumeigenschaften hängt der h/d Wert zusammen? Einzelbaumstabilität. Je geringer der h/d Wert, desto stabiler der Baum. Kronenlänge. je geringer der h/d Wert, desto länger die Krone Astdurchmesser: je geringer der h/d Wert, desto dicker die Äste Abholzigkeit: je geringer der h/d Wert deso Abholziger der Stamm.