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Einführung in die BWL (Fach) / Handel (Lektion)

Klausurfragen

Diese Lektion wurde von Serk_1907 erstellt.

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  • 1.a) Was ist Handel im funktionalen Sinne? Definition: Handel ist jeder wirtschaftliche erwerbsstrebigeGüteraustausch von Person zu Persondurch die Übertragung von Verfügungsrechten. Die Verfügungsrechte gliedern sich in vier Einzelrechte (vgl. Picot et al. 2012, S. 57 f.),- das Recht, ein Gut zu nutzen (ius usus),- das Recht, dieses Gut hinsichtlich Form und Substanz zu verändern (iusabusus),- das Recht, sich entstandene Gewinne anzueignen, bzw. die Pflicht,Verluste zu tragen (ius usus fructus), sowie- das Recht, das Gut zu veräußern und den LiquidationserlöseinzunehmenTauschgüter:- Sachgüter - Mobilien (Warenhandel)- Immobilien (z.B. Grundstückshandel)- Rechte auf Güter (z.B. Wertpapiere, Lagerscheine)- Geld, Kredit, Versicherungen und dergleichen
  • 1.b) Was ist Handel im institutionellen Sinne? Hier: Warenhandel berufsmäßige Erwerbstätigkeit von auf den Güteraustauschspezialisierten Unternehmungen(z.B. Handelsbetriebe, Handelsvertreter, Kommissionäre,Agenturen, Makler) ⇒Kauf und Verkauf beweglicher Sachgüter (Waren) im eigenen Namen und für eigene Rechnung = Handelsbetriebe ⇒Handelsvermittlung (auf fremde Rechnung) = Distributionshelfer
  • 2) Verdeutlichen Sie an vier Handelsfunktionen, wie die Diskrepanzen zwischen Produktion und Konsumtion überwunden werden können (1) Räumliche FunktionDer Handel sorgt dafür, dass die örtlich konzentrierte Produktion zu den davonabweichenden Standorten der Konsumenten gelangt.(2) Zeitliche FunktionDer Handel sorgt für den zeitlichen Ausgleich zwischen Angebots- oder Nachfrageüberhängen.Emanzipation der Nachfrage von der Produktion durch die Lagerhaltung des Handels möglich.(3) Quantitätsfunktion(a) Verteilungsfunktion: große Mengen werden in kleinere Mengen aufgeteilt(b) Sammelfunktion: kleine Mengen werden zu größeren Mengen gebündelt(4) Qualitätsfunktion(a) Warenfunktion: Manipulation an der Ware, z.B. Sortieren, Mischen, Verpacken, Endmontage(b) Sortimentsgestaltung: Zusammensetzung des Sortiments stiftet den Kunden einenbestimmten Nutzen (One-Stop Shopping, Kauferlebnis, Image etc.)(c) Ergänzung der Waren um Dienstleistungen, um der Ware einen anderen Nutzen zu geben
  • 3.a) Nennen und erläutern Sie zwei Ursachen, warum beim Handel mit Sachgütern Transaktionskosten entstehen? 1) Kontrolle: Kontrolle der Güter. 2) Abwicklung: z.B. Vertragsabschlusskosten 
  • 3.b) Nennen und erläutern Sie jeweils eine Möglichkeit, wie ein Handelsbetrieb die Transaktionskosten der Hersteller bzw. der Endkunden senken kann. Endkunde: eigene Transaktionskosten senken und diese Vorteile in Form von Preissenkungen an die Nachfrager weitergeben Herrsteller: 
  • 4. Erläutern Sie mit dem Baligh‐Richartz‐Effekt die Kontaktkostenersparnis, die durch die Einschaltung eines Handelsbetriebes entsteht. Mit der Einschaltung eines Handelsbetriebes entstehen dadurch mehr Kosten, weil sich ein Händler nur für eine bestimmte Endkundenzahl n "kümmern" kann. Deshalb müssen mehrere Handelsbetriebe eröffnet werden, um mehr Kontaktmöglichkeiten zu haben. (Siehe Folie 40/41)
  • 5.a) Unter welchen Voraussetzungen gilt ein Ziel als vollständig operationalisiert? operationalisierte Ziele sind klar definiert und können klar gemessen werden, ob sie erreicht wurden. Die Dimensionen der operationalisierung sind: Was? (Inhalt)Wieviel? (Außmaß)Bei Wem?( Zielgruppe)Wo? (Zielgebiet)Bis wann? (Zeitraum)
  • 5.b) Welche Folgen ergeben sich für den Managementprozess, wenn Ziele nicht vollständig operationalisiert sind? offen.
  • 6.a) Erläutern Sie, was man unter relativem Marktanteil versteht Der relative Marktanteil setzt den eigenen Umsatz in Relation zum Marktführer oder (wenn man selbst der Marktführer ist) zum besten Wettbewerber.
  • 6.b) Geben Sie ein Zahlenbeispiel eigener Umsatz¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ x 100 Umsatz des stärksten Konkurrenten
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  • 6.c) Welche Probleme sehen Sie bei der Ermittlung des relativen Marktanteils? Die Marktabgrenzung ist hauptsächlich ein Problem, weil Unternehmen Konkurrenten aufkaufen und der Markt an sich auch im stetigen Wandel steckt. 
  • 7.a) Was versteht man unter einem theoretischen Konstrukt? → real nicht zu beobachten, gedankliche Vorstellung von der Realität, es Bedarf Indikatoren, die eine empirische Messung ermöglichen ⇒ 1. Definition des Begriffes    2. Operationalisierung    3. Messung
  • 7.b) Verdeutlichen Sie an dem Beispiel von Handelsbetrieben, wie man dieses theoretische Konstrukt einer empirischen Untersuchung zugänglich machen kann. Um das theoretische Konstrukt „greifbar“ machen zu können, bedarf es einer Konzeptualisierung (Definition) und Indikatoren (Operationalisierung), die eine Messung ermöglichen.Vorgehensweise1. Konzeptualisierung2. Operationalisierung3. Messung
  • 8.a) Nennen und erläutern Sie zwei Unterschiede, wie die Methoden der Klassifizierung und der Typisierung bei der Systematisierung vorgehen. Typisierung: Werden zu einer Gliederung von Dingen bzw. Begriffen ein oder mehrere Merkmale verwendet, die nicht nur zweiwertig, sondern mehrwertig abstufbar sind, wird die Beschreibung Typisierung genannt.BSP: nur ein Merkmal wird herangezogen EH oder GH Klassifizierung: Von einer Klassifizierung wird gesprochen, wenn Dinge oder Begriffe so eingeteilt bzw. gruppiert werden, dass alle Dinge oder Begriffe, die zu einer Klasse zusammengefasst werden, ein gleichesMerkmal besitzen und als gleichartiges Element der Klasse aufgefasst werden BSP: EH oder GH, jedes Merkmal wird untersucht, ob jeweilige ausprägung auf Handelsbetrieb zutrifft.
  • 8.b) Nennen und erläutern Sie jeweils einen Vorteil, der für die Klassifizierung bzw. für die Typisierung spricht Typisierung: Gleichrangigkeit der Merkmale, kein Subordinationsverhältnis, überladene Begriffsgebäude lassen sich vermeiden Klassifizierung: Es gibt keine eindeutige Operationalisierung von Merkmalen; es fehlt den Merkmalen an Trennschärfe, ihre Ausprägungen besitzen mehr oder weniger fließenden Charakter (z. B. Sortimentsbreite, Verkaufsfläche).
  • 9.a)Was ist gemeint, wenn man in diesem Zusammenhang von einer Anbieterperspektive und einer Nachfragerperspektive – siehe Weinberg und Purper (2004) – spricht? offen
  • 9.b) Warum wird der Anbieterperspektive offenbar sowohl in der Forschung als auch in der Praxis der Vorzug gegeben? offen
  • 9.c) Nehmen Sie dazu kritisch Stellung offen
  • 10.a) Welche Zielsetzung verfolgen Weinberg und Purper (2004) mit ihrer Untersuchung? offen
  • 10.? b) Was ist der Ansatz ihrer empirischen Untersuchung? offen
  • 10.c) c) Zu welchen Ergebnissen gelangen sie? offen
  • 12.a) Welcher Zusammenhang besteht zwischen Wettbewerb und Märkten? - Existenz von Märkten- mindestens 2 Anbieter oder Nachfrager- antagonistisches Verhalten der Marktteilnehmer
  • 12.b) Wie sinnvoll kann es sein, von Wettbewerb in einer Branche zu sprechen? Es besteht ein großer Wettbewerb in einer Branche, weil die es verschiedene Faktoren gibt, die einen Wettbewerber verdrängen können: - neue Wettbewerber- Rivalität in der bestehenden Branche- Bedrohung durch Ersatzprodukte etc.
  • 13.a + b) Erläutern Sie das Bedarfsmarktkonzept und das Beschaffungsmarktkonzept nach den Vorstellugen von Helmut Arndt Das Bedarfsmarktkonzept hat die Austauschbarkeit der Anbieter durchNachfrager zum Gegenstand. Damit wird die Frage beantwortet, welche Akteure zu einem Markt auf der Anbieterseite gehören Das Beschaffungsmarktkonzept hat die Austauschbarkeit der Nachfragerdurch die Anbieter zum Gegenstand. Damit wird die Frage beantwortet, welche Akteure zu einem Markt auf der Nachfragerseite gehören
  • 14. Diskutieren Sie die Sinnhaftigkeit, den Lebensmitteleinzelhandel und die Drogeriemärkte nicht als einen gemeinsamen Markt zu betrachten offen
  • 15.a) ) Was versteht das Bundeskartellamt unter einem Sortimentsmarkt? Sortimentsmarkt: Nahrungs- und Genussmitteln einschließlich Wasch-, Putz-, und Reinigungsmittel.
  • 15.b) Was ist dagegen ein Produktmarkt? offen