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Methoden und Anwendungsbereiche der Diagnostik (Fach) / Verfälschbarkeit und soziale Erwünschtheit (Lektion)
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- Definiere Verfälschbarkeit. Getestete Personen bemühen sich darum, ihre Testergebnisse in einer für sie möglichst vorteilhaften Weise zu korrigieren. Negativ bewertete Aspekte ihrer Persönlichkeit werden verborgen und positiv angesehene überbetont oder erfunden (soziale Erwünschtheit), indem versucht wird, hohe (Simulation) oder niedrige (Dissimulaion) Testwerte zu erreichen (Bortz & Döring, 2006). Verfälschbarkeit (Test) ungleich Verfälschungsverhalten (Person)
- Welche Formen von Verfälschbarkeit gibt es? Korrektur von Testergebnissen Simulation / Dissmulation Verbergen vs. Überbetonung von Persönlichkeitsaspekten 2 Arten sozial erwünschten Antwortens:- impression-management (vor anderen gut dastehen)- self-deception (vor sich selbst gut dastehen)
- Welche Möglichkeiten von Verfälschbarkeit gibt es? Faking good & faking bad Verfäschbarkeit durch Antwortstile (Persönlichkeitstests) unsystematische Beantwortung von Fragen Ja/Nein-Sage-Tendenzen (Akquieszenz) zentrale Antworttendenz Bevorzung extremer Antwortkategorie besonders nuanciertes Antworten Verfälschbarkeit durch soziale Erwünschtheit die meisten Items v. Persönlichkeitsfragebögen = durchschaubar Gefahr: absichtlicher Versuch einen guten oder schlechten Eindruck zu erwecken
- Welche möglichen Lösungen für Verfälschbarkeit / soziale Erwünschtheit gibt es? Kontrolle Verhinderung Ignoration
- Welche Möglichkeiten der Kontrolle bei Verfälschbarkeit / sozialer Erwünschtheit gibt es? Spezielle Instruktionen Aufforderungen zur Eile (widersprüchliche Befunde; Nebeneffekt: Verringerung der Skalenvalidität) Zusicherung Anonymität / Vertraulichkeit Appell an Ehrlichkeit spezielle Informationen Täuschung, dass Falschantworten identifizierbar (nicht empfohlen) spezielle Skalen diverse Kotroll-, Lügen-, Valididitätsskalen (niemals Abfall auf Straße werfen) Reliabilität & Valididtät solcher Skalen meist gering -> max. als Warnhinweis, nicht Beweis Weitere Faking-good Norm in Manual aufnehmen Itemkonstruktion: bei hohen Zusammenhängen mit soz. Erwünschtheit ausschließen
- Wie kann ich Verfälschbarkeit / soz. Erwünschtheit verhindern? Durch geeignete Itemkonstruktion / -selektion Objektive Persönlichkeitstests (Vorgabe v. Sachverhalten statt personenbezogener Inhalte -> Aufforderungscharakter zur Verfälschung gering, dennoch nicht frei davon) Overclaiming (Scheinitem "Bäckerrevolution" bei Azubi-Auswahl, Begriffe müssen wirklich existierenden ähneln) Forced-choice Items (Ausblanacierung v. Antwortalternativen, gleiche soz. Erwünschtheit -> "Einschränkung"; aufwändige Konstruktion, aber erfolgreiche Verhinderung)
- Warum kann ich sozial erwünschtes Antwortverhalten auch ignorieren? Korrelation sozialer Erwünschtheit mit: emotionaler Stabilität: r = .37 Gewissenhaftigkeit: r = .20 Ausbildungserfolg: r = .22 → Je sozial erwünschter sich Person im FB darstellt, desto höher Ausbildungserfolg.
- Wie sollte ich sozial erwünschtes Antwortverhalten ansehen? Bilanz zur Bekämpfung eher dürftig moralisch begründete Benachteiligung sozial erwünscht antwortender Personen in Auswahlsituation fragwürdig: zentrale Anforderung in Berwebungssituation = positive Selbstdarstellung → Verhalten von Kandidaten legitim beste Möglichkeit = Anpassung an Umstände
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