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Grundschulpädgogik (Fach) / Jahrgangsmischung (Lektion)

ohne neue Schuleingangsstufe

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  • Definition Horstkemper (2012) Lenrarrangement, in dem die zu unterrichtende Gruppe nicht nach dem Prinzip der Altershomogenität zusammengestellt wird.
  • Synonyme (3) Jahrgangsübergreifender Unterricht Jahrgangskombiniert Jahrgangsheterogen
  • Jahrgangshomogene Klassen (Jenzen 1991)? Gruppierung der Schüler nach Altersjahrgängen (Stichtagen) --> relativ jung Fiktion der Homogenität (Rehle) --> Kinder bei Schuleintritt haben aber auch 2-4 Jahre Entwicklungsunterschied (Heinzel et al.) Ausserdem: auch bis zu 11 Monate und 30 Tage Unterschied bei Stichtag!
  • Historisch Heutige Maßgaben in etwa entsprechend ab 1919 (Art. 145 der Weimarer Verfassung) --> Schuleintritt: 6 Jahre; Reformpädaogik interessanterweise davor schon Mischung von Jahrgängen (Otto, Montessori, Petersen). "(Wieder-) Entdeckung der Altersmischung" (Burk, de Boer, Heinzel 2007).
  • Begründung pragmatisch vs. pädagogisch (6) Demografischer Wandel, Landflucht, Schließung von Schulen (Niedersachsen schon ab 1970er Jahrgangsmischung als Antwort darauf). Schon bei Reformpädagogik.Aktuell:- entwicklungspsychologisch (2-4 Jahre)- lernpsychologisch (Bandura + Vygotsky)- natürliche Situation der Familie (Geschwister - Zugpferdeffekt)- Soziale Kompetenzen (Fölling-Albers)- Heterogenität --> Pädagogik der Vielfalt (Lernen von und miteinander)- Motivationspsychlogisch (Kompetnezerleben, Autonomieerleben Bartnitzky + Deci u. Ryan)
  • LehrplanPLUS Neben fachlichen und methodischen Kompetenzen auch personale und soziale Kompetenzen, die im Jahrgangsgemischten Unterricht verwirklicht werden sollen. Aufbau des Lehrplans in 1/2 und 3/4 kann man fast als curriculare Anleitung für Jahrgansmischung des Kultusministeriums verstehen. Spiralförmiger Aufbau lässt Anwendung am gleichen Unterrichtsobjekt auf unterschiedlichem Niveau zu. (Auch bei Inklusion wichtig --> wichtig für Motivation Selbstkonzept der Schüler)
  • 6 Neue Lehr-Lern-Konzepte und Jahrgangsmischung. aktiv + konstruktiv --> Werkstattunterricht, Öffnung --> Differenzierung und Individualisierung, Heterogenität als Chance --> gemeinsames Problemlösen, Gegenseitiges Helfen, SuS profitieren beim Erklären durch strukturieren und formulieren (Zhang) Rolle der Lehrperson --> Rücknahme.
  • 5 Tendenzen beim jahrgangsgemischten Unterricht Konzentration auf Mikroebene --> Interaktion Lehrer und Schüler (Mayer 2011). Fachididaktische Konzepte für D, M, HSU schon da siehe LehrplanPLUS --> Implementierung bei anderen Fächern und in Schulbüchern größtenteils noch ausstehend. Individualisierung von unten nach oben (siehe Offener Unterricht) --> kann gut über offene Aufgaben realisiert werden. Rhythmisierung: am Anfang und Ende gemeinsame Phase, dazwischen individuelles Arbeiten angeleitet durch Material oder Pläne (Schultag und Schulstunden) --> nicht reines Nachmachen. Hottinger-Modell
  • Forschungsergebnisse 3 international und 6 national. Zusammenfassung / Ausserdem Gutierez u. Slavin (1992): + kognitiv bei Leistungshomogenität, Veenman (1995): keine Unterschiede, Sundell (1994): negativ; van der Linde + Schagerl (2007): + Sprachanteil; Kucharz und Wagener (2007): + Leistung bei Schwächeren und - bei Stärkeren --> genau das Gegenteil bei Hanke (2007) ausserdem hier: besseres Wohlbefinden bei längerem Verweilen; Liebers (2008): sozial-emotionales Verhalten das Gegenteil bei Kuhl (2013); Götz und Krenig (2014): Mehr Erforschung nötig, vor allem muss Unterrichtsqualität, Lehrerprofessionalisierung und organisatorische Ausgestaltung in den Blick der Studien genommen werden. Zusammenfassung: Widersprüchliche Aussagen kann oft an Lehrperson oder Unterrichtsgestaltung liegen ---> schwer zu vereinheitlichen. Ausserdem: ähnliche Ergebnisse wie bei offenem Unterricht -> hängt zusammen. (Huhn oder Ei?)
  • 5 Schulorganisatorische Voraussetzungen Voraussetzungen im Kollegium (Witerbildung, Konferenzen, Kooperation, pos. Einstellung). Klassenzimmer größe (Teilung). Gruppen und Partnertische möglich. Regale für Materialien -> Mathe: Lehrgang, D + HSU Werkstattunterricht. PC für FIPS und selbstständiges Arbeiten.
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  • Leistungsmessung (9): 1-3 de Boer (2007), 4 Hecker (2004), 5-6 Stiftung Bildungspakt Bayern (2017), 7-9 Wiater (2013), 10 Peterßen, 11 ? 1.: + Wahrnehmen, beobachten, Begleiten, Beraten,2.: Individuelles Voranschreiten --> weniger Konkurrenzdruck,3.: Fehler als Wegweiser zur Denkweise der Schüler,4.: Portfolio,5.: Lernzielkontrollen individuelle (zeitlich nacheinander)6.. Lernentwicklungsgespräch,7.: Mehr Zeit für Diagnose durch Rücknahme im Unterricht8.: individuelles Feedback9.: individuelle Bezugsnorm10.: offene Aufgabenstellung11.: gemeinsame und verschiedene Aufgaben
  • Qualität Instruktionen sind vom Lehrer und von den SuS abhängig --> noch schwerer zu messen und sicherzustellen.
  • Effekte Fischteicheffekt, Schereneffekt, Zugpferdeffekt -> extra KK ausführlich.
  • 8 Merkmale der Montessorischulen 1. Häufig 1-3,4-6,7-8,9-10 aber auch anders,2. Selbstbestimmt / Freiarbeit,3. Montessorimaterial,4. keine Noten,5. Einschätzungsgespräche IzEL,6. Nicht! gesellschaftliche Wirklichkeit,7. Nicht! positiv nur Phantasie (Auto),8. Zu wenig Regeln und Strukturen (z.B. für ADHS-Kinder).
  • Umsetzung Didaktisch (5) Aushandeln (Platon, John Locke, vgl. Stern 2007)Kinder als Lehrende (de Boer 2007)Förderdiagnostik + Planung (FIPS)Spezielle Strukturierung (Wiater 2013),Hottinger Modell.
  • Umsetzung methodisch (6) (DORFTiefGarage) -Differenzierung (Prengel)-Rhythmisierung-Teamarbeit (Giesecke-Kopp 2006)-Freiarbeit (Götz 2006)-Gruppenunterricht --> kooperativer Unterricht (z.B. Placemat, Schülerdyade, Gruppenpuzzle)-Offener Unterricht (Peterßen)
  • Sehr wichtiger Vorteil Bessere Möglichkeiten nach einem jahr in die 3. Klasse zu wechseln, da man auf Stoff der 2. Klasse umsteigen kann. Ausserdem kennt man schon Schüler die auch in die 3. gehen.
  • Kernelemente der Flexiblen Grundschule (7) - Flexible Verweildauer (1!-3 Jahre)- Jahrgangsgemischte Klassen (pädagogische Begründung)- Lernrückmeldung und Leistungserhebung (LZK)- Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern (LEG)- Individualisierende Lernangebote (Planarbeit)- Erhebung der Lernausgangslage (FIPS - Fähigkeitsindikatoren Primarschule)- Anknüpfen an vorschulische Bildung und Erziehung (Kooperation GS und KiGa)