11
Grundschulpädgogik (Fach) / Übergänge (Lektion)
rund um die GS
Diese Lektion wurde von abernhard erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Definition (Bartnitzky et al. 2009). Historisch 3 Initiativen Kritische Lebensereignisse. Im 19. Jh. schon Bildungsauftrag für KiGA (Fröbel), 1. WK -, mit Artur Kern (1954) Fokussierung auf Übergang und Entwicklung, Pettinger & Süssmuth (1983) aus USA -> Fördermassnahmen besser als Rückstellungen -> Schulkindergarten, 1990er selektionsorientierte Schulfähigkeit (DDR besser, Geiling 1999). Nach PISA 3 Initiativen: 1. Organisatorisch (KMK 1997: Flexibilisierung, 1+2, längere Verweildauer), 2. Curricular (Elementarbereich --> Bildungspläne: phonologische Bewusstheit, auch NaWi und Mathematik, Vygotsky) + Inhaltlich (Frühförderung, Frühdiagnose, Schulvorbereitung, Projekte (Hacker2008)), 3. Personal (Unterstützungssystem -> Transitionskompetenz, Kooperationskultur, Elternarbeit, Fort- und Weiterbildung).
- 2 Grundprobleme Faust (2014) Passung der Voraussetzungen (Kind muss sich als fähig erleben) Sicherung der Anschlussfähigkeit.
- Begrifflichkeiten Kontinuität erhalten (Ko-konstruktiver Prozess: Kinder, Eltern, Erzieher, Lehrer, soziales Umfeld). Diskontinuität nutzen, Transition (Welzer 1993), Transitionskompetenz (Bartnitzky et al. 2009)
- Einteilung von Übergängen (Bartnitzky et al.) Horizontale (Famiilie, Schule, Hort, Schule --> Schule). Vertikale (zeitlich, KiGa, GS, Schule, Uni).
- KiGa --> GS (Hacker) Forschung (3 Ergebnisse) Fazit -> International -> Ausbildung Neue Schuleingangsstufe + Aufwertung des Elementarbereichs (Hacker 2014), Kooperationsprogramme (Hacker 2008) siehe Historisch. Forschungslage komplex und widersprüchlich (Wahrscheinlich wegen verschiedenster Varianten), Bildnugsnahe Eltern -> vorzeitige Einschulung (Pohlmann 2009), Kitas positiv für Entwicklung und insgesamt besser als Familienbetreuung (Sylva 2004), Förderung der Vorläuferfähigkeiten positiv für Leistung in GS (Marx 2004). Fazit: Reformen im Zuge der neuen Schuleingangsstufe im Gange und nicht abgeschlossen. Nicht alleine frühere Einschulung. Internationaler Vergleich zeigt dass früh (GB) und spät (SWE) erfolgreich sein kann --> höhere (universitäre) Ausbildung Erzieherinnen.
- GS --> Sekundarschule. System Forschung Tendenzen Systemvoraussetzugen (4. Klasse oder später (Berlin 6), Schulform Sekundarstufe 2-5-gliedrig), Forschung: HS -, Gym +,Modernisierungstendenzen (Durchlässigkeit, G8/G9, GTS).
- Selektion (3 Merkmale) Bayern Ü-Phase Übergang zur Sekundarstufe entscheidende Selektionsschwelle (Faust 2014), Bundeslandabhängig, primäre und sekundäre Effekte (vgl. Bourdon 1974 und KOALA-S). In Bayern erweiterte Übertrittsphase 3. Klasse: Elternberatung, 4. Klasse Infoveranstaltungen der Schulformen + individuelle Förderung + Ansage von Leistungsnachweisen + Anfang Januar schriftl. Zwischeninformation +Anfang Mai Übertrittszeugnis (inkl. Empfelhlung: 2,33 Gym 2,66 Real) -> Möglichkeit des Probeunterrichts und freiwiliges Wiederholen. 5. Klasse Gelenkklasse Unterstützung, Beratung und Förderung u.a. durch Grundschullehrer ("Lotsen im Übertrittsverfahren")--> Reflexion der Bildungsweg - Entscheidung. Später Möglichkeit BOS, FOS, etc.
- Gestaltung von Übergängen (5) Alle Kinder sollen bestehen und positiv nutzen können (Bartnitzky et al. 2009) Maßnahmen: Kommunikation und Partnerschaft zwischen den Beteiligten und den Institutionen (Bartnitzky et al. 2009). Anschlussfähigkeit sichern (Speck-Hamdan 2006). Entwicklungsimpulse geben. Frühdiagnose und Förderung.
- Alte / Neue Schuleingangsstufe Entwicklung Alte: ab Ende 1960er, Schulreife nach Kern überholt, kein einheitliches Strukturmodell, 3 Varianten 1+4, 2+2 und 2+3) ->> ausgedehnter, gleitender Übergang. Neue: Ziel Senkung Schuleintrittsalter (europäischer Vergleich), Heterogenität positiv "Pädagogik der Vielfalt" (Prengel 2006), Optimalmodell: flexible Verweildauer 1-3 Jahre -> pädagogische Einheit (JGM), Einschulung Aller (keine Zurückstellungen), zu flexiblen Terminen?! = ähnlich Alte + Individualisierung und Integration --> Länderspezifische Abweichungen! --> Bayern Flexible Grundschule. Schulreifekonzept Neue Schuleingangsstufe Heraufsetzung des Alters Veränderter AnfangsunterrichtZurückstellungen Kooperation KiGa-GS, Eltern-GSSelektion Förderdiagnostik FIPS
- Ziel und 3 Aufgaben des Anfangsunterrichts Hacker Ziel: Ausgleich verschiedener Ausgangsvoraussetzungen durch Differenzierung und Individualsierung (genaues Gesamtbild des Einzelschülers). - Hinführung zu Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen),- Übergang intuitives Lernen zu schulischem Lernen,- Selbstkonzeptentwicklung des Kindes begleiten und fördern, --> Schulpraxis noch weit entfernt von der Einlösung der Forderungen.
- Anzeige
- Schuleingangsdiagnostik (Kammermeyer 2014) Früher / Heute 6 Faktoren Schulreifekonzept (Artur Kern): endogener Reifungsprozess, Zusammenhang zwischen körperliche & psychischer Entwicklung, Schulversagen = mangelnde Schulreife -> heute widerlegt. Schulreife vs. Schulfähigkeit ?! Interaktionistischer Erklärungsanstz (vgl. ökosystemischer Ansatz von Bronfenbrenner -> Mikro-, Meso-, Exo-und Makrosysteme) --> Alles hat Einfluss auf Entwicklung und Schulfähigkeit. Selbstwirksamkeitserwarung, Resilienz, Ungewissheitsorientierung, Erfolgszuversicht, Anschlussfähige Bildung (Wissen, Fähigkeiten z.B. motorisch/Konzentration/soziale Kompetenzen), Chancenungleichheit.