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Methoden und Anwendungsbereiche der Diagnostik (Fach) / Untersuchungsplan (Lektion)

Schritt 5

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  • Taxonomie diagnostischer Entscheidungen (Cronbach & Gleser, 1965) Entscheidungsart (individuell vs. institutionell) Quotierung (ohne Aufnahmequote vs. mit Aufnahmequote - mit: Entscheidung über Personen voneinander abhängig) Zuordnung zu Klassen (Selektion vs. Platzierung) Information (univariat vs. multivariat) Entscheidungsprozedur (einstufig vs. mehrstufig) Anzahl von "treatments" pro Person (eine vs. mehrere)
  • Welche Entscheidungsstrategien kann ich anwenden? Kompensatorisches Modell häufigste Entscheidungsstrategie; lineare Kombination von Prädiktionsmesswerten niedrige Leistungen in einem Test -> Kompensation durch hohe Leistungen in einem anderen Oder-Konzeptz Summe der Teilkomponenten (meist 2), hoher Punktwert in einem Prädiktor ausreichend angemessen, wenn im Kriterium erforderte Leistung auf eine oder andere Weise erbracht werden kann in beiden Prädiktoren: Mindestanforderungen, aber nur in einem Erfüllen = Muss Und-Konzept kompensatorische Entscheidung unangemessen in jedem Teilbereich bestimmte Mindestanforderungen
  • Einstufige Vorgehensweise Single Screen: Basis aller diagnostischen Entscheidungen = ein Verfahren (wenig angeraten) nichtsequentielle Testbatterie: Vorgabe der gesamten Verfahrensbatterie an alle Kandidaten, Entscheidung = Resultat aus Verrechnung aller Informationen häufig aus Zeit- und/oder Kostengründen
  • Mehrstufige Vorgehensweise Pre-reject / Vorauswahl-Untersuchungsplan mehrere Verfahren zur Beantwortung der Fragestellungen nicht alle Personen in allen Verfahren, Vorauswahl anhand Ergebnis(sen) in erstem/ersten Verfahren Pre-select / Vorentscheidungs-Untersuchungsplan Vorgehen ebensfalls mit Vorauswahl, aber terminaler Annahme (kein Ausschluss) in Praxis selten Vollständig sequentieller Untersuchungsplan Kombination aus pre-reject & pre-select Aufteilung anhand erster Ergebnisse in drei Gruppen (terminal akzeptiert, Folgetest, terminal abgewiesen) nach Folgetest integrative Betrachtung -> Annahme/Ablehnung
  • Wodurch kann ich den Nutzen erwägen? Nutzenfunktion (Cronbach & Gesler, 1965) (Bestimmung des Gesamtnutzens einer Entscheidungsstrategie) Strategiematrix (Voraussetzung zur Bestimmung des Gesamtnutzens; Regeln, nach denen aufgrund diagnostischer Informationen Entscheidungen getroffen werden sollen) Validitätsmatrix (Cronbach & Gesler, 1965) (bedingte Wahrscheinlichkeiten, dass Proband mit Information x den Kriteriumswert c erlangt - p(c/x)) Kosten/Nutzen (Cronbach & Gesler, 1965) Grobplanung Feinplanung Testbeschreibung
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