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Sozialpsychologie (Fach) / Sprache & Nonverbale Kommunikation (Lektion)

Das Selbst im sozialen Kontext

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  • Definition Selbst & Identität Selbst & Identität Selbst als Gesamtheit der Antworten auf die Frage „Wer bin ich?“Synonym: Identität„Selbst“ & „Identität“ werden als Platzhalter für eine Gesamtheit psychologischer Erfahrungen verwendet, die widerspiegelt, wie eine Person ihren Platz in der Welt sieht & ausfülltWichtige Komponenten: Selbstkonzept/Selbstwissen (kognitiv, man weiß was man kann / nicht kann)Selbstwerkgefühl
  • Selbstkonzept & Selbstwissen Definition   kognitive Repräsentation des Selbst „organisiert“ früherer Erfahrungen --> „Selbstschema“; Verallgemeinerung über das Selbst aufgrund früherer Erfahrungen--> zeitliche stabile, zentrale Aspekte des Selbst(relativ stabil – Vorstellung wer wir sind) steuert die Auswahl & Interpretation von Umweltinformationen z.B independentes vs. Interdependentes Selbst
  • independentes vs. Interdependentes Selbst Definition   interpendentes Selbst: definiert über Merkmale, die die Person von anderen abgrenzen, ihre „Einzigartigkeit“ ausmachen (Intelligenz, Gewissenhaftigkeit) interdependentes Selbst: definiert über Merkmale, die die Person mit anderen verbinden (Mitglied der Familie Müller, Fan von Schalke 04) Erfassung: z.B mit 20 Statement Test ( Ich bin …..-→ Analyse independentes Selbst: schön, schlau,…; interdependentes Selbst: Schwester von, Mitglied von….) Bedeutsame Unterscheidung im Kulturvergleich --> Individuelle Kulturen: eher independentes Selbst (Deutschland, England) --> kollektivistisce Kulturen: eher interdependentes Selbst (Indien, Türkei)
  • Aspekte des Selbstkonzepts Inhalte Komplexität kontinuität Selbst reguliert das Verhalten Selbstaufmerksamkeit --> Selbstüberwachung
  • Aspekte des Selbstkonzepts: Inhalte   z.B maskulines vs. Feminines Selbstschema (Geschlecht muss in Gesellschaft integriert sein)
  • Aspekte des Selbstkonzepts: Komplexität   Zahl unabhängiger Aspekte des Selbst (untersch. Aspekte) Aspekte= Rollen, Vorlieben, Fähigkeiten, körperliche Merkmale ect. Hohe Komplexität = stärkere Separierung von Selbstaspekten; Beeinträchtigung in einem Aspekt weiten sich weniger auf die gesamte Befindlichkeit aus (je weniger Komplexität („nur Pianistin“ → hohe Verwundbarkeit) → komplexer – nicht so verwundbar, weil andere Aspekte stützen
  • Selbstregulation & Verhalten   Selbst steuert unser Verhalten: Kontrolle & Lenkung, um bestimmte Ziele zu erreichen
  • Selbstregulation & Verhalten Selbstdiskrepanztheorie   Selbstdiskrepanztheorie: Ideales Bild gibt Soll-Vorstellung vor, löst Bestreben aus, die Diskrepanz zu verringern (Ideales Selbst = erwünschtes Selbst, reales Selbst = wer wir wirklich sind, wenn ideales Selbst = reales selbst → keine Veränderungen, Ziel: reales Selbst an ideales Selbst anpassen → Veränderungsbewegung
  • Selbstregulation & Verhalten: 2 unterschiedliche Perspektiven der Regulation: Selbstregulatorischer Fokus   promotion focus: auf das Erreichen positiver Ergebnisse ausgerichtet(„Wer nichts wagt, der nichts gewinnt!“ - Politik: „Wir schaffen das“) prevention focus: auf das Vermeiden negativer Ergebnisse ausgerichtet(„Nur keine Fehler machen“ - Politik: „keine Ausländer mehr ins Land“)
  • Selbstregulation & Verhalten Selbstwirksamkeitserwartung (self-efficacy) Subjektive Erwartung , bestimmte Ziele erreichen zu können (traut man sich es zu) allgemeine vs. Bereichsspezifische Selbstwirksamkeitserwartung (man will abnehmen→hat wenig Selbstdiszplin→geringe Selbstwahrnehmungserw.)
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  • Selbstregulation & Verhalten Regulationsfunktion des Selbst auch erkennbar an den Auswirkungen der Störung von Selbstkontrolle (Selbsterschöpfung / ego-depletion) 2 EXP   Exp.: von Baumeister: Pbn, die ihre Selbstkontrolle aktivieren mussten, um den Impuls des Naschens zu unterdrücken zeigten bei einer anschließenden (unlösbaren) Aufgabe weniger Ausdauer (Abb 1) Exp. Von DeWall: Pbn regieren auf eine Provokation (schlechte Bewertung) mit mehr Aggression (Verabreichung scharfer Chili-Sauce), wenn ihre Selbstregulationsressourcen zuvor beansprucht wurden (Donut) (Abb 2)
  • Definition Selbstüberwachung Ausmaß der Regulation des Verhaltens durch innere vs. Äußere Standards
  • hohe SelbstüberwacherInnen Situationsorientiert (extern) bsp.Item: „In verschiedenen Situationen mit unterschiedlichen Leuten benehme ich mich oft als ganz andere Person“
  • niedrige SelbstüberwacherInnen internal orientiert bsp.Item: „Mein verhalten ist meist Ausdruck meiner inneren Überzeugungen und Werte.“
  • Selbstüberwachung: Empirische Befunde: niedrige Selbstüberwachung geht einher mit ....   hoher transsituativer Konsistenz (ähnliches Verhalten in unterschiedlichen Situationen) im Verhalten höhere Korrespondenz (Übereinstimmung) zwischen privaten und öffentlichen Einstellungsäußerungen höhere Konsistenz in der Wahl von Partnern für verschiedene Aktivitäten (z.B mit Max fernsehen, Fußballspielen und tanzen vs. Hohe Selbstüberwachung: für jede Aktivität passenden unterschiedlichen Partner) stärkere Gewichtung intrinsischer Produktmerkmale in der Werbung (z.B intrinsisch: guter Verbrauch des Autos vs. Extrinsisch: Statussymbol (Aussehen, Wert)
  • Selbstwert   Bedürfnis nach positiver SelbstbewertungSelbstwertgefühl: Einstellung gegenüber der eigenen Person auf einer Bewertungsdimension von positiv bis negativ
  • Selbstwert Selbstwerterhöhung: Strategien zur Steigerung des Selbstwertgefühls Selbsterhöhung („self-enhancement“): Strategien zur Steigerung des Selbstwertgefühls Selbstwertdienliche Attributionen (Abschnitt bei Klausur: + „war mein Können“, - „Klausur war unfair“ statt „ich war nicht so gut“ → sich + darstellen Selbstbehinderung („self-handicapping“): (Exp: Faktische Selbstbehinderung: UV 1: Aufgaben extrem schwer, UV 2: Aufgaben lösbar (Alkoholische Getränke standen zur Verfügung) → Gr. 1 trinkt mehr Alkohol „Ich war schlecht, weil Alkohol schuld war“ ) (Exp: in Prüfung „ich bin nicht vorbereitet“ → Selfhandicapping) Abwärtsgerichtete soziale Vergleiche ( mit Leuten vergleichen, die noch schlechter sind) Selbstbestätigung: bei Bedrohung einzelner Selbstaspekte Betonung anderer, positiver Aspekte (z.b auf soziale Bereiche, Aussehen → „ich bin dumm, aber hübsch“)
  • Definition Generalisierte Kontrollüberzeugung   Situationsübergreifende Überzeugung, dass die Folgen von Verhalten durch die handelnde Person selbst oder durch externe Faktoren (andere Personen, Zufall) kontrolliert werden
  • Generalisierte Kontrollüberzeugung I-E Skala Internal-External Skala Paare von Aussagen, von denen die Pbn eine wählen müssen; z.b. „Bei einem gut vorbereitetem Studenten gibt es praktisch keinen ´unfairen´ Test“ [internal] vs. „oft haben Examsfragen mit dem Seminarstoff so wenig zu tun, dass es nutzlos ist, sich vorzubereiten“ [external]→ Exp: welche Aussage trifft eher zu
  • Generalisierte Kontrollüberzeugung Internale Kontrollüberzeugung allgemein mit besserer psychischer Angepasstheit („psychological adjustment“) verbunden
  • Generalisierte Kontrollüberzeugung Externalität verbunden mit ...( je höher , desto mehr)   Selbstzerstörerischem Verhalten , (gelernte Hilflosigkeit ( von Außen gesteuert))ImpulsivitätRiskantem FahrverhaltenExzessiven Alkoholkonsum / ZigarettenkonsumNegativ mit Leistungsverhalten
  • Generalisierte Kontrollüberzeugung Bedingung der Eintwicklung einer internalen Kontrollüberzeugung   Frühe Selbstständigkeitserziehung (in Kindheit)Kontingenzerfahrungen (Verknüpfung des eigenen Verhaltens & Auswirkungen)