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Botanik Möseler 2017 (Fach) / Blüte (Lektion)
Nutzpflanzen
Diese Lektion wurde von Juleee3 erstellt.
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- Allgemeines Blüte ! Den ersten Abschnitt der Individualentwicklung(Ontogenie) von Blütenpflanzen bezeichnet man als vegetative Phase:zunächst werden Sprossachse, Blätter und Wurzel gebildet Der zweite Abschnitt der Individualentwicklung ist die reproduktive Phase: in dieser zeit kommt es zu Bildung der Blüten und ihrer spezifischen Organe Die Blüte und ihre Blütenorgane sind aus morphologischer Sicht "Blätter" deren gestalt sich im Verlauf der Entwicklungsgeschichte mit ihren funktionalen Merkmalen/Aufgaben gewandelt hat. Die neues Aufgaben dieser Blütenorgane stehen im übergeordneten Dienst der sexuellen Fortpflanzung(nicht Vermehrung)
- Aufbau der Blüte ! Perianth(Blütenhülle) Calyx(=Kelch) & Corollal=Krone BILD
- Aufbau der Blüte Androeceum(=Gesamtheit der Staubgefäße) Summe der Staubblätter Stamina= Singular: Stamen = Staubblätter=Stabgefäße BILD
- Aufbau der Blüte gynoceum Gynoceum(Stempel) = Gesamtheit der Karpelle(=Fruchtblätter) &Ovar(=Fruchtknoten) & Stylum (=Griffel) & Stigma (=Narbe) Karpell(=Fruchtblatt) Samenanlagen tragende und umhüllte Blätter Nur bei Bedecktsamigen(Angiospermen) Pflanzen Ovar (=Fruchtknoten) basaler Teil des Karpells hohl fertil=enthält Placenta-> Bildung der Samenanlage -> Angiospermie=Bedecktsamigkeit Stylum (=Griffel) oberer,oft stielartiger Teil des Karpells massiv steril=keine Samenanlage -> Leitung und Ernährung des Pollenschlaues Sigma (=Narbe) oberste Spitze des Karpells, Ende des Griffels papillos, oft schleimig-klebig -> Empfangnisstelle für den Pollen -> Bestäubung
- Gynoeceum ! Lage des Fruchtknotens Fruchtknoten oberständig(= der Blütenachse aufsitzend, Blütenachse nicht Schüssel-;becher-oder krugförmig vertieft) z.B Tomate Fruchtknoten mittelständig(= der Blütenachse aufsitzend, Blütenachse um den Fruchtknoten schüssel-,becher oder krugförmig vertieft z.B Blume Fruchtnoten unterständig(= der Fruchtknoten zur Gänze der blütenachse eingesenkt und mit dieser verwachsen z.B Apfel
- Verteilung der Geschlechter / zwittrige oder bisexuell zwittrige oder bisexuelle Blüten Blüten, die neben der Blütenhülle sowohl ein Androeceumaks auch ein Gynoeceum besitzen sehr häufig ursprünglich da in unisexuellen Blüten hfg Rudimente der jeweils fehlenden Blütenorgane erkennbar sind die in allen merkmalen ursprünglichsten Familien zwittrig sind in der regel besteht nicht gleichzeitig mit der zwittrigkeit die Möglichkeit der Selbstbestäubung(Autogamie) oder der Nachbestäubung (Geitogamie), denn meist ist der Pollen eines Individuums nicht keimfähig
- Eingeschlechtliche oder unisexuelle Blüten Blüten, die neben der Blütenhülle entweder nur ein Androeceumstaminate(männliche) Blüten oder nur ein Gynoeceum besitzen=Karpellate(weibliche) Blüten monözische(einhäusige) Pflanzen Pflanzen mit unisexuellen Blüten, jedoch staminate und karpellate Blüten auf einer Pflanze diözisch(zweihäsuig) Pflanzen Pfanzen mit unisexuellen Blüten,jedoch Verteilung der staminaten und karpellaten Blüten auf unterschiedliche Individuen
- Einfache Blütenstände(Infloreszenzen) ! racemöse= monopodiale Infloreszenzen Einfache racemöse Blütenstände(Blütenachse unverzweigt) hauptachse mit abgezweigten Nebenachsen Beispiel: Traube, Ähre,Kolben,Doide, Körbchen
- Verzweigte/ Zusammengesetzte Infloreszenzen(Blütenstände) cymöse= sympodiale Infloreszenzen verschiedene Formen von Zymen z.B : Dichasium, Monochasien (Wickel,Schraubel)
- Getreide ein Süßgras sie können mithilfe von Stärke Kohlenhydrate produzieren
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- Blütenstände von Süßgräsern ! Kolben(z.B Mais), Ähre (Gerste,Weizen,Roggen), Ährenrispe(Wiesenfuchschwanz),Traube(Glatthafer), einseitswendige Traube, Rispe(Hafer)
- Gräser ! Kennzeichnung der Gräserbildung Blüte Poaceae= Gramineae= Gräser i.e.s. Kennzeichnung der Gräserbildung:Blüten: stark abgeleitet in komplexen blattlosen Sprosssystemen(Blütenständen) 1 bis mehrere Blüten in Ährchen zusammengefasst Rhachilla:Ährchenachse mit 2 basalen Hüllspelzen auf diese folgen einzelne Deckspelzen, jede mit 1 Blüte jede Blüte zusätzlich von einer sehr zwarten Vorspelze umhüllt Hüll-und Deckspelzen oft lang begrannt
- Kennzeichen der Gräserbildung Blütenhülle,Androceum, Gynoeceum und Früchte ! Blütenhülle: Wegfall der medianen Perigonblätter Umgestaltung des verbleibenden Perigon äußere Perigonkreis => Vorspelze innerer Perigonkreis => Lodiculae Androeceum(Als Androeceum bezeichnet man die Gesamtheit der männlichen Sexualorgane in einer Blüte. Es besteht damit aus einer unterschiedlich großen Anzahl einzelner Staubblätter) einkreisig A 3+0 Pollen dreizellig Gynoeceum und Früchte G(3) oberständig, pseudomonomer Nuss= Karyopse Embryo seitlich am Endosperm äußere Endospermschicht= Aleuronschicht(proteinreich) Keimblatt=Scutellum= Haustorium
- Theoretische Ableitung der Gräserährchen ! BILD
- Fortpflanzung und Vermehrung Fortpflanzung dient der Erhaltung der Art durch Erzeugung von Nachkommen eine Vermehrung muss damit nicht verbunden sein, denn auch Eltern mit nur 1. Kind haben sich ohne Vermehrung fortgepflanzt Ziel ist vor allem die Rekombination der mutativ veränderten Erbanlagen verschiedener Individuen Vermehrung Bedeutet stets eine Zunahme der Individuenzahl Typen der Fortpflanzung und Vermehrung vegetative, assexuelle oder ungeschlechtliche Vermehrung durch Teilung oder Zerfall -> führt normalerweise zu erbgleichen Nachkommen=> Klon generative, sexuelle oder geschlechtliche Fortpflanzung durch Gamenten -> führt normalerweise zu erbungleichen Nachkommen per Durchmischung des Erbgutes bei der Entstehung der Gamenten
- Staubblätter Das Staubblatt (Staubgefäß oder Stamen) ist das Pollen-erzeugende Organ in der Blüte der Bedecktsamer. Es besteht aus dem Staubfaden (Filament) und dem Staubbeutel (Anthere). Die Gesamtheit aller Staubblätter einer Blüte ist das Androeceum. Staubblätter liegen in zwittrigen Blüten immer zwischen Blütenhülle und Gynoeceum.
- Bestäubung ! Bestäubung= transport des Pollen auf die empfängnisbereite Narbe Autogamie=Bestäubung innerhalb der selben Blüte, Voraussetzung sind zwittrige Blüten Allogamie=Bestäubung zwischen zwei verschiedenen Blüten Vektoren für den Pollentransport Wind -> Anemogamie Wasser-> Hydrogamie Tiere -> Zoogamie (Insekten,Vögel,Säugetiere)
- Verhinderung der Autogamie ! Dichogamie:unterschiedliche Reife von Pollen und Narben Proterandrie(Storchschnabel)Sonderform der Zwittrigkeit, bei der das Individuum im Verlauf seines Lebens zunächst männliche Geschlechtsteile entwickelt und andere, „weibliche“, also ältere Artgenossen begattet. Mit zunehmendem Alter bildet es allmählich mehr und mehr weibliche Geschlechtsteile aus und männliche Geschlechtsteile zurück. Protogynie (Wegerich)Zwittrigkeit in umgekehrter Reihenfolge, also vom Weibchen zum Männchen, Herkogamie: räumliche Trennung von Stamina und Karpell Heterostylie räumliche Trennung von stamina und narbe. Selbststerilität durch Selbstkompartibilität
- Anemogamie (Windbestäubung) ursprüngliche Bestäubungsform der Blütenpflanze bei Gymnospermen erhalten auch sekundäre Windbestäubung möglich Blütenhülle reduziert oder ausgefallen(würde den Wind ja abhalten) Pollen klein,einzeln,kein Pollenkit Narben groß und fedrig Blüteoft vor der Laubentfaltung
- Hydrogamie (Wasserbestäubung) Zoogamie (Zoophilie,Tierbestäubung) ursprünglich Insektenbestäubung(Käfer) Vögel(v.a. in Tropen und Subtropen) Säuger(Beutler,Nager,Flugsäuger) zur Anlockung tierischer Bestäuber ->Reizmittel (Form,Farbe,Duft,Pheromone) -> Lockmittel (pollen=Proteine,Nektar=Kohlenhydrate) !
- Im Embryosack doppelte Befruchtung ! Im Embryosack findet nach der Bestäubung eine doppelte Befruchtung statt 1) Der erste generative Spermakern verschmilzt mit der Eizelle zur Zygote ->Entstehung der Zygote->anschließendes Heranwachsen des Embryos ->Embryo im Samen geht in einen Ruhezustand über -> Diaspore (=Same oder Frucht ist Ausbreitungsform der Pflanze) 2) Der zweite generative Spermakern verschmilzt mit dem diploiden Embryosackkern zum triploiden sekundären Endospermkern Entstehung des triploiden Endisperms(=Nährgewebe für Keimungsvorgang)
- Früchte/Fruchtbildung Frucht: Entstehung der Frucht aus dem Fruchtknoten synchron zur Samenbildung umschließt den Samen wenigstens bis zur Samenreife manchmal auch bei der Verbreitung Narben, Griffel sterben meist frühzeitig ab, vertrocknen, fallen ab oder verbleiben(-> Verbreitung) Fruchtwand -> Perikarp(häufig dreischichtig) innere Epidermis des Karpells-> Endokarp holzig mesophyll des karpells -> Mesokarp fleischig äußere Epidermis des Karpells -> Exokarp häutig
- (=funktionale Verbreitungseinheit der Pflanzen) ! entweder einzelner Same (zahlreiche Arten) oder ganze Frucht oder Teilfrucht Diaspore
- Fruchttypen Trockenfrüchte gesamtes Perikarp(aus Endokarp,mesokarp und Exokarp) trocken und abgestorben Saftfrüchte ein teil der Fruchtwand saftig und fleischig Steinfrüchte ein Teil der Fruchtwand saftig,fleischig; ein Teil der Fruchtwand holzig Beeren Perikarp als fleischiges Speichergewebe
- Reservestoffe und Samengröße Speicherstoffe der Samen Fette= höchster Energiegehalt pro Masseneinheit Kohlenhydrate Proteine Größe der Samen größter Samen: Seychellennuss -> ca 15kg bei 40cm kleinster Same: Orchideen ohne Nährgewebe; sind bei der Keimung auf Pilze angewiesen -> ca. 0,002g bei 0,1mm Länge
- spezielle Bildungen/ Entwicklungen der Frucht/Fruchttypen spezielle Bildung der Frucht Pulpa - vom Endokarp gebildetes fleischiges Speichergewebe Safthaare - nach innen wachsende Emergenzen= Haare des Endokarp Albedo - vom Mesokarp gebildetes weißes, lockeres Aerenchym Parthenokarpie - Fruchtbildung ohne Samenbildung bei Kulturpflanzen Fruchtypen Öffnungsfrüchte(entlassen den Samen nach der Samenreife) Schließfrüchte ( Samen verbleibt nach der Reife in der Frucht) Einzelfrüchte(Beeren,Nuss,Steinfrucht) Sammelfrüchte(Erbeere,Himbeere..)
- Bedeutung für die Landwirtschaft und Ernährung Blüte Blüte ist auch pflanzliches Produkt. -> Früchte Nahrungsmittelproduktion - Getreide-Gemüse-Obst-Gewürze-Honig aus Blütenachsen,aus Früchten, aus Samen, aus Blüten, indirekt technischen-hygienischen-kosmentischen-pharmazeutischen Produkten Schmiermittel, Alkohole, Duftstoffe, Pharmazeutika, Energiegewinnung
- Androeceum männliche sexualorgane einer Blüte =Gesamtheit der Staubgefäße (pollenerzeugende organ) =staminata
- Glynoceum weibliche Sexualorgane Blüte
- Generative sexuelle