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Gynäkologie und Geburtshilfe (Fach) / Geburt (Lektion)

Allgemein

Diese Lektion wurde von estoffel erstellt.

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  • Bishop-Score Beurteilung on Gebärmutterhals (Zervix) und Muttermund- maximal 15 Punkte möglich- >8: Geburtsreife Zervix:- Stand- Länge- Konsistenz Muttermundweite Höhenstand des vorangehenden Teils
  • Normalbefunde bei Aufnahme in den Kreisssaal - Fundus 2 Querfinger unter dem Rippenbogen - I. Schädellage (Rücken links, Kopf unten) - Zervix zentriert, 1 cm - Muttermund 2-3 cm - Pfeilnaht quer - Kopf fest auf Beckeneingang - Hinterhaupt (kleine Fontanelle) führt --> vordere Hinterhauptslage
  • Medikamentöse Therapie des Geburtsschmerzes Spasmolytika: Butylscopolamin- vermindert den Tonus der extragenitalen glatten Muskulatur- wermöglichen schnelleren Geburtsfortschritt Analgetika: opiatähnliche Medikamente, zB Tramadol oder Meptazinol
  • Pudendusanästhesie Leitungsanästhesie im Bereich des N. pudendus; Ausschaltung des Dehnungsschmerzes im unteren Scheidendrittel, Vulvabereich und Dammgebiet- Pressdrang und Wehenschmerzen bleiben unverändert Indikationen: Analgesie und Relaxation in der Austreibungsphase sowie ggf. vor einer Episiotomie Durchführung: Nach Eingehen mit Mittel- und Zeigefinger in die Scheide wird die Spina ischiadica palpiert, die Injektionsstelle befindet sich medial und kaudal davon
  • Periduralanästhesie Lokalanästhetikum in den Periduralraum (zwischen Dura mater und Lig. flavum) Durchführung: Nach Desinfektion und Lokalanästhesie wir zwischen L2/3 oder L3/4 der Periduralraum punktiert- Korrekte Lage der Punktionsnadel mit "Loss-of-Resistance"-Technik überprüft (Verlust des Widerstands nach dem Durchtritt durch Lig. flavum)
  • Wehenhemmung (Tokolyse) - Betasympathomimetika- Oxytozinrezeptor-Antagonisten- Kalziumantagonisten- Magnesiumsulfat- Prostaglandinsynthesehemmer- NO-Donatoren Indikationen:- vorzeitige Wehen mit drohender Frühgeburt in der 24-34 SSW- intrauterine Reanimation- Blutung einer Placenta praevia- Sectio caesarea
  • Wehenförderung - Oxytozin (zB Syntocinon) Indikation: Hypokinetische Wehenschwäche
  • Vaginal-operative Entbindungsverfahren - Vakuumextraktion- Zangenentbindung (Forzeps) Indikation:- drohende kindliche Asphyxie (pathologisches CTG, fetale Hypoxämie)- sekundäre Wehenschwäche oder Geburtsstillstand in der Austreibungsphase- Kontraindikationen zum Mitpressen der Mutter (kardiopulmonale und zerebrovaskuläre Erkrankungen, zB Aneurysmen) Voraussetzungen:- Muttermund ist vollständig eröffnet- Blasensprung ist erfolgt- Schädellage- adäquate Anästhesie der Mutter - PDA/Pudendusblockade- Harnblase entleert
  • Indikationen zu einer Sectio Absolute Indikation:- Placenta praevis- vorzeitige Plazentalösung- HELLP-Syndrom bzw. schwere Präeklampsie/Eklampsie- Uterusruptur- fetale Azidose- Amnioninfektionssyndrom- Nabenschnurvorfall- Querlage- absolutes fetopelvines Missverhältnis Relative Indikation:- pathologisches CTG- protrahierte Geburt- Geburtsstillstand- mütterliche Erschöpfung- Beckendendlage bei zusätzlichen Risikofaktoren- Mehrlingsschwangerschaft
  • Beckenendlage Längslage, Steiss oder die Beine führen Epidemiologie: 5% aller Reifgeburten Klinik:- verlängerter Geburtsdauer- Kompression der Nabelschnur kann zu Hypoxie führen Therapie:- vaginale Geburt bei vollkommener oder unvollkommener Steiss-Fuss-Lage/reiner Steisslage- evtl. äussere Wendung
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  • Querlage und Schräglage Epidemiologie: ca. 1% aller Geburten, meist Mehrgebärende Klinik:- Gefahr eines Nabelschnurvorfalls- Gefahr einer Uterusruptur Thearpie: geburtsunmögliche Lage --> primäre Sectio
  • Haltungsanomalien Deflexionslagen:- Vorderhauptslage- Stirnlage- Gesichtslage - Roederer-Kopfhaltung Normale Haltung: Hinterhauptslage
  • Einstellungsanomalien Beckeneingang:- hoher Geradstand- vorderer und hinterer Asynklitismus (Scheitelbeineinstellung) Beckenboden/Beckenausgang:- tiefer Querstand- hintere Hinterhauptslage (hiHHL) Normal: vordere Hinterhauptslage (voHHL) = Hinterkopf weist in Richtung Schambein der Mutter
  • Schulterdystokie = Geburtsstillstand infolge eines Ausbleibens der Rotation der Schultern Ätiologie:- Makrosomie- maternale Adipositas- Multiparität
  • Nabelschnurvorfall Eingeklemmter Nabelschnur zwischen Uteruswand und vorangehenden Teil nach erfolgtem Blasensprung - CTG pathologisch Therapie: eilige Sectio mit i.v. Tokolyse
  • Nabelschnurumschlingung 20-30% aller Geburten Begnüstigend: lange Nabelschnur, Polyhydramnion - CTG: wehensynchrone Dezelerationen--> Hypoxämie Therapie: Sectio oder Vakuumextraktion
  • Plazentaretention Wenn sich in der Nachgeburtsperiode die Plazenta nicht innerhalb 30min vollständig löst Ätiologie:- Wehenschwäche (sog. Placenta adhaerens)- starke Invasion der Plazentazotten in das Myometrium (Placenta accreta, increta, percreta) Klinik:- Uterus bleibt gross und weich- atonische Nachblutung Therapie: Aktive Plazentalösung mit Oxytozin, Cord traction, Credé-Handgriffe
  • Uterusruptur Klinik und Diagnostik:- häufige Wehen bis zum Wehensturm- Dauerkontraktionene- sehr starke, vernichtende Schmerzen- Aufsteigen des Retraktionsringes (Bandl-Furche) um mehr als 4 Querfinger über die Symphyse- hypovolämischer Schock- Gefahr einer hypoxischen Hirnschädigung Therapie: i.v. Tokolyse mit anschliessender Sectio