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Medieninformatik (Fach) / Wahrnehmung (Lektion)
funktionale Physiologie, Wahrnehmungsgrenzen, Wahrnehmungsgesetzte, Gestalt
Diese Lektion wurde von lucillenerea erstellt.
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- Definition von Wahrnehmung: Der Prozess, durch den Lebewesen Kenntnis über ihre Umgebung und über sich selbst in Beziehung zur Umgebung gewinnen. Sie ist der Anfang allen Wissens und somit ein wesentlicher Teil aller Erkenntnis
- Beispiele für nicht visuelles wahrnehmen und jeweilige Interaktionstechniken hören- Sprachwiedergabe--> Aufnahme sprechen- Spracherkennung--> Diktierprogramm fühlen- Brailleanzeigen--> Erkundung zeigen- mit und ohne Handschuh--> immersive Systeme ziehen- Kraftrückmeldung--> Spiele Gebärden- Textbearbeitung--> Gesten Geruch- odor TV--> Kino
- funktionale Physiologie Erkenntnis zur Wahrnehmung über den Ort der funktionalen Hirnareale · Z.B bei Patienten mit Hirnverletzungen, durch gezielte Störung von außen
- Wahrnehmungspsychologie Arten: Dimensionale Psychophysik(Fechner,Stevens) · Direkter Zusammenhang zwischen Reizstärke und Wahrnehmungsstärke Ziel: psychophysikalische Skalierung Strukturelle Psychophysik(Gestaltpsychologie) Wahrnehmung entsteht durch Reizstruktur Ziel: Organisationsprinzip
- Was ist eine Reizschwelle und was die Unterschiedsschwelle? · Reizschwelle Ro o Kleinster wahrnehmbarer Reiz o Ist quantitatives Maß · Unterschiedsschwelle Δ R o Kleinster Unterschied von einem Grundreiz o Ist ein qualitatives Maß und abhängig vom Grundreiz
- Messmethoden der Reizwahrnehmung Methode konstanter Reize: Unterschiedlich starke Reize werden zufällig vorgegeben VP entscheidet, ob Reiz erkannt wird. Gesucht ist die Schwelle der Reizstärke Sehr genau, sehr langsam Herstellungsmethode: VP stellt den Reiz selbst ein Ungenau, schnell Grenzmethode: Reiz erhöhen bis ihn VP erkennt Genau, langsam
- Wie lautet das Stevensches Potenzgesetz? und wie ist n zu interpretieren? 𝜓𝑅=𝑐⋅(𝑅−𝑅0)𝑛 · entscheidend ist Parameter n · N=1, Proportionalität (linearer Zusammenhang) · N>1, Expansion · N<1, Kompression
- Was gilt bei Lautstärke zu beachten? ·Für Empfindungsstärken wie Lautstärke motiviert den Einsatz der log. Einheit das konstanten Verhältnis bei Weber-Fenchner (ungeeignet für z.B Schall, da dieser exponentiell ist) · Akustik Dezibel, Größe =Pegel · Eine Erhöhung von 10dB à Verdopplung der Lautstärke · Konstante k, wird oft wegegelassen
- · Weber-Fechner · 𝜓𝑅=𝑐⋅ln(𝑅/𝑅0) Herleitung: wenn man die Stärke des Grundreizes quadriert dann verdoppelt sich die Empfindungsstärke o Je kleiner der Reiz desto kleiner die Reizschwelle
- · Webersches Gesetz Δ𝑅/𝑅=𝑘 · Reizdifferenz wird als konstant wahrgenommen · Nur Anwendbar eines mittleren Wahrnehmungsbereich, zu kleine und zu große Reize werden nicht als linear wahrgenommen
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- Gesamtheitliche Wahrnehmung Welche Verarbeitungschritte gibt es dort (chronologisch)? Stimulation aus der Umwelt Empfindung--- Extraktion elementarer Merkmale (Kanten,Farbe) perzeptuelle Organisation---Präattentive Verarbeitung Identifizierung/Einordnung ---Attentive Verarbeitung andere psychische Prozesse
- Präattentive Verarbeitung · Wir suchen nach Elementarmerkmale, Textone (Musterprimitive) · Z.B Unterschied in der Orientierung oder Linienkreuzung
- Attentive Verarbeitung · Einzelnen Informationen des Bildes werden dabei analysiert und interpretiert · Aufmerksamkeit notwendig
- 1.)Wie hören wir? 2.)Wie lesen wir? Hören von Worten verläuft nach ähnlichen Prozessen, Sinnvoll segmentierte Lauteinheiten sog. Phoneme werden verstanden Auge verfolgt Text in kleinen Sprüngen, Sakkaden, es werden 6-8 Buchstaben wahrgenommen Zwischen Sakkaden findet für 250mms Fixierung statt, Blicksprung dauert 20mms
- Was passiert bei optischen Täuschungen? · Bei rivalisierenden präatentiven Prozessen kommt es zu Wahrnehmungstäuschungen