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Trainingslehre 4 (Fach) / Reha Training in kommerziellen Fitness- und Gesundheitsstudios (Lektion)

Grenzen und Möglichkeiten

Diese Lektion wurde von AngeliqueWil erstellt.

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  • Qualitätsstandards für die Durchführung eines reha Trainings Für die Durchführung einer ambulanten orthopädischen-traumalogischen Rehabilitation (AOTR) bzw. ambulanten muskuloskeletalen Rehabilitation (AMR) gibt es Seitens der Kostenträger (Krankenkassen etc.) Richtlinien bzgl. personelle Besetzung, Qualifikation, räumliche und apparative Ausstattung Therapieeinrichtung braucht Anwesenheit von: Arzt, Physiotherapeut, Masseur o. Diplom-Sportlehrer / Grundausbildung + fachspezifische Qualifikationen Anforderungen an Raum und Ausstattung laut VDAK Behandlungselemente der Komplextherapie: 1. Krankengymnastik bzw. Physiotherapie/ 2. physikalische Therapie/ 3. medizinische Therapie Zeitraster: Behandlung 3-5 Tage für ca. 2-5 Std. in der Woche / 20-30 Einheiten ges. und max. 6-8 Wochen auch für kommerzielle Studios hohes Qualitätsniveau wie bei therapeutischen Einrichtungen
  • rechtliche Voraussetzungen reha Training im Rahmen des Rehabilitationsprozesses wichtig einordnen - klare Abgrenzung zur medizinischen Leistungen im Rahmen der Therapie autorisierte Heilmittelerbringer im orthopädisch-traumatologischen Bereich: Ärzte, Physiotherapeuten (Krankengymnasten, Masseure); Dipl.-Sportlehrer=Sonderstellung Voraussetzung für Leistungsabgabe: vorangegangene ärztliche Diagnose und Verordnung der entsprechenden Maßnahmen Fitnesstrainer darf keine med. Leistungen erbringen - Reha Training im Fitnessstudio nur nach Absprache mit behandelnden Arzt und Therapeuten bzw. nach Abschluss der med. Heilbehandlung
  • organisatorische Voraussetzungen (Kriterien) -umfassende Diagnose (Eingangs-Check, Anamnese, motorische Tests) -Erstellung eines Trainingsplanes gemäß Diagnoseergebnissen und Zielen -Einweisung in individuellen Trainingsplan -Überwachung und Kontrolle des Trainings -Durchführung regelmäßiger Re-Tests --> sehr personal- und zeitaufwändig (sinnvoll: Einzel- und Gruppenbetreuung mit gesonderter Kostenabrechnung
  • Allgemeine und spezielle organisatorische Aspekte des Rehatrainings in kommerz. Fitnessstudios hoher Personalaufwand; großer Zeitaufwand für Eingangs-Check, Trainingseinweisung und Re-Tests; Gruppen- oder Individualtraining nach Terminabsprache; individuelle Trainingsbetreuung; bes. Kursmodelle für Rehakunden; evtl. Kooperationen mit Ärzten, Physiotherapeuten, Krankenkassen; Training nur nach vorheriger Terminabsprache; betreutes Training in Kleingruppen mit beschränkter Teilbnehmerzahl (max. 6-8 Personen pro Trainer); zeitlich limitiertes Training (ca.60-90 Min.) ; separate Rehakarten (10er,25er,50er) 
  • räumliche Voraussetzungen -separater Raum für Eingangs-Check (biometrische und motorische Tests) ; große Trainingsfläche mit Krafttrainingsgeräten; separater Raum (z.B. Gymnastikraum) wo störende Umweltreize ausgeschaltet werden; Kursraum mit Spiegeln zur visuellen Kontrolle
  • personelle Voraussetzungen -hoch qualifiziertes Fachpersonal: fundierte Kenntnisse im Bereich der funktionellen Anatomie, Biomechanik, Gerätehandlings, rehabilitative Trainingslehre, medizinische Fachkenntnisse -Grundwissen über Pathogenese vesch. Verlertzungsarten und Erkrankungsformen und die damit verbundenen therapeutischen Behandlungsansätze -alle Berufsgruppen sind im therapeutischen Bereich zur Weiterbildung verpflichtet -vollständige Widererlangung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Gesundheit bezieht in hohem Maße zwischenmenschliche Komponenten in den Trainingsprozess mit ein - deswegen soziale Kompetenz
  • Apparative Voraussetzungen -quantitativ und qualitativ umfassende Grundausstattung : in der AOTR bzw. AMR klare Richtlinien bzgl. Aussattung für  funktionelles und indikationsspezifisches muskuläres Training / Anforderungskatalog aus der medizinischen Trainingstherapie gibt eine Liste mit empfehlenswerten Trainingsgeräten als Grundausstattung vor
  • Mindestanforderungen der Krafttrainingsmaschinen -Bedienungsfreundlichkeit der Geräte / Einstiegshilfen / individuelle achsengerechte Positionierung / Längenanpassung des Hebelarmes / Bewegungslimitierung / Feindosierung des Widerstandes / physiologischer Kraftkurvenverlauf / variable Übungspositionierung
  • Kundenvoraussetzungen für den Beginn des rehabilitativen Trainings in einer kommerziellen Fitness- und Gesundheitseinrichtung abgeschlossene postoperative und subakute Phase; abgeschlossene medizinische Heilbehandlung durch den Arzt, Physio etc.; Alltagsbelastbarkeit; Übungsstabilität; keine gravierende funktionellen Bewegungseinschränkungen; keine akuten Muskel- und Gelenkentzündungen; keine Gelenkschwellungen; Schmerzfreiheit (in der Praxis oft nicht so; allerdings sollte sich Trainer daran richten, um Risiko zu minimieren)
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