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Persönlichkeit (Fach) / 11) Intelligenz I (Lektion)

WiSe 16_17

Diese Lektion wurde von AliceMiller erstellt.

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  • Nenne eine Definition von Intelligenz. Die Menge aller Spezifikationen, die für das komplexe Konstrukt Intelligenz zu einem bestimmten Zeitpunkt akzeptiert werden, bestimmen seinen augenblicklich ausgewiesenen Bedeutungsgehalt. (Brocke, 1995)"... das was der Intelligenztest misst. " (Boring, 1923)
  • Was bedeutet Intelligenz als Konstrukt? Intelligenz als Problemlösefähigkeit manifestiert sich in unterschiedlichen Problembereichen- abstrakte Probleme > akademische Intelligenz- praktische Probleme > praktische Intelligenz- zwischenmenschliche Probleme > soziale Intelligenz- emotionsbezogene Probleme > emotionale Intelligenz- komplexe Probleme > operative Intelligenz- "unzureichend gelöste Probleme" > Kreativität
  • Beschreibe akademische Intelligenz und nenne prominente deutsche Verfahren. Intelligenzaspekte, die für schulische Anforderungen als wichtig angesehen werden nicht nur das was Schule fördert, auch was sie fordert! wird mit gängigen Intelligenztests erfasst- I-S-T 2000 R: verbale, numerische und figurale Fähigkeiten,sowie schlussfolgendes Denken als integratives Maß- BIS 4 (Berliner Intelligenz-Struktur-Test): verbale, numerische und figurale Fähigkeiten in den bereichen Bearbeitungsgeschwindigkeit, Verarbeitungskapazität, Gedächtnis und Einfallsreichtum- WIT (Wilde Intelligenz Test): Vielzahl versch. Fähigkeiten, Integration versch. theoretischer Zugänge
  • Beschreiben Sie praktische Intelligenz und deren Erfassung. =Problemlösefähigkeiten im Alltag und Beruf1. Technisch-mechanisch- effektive und effiziente technische-mechanische Problemlösuung- "Handwerker-Intelligenz"- Erfassung: Arbeitsproben (je Arbeitsbereich neu entwickeln; Welches Rad dreht sich am schnellsten?)2. planerisch-organisatorisch- Alltags- und Arbeitsabläufe effektiv und effizient planen und organisieren- "Manager-Intelligenz"- Erfassung: Simulationen; zB. Postkorbaufgabe - unter Zeitdruck entscheiden was wirklich wichtig ist und was vernachlässigt werden kann- Anforderungen: Problemstellung analysieren, Prioritäten setzen, organisieren, delegieren, schriftlich reagieren
  • Was versteht man unter operativer Intelligenz? Nenne ein Verfahrensbeispiel. Fähigkeiten zum lösen komplexer Probleme- multidimensional- vernetzt- dynamisch- partiell intransparent- polytelisch (vielteilig)- offen Erfassung- Simulationen, zB. Lohhausen (Dörner)
  • Beschreibe Kreativität. Wie wird dies erfasst und was sind Merkmale kreativer Individuen? Fähigkeiten zur Schaffung neuer/origineller und praktikabler Lösungen für ein bestehendes Problem Erfassung: biografische Methoden und TestszB. BIS-4: Schreibe in 3 Minuten möglichst viele Verwendungsmöglichkeiten für folgendens Objekt auf: Charakterisitka- Sensitivität ggüber Problemen: Erkennen von Prob.- Flüssigkeit des Denkens: Menge an Assoziationen und Ideen (quant. Aspekt)- Ideenflexibilität: Leichtigkeit andere Bezugssysteme zu finden; Nutzung und Wechsel; qualitative Unterschiedlichkeit- Originalität im Denken: Neuheit der Ideen im sozialen Vergleich; ermittelt über Ratings, statistische Seltenheit wichtig bei kreativen Leistungen: Brauchbarkeit
  • Beschreibe soziale Intelligenz und wie sie erfasst werden kann. Definition- Fähigkeiten zur Lösung zwischenmenschlicher Probleme- Thorndike:a) to unterstand: soziale Sensitivitätb) to manage: Handlungskompetenzc) to act wisely: implizier Balance zw. selbst- und fremdbezogenen Verhaltenszielen; Durchsetzungs- und Beziehungsfähigkeit Messung-  Simulationen- Rollenspiele: Gruppendiskussion- Anforderungen: auf andere eingehen können, zuhören können, sich zurücknehmen und auch behaupten können
  • Beschreibe Emotionale Intelligenz. Was wird das Konstrukt beschrieben und gemessen? Fähigkeiten zur Erkennung/Bewertung und Ausdruck, sowie Nutzbarmachung von (eigenen+fremden) Emotionen für Denken und Handeln Four Branch Model Emotionaler Intelligenz (Mayer & Salovey, 1997)1) korrekte WN von Emotionen2) Nutzen von Emotionen, zB. Prüfungsvorbereitung3) Emotionen verstehen > zusammengesetzte Emotionen4) Emotionsregulation Messung- vielfältige aber wenig allgemein akzeptierte Methoden1) Fähigkeit zur Emotionserkennung - SelbstberichtsmaßezB. Toronto Alexithymie Skala2) Fähigkeit zur Emotionserkennung - PerformanzmaßezB. Brief Affect Recognition Test= tachistoskopische Darbieten (1/30 sec.) emotionaler Gesichtsausdrücke; Erfassung der Genauigkeit der Identifikation der Basisemotionen
  • Ist Intelligenz nur das was Intelligenztests messen? mehr als das! Intelligenz operationalisiert durch Messverfahren zur Erfassung verschiedener Intelligenzbereiche Überschussbedeutung: da Verhalten auch in anderen Bereichen vorhergesagt werden kann Messverfahren in den Bereichen unterschiedlich weit fortgeschritten und unterschiedlich valide und reliabel Vorhersagekraft unterschiedlich stark ausgeprägt
  • Was heißt Spearmans Theorie? 2-Faktoren-Theorie
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  • Was besagt Spearmans Theorie? Frage: Intelligenz = einheitliche Fähigkeit oder aus Teilleistungen zusammengesetzt Ausgangsbefund- Intelligenzleistungen in versch. Bereichen korrelieren hoch miteinander zentrale Annahme- jedes Maß für Intelligenz beruht auf 2 Faktoren1) Generalfaktor (g-Faktor), der an allen Intelligenzleistungn beteiligt ist2) versch. Aufgabenspezifische Spezialfaktorn (s-Faktoren) jede Art intelligenten Verhaltens auf einheitliche Begabung zurückführbar daher auch der Name: g-Modell
  • Wie heißt Thurstones Intelligenztheorie? Primärfaktoren-Modell
  • Beschreibe Thurstones Intelligenztheorie. Befund: nicht alle Intelligenzleistungen korrelieren gleichermaßen Annahme- Intelligenz = komplexes Modell mehrerer gemeinamer Faktoren (Primärfaktoren) Primärfaktoren1. Wahrnehmungsgeschwindigkeit= Fähigkeit zu schnellen und richtien Erkennung vo Ähnlichkeiten/UnterschiedenzB. Sind 2 Buchstabenreihen gleich?2. Schlussfolgerndes Denken= Erkennen von Zusammenhängen und GesetzmäßigkeitenzB. Figuren- und Zahlenreihen fortsetzen3. Wortflüssigkeit= Sprachfertigkeit, FlexibilitätzB. viele Wörter mit A finden4. Gedächtnis= MerkfähigkeitzB. kurz dargebotene Symbole wiedergeben5. Sprachverständnis= Verständnis für in Worte gefasste KonzeptezB. Synonyme/Antonyme finden6. Rechenfertigkeit= Rechenfertigkeit, Erkennen und Verstehen quantitativer ZusammenhängezB. Rechenaufgaben7. Raumvorstellung= Veranschaulichung von Beziehungen von Teilen und ObjektenzB. Sind 2 im Raum gedrehte Körper gleich?
  • Ist Intelligenz eine einheitliche Fähigkeit oder ein aus Teilleistungen zusammengesetztes Fähigkeitsbündel? Spearman: Anerkennung von GruppenfaktorenThurstone: Anerkennung von Interkorrelationen zw. Primärfaktoren