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TR - "Hamsterkurs" (Fach) / S & S (Lektion)

Strukturieren und Standardisieren in der TR

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  • Wo sehen wir die Struktur eines Dokuments / einer Anleitung? im Inhaltsverzeichnis
  • Was ist die wichtigste Darstellung der inhaltlichen Struktur eines Dokuments / einer Anleitung? das Inhaltsverzeichnis
  • Welche Informationen werden für den Aufbau und die innere Gliederung eines externen Dokuments ausgewertet? Produktanalyse Tätigkeitsanalyse Was-macht-Wer-Matrix (Welche Informationen gehören in die Struktur, welche nicht?) Zielgruppenanalyse (Wer?) Normen für TD Leitfäden Nutzungssituationen (Wie wird die Information aufbereitet? z.B. Baugruppenorientiert, Anwendungsortientiert, Sofortanleitung usw. unter Berücksichtigung der Strukturierungs-Prinzipien und Hypertext-Struktur)
  • Was ist eine handlungsorientierte Anleitung? Die handlungsorientierte Anleitung stellt die Handlung in den Mittelpunkt der Beschreibung.
  • Wann brauche ich eine handlungsorientierte Anleitung? Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn der Anwender handeln soll.
  • Wie sollte eine Überschrift in einer handlungsorientierten Anleitung aussehen? Die Überschriften sollten ein Verb enthalten, das die Handlung beschreibt.
  • Was zeichnet den Standardsoftware- und Konsumgüterbereich aus? ein großer vielschichtiger Benutzerkreis. Hohe Stückzahl und geringer Stückwert Benutzer muss alleine damit zurecht kommen Sicherheit muss möglichst auch ohne Bedienungsanleitung funktionieren
  • Was ist typisch für Investitionsgüter und spezielle Software? Der Benutzerkreis ist eingeschränkt, das bedeutet: Jede Benutzergruppe bekommt ein eigenes Informationsprodukt Allgemeine Informationen können reduziert werden
  • Was ist typisch für Spezielle Produkte? speziellen gesetzlichen und normativen Anforderungen, d. h.: Medizinische Geräte, Arzneimittel Luftfahrt-, Raumfahrt- und Militärtechnik Automobile, Fahrzeuge, Transportmittel Kraftwerke Chemische Produkte, Kosmetika
  • Welche Informationen für die Anleitung erhalte ich aus der Produktanalyse? Für die Struktur erhalte ich folgende Informationen:• Bestimmungsgemäßer Gebrauch > Wofür ist das Gerät gedacht?• Aufbau und Funktion• Benennungen• Risikobeurteilung > Sind dort Restrisiken genannt, vor denen Sie warnen müssen?• Hinweise auf die Zielgruppe• Produktspezifische Normen
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  • Was ist eine Tätigkeitsanalyse? Das Erfassen aller möglichen Handlungen am Gerät.
  • Wie kann man die Handlungen am Gerät am Leichtesten und vollständigsten erfassen? indem die Lebensphasen des Produktes betrachtet werden
  • Beispiele von Handlungen im Produktlebenszyklus? Planung (z.B. Planung des Aufstellungsortes) Transport (z.B. Gewicht kennen, Hochheben) Installation (z.B. Lieferumfang prüfen, elektrische Installation) Inbetriebnahme (z.B. erstes Hochfahren, anwendungsspezifische Konfiguration) Vorab beachten (z.B. nur ausgebildetes Personal, Allgemeine Sicherheitshinweise, PSA, Gefahren für besondere Gruppen, Behinderte, Allergiker usw.) Kennenlernen (Aufbau und Funktion kennenlernen, Bedienelemente kennennlernen, Not-Aus kennenlernen und verinnerlichen) Betrieb (z.B. Erkennen eines nicht sicheren Zustands, Einschalten, Normalbetrieb) Instandhaltung Kennen und beachten: Instandhaltungsplan (wann?, was?), Instandhaltungstätigkeiten (wie?) Fehlersuche/-behebung (z.B. Systematische Fehlersuche, Heuristische Fehlersuche (z.B. nach Häufigkeit) Reparatur (Aufbau und Funktionsweise, Reparaturarbeiten, Ersatzteil identifizieren und bestellen) Demontage Lagerung (z.B. Entleeren, Konservieren, Verpacken) Entsorgung (z.B. Trennen von Materialien, gezielt entsorgen (z.B. Sondermüll))
  • Was steht in der Was-macht-wer-Matrix in der ersten Spalte (senkrecht)? Was steht in der obersten Zeile (waagerecht)? (d.h. welche Überschriften) senkrecht: was wird gemacht waagerecht: wer macht es
  • Woher kommen die Informationen über die Handlungen in der Was-macht-wer-Matrix? aus der Tätigkeitsanalyse
  • Was macht die Was-macht-wer-Matrix? Sie stellt die möglichen Tätigkeiten und die handelnden Personen gegenüber.
  • Wobei hilft die Was-macht-wer-Matrix? Sie hilft, Informationen auf mehrere Dokumente zu verteilen.
  • Was ist die wichtigste Information, die wir aus der Zielgruppenanalyse ziehen? Welches Vorwissen sie hat (Jedermann, Fachmann)
  • Wie kann man an die Informationen über die Zielgruppen kommen? • aus eigener Anschauung vermuten• von Dritten erfragen (z. B. Servicemitarbeiter)• Befragung der Zielgruppe selbst. Nur hier kann man von einer Zielgruppenanalyse sprechen!
  • Was sind mögliche Resultate der Zielgruppenanalyse? Informationen über die Dokumentenstruktur (z.B. Kurzanleitung, Schritt für Schritt-Anleitung) Art und Anzahl der Sicherheitshinweise Sprachstil Verwendbarkeit von Fachbegriffen Äußere Gestaltung der Dokumentation
  • Wo finde ich im tekom-Leitfaden Betriebsanleitungen die Informationen über den Inhalt von Betriebsanleitungen? Im Kapitel 3.
  • Woran ist die Struktur im tekom-Leitfaden angelehnt? an die Maschinenrichtlinie
  • Wonach richtet sich - abgesehen von Normen und Richtlinien und anderen Strukturvorgaben - die Gesamtstruktur einer Anleitung vorrangig? nach der Nutzungssituation (zu welchen Zeitpunkten und in welcher Situation wird die Anleitung genutzt?
  • Welche Nutzungssituationen gibt es beispielsweise bei Waschmaschinen? Anwendung zu Hause Anwendung im Waschsalon Reparatur
  • Nenne Beispiele für Nutzungssituationen. Bedienung von Maschinen und Anlagen Anwendung von Geräten zu Hause / im Büro Anwendung in einer Notsituation (z.B. Feuerlöscher, Rettung Ertrinkender) Reparatur beim Anwender zu Hause / im Büro Pilot Reparatur in der Autowerkstatt Reparatur in der Fabrikhalle Reparatur im OP-Saal
  • Was ist typisch für eine Anleitung mit baugruppenorientierter Struktur? Sie ist zunächst nach Baugruppen gegliedert. Innerhalb der Kapitel (= Baugruppe) stehen diverse Informationen, z. B.:• Gerätebeschreibung• Funktionsweise• einzelne Handlungen (z. B. Montage, Einstellung, Reparatur).
  • Was ist typisch für eine Anleitung mit Handlungs-/anwendungsorientierter Struktur? Bei der handlungsorientierten Anleitung wird zu Handlungen angeleitet.Die Reihenfolge der Handlungen ist meist „lernlogisch“:• vom Häufigen zum Seltenen,• vom Einfachen zum Schwierigen.
  • Was bedeutet, eine Reihenfolge der Handlungen in einer handlungsorientierten Anleitung ist „lernlogisch“? „lernlogisch“:• vom Häufigen zum Seltenen,• vom Einfachen zum Schwierigen.
  • Welches sind die 10 allgemeinen Strukturierungsprinzipien vom Vertrauten zum Unbekannten vom Unbeliebten zum Beliebten von den Nachteilen zu den Vorteilen vom Einfachen zum Komplexen Vom Ganzen zum Detail Vom Allgemeinen zum Besonderen Einfach statt kompliziert Gegliedert und strukturiert statt zusammenhangslos Prägnant statt weitläufig Anregend statt trocken
  • Welches Hilfsmittel (bzw. Tool) kann beim Strukturieren helfen? Mindmaps (z.B. Tool Freemind)
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  • Was ist ein Beispiel für eine Sofortanleitung? Telefonanleitung in der Telefonzelle
  • Was ist der Ausgangspunkt für das Funktionsdesign? die Idee, dass der TR in der Doku durch Sprechakte mit einem Leser kommuniziert (Sprechakttheorie + Tübinger Kommunikationsanalyse)
  • Wer hat das Funktionsdesign erfunden? Schäflein-Armbruster und Muthig
  • Welches sind die 4 Komponenten des Funktionsdesign? sprechakttheoretisch-kommunikationsanalytische Betrachtungsweise Vorgehensmodell in 7 Schritten funktionsdesignspezifisches Instrumentarium Ebenenmodell und Kategorien zur Entwicklung von Festlegungen für die Funktionalen Elemente
  • Was ist die Funktionsdesign-Methode? ein Vorgehensmodell zur Strukturierung von primär informationsvermittelnden Texten, Bildern und multimedialen Darsellungsformen. (Informationsprodukten)
  • Warum passen Funktionsdesign und XML gut zusammen? Weil es bei XML möglich ist, die Sequenzierungsregeln aus dem Funktionsdesign abzubilden. Das bringt eine gute strukturelle Konsistenz der Dokumente mit sich.