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Persönlichkeit (Fach) / 10) Interaktionistische Theorien (Lektion)

WiSe 16_17

Diese Lektion wurde von AliceMiller erstellt.

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  • Was versteht man unter der Konsistenzdebatte? Hartshorne & May (1928)- Beobachtung von Schulkindern in 7 Situationen in denen mogeln ohne Entdeckung möglich war- Ergebnis: Korrelation der Situationen gering mit r= .23- dh. geringe transsituative Konsistenz Mischel (1968)- Buch "Personality & Assessment"- Vorhersagbarkeit von Verhalten durch Persönlichkeitseigenschaften > Korrelation trait*Verhalten selten höher als r= .30 (Ausnahme: Intelligenz)
  • Was ist der Grundgedanke des Interaktionismus und wie wurde dieser empirisch überprüft? Endler & Hunt (1966)- Einschätzung verschiedener Reaktionen auf versch. Situationen durch verschiedene Personen > erlaubt Schätzung des Einflusses versch. Varianzquellen empirische Überprüfung durch Meta-Analyse (Richards et al., 1966)- Person*Reaktion r= .19- Situation*Reaktion r= .22- Interaktion: .30 < r < .50
  • Welche Arten von Personen-Situations-Interaktionen werden unterschieden? Reaktive Interaktionen- Menschen nehmen die selbe Situation persönlichkeitsvermittelt unterschiedlich war und verhalten sich anderszB. Zug: Extravertierter wird höfliche Frage als Gesprächsangebot interpretieren, Introvertierter nicht Evokative Interaktionen- Interpretation der Situation und entsprechendes Verhalte einer Person, beeinflusst das Verhalten anderer und wirkt darüber vermittelt auf Person zurückzB. Knut Wettbewerbsverhalten Monopoly > andere Wettbewerbsverhalten > Knut Wettbewerbsverhalten Proaktive Interaktionen - Personen suchen Situatioen ihrer Persönlichkeit entsprechend aktiv auf > Kontrolle des Einfluses den Situationen auf Verhalten haben könnenzB. Ängstlichkeit > Vermeiden von bestimmten Situationen Manipulative Interaktionen- Personen gestalten Situationen ihrer Persönlichkeit entsprechend aktivzB. Extravertierter im Zug wird andere in Gespräch verwickeln
  • Welche Annahmen trafen Ender und Spielberger über Interaktionismus? Zustände (Angst, Ärger) entstehen durch synergetische, dh. sich gegenseitig verstärkende Interaktion von Situation und Person State= Situation x Trait    > multiplikativer Effekt
  • Nenne zentrale Begriffe Mischels. Konsistenzparadoxon- obwohl Personen ihr Verhalten als konsistent wahrnehmen verhalten sie sich vergleichsweise inkonsistentPersönlichkeitskoeffizient- .30Belohnungsaufschub- Fähigkeit eine kleinere Belohnung zugunsten einer attraktiveren späteren Belohnung auszuschlagen- wichtiger Aspekt des individuellen Sozialisationsprozesses
  • Was für eine Theorie ist Mischels Fünf-Personenvariablen-Modell? Meta-Theoriefasst diejenigen Personen- und Situationsvariablen unterschiedlicher Theorien/Paradigmen zusammen, zu denen jede psychol. Theorie Aussagen treffen muss, um Verhalten angemessen zu beschreiben, erklären, vorhersagen und modifizieren
  • Was sind Kodierstrategien und persönliche Konstrukte? Individuen verfügen über verschiedene Strategien, ihre Umgebung zu kategorisieren bzw. subjektiv zu rekonstruierenAspekte- Wahrnehmungsselektivität: selektive Berachtung von Situationen- intern ablaufende Transformationsprozesse- Kategorisierungsschemata: persönliche Konstrukte
  • Was sind kognitive und behaviorale Konstruktionskompetenzen? Individuen bilden Kompetenzen aus um in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich handeln zu können Kompetenzen- Kenntnis von Verhaltensregeln- Konzepte über eigene Person und andere- Anzahl von Fertigkeiten die sich auf Personen/Objekte beziehen Verhalten=Interaktion von (situativen) Anforderungsprofilen und (personellen) Kompetenzprofilen
  • Was sind selbst-regulative Systeme und Pläne? Fähigkeit von Individuen Bedingungen/Konsequenzen des eigenen Verhaltens zumindest teilweise zu beeinflussen Aspekte- Bildung von Zielen- Entwurf Selbstwahrnehmungen, die Selbstlob und -kritik enthalten- Erwartungen an die eigene Wirksamkeit
  • Was sind sog. subjektive Reizwerte? Individuen bestimmen subjektiven Werten von Ereignis- und Handlungsfolgen unterschiedlich bei gleicher Erwartung kann subjektive Bewertung zu unterschiedlichen Handlungen führen
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  • Was sind Verhaltens-Ergebnis- und Reiz-Ergebnis-Erwartungen? Individuen entwickeln verschiedene Erwartungen über die Folgen ihrer Handlungen- REE: auf Folgen von Ereignissen gerichtet, zB. Bus hält immer an- VEE: auf die Folgen von Verhalten gerichtet, zB. Bus hält nur an bei Drücken
  • Welche Korrespondenzen hat Mischels Fünf-Personenvariablen-Modell? kognitive und behaviorale Konstruktionskompetenzen- Fähigkeiten (akademische und praktische Intelligenz) Kodierstragtegien und persönliche Konstrukte- Persönlichkeitseigenschaften i. e. S., Kelleys persönliche Konstrukte VEE und REE- klassisches und operantes Konditionieren subjektive Reizwerte- Bedürfnisse und Motive selbst-regulative Systeme und Pläne- Selbstverstärkung, Selbstwirksamkeit, Ziele > Bandura
  • Welche Situationsvariablen unterscheidet Mischels? starke Situationen- minimieren interindividuelle UnterschiedezB. mündliche Prüfung schwache Situationen- maximieren interindividuelle UnterschiedezB. rote Ampel für Radfahrer
  • Wie fasst Mischel Interaktionen auf? Wenn-Dann-Verhaltensschematawenn günstige situative Bedingungen > Person greift auf erlernte Verhaltensweisen zurück> Skinners Dreifachkontigenz
  • Woraus besteht Mischels Fünf-Personenvariablen-Modell? Personenvariablen1. kognitive und behaviorale Konstruktionskompetenzen2. Kodierstrategien und persönliche Konstrukte3. Verhaltens-Ergebnis-Erwartungen und Reiz-Ergebnis-Erwartungen4. subjektive Reizwertee5. Selbst-regulative Systeme und Pläne Situationsvariablen- starke Situationen- schwache Situationen Person*Situation Interaktion
  • Wie entwickelte Mischel seine Theorie weiter? CAPS - Cognitive-Affective Personality System neue Unterteilung1. Kodierstrat. + pers. Konstrukte (=)2. VEE und REE (=)3. Affekte4. Ziele und subj. Reizwerte5. selbstregulative Pläne und Kompetenzen
  • Fasse die Interaktionistischen Ansätze zusammen. adäquate Beschreibung, Erklärung, Vorhersage und Mod. von Verhalten nur möglich, bei Betrachtung von1. Personenvariablen2. Situationsvariablen 3. deren Interaktion- zB. synergetische Interaktionseffekte von traitxSituation bzw. Wenn-Dann-Verhaltensschemata bei Mischel aktuelle Anwendungen, zB. Personalauswahl betonen explizit InteraktionsgedankenzB. Eignung einer Person ergibt sich aus Interaktion von Kompetenz- und Anforderungsprofil