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Steuern und Taxation GAU Göttingen Master Agarwissenschaften (Fach) / Teil Steuern (Lektion)
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- Welche Tatbestandsmerkmale kennzeichnet Steuern entsprechend § 3 Abs. 1 AO? Steuern: -Geldleistungen -keine gegenleistungen für geleistete Steuern -Erhoben durch öffentlich-rechtliches Gemeinwesen -erzielung von Einnahmen für das öffentlich-rechtliche Gemeinwesen - Werden allen auferlegt, auf die der Tatbestand zutrifft
- Erklären Sie die Begriffe Gebühren, Beiträge und steuerliche Nebenleistungen und nennen Sie Beispiele Gebühren = Geldleistungen für tatsächlich in Anspruch genommene öffentliche Leistungen, Bsp:Zulassungsgebühr Beiträge = Geldleistunegn für angebotene öffentliche Leistungen, unabhängig davon, ob diese in Anspruch genommen wurden oder nicht, Bsp: Kammerbeiträge, Sozialleistungen Steuerliche Nebenleistungen = selber keine Steuern, können aber im Zusammenhang mit der Besteuerung auftreten, Bsp: Zinsen, Säumniszuschläge
- Wie lassen sich steuern nach der Besteuerungsbasis unterscheiden? Nennen Sie Beispiele ERTRAGSTEUERN: ESt, KöSt, GewSt, Soli, KiSt SUBSTANZSTEUERN: Grundsteuer TRASFERSTEUERN: Erbschaftssteuer VERKEHRS-/VERBRAUCHSSTEUERN: Grunderwerbssteuer, USt, Jagdsteuer, KFZ-Steuer...
- Wie unterscheiden sich direkte und indirekte Steuern? Direkte Steuern = Steuerschuldner und Steuerträger sind identisch Indirekte Steuern = Steuerschuldner und Steuerträger sind nicht identisch Einteilung schwierig, da Überwälzbarkeit von Marktsituation abhängt
- Definieren Sie die Begriffe Rechtsverordnung und Verwaltungsverordnung RechtsVO = nicht an förmliches Gesetzgebungsverfahren (Legislative) gebundene Rechtsnormen; werden von Exercutive erlassen; Verbindlich wie Gesetz; Voraussetzung ist eine Ermächtigungsvorschrift Verwaltungsanordnung = allgemeine verwaltungsinterne Weisungen eines Dienstherren an Beamte und angestellte; Steuerpflichtige und Gerichte sind nicht gebunden
- Wem stehen welche Steuern zu? Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer = Gemeinschaftssteuer, die zwischen Bund, Ländern und Kommunen aufgeteilt wird Solidarzuschlag, Versicherungsteuer = Bund Kfz-Steuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer = Land Grundsteuer, Gewerbesteuer (Hauptanteil) = Kommunen
- Welche Festsetzungsfristen gelten für welche Steuern? Fesstsetzungsfristen: Verbrauchssteuern (Tabaksteuer, Mineralölsteuer, Kaffeesteuer...) = 1Jahr Alle übrigen Steuern = 4 Jahre leichtfertig verkürzte steuern = 5 Jahre hinterzogene Steuern = 10 Jahre
- Wie kann man sich gegen Steuerbescheide (Verwaltungsakte) außergerichtlich und gerichtlich wehren? Außergerichtlicher Rechtsbehelf: Verwaltungsakt (Steuerbescheid) kann durch Einspruch angefochten werden Rechtsbehelffrist bbeträgt 1 Monat ab bekanntgabe des Bescheids Einspruch muss schriftlich erfolgen, er ist kostenfrei Bei starken Zweifel der rechtmäßigkeit -> Antrag auf Aussetzung der Vollziehung Gerichtler Rechtsbehelf klage gegen Einspruchsentscheidung beim Finanzgericht Klagefrist beträgt 1 Monat ab Bekanntgabe Klage muss schriftlich erfolgen und begründet werden, über Kosten entscheidet Gericht Auch vor Gericht Antrag auf Aussetzung der Vollziehung möglich Gegen Urteil des Finanzgerichtes kann Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt werden, wenn zulässig Gegen Nichtzulassung ist Beschwerde beim Bundesfinanzhof möglich
- Welche Bedeutung hat der Einheitswert für steuerliche und außersteuerliche Zwecke? steuerliche Zwecke: ursprüngliches Ziel > allgemein gültige Bewertungsregeln zu schaffen heute noch relevant für Ermittlung der Grundsteuer ferner Heranziehung für mögliche Buchführungspflichtigkeit (§ 141 AO) sowie Einordnung in "kleine und mittlere" Betriebe (§ 7g EStG) Außersteuerliche Zwecke: Bemessung der Abfindung nach Höfeordnung (§ 12 HöfeO) Ertragsmesszahl für Gewinnverteilungen Bewertung von Verkehrswerten und Pachtpreisen Tauschwerte in Flurbereinigungsverfahren
- Was versteht man unter dem Begriff WIRTSCHAFTLICHER EINHEIT im Bewertungsgesetz? wirtschaftliche Einheit ist Bewertungsgegenstand im Bewertungsgesetz setzt sich aus mehreren Wirtschaftsgütern zusammen die einem Eigentümer gehören und bestimmt sich nach der Verkehrsanschauung AUSNAHME: Einheitsbewertung für landwirtschaftlichen Betrieb des Ehegatten
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- Welche Fortschreibungsarten eines Einheitswertes gibt es? Artfortschreibung = Nutzungsänderung; priv. Grundstück wird gew. genutzt u. umgekehrt Zurechnungsfortschreibung = bei Eigentümerwechsel Wertfortschreibung = Grundstück/ Betriebsfläche wird größer
- Was gehört zur wirtschaftlichen Einheit eines luf Betriebes Zugehörig: Grund u. Boden ohne Bauland Wirtschaftsgebäude Betriebswohnung stehende Betriebsmittel umlaufende Betriebsmittel Nicht zugehörig: Überbestand an umlaufenden Betriebsmitteln Geld, Forderungen, Zahlungsmitteln Schulden
- Wie bestimmt sich der Wert in Höhe von 37,26 DM je Landwirtschaftlicher Vergleichszahl (LVZ) ? höchste Vergleichzahl ist 100 für VGZ 100 entsprechend Hauptfeststellung 1964 Reinertrag von 207 DM / ha festgelegt Reinertrag i.H.v. 207 multipliziert mit kapitalisierungsfaktor 18 ergibt einen maximalen ha-Wert von 207*18=3726 DM/ ha maximaler ha-Wert entspricht der max. Landw. Vergleichszahl (LVZ) von 100 es ergibt sich somit ein Ha-Wert von 37,26 DM /ha je LVZ der ha-Wert je LVZ kann somit mit den jeweiligen Grünlandzahlen oder Ackerzahlen der zu bewertenden Fläche multipliziert werden Bsp AZ 32 = 32*37,26 = 1192,32 ha-Wert
- Wie werden Ackerzahlen und Grünlandzahlen bestimmt? Ackerzahl (AZ) Ackerschätzungsrahmen wurde auf grundlage der reichsbodenschätzung entwickelt Bundenpunkte werden je nach Bodenart, Entstehung und Zustand zugeteilt Anhand von klimaeinflüssen und Standortbesonderheiten werden Zu/ Abschläge gemacht Bundenpunkte inklusive Zu-/Abschläge ergeben Ackerzahl Grünlandzahl (GZ) vergleichbar mit Ackerschätzrahmen wurde Grünlandschätzrahmen entwickelt, der Klima- und Wasserverhältnisse berücksichtigt, die Grünlandgrundzahl ergibt, jedoch nicht Entstehung berücksichtigt Grünlandgrundzahl inkl. Zu-/Abschläge ergibt Grünlandzahl GZ
- Was versteht man unter der Ertragsmesszahl (EMZ) EMZ = AZ bzw GZ x Fläche in ar gibt auf einer spezifischen Fläche den zu erwartenden ertrag an
- Warum wird Ersatzwirtschaftswert in den Neuen Bundesländern nach Nutzungseinheit und nicht nach wirtschaftlicher Einheit ermittelt? Flächengrößen verlangen nach überschlägigem Verfahren Pachtflächen werden dem Nutzer zugeordnet und nicht dem Verpächter ermöglicht pauschalere und einfachere Bewertung des Wirtschaftswertes
- Welche Kritikpunkte gibt es an der geltenden Einheitsbewertung? Werte von 1964 unrealistisch, da reinertrag zu niedrig bodenschätzung von 1935 vernachlässigt TF heute Einsatz von Mineraldünger Schwere Böden können heute entsprechend bearbeitet werden u leichte Böden gedüngt werden Viehhaltung wurde unzureichend berücksichtigt einheitsbewertungsverfahren extrem aufwendig
- Welche Vergleichswerte gibt es für andere Nutzungen (in den neuen Bundesländern ?) ? Hopfen = 40 DM/ ar Spargel = 70 DM/ ar Forstwirtschaft = 125 DM/ ar Forellenteichwirtschaft = 20.000 DM/ ha
- Wie berechnet man den Einheitswert? Einheitswert = Wirtschaftwert + Wohnungswert Wirtschaftswert = Summe der einzelnen Vergleichwerte (LuF, Forst etc) Wenn nur Flächen bewertet werden sollen, dann gilt vereinfacht: Einheitswert = Wirtschaftswert = ha-Wert (37,26 DM/ha) x LVZ (AZ oder GZ) x Flächengröße
- Was ist gegenstand der Besteuerung mit Grundsteuer? Betriebe der LuF, sowie stehende und umlaufende Betriebsmittel Grundstücke sowie Betriebsgrundstücke grundsteuer ist Substanzsteuer, dh. wird grund und Boden besteuert
- Wer ist Schuldner der grundsteuer in den alten und neuen Bundesländern? Alte Bundesländer: Derjenige, dem der Steuergegenstand bei Erwerb zugerechnet wird. Neue Bundesländer: Unterschied zu alten Bundesländern: NUTZER des land u. forstw. Vermögens ist Steuerschuldner und nicht der ERWERBER/ EIGENTÜMER; Zudem wird Ersatzwirtschaftswert bzw. (Für Mietwohngrundstücke und Einfamilienhäuser) Ersatzbemessungswert als Bemessungsgrundlage herangezogen
- Wie berechnet sich Grundsteuer? 2 Stufiges Verfahren: Finanzämter legen Steuermessbetrag fest, Gemeinden legen Hebesatz fest (Einheitswert = Wirtschaftswert + Wohnwert ggf vereinfacht: Einheitswert = Wirtschaftswert = ha-Wert x LVZ x Flächengröße) Steuermessbetrag = Einheitswert x Steuermesszahl Grundsteuer = Steuermessbetrag x Hebesatz (Steuermesszahl bei LuF 3,5 v. Tausend) (Hebesatz Gemeindeabhängig z.B. Göttingen 530%)
- Welches Bewertungsverfahren hat der Gesetzgeber für Luf Vermögen in bezug auf die Erbschaftssteuer vorgesehen? Für Bewertung des luf Vermögens (Flächen, Stallungen usw.) wird grundsätzlich g e m e i n e r W e r t u n t e r F o r t f ü h r u n g s g e s i c h t s p u n k t e n angenommen. Zur Bewertung des Wirtschaftsteils (luf Vermögen) wird Ertragswertverfahren und Mindestwertverfahren angewandt
- Welche Voraussetzungen muss ein luf Betrieb erfüllen, um Verschonungsbachlass von 85% bzw 100% zu bekommen? Regelverschonung 85% % 13 b (4) ErbStG möglich bei Übertragung von begünstigten luf Vermögen (nur Wirtschaftsteil) Wohnungen und über 15 Jahre verpachtete Flächen NUR wenn B e h a l t e f r i s t von 7 Jahren und L o h n s u m m e n r e g e l u n g (anbhängig von der Anzahl der Arbeitnehmer) eingehalten werden Ab 01.07.2016 gilt: bei 6- 10 Beschäftigten Mindestlohnsumme für 7 Jahre 500%; bei 11 bis 15 B. Mindestlohnsumme für 7 Jahre 565%; über 15 B. Mindestlohnsumme für 7 Jahre 700% Optionsverschonung 100% & 13 a (8) ErbStG Bei 100% Abschlag 10Jahre Behaltefrist & 1000% Gesamtlohnsumme ab 10 Beschäftigten
- Welche Vorgänge unterliegen Schenkungssteuer? Erwerb von Todes wegen Schenkung unter Lebenden Ermittlung des vermögens von Familienstiftungen alle 30 Jahre
- Wann bleibt Übertragung des selbstgenutzten Familienwohnheims von Eltern auf Kinder steuerfrei? Gebäude wurde vom Schenker selbst genutzt & vom Ehegatten weitergenutzt Gebäude wird vom Erblasser selbst genutzt & vom Ehegatten weiter genutzt Gebäude wird vom Erblasser selbst genutzt & vom Kind weiter genutzt bis 200qm zu 100% steuerfrei bei selbstnutzung für mind 10 Jahre
- Welche Steuerklassen unterscheidet man bei der Erbschaftstuer und welche Freibeträge gibt es jeweils und wie erfolgt Wertermittlung? Unterscheidung in: Steuerklasse I: Ehegatte, Kinder Stiefkinder, Adoptivkinder sowie alle direkten Nachkommen, Eltern (wenn Erblasser eher verstirbt) Steuerklasse II: Eltern Stiefeltern, Geschwister und deren direkten Nachkommen, Schwiegereltern und Schwiegerkinder, geschiedene Ehegatten Steuerklasse III: alle übrigen Freibeträge: Ehegatte 500.000€ Kinder 400.000€ Enkel und Eltern im Fall der Erbschaft 100.00€ Eltern bei Schenkung sowie alle weiteren Personen der Steuerklasse II und III 20.000€ Höhe des Steuer richtet sich nach Steuerklasse, Freibetrag sowie nach Höhe der Erbschaft bzw Schenkung
- Welche Veränderung hat die Erbschaftsteuerreform zum 01.07.2016 bewirkt? Veränderung der Lohnsummenregelungen Verschonungsregelungen sind auf 26 Mio € begrenzt darüber hinaus Abschmelzungsmodell bzw. individuelle Verschonungsbedarfsprüfung etc
- Wie unterscheiden sich steuerbare und steuerpflichtige Umsätze? Beispiele? Steuerbar:(aber nicht steuerpflichtig) grundsätzlich alle LIEFERUNGEN und SONSTIGE LEISTUNGEN, die Unternehmer im Inland gegen Entgelt ausführt Wenn Ausnahmen bestehen, > steuerbar, aber nicht gleichzeitig stuerpflichtig. Bsp: Ausfuhrlieferungen, Grundstücksverkäufe, Versicherungen, Vermietung und Verpachtung ... Steuerbar (und Steuerpflichtig) alle steuerbaren Umsätze, die keiner befreiung oder Ausnahme unterliegen, sind steuerpflichtig
- Was sind Tatbestandsmerkmale für steuerbare Umsätze? Lieferung u. sonstige leistungebn (Tun, Dulden, Unterlassen) ausführen der lieferung oder Leistung durch Unternehmer im Inland gegen Entgelt im rahmen der Unternehmung
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- Wann empfiehlt sich eine Regelbesteuerung (Optierer) und wann eine pauschalbesteuerung (Pauschalierer) Regelbesteurung extensive betriebe Ackerbaubetriebe mit niedriger RFübenquote Betriebe ohne Sonderkulturen betriebe mit hohen Investitionen Fremd bewirtschaftete Betriebe Forstbetriebe ohne eigene Arbeitskraft Pauschalierung Betriebe mit hoher Wertschöpfung Viehhaltende Betriebe Ökobetriebe Betriebe mit Sonderkulturen wenn Optionsvorteil geringer ist als zusätzliche Buchhaltungskosten Generell. Regelbesteuerung: Wenn Betrieb mehr Vorsteuer zahlt als erhalten hat, lohnt sich Regelbesteurugng, wegen höherer Erstattung Pauschalierung: Wenn Summme der erhaltenen Vorsteuer größer als Summe der gezahlten Vorsteuer, lohnt sich P, da erhaltene Vorsteuer einbehalten werden kann
- Welche Voraussetzungen zum Vorsteuerabzug gibt es? Wenn Steuern für Inanspruchnahme von leistunegn oder Lieferungen eines andderen Unternehmers gezahlt worden sind Wenn Ordnungsgemäße rechnung vorliegt Lieferung und leistungen müssen steuerpflichtiger Art sein Vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen: keine ordnungsgemäße Rechnung, bzw keine USt ausgewiesen Wenn Lieferungen und Leistunegn für stuerfreie Umsätze verwendet (z.B. Vermietungsumsätze9
- Wie lange ist Vorsteuerberechtigungszeitraum? für bewegliche Wirtschaftsgüter und Maschinen 5 Jahre bei Anlagegütern, grundstücken, Gebäuden 10 jahre ABER: keine Vorsteuerberichtigung, wenn weniger als 100€ pro Jahr
- Welche Steuersätze für USt gibt es in der Land- u. Forstwirtschaft? 7% bei Fleisch, lebenden Tieren, Pflanzen, getreide, Stroh, Gemüse, Viehhaltung u. Aufzucht, urheberrechtlichen leistungen, personenbeförderung bis 50Km 5,5% (Pauschalierung Forst) forstw. produkte 10,7% (Pauschalierung Landw.) sämtliche originär landw. Umsätze 19% Alle übrigen produkte und Leistungen (z.b. Landmaschinen, Betriebstoffe u.ä)
- Wann wird Grunderwerbssteuer fällig und wer ist davon befreit? Grunderwerbssteuerpflichtig. Erwerb eines inländischen Grundstückes Flurbereinigungsverfahren Grundstücktausch den Grundstücken werden Erbbaurechte und Gebäude auf fremden Grund u. Boden gleichgestellt Änderung am Gesellschafterbestand einer personengesellschaft > 95% in 5 Jahren Veräußerung von > 95% Anteile an Kapitalgesellschaft mit grundbesitz in % Jahren Grunderwerbsszteuerbefreiung: Veräußerung unter Ehegatten Veräußerung von Eltern auf Kinder u. umgekehrt Umwandlung gemeinschaftlichen Eigentums in Flächeneigentum
- Wie berechnet man die Grunderwerbssteuer, wie hoch ist der Steuersatz und mit welchen nebenkosten muss man rechnen? Grunderwerbssteuer = Kaufpreis x Steuersatz % Grunderwerbssteuer ist Länderstuer (seit 2006 eigene Befugnis zur bestimmung des Steuersatzes) Steuersätze von 3,5 -6,5% in Niedersachsen 5% Nebenkosten Notar u. gericht ~ 1,5 % und Marlerkosten 3-5% Notar hat Meldepflicht bei Eigentümerwechsel
- Wer ist unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig und wer nicht? Unbeschränkt: alle natürlichen Personen mit wohnsitz oder Aufenthalt im Inland > sämtlicher Einkünfte dieser Personen aus dem In- u. Ausland sind somit stuerpflichtig. Beschränkt: Personen ohne Wohnsitz und gewöhnlichen Aufentzalt müssen nur inländische Einkünfte versteuern; Ferner ist Doppelbesteuerungsabkommen zu berücksichtigen
- Nenne beispiele für Gewinneinkünfte und Überschusseinkünfte Gewinneinkünfte: Einkünfte aus luf Bterieben Einkünfte aus Gewerbe Einkünfte aus selbstständiger Arbeit Überschusseinkünfte: nichtselbstständiger Arbeit Kapitalvermögen Vermietung und Verpachtung sonstige Einkünfte
- Was sind Werbungskosten und welche Privatausgaben sind steuerlich absetzbar? Werbungskosten: Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Ernhaltung der Einkünfte; sind Abziehbar bei der jeweils entstandenen Einkunftsart Privatausgaben grundsetzlich nicht absetzbar, außer: -Sonderasugaben -Außergewöhnliche Belastungen
- Was sind Sonderausgaben bzw außergewöhnliche Belastungen und worin unterscheiden sie sich? Nenne beispiele Sonderausgaben: unsbeschränkt abzugsfähig: (Altenteil, Kirchensteuer, Versorgungsleistunegen) Beschränkt abziehbar: Unterhaltsleitsungen, Schulgeld, kinderbetreueng; Vorsorgeaufwand, Versicherungsbeiträge) Außergewöhnliche Blastungen: liegen allgemein vor, wenn Steuerpflichtiger zwangsläufig größere Aufwendungen hat als Großteil vergleichbarer anderer Steuerpflichtiger Bsp: Unterhalt an bedürftige personen/ Behinderten- Hinterbliebenen- und Pflegepauschale/ Ausbildungsfreibetrag bei auswertiger Unterbringung Abzüge für Sonderausgaben stehen jedem zu,während Abzüge wegen außergewöhnlicher Belastung nur in wenigen gesonderten Fällen möglich ist.
- Welche veranlagungsmöglichkeiten haben Ehepaare? Zusammenveranlagung entsprechend Splittingtarif (Im Vergleich zum Grundtarif günstiger) getrennte Veranlagung entsprechend Grundtabelle
- Welche Tarifzonen gibt esim Einkommenssteuersystem? Nullzone: < 8.652€ (Steuerfreibetrag) untere Progressionzone 8.653€ - 13.669€ (steuersatz 14-24% linear ansteigend) obere Progressionszone 13.670 - 53.665€ (Steuersatz 24-42% linear ansteigend9 untere Proportionalzone 55.666€ - 254.446€ (Steuersatz 42% konstanster Grenzsatz) obere Proportionalzone > 254.447€ (Steuersatz 45% konstanter Grensatz)
- Was ist beim Verlustrücktrag zu beachten? Verluste bis 511.500€ bzw für Ehepaare bis 1.023.000€ können im vorangegangenen Zeitraum abgezogen werden Nicht ausgeglichene Verluste bis 1.000.000€ können komplett und Verluste > 1.000.000€ können bis 60 fortgeschrieben werden.
- Bei welchen Einkunftsarten erfolgt Besteuerung mit ESt direkt an der Einkommensquelle? Bei Einkünften auus nicht selbstständiger Arbeit : ESt wird direkt vom Arbeitslohn abgezogen Steuersatz richtet sich nach Lohnsteuertabellen, Steuerklassen und Freibertägen Im Rahmen der Veranlagung zur Einkommenststeuer erfolgt ggf. Ausgleich
- Welche Zuschlagssteuern kommen ggf. aufdie Einkommensssteuer? Soli 5,5% der festgesetzten Einkommenssteuer Kirchensteuer 9% (außer Bayern und Ba-Wü 8%) In Nds. ab gewisser Höhe Kappung der KiSt > über Kappungsgrenze hinausghende Beiträge werden nur noch mit 3,5% besteuert
- Solte Kapitalvermögen ab 2009 besser im Betriebsvermögen angelegt werden? Seit 2009 umfasst neue Abgeltungssteuer auch Vermögensumschichtung, daher besser nicht im Betrieb anlegen, wenn nicht aus liquiditätsgründen notwendig Vor 2009 worden durch Kapitalertragssteuer nur Zinsen und Dividenden berücksichtigt
- Körperschaftssteuer: Wer ist steuerpflichtig? wer nicht? juristische Personen mit Geschäftsleitung oder Firmensitz in Inland (GmbH, AG, Ltd, Gen, e.V. AÖR, Stiftungen) sämtliche Einkünfte unterliegen Körperschaftssteuer Beschränkte Steuerpflicht: Juristische Personen OHNE Geschäftsleitung oder Firmensitz im Inlaand: nur inländische Einkünfte sind steuerpflichtig
- Körperschaftstuer: Wie hoch ist der Steuersatz? Seit 2009: 15% auf das zu versteuernden Einkünfte bis 2009: 25% Auf Körperschaftssteuerzahlbetrag wird 5,5% Soli aufgeschlagen
- Dividende und KSt: Wie wird Divende versteuert im Privat bzw. im Betriebsvermögen? Wenn Anteile im Betriebsvermögen: 40% der Divende ist steuerfrei auf restlichen Betrag wird 25% Kapitalertragsteuer zzgl. 5,5% Soli erhoben Wrd auf Steuerbelastung angerechnet Werbungskosten zu 40% nicht absetzbar Teileinkünfteverfahren wird durchgeführt Wenn Anteile im Privatvermögen: 25% Kapitalertragssteuer zzgl. 5,5% Soli Abgeltungswirkung Option zum Teileinkünfteverfahren, wenn Steuerpflichtiger mehr als 25% der Anteile besitzt oder bei Besitz von mind. 1% der Anteile für die Gesellschaft tätig ist.
- Gewerbesteuer: Wem stehen Gewerbesteuern zu und was ist Stuergegenstand? Gerwerbesteuer grundsätzlich Gemeindesteuer, jedoch Umlage an Bund und Länder Gewerbesteuer ist Realsteuer besteuert werden Gewerbetreibende (selbstständigkeit, Gewinnerzielungsabsicht, nachhaltigkeit der Betätigung) sofern nicht luf-Urproduktion oder anderwaitig versteuert