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Entwicklungspsychologie (Fach) / Die Familie und die Beziehung zu Gleichaltrigen (Lektion)

Familie und Peers

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  • Struktur und Funktion der Familie Ökonomische Funktion –Familien stellen die Mittel bereit, mit denen die Kinder die Fähigkeiten und die Ressourcen erwerben können, die sie benötigen, um als Erwachsene ökonomische Erträge erwirtschaften zu können. Überleben des Nachwuchses -Familien tragen dazu bei, das Überleben der Kinder bis zur Reife sicherzustellen, indem sie auf ihre körperlichen Bedürfnisse, ihre Gesundheit und ihre Sicherheit achten. Kulturelles Training –Familien bringen den Kindern die grundlegenden Werte ihrer Kultur bei. -> ökonomisch: ergänst durch staatliche Mittel, in D stärker ausgeprägt in der Bildung (korreliert)- Überleben: nicht nur Ernährung sonder auch Wärme/Fürsoge.- kulturelles: auch Gewohnheiten (z.b. vieles Tragen der Babies in Afrika)
  • Struktur und Funktion von Familie Familiendynamik Die Art und Weise in der Familie als Ganzes zu funktionieren. (Siegler et al., 2011)–Alle Familienmitglieder beeinflussen sich gegenseitig–Effekte sozialer Unterstützung, z.B. Homöostase–Abhängig vom Entwicklungsstand der Kinder und Veränderungen seitens der Eltern•Z.B. Scheidung–Offenes dynamisches System•Dyadische und triadischeSubsysteme–Abhängig von familiären Umständen -> triadisch: Vater, Mutter, Kind-> dyadisch: Vater - Kind oder nur Mutter - Kind aber auch zwei Geschwister untereinander->  familiäre Umstände: logistisch (Wohnort/Umgebung), finanziell etc.
  • Der Einfluss der elterlichen Sozialisation auf die Entwicklung von Kindern •Sozialisation–Der Prozess, durch den Kinder Werte, Normen, Fähigkeiten, Wissen und Verhaltensweisen erwerben, die für ihre jetzige und künftige Rolle in ihrer eigenen Kultur als angemessen betrachtet werden. (Siegler et al., 2011) •Sozialisationspraktiken der Eltern–Direkte Unterweisung–Indirekte Beeinflussung–Einfluss auf die sozialen Erfahrungen, denen das Kind sich aussetzt oder ausgesetzt wird. -> ehr nebenbei, implizit -> aber explizites Vermitteln von Werten, Normen etc.-> direkt aber auch nonverbale Beeinflussung -> gestalten die sozialen Erfahrungen des Kindes
  • Erziehungsstile •elterliche Verhaltensweisen und Einstellungen, die das emotionale Klima der Eltern-Kind-Interaktionen bestimmen, zum Beispiel die Ansprechbarkeit der Eltern und ihr Anforderungsniveau. (Siegler et al., 2011)•Diana Baumrind(1973) unterschied vier Arten von Erziehungsstilen –Autoritativer Erziehungsstil (Ansprechbarkeit hoch / Anforderungsniveau hoch) –Autoritärer Erziehungsstil (Ansprechbarkeit niedrig / Anforderungniveau hoch) –Permissiver Erziehungsstil (Ansprechbarkeit hoch / Anforderungsniveau niedrig) –Zurückweisend-vernachlässigender Erziehungsstil (niedrig / niedrig) -> emotionale Verfügbarkeit, die Eltern zeigen -> aus den Erziehungsstilen (permissiv = laissez-faire  Erziehungsstil) -> autoritativ bester aber es gibt kulturelle Unterschiede
  • Autoritativer Erziehungsstil •Kinder sind sozial und akademisch kompetent•Sie zeigen wenig antisoziales und viel prosoziales Verhalten•Sie sind in der Lage ihre Gefühle zu regulieren und sich angemessen zu verhalten •Ein Erziehungsstil, der hohe Anforderungen stellt und viel Unterstützung bietet•Autoritative Eltern setzen ihren Kindern klare Normen und Grenzen und achten streng auf deren Einhaltung•Gleichzeitig gestehen sie ihren Kindern innerhalb dieser Grenzen beträchtliche Autonomie zu, sind aufmerksam und reagieren auf die Sorgen und Bedürfnisse ihrer Kinder, deren Perspektive sie respektieren und berücksichtigen -> bidirektionales Verhältnis
  • Autoritärer Erziehungsstil •Kinder niedrigeres soziales und akademisches Kompetenzniveau•Eher unglücklich mit wenig Selbstbewusstsein•Zeigen eine Vielzahl antisozialen Verhaltensweisen •EinErziehungsstil,derhoheAnforderungenstellt,aberwenigaufdieKindereingeht•AutoritäreElternreagierennichtaufdieBedürfnisseihrerKinderundneigendazu,ihreAnforderungendurchdieAusübungelterlicherGewaltunddenEinsatzvonDrohungenundStrafendurchzusetzen•SieorientierensichanGehorsamundAutoritätunderwarten,dasssichihreKinderihrenAnforderungenohneWennundAber,ohneFragenundErklärungenfügen -> Identität der Eltern übernehmen
  • Permissiver Erziehungsstil •Kinder können sich nicht regulieren und sind impulsiv•Mangelnde akademische Leistung•Vielzahl antisozialer Verhaltensweisen •Ein Erziehungsstil, der stark auf die Kinder eingeht, aber wenig Anforderungen stellt•Permissive Eltern reagieren auf die Bedürfnisse ihrer Kinder und verlangen nicht, das sie sich selbst regulieren oder sich angemessen oder vernünftig verhalten -> narzisstische Reaktionen der KInder -> neigen zur Impulsivität
  • Zurückweisend-vernachlässigender Erziehungsstil •Vielzahl antisozialer Verhaltensweisen•Mangel an akademischen und sozialen Kompetenzen•Negatives Selbstbild •Ein Erziehungsstil, der durch geringe Anforderungen und geringe Ansprechbarkeit gekennzeichnet ist•Zurückweisend-vernachlässigende Eltern setzen dem Verhalten ihrer Kinder keine Grenzen und kontrollieren es auch nicht, bieten keine Unterstützung und weisen ihre Kinder manchmal zurück oder vernachlässigen sie•Die Eltern sind auf ihre eigenen Bedürfnisse konzentriert und nicht auf die des Kindes
  • Ethnische und kulturelle Einflüsse auf den Erziehungsstil Autroritär –In afroamerikanisch-gering verdienenden Familien konnte gezeigt werden, dass ein autoritärer Erziehungsstil im Gegensatz zu euro-amerikanischen Familien zu einer Leistungssteigerung der Jugendlichen führt (z.B. Tamis-LeMondeet al., 2008)–Ähnliches konnte in chinesisch-amerikanischen Familien gezeigt werden. Autoritäre Erziehung ist normativ und zeigt eher positive Entwicklungseffekte (Zhou et al., 2008) -> Anforderung an den Leistungsstand -> um SES zu verbessern-> chinesisch -> etwas normatives, es erwartet (Normalität) 
  • Einfluss der Kinder auf den Erziehungsstil –Attraktivität•Attraktive Babys ziehen mehr positive Aufmerksamkeit auf sich als unattraktive (Langloisetal.,1995,2000)–Verhalten und Temperament des Kindes•Fügsame Kinder werden eher autoritativ erzogen als widerspenstige (Crouterund Booth, 2003)•Kinder mit schwierigem Temperament erschweren Erwachsenen einen autoritativen Erziehungsstil (Roismanund Fraley, 2006)–Bidirektionalität der Eltern-Kind-Beziehung•Die Vorstellung, dass sich Eltern und Kinder durch ihre Eigenschaften und Verhaltensweisen gegenseitig beeinflussen
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  • Bidirektionale Eltern-Kind-Interaktion In einer Untersuchung an Grundschulkindern war anhand der Selbstregulierung mit sechs bis acht Jahren vorhersagbar, wie das Bestrafungsverhalten der Eltern zwei Jahre später bei den dann acht bis zehn Jahre alten Kindern aussehen sollte, was wiederum die Voraussage zur Selbstregulierung der Kinder mit zehn bis zwölf Jahren ermöglichte. Beides, das elterliche Bestrafungsverhalten und die niedrige Selbstregulierung der Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren, sagte – zusammen mit dem kindlichen Problemverhalten in früheren Jahren –das äußerlich erkennbare Problemverhalten dieser Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren voraus. Das elterliche Bestrafungsverhalten, die Regulierung der Kinder und ihr Problemverhalten korrelierten über die Zeit hinweg miteinander. (NachEisenbergetal.1999) -> Bestrafung und niedrige Selbstregulieren -> mit Problemverhalten vorausgesagt-> vielschichtigen gegenseitigen Einflüsse Eltern <-> Kind
  • Kindesmisshandlung Vernachlässigung oder absichtlicher Missbrauch, die das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren gefährden UrsachenCharakteristika der Eltern (Emeryund Laumann-Billings, 1998)Charakteristika des Babysz.B. Temperament oder ADHS (Bugentalund Happaney, 2004)Schlechtes ökonomisches u./o. soziales Umfeldz.B. Armut o. Wohngegend (Lynch und Cicchetti, 1998) -> Schreikinder fallen öfter Misshandlung zum Opfer-> ökonomisch Druck-> antisoziales Verhalten der Eltern-> dorgenabhängige Eltern -->> erhöt die Wahrscheinlichkeit von Misshandlungen! SES neglect, educational -> Bildung und Erziehungsvernachlässigung am höchsten- höhere Wahrscheinlichkeit die zum Tod führt- finanzielle Resourcen -> höher auch mit Missbrauch und Vernachlässigung konfrontiert zu sein(verhungern: hier ist gemeint, dass die Eltern für Lebensmittel sorgen könnten aber es nicht machen, weil sie die Kinder zu Hause allein lassen oder das Geld für Drogen)
  • Typen mentaler Misshandlung neglect = vernachlässigung am häufigsten other = Degradierung, verbale Attaken, emotional Erpressung, vergessen allein zu Hause, rausgeschmissen, keine Erziehung, keine schulische Hilfen, in die Drogenabhängigkeit reingezogen physisch und sexuel Missbrauch geringsten
  • Kinderarmut und Zugehörigkeit zu Minderheiten Kinderarmut in den USA. Kinder aus Minderheiten, insbesondere afroamerikanisch (40%) und hispoamerikanisch (35%)leben mehr als dreimal so häufig in Armut als euroamerikanische Kinder.
  • Effekte von Missbrauch und Vernachlässigung auf die Persönlichkeit der Kinder – Geringes Einfühlungsvermögen und geringe Selbstachtung (Smith und Walden, 1999)– Gehäuftes antisoziales Verhalten (Bolger und Patterson, 2001)– Schlechtere akademische Leistungen (Erickson et al., 1989)– Höhere Gefährdung für psychische Erkrankungen (Kilpatricket al., 2000) -> psychisches Verhältnis der Eltern auf die Kinder > Teufelskreis
  • Zusammenhang zw. elterlichem Erziehungsstil und SES •Habitat–Je besser die Wohnsituation, desto weniger soziale Unruhe, desto weniger sozialer Stress, desto besser der elterliche Erziehungsstil•Bildungsniveau der Eltern–Je größer das Bildungsniveau der Eltern desto größer in der Regel der Verdienst und umso geringere ökonomische Stressoren•Soziale Schicht–Mehr Demokratie und Wärme in sozial höheren Schichten -> Habitat: Umfeld moderiert das Verhlaten der Eltern, Kriminalität, dichtes Zusammenleben-> Bildungsniveu (Einkommen korreliert)-> soziale Schichten: weniger persönlich not verbunden
  • Mütter und Väter: Unterschiede in den Interaktionen mit ihren Kindern –In den USA übernehmen Mütter den Großteil der Erziehung (Parke und Buriel, 1998)–Mütter tendieren eher zur Versorgung, Pflege und emotionalen Stützung der Kinder (Moon und Hoffman, 2008)–Väter einiger Industrieländer spielen dagegen eher mit den Kindern (körperbetonte Spiele)(Russell und Russell, 1987)•Das Versorgungs-und Erziehungsverhalten von Eltern ist stark kulturabhängig!
  • Geschwisterbeziehungen Positive Aspekte•Quelle der Unterstützung, Anleitung, Sicherheit, Hilfe und Fürsorge (Gass,Jenkins und Dunn, 2007)•Sind Eltern warmherzig ist meist auch die Geschwisterbeziehung besser (Kim, McHale, Osgoodund Crouter, 2006) und wenn Eltern sie ähnlich behandeln (McHale, Crouter, McGuire und Updegraff, 1995)•Je besser die Beziehung der Eltern umso besser ist meist auch die Beziehung der Geschwister (McGuire, McHaleund Updegraff, 1996) Negative Aspekte•Rivalität und wechselseitige Konflikte (Vandell, 1987)•SchlechteGeschwisterbeziehungen können auch zu einer erhöhten Gefahr für Delinquenz führen (Slokowski, Rende, Conger, Simons und Conger, 2001)•Höhere Wahrscheinlichkeit für Konflikte bei Scheidungskindern (Hetherington, 1999) -> Eltern warmherzig = Geschwister ebenfalls-> Beziehung der Eltern spiegelt die Beziehung der Geschwister -> Model
  • Säkulare (weltliche) Veränderungen Scheidung –Eltern im höheren Alter•Seit 1950 Ansteigen des Heiratsalters von 20 auf 25 (Frauen) und 23 auf 27 (Männer)–Scheidung•Erhöhung der Scheidungsrate und der Ein-Eltern-Familien (Verdopplung zwischen 1970 und 1990)–Berufstätigkeit beider Eltern •Scheidung–Ungefähr 1 Million Kinder erleben pro Jahr in den USA die Scheidung ihrer Eltern•Etwa die Hälfte dieser Kinder hat 4 Jahre später einen Stiefelternteil•10% der Kinder erleben zwei Scheidungen bis zum Alter von 16 Jahren–Etwa 20% aller Erst-Ehen in den Vereinigten Staaten enden innerhalb von 5 Jahren in Scheidung oder Trennung, ein Drittel innerhalb von 10 Jahren (Bramlettund Mosher, 2002) •PotenzielleAuswirkungenvonScheidungen:–Kinder aus Scheidungsfamilien neigen eher zu Traurigkeit, Depression und haben größere Schwierigkeiten in sozialen Interaktionen (Natsuakiund Conger, 2006)–Jungen geschiedener Elternteile neigen zu externalisiertem Problemverhalten (Burt, Barnes, McGueund Lacono, 2008)–Scheidungskinder neigen eher zu Delinquenz (Straftaten) (Hetheringtonet al., 1998)–Scheidungskinder besitzen später selbst ein hohes Scheidungsrisiko (Rodgers, Power und Hope, 1997)–Entwicklungsunterschiede zwischen Scheidungskindern und Kindern intakter Familien sind alles in Allem recht gering (Burt et al., 2008) Ein Modell der Prädiktoren für kindliche Anpassung nach Scheidung und Wiederheirat-> Familienprozess ist Mediator, wie gut das Kind angepasst ist
  • Berufstätigkeit und Kinderbetreuung •BerufstätigkeitderMütterundKinderbetreuung–73% der Mütter mit Kindern zwischen sechs und achtzehn Jahren gingen im Jahr 2005 einem Beschäftigungsverhältnis außerhalb des Hauses nach (Child Health, 2006)–2002 arbeiteten 55% der Mütter von Säuglingen außer Haus (U. S. CensusBureau, Facts forFeatures, 2005)•Kinderbetreuung- 2005 wurden in den USA 61% der Kinder bis zu sechs Jahren, die keinen Kindergarten besuchten, regelmäßig fremd betreut (ChildStats.gov,2008)- Für etwa 22% sorgte ein Verwandter, für 14% sorgt ein erster Linie ein nicht verwandter Mensch, z.B.Tagesmutter und 36% besuchten eine Kindertagesstätte (ChildStats.gov.,2007) -> USA kein Kinder/Elterngeld kein Mutterschutz daher so hohe Zahlen
  • Auswirkungen mütterlicher Berufstätigkeit und Wirkung von Kinderfremdbetreuung –Alles in einem ist nicht davon auszugehen, dass mütterliche Berufstätigkeit negative Folgen für die Kindesentwicklung hätte (Huston und Aronson, 2005)–Vielmehr beeinflusst die Berufstätigkeit der Mutter die Kindesentwicklung sekundär•Werden die Kinder trotz Abwesenheit der Mutter ausreichend betreut?•Profitieren die Kinder akademisch vom Beruf der Mutter•Führt die Berufstätigkeit der Mutter zu besseren Einkommensverhältnissen?•Fungiert die Mutter als Rollenmodell? – Einfluss auf Bindung•Bindung hängt zum Großteil von den häuslichen Umständen ab und der Fürsorge der Mutter•Nur wenn Betreuung von schlechter Qualität war und Mütter nicht verständnisvoll oder einfühlsam waren zeigten sich in der Studie negative Konsequenzen im Zuge der Fremdbetreuung auf das Bindungsverhalten (NICHDEarlyChildCareResearchNetwork,1997a)– Anpassung und soziales Verhalten•Uneinheitliche Befunde zu Effekten auf das Sozialverhalten; möglicherweise mehr Aggression bei einer Betreuung über 30Std./Woche•Aber: Man sollte keine Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen dem Aggressionsverhalten von Kindern und der Dauer von Fremdbetreuung sehen (NICHDEarlyChildCareResearchNetwork,1997a) weil zu viele Konfundierungen auftreten! Qualität der Kinderbetreuung–Nach Maßstäben der American Academy of Pediatrics und American Public Health Association•Eine Betreuungsquote von 3:1 (eine Person auf drei Kinder) für Kinder zwischen sechs und 15 Monaten, 4:1 bei Zweijährigen und 7:1 bei Dreijährigen•Eine maximale Gruppengröße von sechs Kindern bei Kindern zwischen sechs und 15 Monaten, von acht Kindern bei Zweijährigen und von 14 Kindern bei Dreijährigen•Eine ordentliche Ausbildung für das Betreuungspersonal (einschließlich Abschlusszeugnis oder Graduierung) in Entwicklungspsychologie, Früherziehung oder einem verwandten Gebiet•Es konnte gezeigt werden, dass Kinder deren Einrichtungen demgenannten Standard entsprachen besser bei akademischen Tests abschnitten als Kinder in anderen Einrichtungen (1998b)
  • Peer -Beziehungen •Peer–Menschen von etwa gleichem Alter und Status (Siegler et al., 2011)•Entwicklung von kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Interaktion mit Gleichaltrigen (Vygotsky, Piaget (kognitiver Konflikt))•Emotionale und soziale Unterstützung, Quelle von Wohlbefinden (Harry Stack Sullivan) -> nicht nur das Alter sondern der gleiche Bildungsstatus bei Jugendlichen •Freundschaft–enge auf Gegenseitigkeit angelegte positive Beziehungen zwischen zwei Menschen. (Siegler et al., 2011)•Beginn schon im Alter von 2 Jahren•Mehr Symbolspiel zwischen Freunden als Nicht-Freunden•Mehr Konflikte zwischen Freunden als Nicht-Freunden (Funktion der gemeinsam verbrachten Zeit)
  • Peer-Beziehungen nach Alter 6-8 Jahre:•Definition der Freundschaft durch gemeinsame AktivitätenMittlere Kindheit bis Adoleszenz:•Wechselseitige Zuneigung, Nähe, LoyalitätAb etwa 9 Jahren:•Definition durch gegenseitige Unterstützung, Hilfe, Vermeidung von Alleinsein, Gefühle teilenAb etwa 10 Jahren:•Loyalität, gegs. Verständnis, Selbst-OffenbarungAdoleszenz:•Freundschaft als Kontext der Selbstfindung, Problembewältigung
  • Funktionen von Freundschaften –Unterstützung und Bestätigung•Abfedern unangenehmer Schulerfahrungen (Ladd, Kochenderferund Coleman, 1996)•Bewältigung von Einsamkeit(Asher und Paquette, 2003)–Entwicklung kognitiver und sozialer Fähigkeiten•Verständnis für geistige und emotionale Zustände (Hughes und Dunn, 1998)•Selbstregulierung und Verhaltensregeln (McDonald, Putallaz, Kupersmidtund Coie, 2007)•Steigerung von Produktivität durch konstruktive Kritik (Hartup, 1996)
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Freundschaften •Geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Funktionen von Freundschaften–Mehr intime Freundschaften bei Mädchen, mehr soziale Unterstützung und Fürsorge–Etwa gleiches Ausmaß an Konflikt bei beiden Geschlechtern, aber leichtere Konfliktlösung bei Mädchen–Unterschiede in den gemeinsamen Aktivitäten -> Jungen machen Sport gemeinsam, Mädchen Gespräche
  • Langfristige Wirkungen von Freundschaft auf Psyche und Verhalten Vorteile•KompetenteEntwicklung•Herausragende akademische Leistungen•Gute soziale Anpassung in Familien•Selbstbewusstsein•Niedrigeres Auftreten von Straftaten Nachteile•Freunde,die zu Delinquenz neigen, können sich gegenseitig negativ beeinflussen•Depressive Freunde können eine Depression bei engen Freunden begünstigen•Aggression wird häufig durch Interaktion mit aggressiven Kindern aufgebaut•Jugendliche mit Drogen-und Alkoholproblemen haben gleichgesinnte Freunde -> Freundschaften entwickeln sich durch bidirektionale Beeinflussung-> Schon Kinder sind aktiv in der Wahl ihrer Freunde (auch devianter Gleichaltriger)
  • Status: Gleichaltrige in Gruppen –Dominanzhierarchien schon bei sehr jungen Kindern–Klare Dominanzhierarchie im Kindergarten–Ethologische Interpretation: dient der Aggressionsreduktion •Status in der Peer-Gruppe–Soziometrischer Status –Ein Messwert für das Ausmaß, in dem Kinder von der gesamten Gruppe ihrer Peers mehr oder weniger gemocht werden (Siegler et al., 2011)
  • Peer-Status Beliebter Peer-Status•Kinder oder Jugendliche, die von vielen positiv (gemocht) und von wenigen Peers negativ (nicht gemocht) bewertet werden. Abgelehnter Peer-StatusKinder oder Jugendliche, die von wenigen Peers gemocht und von vielen nicht gemocht werden.Aggressiv-Abgelehnte Kinder: - Kinder, die besonders zu körperlicher Aggression, zu störendem Verhalten, zu Kriminalität und negativen Verhaltensweisen wie Feindlichkeit und Bedrohung neigen.Verschlossen-abgelehnte Kinder- Abgelehnte Kinder, die sich sozial zurückziehen, argwöhnisch und häufig schüchtern und ängstlich sind.
  • Kategorien Peer-Status Ignorierter Peer-Status•Kinder oder Jugendliche, die selten als gemocht oder nicht gemocht erwähnt werden; sie scheinen von den Peers einfach nicht besonders bemerkt zu werden. Kontroverser Peer-Status•Kinder oder Jugendliche, die von einigen Peers gemocht, von einer Reihe anderer Peers aber nicht gemocht werden.-> Intensitäten zwischen positiv vs negativ sehr hoch Durchschnittlicher Peer-Status•Kinder und Jugendliche, die eine durchschnittliche Anzahl negativer wie positiver Rückmeldungen von ihren Peers erhalten Schikanierter Peer-Status•Im Rahmen von Peer-Beziehungen eine Bezeichnung für Kinder, die das Ziel von Aggression und Erniedrigung sind.•Viktimisierung folgt häufig auf Ablehnung (HanishundGuerra,2000a)•Viktimisierung führt zu erhöhter Aggression, Rückzug, Depression, Isolation (Nylund,Bellmore,NishinaundGraham,2007)•10-20% der Kinder ab dem Kindergartenalter werden viktimisiert•10-20% der Kinder in Schulklassen sind Täter, die an dere viktimisieren; relativ hohe Stabilität dieser Rollen
  • Stabilität des soziometrischen Status –Über einen relativ kurzen Zeitraum von Wochen oder ein paar Monaten ist der soziometrische Status beliebter und abgelehnter Kinder relativ stabil, die anderen unterliegen Schwankungen (Chen, Rubin und Li, 1995b)–Bei durchschnittlich eingestuften Kindern blieb der Status, bei ca. zwei Dritteln der Kinder konstant. Bei beliebten, abgelehnten, kontroversen verändert sich der soziometrische Status innerhalb von zwei Jahren (Newcomb und Bukowski, 1984)–Bei abgelehnten Kindern kann sich der negative soziometrische Status über die Jahre verstärken (Rubin et al., 1998)
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  • Moderierende Variablen auf den Peer-Status –Physische Attraktivität–Aggression: spielt bei der Ablehnung durch Peers ein größere Rolle in der Kindheit als in der Adoleszenz–Sozialer Rückzug und Gehemmtheit: führt mit zunehmendem Alter zu Ablehnung durch die Peers
  • Peer-Status und Schulleistung –Schulleistung•Abgelehnte Kinder (v.a. aggressive) haben durchschnittlich schlechtere Leistungen und werden als schlechtere Schüler wahrgenommen (Wentzelund Asher, 1995; Wentzelund Caldwell, 1997)•Absinken der Schulleistungen abgelehnter Kinder mit der Zeit (Ladd, Herald-Brown und Reiser, 2008)•Abgelehnte Kinder haben höheres Risiko der Klassenwiederholung und des Schulabbruchs (Kupersmidtund Coie, 1990) -> mit der Zeit der Ablehnung sinken die Leistungen
  • Anpassungsprobleme abgelehnter Kinder –Anpassungsprobleme•Abgelehnt-aggressive Kinder haben erhöhtes Risiko für: Aggression, Delinquenz, Hyperkinetische Störung, Verhaltensstörungen, Drogenmissbrauch (externalisierte Symptome) (Vitaro, Pedersen und Brendgen, 2007)•Zudem besteht ein Risiko für internalisierte Symptome, wie Einsamkeit und Depression (Prinstein, Rancourt, Guerryund Browne,2009) -> externalisierten Symptome abgelehnt-agr. ansteigt; abgelehnt-nicht agr. sinken-> internalisiert Symptome aggressiv-ag. steigt , externalisierte Probleme führen zu internalisierten; nicht-aggressiv-abgl. sinken
  • Langzeitfolgen sozialen Rückzugs –Eine Langzeitstudie der 1920er Jahr zeigte, dass als reserviert eingeschätzte Jungen später im Erwachsenenalter mit geringerer Wahrscheinlichkeit heirateten, Kinder bekamen, häufiger geschieden und beruflich nicht so erfolgreich waren–Bei Frauen zeigte sich eine Bevorzugung des konventionellen Lebensstils als Hausfrau, wenn sie in der Kindheit zurückgezogen waren. (Caspi, Elderund Bem, 1988)
  • Rolle der Eltern bei den Peer-Beziehungen der Kinder –Zusammenhänge zwischen Bindung und sozialer Kompetenz•Unsicher gebundene Kinder haben Schwierigkeiten in ihren Peer-Beziehungen (Fagot, 1997); häufig aggressives, weinerliches und zurückgezogenes Verhalten => wenig beliebt bei den Peers. (Burgess, Marshall, Rubin und Fox, 2003)•Sicher gebundene Kinder sind beliebter, weil sie prosoziale Umgangsformen und Strategien zur Konfliktbewältigung beherrschen. Dieser Zustand ist oft bis ins Erwachsenenalter stabil (Schneider Atkinson und Tardif, 2001; Simpson, Collins, Tran und Haydon, 2007) Peer-Beziehungen und die Qualität der laufenden Eltern-Kind-Interaktion–Das Verhalten der Eltern beeinflusst die Kompetenz der der Kinder mit den Peers und umgekehrt; zudem spielt wahrscheinlich die Veranlagung und Umwelteinflüsse eine Rolle–Beliebte Kinder haben überdurchschnittlich häufig warme, autoritative Mütter (Raver, Gershoffund Aber, 2007)–Unbeliebte Kinder –kalte, ablehnende Disziplinierung im Elternhaus (Dishion, 1990)