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Persönlichkeit (Fach) / 8) Eigenschaft II (Lektion)

WiSe 16+17 + Biopsych I

Diese Lektion wurde von AliceMiller erstellt.

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  • Fasse die FFM zusammen. Facetten ermittelt per Durchsicht der psychologischen Literatur (keine FA!)> nur eine Möglichkeit für Sub-Konstrukte 5-Faktoren gut replizierbar; 30-faktorielle Primärstruktur in FA problematisch Fünf Faktoren erlauben als generelle, stabile und vergleichsweise universelle Eigenschaftsdimensionen umfassene Beschreibung individueller Unterschiede im Temperamentsbereich deskriptives Modell: Verhaltensbeschreibung- und vorhersage möglich; aber keine Erklärung WARUM biologisch-genetische Erklärungsperspektive von Costa & McCrae als nicht notwendig erachtet 
  • Welche Kritik am FFM brachte Jack Block an? lexikalischer Ansatz- nicht unumstritten (alles enthalten in Sprache?!) Subjektivität2.1 Reduktionsschritte bei Cattell nicht durchweg objektivierbar2.2 Cattell fügte Begriffe zur Allport-Odbert-Liste hinzu FA- Einfluss des Analytikers (Rotation usw.) Datenbasis- alle Ergebnisse basieren auf Cattells Variablenset- Norman ordnete seine Liste den 5 Faktoren zu
  • Inwiefern kritisierte Hans-Jürgen Eysenck die FFM? Generalität Fünf Faktoren- 3 Faktoren eher für übergeordneten Faktor: Psychotizismus(Offenheit, Verträglichkeit, Gewissenschaftigkeit) Anzahl Faktoren- Meta-Analysen von faktoranalytischen Studien: eher für 3 statt 5 Faktoren Theoriemangel- keine Aussagen zu Zusammenhängen der Konstrukte untereinander (nomologisches Netz) Ermangelung biologischer Basis- FFM keine Aussage zur biologischen Verknüpfung von genetischen und Verhaltensunterschieden
  • Welche Persönlichkeitsfaktorren sind mit Eysenk verbunden? PEN- Psychotizismus- Extraversion- Neurotizismus
  • Wie leitete Eysenck seine Therorien her? Was sind Einflüsse? deduktiver Ansatz (Cattell=induktiv!) > Orientierung an bestehenden Theorien Einflüsse- Galen/Kant/Wundt: 4 Temperamente- Jung: Einstellungstypen (Extra- vs. Intraversion; Hysterie vs. Psychasthenie) > N+E- Kretschmer: Kontinuum gesund-krank > Psychotizismus- Pawlow/Hull: Bedeutung physiologischer Erregung/Hemmung für Verhalten
  • Wie leitete Hull seine Persönlichkeitsfaktoren N und E her? 1944: Untersuchung von 700 neurotischen Soldaten Einschätzung durch Psychologen, Angehörige auf 39 dichotomen Variablen FA- 4 Faktoren (40% Varianzaufklärung)- hohes R² durch N + E weitere Arbeiten zur Absicherung
  • Wie leitete Eysenk den Faktor Psychotizismus her? 1952: Untersuchung von 100 Normalpersonen, 50 Schizophrenen, 50 manisch-depressiven 20 Testaufgaben (Selbsteinschätzung, Spiegelzeichnen..) Interkorrelation und Faktorisierung- gleiche Faktorenmuster bei gesunden und Psychotiker- keine Unterschiede zw. Psychotikergruppen Fragebogenkonstruktion ab 1968- Diskrimierung Psychotiker von Gesunden/Neurotikern- Unabhängigkeit des Faktors von N und E
  • Fasse Eysencks deskriptive Theorie zusammen. hypothetisch-deduktives Vorgehen mit Integration von Temperamentslehre, den Theorien Jungs und Kretschmers = Ansatz mit deutlicher Korrespondenz zu FFM konkrete Herleitung bei Temperament teils fragwürdig, aber emprisch fundiert Ausgangspunkt zahlreicher Weiterentwicklung, zB. Eysencks explanative Theorie
  • Nenne weitere Traittheorien. Tellegen & Waller/Depue: 3 Temperamentsdimensionen analog zu Eysencks (Negative Emotionality, Positive Emotionality, Constraint) Gray: 30°-Rotation von Eysenck: Impulsivität (E++/N-) und Ängstlichkeit (E-/N++) Zuckerman: FA von Fragebogenmaßen: 3 (analog Eysenck) oder Alternative Five Cloninger: Integration Gray & Zuckerman > 3/4 Temperamentsdimensionen
  • Fasse die Traittheorien zusammen. interindividuelle Unterschiede im Temperament beschreibbar durch begrenzte ANzahl an stabilen, generellen und universellen Traitdimensionen Dissens über Anzahl und Charakterisierung Einigkeit über Bedeutung von 2 Dimensionen- Neurotizismus und Extraversion Bedeutung in Forschung und Praxis
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  • Was sind Probleme deskriptiver Traittheorien? keine Begründung für Unterschiede in der Ausprägung von Temperamentsdimensionendh. kein Ansatzpunkt für wirksamke Modifikation BeispielfrageWarum haben Menschen mit mehr Gewissenhaftigkeit mehr Berufserfolg? Klärung erfordert explanative Theorien
  • Wie heißt Eysencks explanative Theorie und welche grundlegenden Systeme unterscheidet er? Psychophysiologische Aktivierungstheorie 2 Aktivierungssysteme1. ARAS (Aufsteigend Retikuläres Aktivierungssystem)2. VBS (Viszerales Gehirnsystem)
  • Erläutere Eysencks Aktivierungssysteme. ARAS- erregt durch sensorische Reize, kognitive Aktivität und VBS- ARAS-Erregung = Arousal- Anstieg bis transmarginale Hemmung (> Schutz vor Überaktivierung)- Introvertierte: höhere Arousal-Reagibilität dh. erreichen transmarginale Hemmung früher als Extrov. VBS- erregt durch emotional aktivierende Reize- VBS-Erregung: Activation- bei Stimuli-Mindeststärke: Anstieg Activation-Niveau- Emotional Stabile: höhere Activation-Schwelle
  • Was bedeutet die Aktivierungstheorie für Extro- bzw. Introvertierte in der Praxis? optimales Arousal-Level bei Introvertierten bei niedrigerem Stimulationsgrad höhere Leistung von Introvertierten bei niedrigerem Stimulationsgrad
  • Was besagt die Theorie der situativen Erregung? niedrige Stärke arousal-spezifischer Erregungsfaktoren- Arousal-Niveau Introvertierter höher als bei E. hohe Stärke arousal-spezifischer Erregungsfaktoren- Arousal-Niveau Introvertierter niedriger als bei E. Interaktion Extraversion+Neurotizismus- Situation übersteigt activation-spezifisches Niveau situativer Erregungsfaktoren (emotional belastende Bedingungen)- ist bei niedriger Stärke der arousal-spezifischen Erregungsfaktoren dann: Arousal-Niveau labiler Introvertierter (E-/N+) niedriger als das Arousal-Niveau labiler Extravertierter (E+/N+) -> INTERKATION!
  • Was besagt die Theorie der habituellen Erregung? I. genetisch-hereditär bedingt höheres habituelles Arousal-Niveau als E. Emotional Stabile (N-) genetisch-hereditär bedingt höhere Activation-Schwelle als Emotional Labile (N+)
  • Beschreibe die Theorie des arousaldeterminierten Verhaltens für verschiedene Anwendungsbereiche? in reizarmen Situationen zeigen E- bessere Leistungen als E+ störende Stimulation mindert Lernen bei E+ weniger- individuell spezifische Lernumgebungen schaffen Stimulanzien verstärken introvertierte Verhaltensmuster Inhibierende Drogen fördern tendenziell extravertierte Verhaltensmuster Extravertierte mehr Konsum von Nikotin/Koffein- individuell angepasste Präventions- und Informationsprogramme
  • Fasse Exsencks explanative Theorie zusammen. Extraversion vermittelt über ARAS-moduliertes Arousal in Antwort auf sensorische und kognitive Stimulation sowie VBS-Erregung Neurotizismus vermittelt über VBS-modulierte Activation in Antwort auf emotionale Reize interindividuelle Unterschiede im Grad des Arousals/Activation gehen einher mit spezifischen Unterschieden im Leistungsverhalten
  • Bewerten Sie die explanativen Theorien Eysencks. Befunde zu biopsychologischen Korrelaten von Extraversion stützen Eysencks Annahmen Annahmen zu biopsychologischen Korrelaten von Neurotizismus idR. nicht bestätigt (va. Problem: einheitlicher Activation-Mechanismus) Theorie jedoch wichtig für weitere Theorieentwicklung wichtig