Verhaltensbiologie (Fach) / Teil I (Lektion)
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Verhaltensbiologie
Diese Lektion wurde von na_maike erstellt.
- Geschichte der Verhaltensbiologie Charles Darwin (1809-1882) Konrad Lorenz (1903-1989) Niklaas Tinbergen (1907-1988) Karl von Frisch (1886-1982)
- Ethogramm Verhaltensinventar, Aktionskatalog genaue und detaillierte Bestandsaufnahme aller bei der betreffenden Art vorkommenden Verhaltensweisen
- Vorgehen bei einer verhaltensbiologischen Untersuchung Frage --> Hypothese --> Untersuchungsplan inkl. Wahl der ethologischen Parameter --> Datenerfassungsmethode --> Datenerfassung --> statistische Auswertung (-->Frage, Hypothese) Ethogramm <--> Hypothese Ethogramm <--> Frage Ethogramm wirkt auf: Untersuchungsplan inkl. Wahl der ethologischen Parameter Datenerfassungsmethode
- Ziel verhaltensbiologischer Forschung Übergeordnetes Ziel verhaltensbiologischer Untersuchungenist es, Gesetzmäßigkeiten im Verhalten der Tiere aufzuzeigenund diese zu erklären.
- Erklärungen für das Verhalten Kausale --> Mechanismus Steuerung des lebensgeschichtliche -->Ontogenese Verhaltens funktionale -->Funktion Evolution des stammesgeschichtliche -->Phylogenese Verhaltens Beispiele: kausal: Tageslänge und Weibchenanblick löst Signal aus Lebensgeschichtlich: Singen vom Vater gelernt Funktional: Lockt Weibchen an, hält Konkurrenten fern Stammesgeschichtlich: von Vorfahren übernommen
- Periphere Filterung Die periphere Filterung wird durch die Kapazität derSinnesorgane bestimmt! (Fledermäuse / Schmetterlinge : Ultraschall; Bienen : UV-Licht; Klapperschlangen: Infrarot-Lichtmanche Fische : elektrische Felder; Viele Säugetiere : geringe Duftstoffkonzentrationen; Zugvögel / Honigbienen : Richtung Erdmagnetfeld; Robben: winzige Wasserturbulenzen)
- zentrale Filterung besagt, dass bestimmte Schlüsselreize eine bestimmte Reaktion hervorrufen. (Nebeneffekte spielen untergeordnete Rolle) (Atrappenversuche)
- Kindchenchemareaktion Reaktion des "Süßfindens" und des Mutterinstinktes auf Schlüsselreize (große Augen, großer Kopf, hohe Stirn.) Aktiviert Hirnregionen assoziiert mit: Emotionsverarbeitung, Aufmerksamkeit, Gesichtsverarbeitung, Motivation/Belohnung
- Klassifikation von Aussenreizen bezüglich ihrer Wirkung auf das Verhalten • auslösende Reize --> Reflexreaktion• richtende Reize--> Orientierung• motivierende Reize --> wirken auf längere Sicht • hemmende Reize
- Orientierung: Taxis und Kinesis • Fototaxis: lichtgerichtete freie Ortsbewegung • Chemotaxis: Reaktion auf Konzentrationsunterschiede durch gerihtete Fortbewegung • Geotaxis: gerichtete Bewegung am Vektor der Schwerkraft --> zielgerichtet • Kinesis: keine Zielgerichtete Bewegung, Bewegungsaktivität hat keinen Bezug zum Reiz (Orientierung an Landmarken) --> Orientierung im Schwerefeld der Erde wird als Geodäsie bezeichnet
- Kommunikation Formen Informationsaustausch zum gegenseitigen Nutzen von Sender und Empfänger • taktil / vibratorisch (Berührung)• chemisch / olfaktorisch (Geruch) • akustisch• optisch• elektrisch olfaktorisch akustisch optisch vibratorisch elektrisch Produktionskosten gering hoch gering hoch hochReichweite weit weit gering gering geringÜberwindungHindernisse gut gut schlecht schlecht gutFlexibilität gering hoch variabel hoch hochPersistenz hoch gering variabel gering gering hängt ab von ökologischen Bedingungen
- Was wird kommuniziert? äthiopische Meerkatze: "alarm calls" : unterschiedliche Alarmrufe für unterschiedliche Feinde, auslösen unterschiedlicher Reaktionen, Einsetzten der Laute ist Lernprozess
- Ist Kommunikation im Tierreich immer ehrlich? Mimikry (Nachahmung des Aussehen von "gefährlichen" Arten) "Sneaker"-Strategie (Sattelitenmännchen, drängt sich in ein Paarungsgeschehen, dass ein anderes Männchen durch Werbung erreicht hat) Rauchschwalbenmännchen: Vortäuschung von Alarmrufen um Weibchen von außerehelichen Kontakten fernzuhalten Röhren von Rothirschen --> ehrlich
- Hormonelle Steuerung des Verhaltens Androgene (z.B. Testosteron) --> Hoden Östrogene (z.B. Östradiol) --> Ovar Gestagene (z.B. Progesteron) --> Ovar
- Das klassische Berthold‘sche Experiment Hoden von Hähnen erst kastriert, dann reimplantiert --> Hähne waren normal --> Hoden nicht mit NS verbunden --> Wirkung durch Hormone
- Steuerung des Sexualverhaltens bei weiblichen WirbeltierenAber:Bei weiblichen Primaten kann das Sexualverhaltenunabhängig von den Sexualhormonen sein.
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- Hormone und aggressives Verhalten Der saisonale Verlauf von aggressivem Verhalten und Gonadenaktivität ist ähnlich Während der Pubertät steigen die Testosteronkonzentrationen, und die Männchen werden unverträglich. I. d. R. sind die Männchen aggressiver als die Weibchen und weisen höhere Testosteronkonzentrationen auf. --> Androgene sind an der Steuerung aggressiven Verhaltens beteiligt. Jedoch ist die Aussage falsch, dass je mehr Testestoron desto stärker der Aggressionstrieb Ort wichtiger als Hormon soziale Erfahrung wichtiger als Hormon Anwesenheit eines wichtiger als Hormon Hormone haben keinen prädiktiven Wert für aggressives Verhalten. Androgengaben können den sozialen Status nicht verbessern Weibliche Säugetiere können die Männchen dominieren; sie weisen jedoch keine höheren Testosteronkonzentrationen auf --> Hormone sind nur einer von vielen Faktoren, die neben Geschlecht, sozialer Erfahrung, räumlicher und sozialer Konstellation die Aggression beeinflussen.
- Hormonelle Steuerung des Verhaltens Drüse --> Hormon --> Blutstrom --> ZNS --> Verhalten
- Hormone zur Steuerung des Verhaltens Prolaktin --> Brutpflegeverhalten Oxytocin --> Etablierung sozialer Bindung
- ausgeprägte Mutter-Jungtier-Bindung bei Schafen Geburt --> Oxytocin + olfaktorischer Reiz des Neugeborenen in sensibler Phase --> Bindung Geburt--> Oxytocin geblockt + olfaktorischer Reiz des Neugeborenen in sensibler Phase ---> keine Bindung Geburt --> Oxytocin + olfaktorischer Reiz des Neugeborenen außerhalb der sensiblen Phase---> keine Bindung vaginale Stimulation ---> Oxytocin + olfaktorischer Reiz des Neugeborenen in sensibler Phase--> Bindung
- ausgeprägte Männchen-Weibchen Bindung bei der monogamen Prairiewühlmaus Paarung --> Oxytocin --> Bindung Paarung --> Oxytocin geblockt --> keine Bindung keine Paarung --> Oxytocin appliziert --> Bindung
- Wirkung von Hormonen neurobiologische Korrelate der Motivation: --> limbisches System (Hippocampus, Hypthalamusm, Cortex) aktivierende Effekte (Hormone greifen später ins Sexualverhalten ein, ändern die Anatomie nicht mehr) organisierende Effekte (bei der Embryonalentwicklung, in der Pubertät)
- Diversität neuroendokriner Fortpflanzungsmuster Verhaltensbiologie Langjähriges Dogma bei Wirbeltieren:"Die Kopulation findet dann statt, wenn die Testes bei den Männchenund die Ovarien bei den Weibchen maximal aktiv sind."
- Zusammenhänge zwischen Gonadenaktivität und Paarung associated reproductive pattern: Gonadenaktivität und Paarung gekoppelt dissociated reproductive pattern: Gonadenaktivität und Paarung entkoppelt associated mating pattern: Die Korpulation findet dann statt, wenn die Tests bei Männchen und die Ovarien bei Weibchen maximal aktiv sind (adaptives Muster) (Langjähriges Dogma bei Wirbentieren, außer: rotseitige Strumpfbandnatter)
- Verhalten Bewegung, Lautäußerung und Körperhltungen, äußerlich erkennbare Veränderungen, die der gegenseitigen Verständigung dienen.
- organisierende Effekte von Hormonen SRY-Gen auf den Y Chromosom kodiert Protein "TDF" (bei Weibchen nicht vorhanden) Mann-typisches Verhalten: in Embryonalentwicklung werden om Limbischen System Struktuten ausgebildet (Testestoron-Rezeptoren), bei Geschlechtsreife bilden die Hoden Testosteron, dieses gelangt ins Gehirn und beeinflusst dort die männlichen Srukturen --> bei Weibchen das gleiche, nur Ovarien schütten Östradiol aus
