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Bildungswissenschaften (Fach) / Rössel (Lektion)
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- Nächste Frage: Rössel: Grundbegriffe, Frage 1 a 1 Rössel leitet den Begriff der Sozialstruktur aus der Theorie des rationalen Handelns und der Handlungstheorie von Parsons ab. a.) Bestimmen Sie die Bedeutung der Begriffe "Handlungsmittel", "Handlungsbedingungen" und "Handlungsziele" und geben sie jeweils Beispiele dafür. Es werden drei zentrale Determinanten des menschlichen Handelns unterschieden: Handlungsziele (kulturell geprägt), dem Akteur zur Verfügung stehenden Handlungsmittel (Ressourcen) und Handlungsbedingungen (ökonomisch oder sozial): Handlungsziele:= Ziele, die eine Person durch ihr Handeln zu erreichen versucht. Das Erreichen dieser Ziele ist abhängig von den zur Verfügung stehenden Handlungsmitteln und Handlungsbedingungen. M sind in der Wahl ihrer Ziele ist nicht völlig frei, sondern durch kulturelle und soziale Werte vorgeprägt. Handlungsmittel: Akteure verfügen in einer Situation des Handelns über bestimmte Handlungsmittel (zur Verfügung stehenden Fähigkeiten und Wissen eines Akteurs, aber auch materielle Ausstattungen, wie Geld). Handlungsmittel können hinsichtlich ihrer Verfügbarkeit unsere Möglichkeiten beschränken, ob und wie wir die verfügb Mittel einsetzen unterliegt aber unserer Kontrolle.Bei der Wahl der Handlungsmittel sind die Akteure nicht frei, sondern können an moral Normen gebunden sein. Handlungsbedingungen: sind in der unmittelbaren Situation der Handlung gegebene externe Restriktionen, ``Akteur nicht beeinflussen kann.Beispiel Autokauf:Mein Ziel ist es, ein neues Auto (Marke X, Farbe grün, Cabrio, Höchstpreis: 35.000€) zu kaufen. Die Mittel, die ich hierzu brauche sind materieller Natur (Geld) und ich kontrolliere, wie viel Geld ich ausgeben möchte, anspare und damit zur Verfügung habe. Handlungsbedingungen, die mich in meiner Ziel-erreichung einschränken&auf `ich keinen Einfluss habe: Verfügbarkeit: es gibt derzeit kein Auto, welches meinen Wünschen und meinem Budget entspricht.
- Nächste Frage: Rössel: Grundbegriffe, Frage 1b, 1 Rössel leitet den Begriff der Sozialstruktur aus der Theorie des rationalen Handelns und der Handlungstheorie von Parsons ab. b.) Leiten Sie aus diesen Begriffen ("Handlungsmittel", "Handlungsbedingungen" und "Handlungsziele") die Definition von "Sozialstruktur" und "sozialer Ungleichheit" ab. Definition Sozialstruktur= Verteilung der 4 Handlungsdet (H-ziele, H-ressourcen, H-restriktionen& H-partner) auf die Bevölkerung der zu untersuchenden Einheit. +Soz-lstr gibt also an, wie Handlungsziele, -mittel, -bed&-partner innerh`untersuchten Bevöl-einheit verteilt sind. +Die Sozialstrukturanalyse&` Ungleichheitsforschung (sowie die Soziologie generell) hat es mit Kollektiven (und nicht mit Einzelpersonen) zu tun. → Hier steht meist `Bev `` /mehrerer Länder im Zentrum +Sozialstruktur ``Ges setzt sich also aus M zusammen, die hinsichtlich ihrer Handlungsmittel und Handlungsbedingungen ungleich sind und die somit ungleiche Anstrengungen zur Erreichung ihrer Handlungsziele aufwenden müssen. +Manche Handlungsziele sind f best M unerreichbar. Definition Soziale Ungleichheit=soz erzeugte (= soziale Ursache) ungleiche Verteilung v Handlungsressourcen und Handlungsrestriktionen in der Bev`untersuchen Einheit. +Soziale Ungleichheiten stellen die sozial erzeugte Verteilung von Handlungsmittel&Handlungsbedingungen in der untersuchten Bevölkerungseinheit dar. +M sind ungleich ausgestattet mit Ressourcen und unterliegen individuellen Handlungsrestriktionen. +Handlungsziele setzen sich aus der Kombination von Ressourcen und Restriktionen zusammen, daher fallen auch diese individuell aus. =>Manchmal ist es einem Menschen unmöglich ein Handlungsziel zu erreichen, weil ihm Ressourcen fehlen oder er von einer Restriktion betroffen ist. Einer anderen Person ist es aber möglich. +Von soz Ungleichheit wird dann gesprochen, wenn Kinder mit`gleichen Ausstattung an Auffassungsgabe, Konz&Lerneifer nicht `selben Mglk haben, ihr H-ziel (Schulabschluss) z erreichen: Familie reich/bildungsfern
- Nächste Fragen: Rössel, Grundbegriffe, Frage 2: Bestimmen Sie die Bedeutung der Begriffe "Macht" und "Prestige". In welchem Verhältnis stehen diese zur Ressourcenverteilung in einer Gesellschaft? "Prestige"=Wertschätzung und Anerkennung,`best Ps/Gr in einer Gesellschaft entgegengebracht werden. +=keine Ressource,`in`Ges verteilt/ausgetauscht werden k +=relationales Merkmal, hängt ab von d Bez zw Personen. +=abgeleitetes Phänomen sozialer Ungleichheit. +Es besteht eine hohe Korrelation von Prestigeskalen mit dem sozioökonomischen Status der Berufe. Macht=ebf Merk v Bez & nicht von Ps,keine Ressource =jede Chance, innerhalb einer soz Bez `eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht. (Weber) +Dies beinhaltet, dass Macht von Personen in sozialen Beziehungen auf ihrer Ausstattung mit Ressourcen beruht. +Man kann sie einsetzen für Belohnung oder Bestrafung der Interaktionspartner in Beziehungen. +Auch Macht ist von sozialer Ungleichheit abgeleitet. +Soziale Beziehungen können in unterschiedlichem Ausmaß von Macht geprägt sein. +Macht und Prestige sind keine distributiven Merkmale.
- Nächste Frage: Rössel, Grundbegriffe, Frage 3: Bourdieu stellt eine "alternative" Konzeptualisierung von Ressourcen vor. Im Vordergrund stehen dabei die verschiedenen Kapitalsorten (ökonomisches-, kulturelles-, soziales Kapital, vgl. dazu auch Kurs "Theorien sozialer Ungleichheit", Kapitel 6). a) Auf welche Weise lassen sich die Kapitalsorten ineinander konvertieren und welche Risiken können dabei auftreten? FLIESSTEXT Bourdieu unterscheidet ök Kapital,`das unmitt und direkt in Geld konvertierbar ist. Institu: Eigentumsrec +kult Kapital= unter best Voraussetzungen in ök Kap konvertierbar und eignet sich zur Institutionalisierung in Form von schulischen Titeln. +drei Formen:inkorporierte(verinnerlichte KultK): gelernten Fertigkeiten,(viel Zeit- & auch Geldinvestition) Aber auch entstanden durch Übertragung innerhalb der Familie, von den Eltern auf die Kinder, unabsichtlich. +objektivierte Kulturk:=kulturellen Gütern:Bücher, Gemälde, Instrumente. +institutionalisierte KultK:=Bildungstitel. =in Bildungsinstitutionen erwerbbar u abh vom im Elternhaus erworbenen inkorporierten Kulturkapital. +soz Kapital= Ka an sozialen Verpflichtungen/ Bez = unter best Voraussetzungen auch in ök Kap konvertierbar, eignet sich besonders zur Inst in Form von Adelstiteln. +symb K:großen Zush mit dem Prestigebegriff. => Grundsätzl lassen sich alle Kapitalsorten in ökon Kapital umwanden. ökonom Kapital wiederum lässt sich in die anderen Kapitalsorten umwandeln. +Umwandlung vom inkorporierten Kulturkapital in ök birgt ein gewisses Risiko, keiner kann garantieren, ob sich die Zeit- und Geldinvestition letztlich gelohnt hat, ök K daraus zu erhalten( sprich einen lukrativen Job). +Übertragung v ök K in z.B. objektiviertes KultK=nur dann sinnvoll, wenn der Eigentümer über genügend inkorporiertes Kapital verfügt, um damit umgehen zu können. ( man muss z.B. ein wiss Buch verstehen). +Generell setzt die Umwandlung von ökonomischen Kapital in kult Kap `` gewissen Zeitaufwand voraus, der über die Verfügung von ök Kapital ermöglicht wird.
- Nächste Frage: Rössel, Grundbegriffe, Frage 3: Bourdieu stellt eine "alternative" Konzeptualisierung von Ressourcen vor. Im Vordergrund stehen dabei die verschiedenen Kapitalsorten (ökonomisches-, kulturelles-, soziales Kapital, vgl. dazu auch Kurs "Theorien sozialer Ungleichheit", Kapitel 6). a) Auf welche Weise lassen sich die Kapitalsorten ineinander konvertieren und welche Risiken können dabei auftreten? ANTWORT IN STICHPNKT Ökonomisches Kapital:Investition und Konversion: in hohem Maße konvertierbar, da durch Geld viele andere Ressourcen kaufbar sind. Auf vielfältige Weise investierbar, z.B. im wirtschaftlichen Bereich, aber auch in andere soziale Felder. Grenzen: Ressourcen, die mit Geld nicht zu kaufen sind, wie anerkannte Schulabschlüsse, künstlerische Anerkennung oder wirtschaftliche Reputation Risiken: Fehlinvestitionen und Wertverlust Soziales Kapital: Investition und Konversion: hohe Investitions- und Konversionsmöglichkeiten, soziales Kapital als Voraussetzung für Karriereerfolge, Konversion in ökonomisches Kapital Grenzen: unmittelbare Umwandlung von sozialen Beziehungen in andere Ressourcen, z.B. in ökonomisches Kapital (Korruption) oder objektiviertes Kulturkapital (Bestechung) Risiken: hohe Risiken durch Auswahl „falscher" Beziehungen und intensiver Beziehungspflege; Beziehungsfalle (keine Reziprozität), Statusfalle (niedrigere Gegenleistung), Freundschaftsfalle (Unterstützung führt zu Schaden an eigener Person). Kulturelles Kapital: Inkorporiertes kulturelles Kapital: Investition und Konversion: nicht direkt konvertierbar, investierbar zur Erlangung anderer Ressourcen Grenzen: Fertigkeiten und Wissen reichen im Bildungssystem und Arbeitsmarkt allein nicht aus, vielmehr sind Bildungszertifikate erforderlich Risiken: Entwertung durch Veralterung; Bindung an bestimmte kulturelle Kontexte; Fehlinvestitionen durch eingeschränkten Anwendungsbereich; Entwertung und Fehlinvestition kann zu Identitätsverlust führen. Objektiviertes kulturelles Kapital: Investition und Konversion: Tausch und Konversion wie ökonomisches Kapital Grenzen: Angebot und Nachfrage Risiken: Fehlinvestitionen und erhöhtes Risiko (Unsicherheit über zukünftige Wertentwicklung Institutionalisiertes kulturelles Kapital: +Investition und Konversion: vor allem Bildungsabschlüsse und erworbene Titel; investierbar auf dem Arbeitsmarkt, konvertierbar in ökonomisches Kapital und soziales Kapital (Ansehen) Grenzen: Nachfrage nach Bildungsabschlüssen auf dem Arbeitsmarkt Risiken: Bildungsexpansion und Bildungsinflation führen zur Abnahme der Bildungsrendite (Entwertung von Bildungsabschlüssen)
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