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Psychologie (Fach) / Allgemeine Psychologie 1 (Lektion)
Prüfungsvorbereitung
Diese Lektion wurde von Lina2017 erstellt.
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- Nenne die Rezeptoren und die Zelltypen auf der Retina? 1. Amakrinzelle 2. Bipolarzelle 3. Ganglienszelle 4. Horizontalzelle 5. Stäbchen (Rezeptor) 6. Zapfen (Rezeptor)
- Was beschreibt die laterale Hemmung in der menschlichen Retina? laterale Hemmung, bzw. laterale Inhibition bezeichnet das: Verschaltungsprinzip von Nervenzellen. Aktive Nervenzelle hemmt die Aktivität der benachbarten Zellen. So hemmt bspw. die Erregung der Zapfen durch Tageslicht, die Reizweiterleitung an die Stäbchen. Hemmung wirkt über die Verknüpfung durch Horizontalzellen und Amakrinzellen
- Welchen Beleg gibt es für die laterale Hemmung nach Hartline, Wagner & Ratliff (1956)? Die Untersuchungen am Ommatidien bestehenden Auge des Pfeilschwanzkrebses, ergaben dass, => einzelne Ommatidien durch ein neuronales Netz wechselseitig miteinander verbunden sind => jedes Ommatidium mit einer Impulsfrequenz feuert, die proportional, zur einfallenden Lichtintensität ist. => ein Ommatidium hemmt, zeitgleich durch die Impulsabgabe die lateral benachbarten Rezeptoren.
- Erkläre den Herrmann-Gitter-Effekt anhand der lateralen Hemmung! Welchen Kritikpunkt gibt es hierbei? Beim, Betrachten des Gitternetzes, erscheinen im Schnittpunkt der wießen Linien schwarze Punkte, weil => Licht auf die 4 Nachbarrezeptoren hemmt den Output der Off-Center Ganglienzelle im zentralen Rezeptor => dunke Flecken erscheinen =>Off-Center/On-Surround > Zentrum gehemmt Betrachten eines Kreuzungspunktes, scheint dieser hell, weil => 2 Nachbarrezptoren hemmen den Output der On-Center-Ganglienzelle hin zum zentralen Rezeptors und die fixierten Flächen erscheinen somit heller =>On-Center/Off-Surround >Umfeld gehemmt Kritik: Ändert man die das Gitter leicht ab, z. B. durch sinusförmige Balken, so verschwindet der Kontrasteffekt, was derTheorie der lateralen Hemmung wiederspricht
- Nenne 2 Phänomene, die durch laterale Hemmung erklärbar sind! 1. Die Überbetonung von Kontrasten => Hermannsches Gitter, Machsche Bänder 2. Dunkeladaption => Purkinje Effekt
- Welchem Wahrnehmungsphänomen unterliegt der Purkinje-Effekt? Und wie lässt sich dies Begründen? Dem Phänomen, der: Verschiebung der Farbempfindlichkeit zu kurzwelligerem Licht bei Dunkeladaption Grund ist die spektrale Empfindlichkeit =>gemessen in monochromatischem Licht 2 verschiedenfarbige Flächen, die bei Tageslicht gleich hell erscheinen, werden bei Dämmerung unterschiedlich hell empfunden. Bei niedrigen Lichtintensitäten wird mit den, für das skotopische Sehen, zuständigen Stäbchen (Max bei 500 nm) gesehen diese weisen eine andere Spektralempfindlichkeit auf, als die für das photopische Sehen zuständigen Zapfen (Max bei 560 nm)
- Zu welchem Ergebnis gelangt die Absolutschwellenmessung nach Hecht, Shlaer & Pirenne (1942) zur Photonwahrnehmung? Wahrnehmbare Lichtblitzschwelle liegt bei: 100 Photonen
- Beschreibe den Unterschied des Photonischen & des Skotopischen Sehens! 1. Photonisches Sehen: Zapfensehen => Tagsehen 2. Skotopisches Sehen: Stäbchensehen => Nachtsehen
- Wie wird lässt sich die Dunkeladaptionskurve nach Goldstein messen? Dunkeladaptionsschwellenmessung => durch messen der Stäbchenmonochromaten in Fovea (Sehgrube)
- Welche Arten von Fehlsichtigkeiten gibt es? 1. Myopie => Kurzsichtigkeit (Augapfel länger) 2. Hyperopie => Weitsichtigkeit (Augapfel kürzer) 3. Presbyopie => Altersweitsichtigkeit (Linse verhärtet & schwächerer Ziliarmuskel, Nahakkomodation geht verloren)
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- Welche Merkmale bringt der "blinde Fleck" auf der Retina mit sich? In diesem Bereich gibt es: 1. Keine Stäbchen 2. Keine Zapfen => kein Licht wird absorbiert & kein Signale weiter geleitet. Fehlende Informationen werden vom Gehirn ergängzt
- Erkläre die Center-Surround-Struktur der Rezeptiven Felder in der Retina 1. On-center/ off-surround Erregung bei Licht im Zentrum Hemmung bei Licht im Umfeld 2. Off-center/ On-surround Hemmung bei Licht im Zentrum Erregung bei Licht im Umfeld Erklärt durch: 2 Typen von bipolaren Zellen => 1. Die Reaktion auf die Anregung durch die Photorezeptoren ist eine Erregung (hyperpolarisiert) und Informationsweiterleitung an eine Ganglienzelle => ON-Typ => 2. Ganglienzellsorte reagiert genau umgekehrt, sie wird durch eine ankommende Erregung abgeschaltet (depolarisiert) = OFF-Typ.
- Was ist ein Rezeptives Feld? Areal der Retina, welches Feuerungsrate der Neuronen beeinflusst
- Akkomodation des Auges 1. Flache Linse, mit enspanntem Ziliarmuskel => Fernobjekt fixiert 2. Linse gekrümmt & kugelförmig, Ziliamuskel kontrahiert => Obj. in Nähe fokkusiert
- Beschreibe weitere Verarbeitungsschritte des visuellen Systems außerhalb der Retina Die Sehbahn (visuelles System) leitet die Aktionspotentiale in die Schädelhöhle 1. dort kreuzen sich die Nervi optici beider Augen in der Sehnervenkreuzung (Chiasma opticum). 2. die inneren (nasalen) Fasern verlaufen überkreuzend zur Gegenseite . Fasern verlaufen der linken Netzhauthälfte beider Augen in die linke Hirnhälfte und die der rechten Netzhauthälften in die rechte. 3. In beiden Hirnhälften verlaufen diese Nervenfasern zu den seitlichen Kniehöckern (Corpus geniculatum laterale) des Thalamus 4. 10 % davon werden zum Augenbewegungszentrum (colliculus superior/ Oculomotorik) & 5. 90% der Nervenfasern werden bis zur Sehrinde (visueller Cortex) weitergeleitet.
- Welche wichtigen Merkmale weist der seitliche Kniehöcker, der Corpus geniculatum laterale (CGN) auf? Im Corpus geniculatum laterale => enden etwa 90 % der Nervenfasern (Axone) der Sehbahn. => ist durch Center-Surround-System wie in Retina gekennzeichnet
- Was wurde durch Hubel & Wiesel bezüglich des primären visuellen Cortex beschrieben? die Existenz rezeptiver Felder im Cortex, durch erregende & hemmende Zonen Sie teilten die gefundenen Zellen in 3 Gruppen ein 1. Einfache Zellen => Orientieren sich an Balken- oder Streifen => gemessen durch Orientierungs-Abstimmungskurve/turning-Kurve 2. Komplexe Zellen => Reagieren auf Bewegung bestimmter Richtungen. 3. Hyperkomplexe Zellen (Endinhibierte Zellen) => Reagieren neben Orientierung und Bewegungsrichtung von Ecken und Winkeln auch auf Linien bestimmter Länge & Breite