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Forstliche Nutzung (Fach) / 01 (Lektion)
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- Deutschland Waldfläche insgesamt 11,4 Millionen ha
- Waldfläche weltweit 4000 Mio. ha
- Waldfläche je Einwohner in Deutschland 0,14 ha
- Welt: Waldfläche je Bewohner 0,6 ha
- Waldflächenanteil Deutschland 32 %
- Waldflächenanteil weltweit 31%
- Weltweit reduzierte Entwaldung, aber auf hohem Niveau zw. 2000 – 2010 ca. 13 Mio. ha jährlich
- Netto-Entwaldung zw. 2000 – 2010 jährlich ca. 5,2 Mio. ha wegen starken Aufforstungsprogrammen
- Wälder unterscheiden sich nach Klimazonen • Kaltgemäßigte, boreale Nadelwaldzone • Warmgemäßigte Zone, winterkahler und sommergrüner Laub-/Mischwald • Subtropen und Tropen, Savannen und Regenwald
- Wälder unterscheiden sich nach Art der Nutzung Primärwald: 36% Sekundärwald: 57% Plantagenwald: 7%
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- Nicht monetäre Waldfunktionen • Sozio-ökonomische Funktionendes Waldes• Erholungsfunktion• Lebensraum und Kulturstätte indigener Völker • Erhalt der biologischen Diversität• 12 % der Wälder weltweit, 460 Mio. ha sindbesondere Schutzgebiete• Nationalpark, Reservate, Schutzgebiete, … • Ökosystemdienstleistungenbesonders in Wälder mit primärer Schutzfunktion• 8 % der Wälder, 330 Mio. ha mit Schutzfunktion• Schutz vor Wüstenbildung, Bodenerosion,Hochwasser, …
- Wie viel Prozent der Wälder weltweit sind besondere Schutzgebiete? 12 % der Wälder weltweit, 460 Mio. ha
- Wie viel Prozent der Wälder weltweit haben primär eine Schutzfunktion? 8 % der Wälder, 330 Mio. ha
- Monetär Waldfunktionen Nicht-Holznutzung des Waldes• Harze und Öle• Reisig• Pilze, Beeren und Kräuter• Bienen (Honig)• Wildbret Primäre Produktion von Holz• 30 % der Wälder, 1,2 Mrd. hazur primären Holzproduktion• Weitere 949 Mio. ha mitmultifunktionaler Waldwirtschaft
- Wie viel Prozent der Wälder werden primär für die Holzproduktion benutzt? 30 % der Wälder, 1,2 Mrd. ha zur primären Holzproduktion
- Welches ist die einzige monetär messbare Funktion des Waldes? Holznutzung
- Lebenszyklus des Produktes Holz 1. Biologische Produktion (1. Produktionsstufe) (im Wald) 2. Technische Produktion (2. Produktionsstufe) (Holzernteprozess) 3. Be- und Verarbeitung (3.Produktionsstufe) 4. Nutzung 5. Entsorgung
- Holzernteprozess 1. Holz auf Stock --> Fällen, aufarbieten 2. Holz an Rückegasse -->Geländetransport 3. Holz an Waldstraße --> Straßentransport 4. Holz im Werk
- Jährlicher Einschlag in Deutschland 55 Mio. m³, nach BWI³ 76 Mio. m³
- In welchen Jahren gab es in Deutschland einen Peak im Holzeinschlag und warum? 2000 ----> Orkan Lothar 2007 ---> Orkan Kyrill
- Einzelbaumentnahme - Entnahme einiger (weniger) Bäume, um dem verbleibenden Bestand mehr Raum zu geben - Dauerwaldbewirtschaftung, Continuous Cover Forestry
- Kahlschlagswirtschaft - Entnahme aller Bäume einer definierten Fläche (streifenweise, bestandesweise, femelartig, …) - Kahlschlag, Clear Cut
- Vergleich Einzelbaumentnahme und Kahlschlag • Einzelbaumentnahme: Holzernte kostenintensiver, oft sensitiv für den verbleibenden Bestand • Kahlschlag: Holzernte preiswerter, mit teils starken ökologischen Auswirkungen
- Holzernteverfahren Harvester - Geringere körperliche Belastung, aber erhöhte mentale Beanspruchung - Geringeres Unfallrisiko, aber Monotonie der Arbeit
- Holzsortimente Stammholz: Sägeindustrie, Möbelindustrie Industrieholz: Holzwerkstoff-, Papier-, Zellstoffindustrie (Bioenergie) Reisig/ Ernterückstände: Bioenergie; Nicht-Derbholz (< 7 cm m. R.)
- Restriktionen der Holzernte Geographische/ räumliche Restriktionen (Geländeausprägung) Technische Restriktionen (Maschineneinsatz, Sortimente) Ökonomische Restriktionen (Kosten, Erlöse) Ökologische Restriktionen (Boden-, Gewässerschutz, Nährstoffhaushalt) Biologisch-technische Restriktionen (Form, Dimension, Baumart) Soziale Restriktionen (Ergonomie, Arbeitskapazität) Gesellschaftliche Restriktionen (Akzeptanz in der Bevölkerung)
- Stückmassegesetz Stückmassegesetz (Law of Piece Size) beschreibt denZusammenhang zwischen Bearbeitungszeit/Kosten je m3 und demStückvolumen oder BHDJe größer das Baumvolumen/Volumen des zu bearbeitendenHolzabschnittes, desto geringer die dafür notwendige Fäll- undAufarbeitungszeit je m3
- Nachhaltigkeit „Dauerhafte (nachhaltige) Entwicklung ist Entwicklung, die dieBedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dasskünftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigenkönnen. “ Brundtland Bericht, 1987
- Drei Säulen nachhaltiger Entwicklung Ökonomie Ökologie Gesellschaft alle drei gleichberechtigt
- Nachhaltigkeit – Forstwirtschaft: Flächennachhaltigkeit Erhaltung des Waldanteils durch Aufforstung eingeschlagener Waldflächen
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- Nachhaltigkeit – Forstwirtschaft: Nachhaltigkeit des Einschlags Hiebsatz: Auf Grundlage der Forsteinrichtung hergeleitete, flächenbezogene, planmäßig undnachhaltig einschlagbare Holzmenge
- Biodiversität, biologische Vielfalt „die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter Land-,Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe,zu denen sie gehören. Dies umfasst die Vielfalt innerhalb der Arten und zwischenden Arten und die Vielfalt der Ökosysteme“ CBD, 2010
- Ökosystemdienstleistungen (Ecosystemservices) Bereitstellende Dienstleistungen- Nahrung, Wasser, Holz, Fasern, genetische Ressourcen Regulierende Dienstleistungen- Regulierung von Klima, Überflutungen, Krankheiten,Wasserqualität Kulturelle Dienstleistungen- Erholung, ästhetisches Vergnügen, spirituelle Erfüllung Unterstützende Dienstleistungen- Bodenbildung, Nährstoffkreislauf
- Gesamtvorrat Deutschland Gesamtvorrat : 3,7 Mrd. m³ (+ 7%), 336 m³/ha
- Holzzuwachs Deutschland Holzzuwachs: 122 Mio. m³/a, 11,2 m³/ha/a
- Holznutzung Deutschland Holznutzung: 76 Mio. m³/a
- welcher wichtiger Nadelholzbaum (in D) hat den größte jährlichen Zuwachs? Douglasie: 19,41 m3 je ha und a
- Wie hoch ist der durchschnittliche Zuwachs aller Baumarten pro Jahr? (BWI 2) 12,12
- Wie viel Prozent der Flächen der deutschen Wälder sind Privatwald? 43,6% BWI2
- Wie viel Prozent der Flächen der deutschen Wälder sind Staatswald? 29,6% BWI2
- Wie viel Prozent der Flächen der deutschen Wälder sind Kommunalwald? 19,5% BWI2
- Wird die inländishe Holznachfrage komplett durch deutsch Holzproduktion gedeckt? Nein, die inländische Holznachfrage wird zu ca. 50 % aus Importen gedeckt
- Ökonomische und soziale Bedeutung des Clusters Forst und Holz • Cluster Forst und Holz 2012 undvolkswirtschaftliche Einordnung- 180,8 Mrd. € Umsatz (3,1 %)- 127.718 Unternehmen (3,9 %)- 1,107 Mio. Beschäftigte (3,0 %) • Entwicklung 2000 bis 2012 (2000 = 100 %)- 23 % Beschäftigungsverluste- Rückgang bei Unternehmen 4 %- Zunahme Umsatz 2 %Dirk
- Wie viel Kohlenstoff speichert 1 m3 Holz? 255 kg Kohlenstoff
- Reduktion der Emissionen durch Waldwachstum und Holznutzung 18 Mio. t CO2/a - Waldspeicher ca. 4,0 Mio. t CO2/a- Holzproduktespeicher 1,1 Mio. t CO2/a- stoffliche Substitution 7,9 Mio. t CO2/a- energetische Substitution 5,0 Mio. t CO2/a