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Phytomedizin (Fach) / Fragen (Lektion)

Klausurfragen

Diese Lektion wurde von Pepe123 erstellt.

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  • Wie können pflanzenpathogene Pilze überdauern? Durch spezielle Myzelbildung und dickwandige Dauersporen                                          -überdauerndes Myzel auf Pflanzenrückständen im Boden, in perennierenden Pflanzen und Samen-Sporen am Saat- und Pflanzgut-Sklerotien und Mikrosklerotien-Dauersporen-Sporen geschützt in Fruchtkörpern
  • Was sind Sklerotien und Chlamydosporen? Welche Funktion haben sie? Nennen Sie jeweils eine zugehörige Pilzart. Sklerotien: Zusammengeballte Hyphen mit verdickten Zellwänden                             Überdauerungs­körper, durch Widerstandsfähigkeit längere Ruheperiode möglich                   Bsp. Mutterkorn, Rhizoctonia solani Chlamydosporen:, dickwandig, reservestoffreich, asexuell entstanden,                Überdauerungskörper z.B. die Brandsporen der Brandpilze (Ustilaginales und Tilletiales) oder die Teleutosporen
  • Welche zwei Grundformen der Fortpflanzung werden im Entwicklungszyklus bei Pilzen unterschieden und welche Funktion haben sie? Asexuelles Stadium: Nebenfruchtform (Anamorph) für die Massenvermehrung und Verbreitung Sexuelles Stadium: Hauptfruchtform (Teleomorph) dient der Überdauerung und Erhaltung
  • Was ist eine Pilzspore? Nennen Sie geschlechtlich und ungeschlechtlich gebildete Sporen. Winzige Fortpflanzungseinheit, die der Erzeugung von neuen Individuen derselben Art dient Asexuell: Arthrosporen, Sporangiosporen, Zoo-/Planosporen, Chlamydosporen, Konidien,                  Uredosporen à dienen der Massenvermehrung Sexuell: Oosporen, Zygosporen, Ascosporen, Basidiosporen à Neukombination und Überdauerung
  • Beschreiben Sie die generelle Abfolge der sexuellen Fortpflanzung bei Pilzen. 1.Plasmogamie: Verschmelzung von haploiden Gameten (männlich/weiblich), es bildet sich ein Dikaryon (Zweikernstadium) 2.Karyogamie: Kernfusion zur diploiden Zygote 3.Meiose: Bildung von 4 haploiden Sporen
  • Beschreiben Sie die Möglichkeiten der Infektion und des Wachstums von pflanzenpathogenen Pilzen. Infektion durch intakte Oberflächen, natürliche Öffnungen (z.B. Stomata, Lentizellen oder Hydathoden) oder Wunden Aktives Wachstum zwischen den Zellen, in den Zellen oder in den Leitbahnen
  • Erläutern Sie den allgemeinen Krankheitsverlauf bei einer von Pilzen verursachten Krankheit ausgehend von einer Spore. >befallsfreie Pflanze bis Sporenlandung Beginn der Inkubations- und Sporulationszeit>Sporenkeimung >Infektion >Pflanze ist latent befallen >Beginn Infektionszeit>Pilzwachstum >Ende Infektions-, Inkubationszeit>sichtbarer Befall>Ende Sporulationszeit (Sporenlandung bis Ende Wachstum) Anfang Sporulationsdauer (= Sporulation)>Sporulation findet auf abgestorbenem Gewebe statt (außer bei obligt biotrophen)
  • Definieren Sie die Begriffe „Infektionszeit“, „Inkubationszeit“, „Sporulationszeit“ und „Sporulationsdauer“. Infektionszeit: Zeitspanne vom Beginn des Angriffs eines Erregers auf dem Wirt bis zum Erreichen eines stabilen parasitischen Verhältnisses Inkubationszeit: Phase vom ersten Kontakt eines Schaderregers mit der Pflanze bis zum Auftreten von Symptomen Sporulationszeit: Zeitspanne von der Ankunft der Verbreitungseinheit eines Schaderregers auf der Oberfläche eines anfälligen Wirtes bis zur erneuten Bildung von Verbreitungseinheiten Sporulationsdauer: Zeitspanne während der ein Parasit auf oder in einer befallenen Pflanze Sporen produziert
  • Welche Bedeutung hat die Dauer der Inkubationszeit von pilzlichen Schadorganismen für die Epidemie und die mögliche Bekämpfung? Nennen Sie jeweils ein Beispiel aus dem Getreide für eine sehr kurze und eine sehr lange Inkubationszeit. je kürzer die Inkubationszeit, desto schneller kann sich eine Epidemie entwickeln und            desto schneller muss die Bekämpfung erfolgen - kurze Inkubationszeit: Rostpilze, DTR (3 Tage)  -Lange Inkubationszeit: Septoria bei Weizen (28 Tage)
  • Beschreiben Sie Merkmale der Ordnung Plasmodiophorales und nennen Sie zwei bedeutende Arten -vielkernige, zellwandfreie parasitische Schleimpilze ohne Hyphenbildung-Stadien mit Geißeln (somit im Wasser beweglich) und Dauersporen-obligat biotroph (brauchen die Wirtspflanze, sonst nicht lebensfähig)-bodenbürtige Pilze – Überdauern durch Dauersporen-gefördert durch niedrige pH-Werte und Feuchte-befallen nur Wurzeln --> Gallenbildung oder massives Wurzelwachstum-können Viren übertragen-Beispiele: Polymyxa betae (Rizomania), Polymyxa graminis (BYMV)
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  • Beschreiben Sie Entwicklungszyklus und Bedeutung von Polymyxa betae Problem: Langlebigkeit der Dauersporen > Fruchtfolgemaßnahme somit sinnlosBedeutung: mögliche Ertragsverluste 50-80% durch ausbleibende Rübenkörperbildung und extreme Seitenwurzelbildung, keine direkte Bekämpfung möglich, Vorbeugung durch weite Fruchtfolge und Anbau toleranter/resistenter Sorten
  • Beschreiben Sie Entwicklungszyklus und Bedeutung von Synchytrium endobioticum (Kartoffelkrebs). Entwicklungszyklus:             Zyklus I die Zoosporen bilden Gameten (Geschlechtszellen)diese bilden die Zygotendie Zygoten infiziert eine Pflanzenzellees werden Dauersporangien gebildetaus diesen werden Zoosporangienaus den Zoosporangien können sich dann die Zoosporen entwickeln   Zyklus IIdie Zoosporen infizieren eine Wirtszellein der Wirtszelle wird das Plasmodium des Pilzes gebildetder Pilz regt die Wirtszelle zu übermäßigem Wachstum an (Kernteilung)Sommersporangien werden gebildetaus diesen bilden sich die Zoosporen  Bedeutung: Quarantänekrankheit, keine Bekämpfung möglich, bei Befall Kartoffelanbau viele Jahre stilllegen (8-10, im Extremfall bis 20 Jahre), meldepflichtige Krankheit, Vorbeugung: Anbau resistenter Sorten, Verwendung von gesundem Pflanzgut
  • Welche Erreger können Verursacher des Wurzelbrandes der Zuckerrübe sein? Aphanomyces cochlioides - Phytium ultimum, Phytium debaryanum - Phoma betae - Rhizoctinia solani - Beteiligung: Alternaria, Fusarium spp.
  • Beschreiben Sie den Entwicklungszyklus der Krautfäule der Kartoffel (P. infestans). infizierte Knolle (Braunfäule) z.B. Pflanzknolle, Abfallhaufen, DurchwuchskartoffelPhytophtora kommt aus alten Knollen vom VorjahrSporangium wird gebildetSporangien mit ZoosporenFreisetzung von Zoosporen und Verbreitung über LuftPflanze wird befallenBefallene Pflanze mit SporangienträgernSporangien befallen die Knolle oder bilden Zoosporen
  • Beschreiben Sie Merkmale der Familie Peronosporaceae (Falsche Mehltaupilze) und nennen Sie die zugehörigen Gattungen und drei bedeutende Arten. obligate wirtsspezifische Parasiten, hoch spezialisierthohes Epidemiepotenzial durch flugfähige Sporangien und kurze LatenzzeitOptimum: feucht-kühle Witterungrasche Resistenzbildung Gattungen: Plasmopara, Bremia, Peronospora, Pseudoperonospora Bedeutende Arten: Plasmopara viticula (Falscher Mehltau an Reben), Peronospora parasitica (FMT an Brassicaceen), Peronospora tabacina (Blauschimmel des Tabak), Bremia lactucae (FMT an Salat)
  • Welche Fruchtkörpertypen können Ascomyceten im Rahmen ihres sexuellen Entwicklungsganges ausbilden? Kleistothecien, Perithecien, Pseudothecien, Apothecien, freie Asci
  • Auf welche Weise bilden Ascomyceten im Rahmen ihrer asexuellen Vermehrung Sporen aus? Konidienträger Sporodochien Acervuli Pyknidien
  • Erläutern Sie die Begriffe „Sporodochium“, „Acervulus“ und „Pyknidium“. Sporodochium: Hyphengeflecht, das dicht mit Konidienträgern besetzt ist Acervulus: flaches Stroma oder lagerartige Hyphenmatte bestimmter Pilzarten mit kurzen, eng zusammengedrängten Konidienträgern Pyknidium: kugeliger oder flaschenförmiger Fruchtkörper höherer Pilze mit apikaler Öffnung als kleine Papille oder längerer Hals, in ihm werden in großer Zahl asexuell einkernige Pyknidio- oder Pyknosporen gebildet
  • Beschreiben Sie den Entwicklungszyklus des Echten Mehltaus an Getreide. Ungeschlechtliche Vermehrung bis zu acht Zyklen während der Getreidevegetation, Fortsetzung aus Ausfallgetreide. Konidenketten auf der Blattoberseite (> weißer Film >Mehltaumyzel)Sporenverbreitung über WindKeimung Konidio- und AscosporenInfektion (nur lebende Pflanzenzellen)Bildung von Konidienketten… Sexuelle Vermehrung bei Weizen vor der Abreife.…Bildung von KonidienkettenWeibliche und männliche Geschlechtsorgane (Gametangienbildung)Kleistothezium (Fruchtkörper > schwarze Punkte)Kleistothezium geplatzt mit Asci (bei wechselfeuchten Bedingungen)Ascosporen werden freigesetztSporenverbreitung über Wind… (> Übergang zur ungeschlechtlichen Vermehrung)
  • Beschreiben Sie den Entwicklungszyklus von Septoria tritici. Septoria-Blattdürre (Weizen); Anamorph (asexuelles Stadium, Nebenfruchtform) Septoria tritici Rob. apud Desm.; Teleomorph (sexuelles Stadium, Hauptfruchtform) Mycosphaerella graminicola (Fuckel) Schroeter a)Nach der Ernte überdauert der Pilz auf Strohresten den Winter; hier entwickelt sich das sexuelle Stadium Mycosphaerella graminicola. b) Das sexuelle Stadium beginnt mit der Bildung von Geschlechtsorganen (= Gametangien): Ascogon (weiblich) und Antheridium (männlich). Die männlichen Zellkerne gelangen über eine Trichogyne in das Ascogon. Sie lagern sich an die weiblichen Kerne an. Aus dem Ascogon wachsen Schläuche mit hakenförmiger Spitze. Die obere Hakenzelle wird zum Ascus, in dem männliche und weibliche Kerne verschmelzen und mehrere Teilungen durchlaufen, aus denen je acht Ascosporen hervorgehen. Diese Ascusbildung findet in Fruchtkörpern (Pseudothecien) statt. c) Bei hoher Luftfeuchtigkeit platzen die Asci; die sexuellen Ascosporen werden vom Wind fortgetragen und infizieren junge Weizenpflanzen. d) Infiziertes Blattgewebe wird zunächst gelb und stirbt schließlich ab. In diesen Nekrosen entstehen Pyknidien, asexuelle Fruchtkörper. e) Die in den Pyknidien gebildeten Pyknosporen werden als „Schleimranken“ herausgepresst. f) Regentropfen schleudern die Pyknosporen auf seitliche und nächsthöhere Blätter. g) Bei ausreichender Blattnässe keimen die Pyknosporen aus. Über Spaltöffnungen wird das Blattinnere infiziert; ein Myzel entsteht. h) Die Folgen der Infektion zeigen sich erst nach einer typischen Latenzzeit von ca. 28 Tagen: Chlorosen, die in Nekrosen übergehen. Auf den nekrotisierten Blattflächen entsteht eine nächste Generation punktförmiger Pyknidien. Bei regenreicher Witterung kann der Pilz auch die ertragsrelevanten oberen Blätter befallen.
  • Beschreiben Sie den allgemeinen Entwicklungszyklus der Basidiomyceten. -Fruchtkörper mit Fruchtlager (Hymenium)-Kernverschmelzung-Reduktionsteilung (Meiose)-Basidie (Ständer)-Basidiosporen- / + keimende Basidiosporen unabhängig voneinanderhaploide Myzelien-Befruchtung nach Kontakt der haploiden Myzelien (- / +)-Paarkernmyzel-Fruchtkörperanlage-Fruchtkörper mit Fruchtlager… 
  • Nennen Sie die wichtigsten Merkmale der Rostpilze höhere Temperaturansprüchehohe Wirtsspezialisierung, biotroph5 Sporentypen: Uredosporen, Teleutosporen, Basidiosporen, Aecidiosporen, Spermatien(Reduktion der Sporenstadien stellt eine Spezialisierung dar)Infektion über Stomata von aktivem Assimilationsgewebe, Ausbreitung mit Hyphen interzellulärKernphasenwechsel zum Teil mit Wirtswechsel im Entwicklungszyklus
  • Beschreiben Sie den vollständigen Entwicklungszyklus der Rostpilze Diplontenwirt / Hauptwirt Uredosporen durch Wind übertragen --> bilden Schleimschlauch --> in StomaTeleutolager mit Teleutosporen (dikaryotisch --> reifungsprozess zur Ernte meist abgeschlossen --> bleiben auf Ernterest --> keimen im Frühjahr aus)Basidie (Promycel) (-->Karyogamie/Meiose) (Gesamtheit des Pilzorgans)Basidosporen (--> infizieren Nebenwirt; einkernig; können i.d.R. nicht Weizen infizieren, brauchen Nebenwirt)Wirtswechsel   Haplontenwirt/Nebenwirt Basidosporen +/- (Spermatien vom Kreuzungstyp + und – werden durch Insekten zusammen gebracht --> vereinen sich --> dikaryotische Zellen --> Mutterzellen)Infektion --> primäres Myzel Spermogonien (2 mal --> teilen sich --> haploid)Spermatien Empfängnishyphen --> Befruchtung (ab hier wieder dikaryotisch)Aecidien (2 mal; auf Blattunterseite)Aecidiosporen (befallen den Hauptwirt --> Weizen)
  • Welche fünf Sporenstadien bildet ein Rostpilz im Rahmen eines vollständigen Zyklus aus. Welche beiden Sporenstadien führen den Wirtswechsel durch? Sporenstadien: Uredosporen, Teleutosporen, Basidiosporen, Aecidiosporen, Spermatien Wirtswechsel:   Aecidiosporen, Basidiosporen
  • Mit welchen Sporen breitet sich ein Rostpilz im Sommer aus. Mit welchem Sporenstadium überdauert er? Ausbreitung im Sommer:            Uredosporen Überdauerung:                            Teleutosporen
  • Beschreiben Sie die Infektionstypen der Brandpilze. Welche Folgen haben die unterschiedlichen Infektionstypen für die Bekämpfung? Blüteninfektion: Befall des Fruchtknotens --> Bekämpfung über Fungizide Keimpflanzeninfektion: Befall von jungem Keimlingsgewebe --> Bekämpfung über Beizung oder physikalische Bekämpfung (Heißwasser,…) Lokalinfektion: Befall von jungem Wachstumsgewebe --> nur vorbeugende Maßnahmen möglich (Bekämpfung der Fritfliege, Förderung des Jugendwachstums)
  • Welche Brandkrankheiten sind samenbürtig, welche sind bodenbürtig? Samenbürtig: Gerstenflugbrand, Weizenflugbrand, Haferflugbrand, Weizensteinbrand, Roggenstängelbrand Bodenbürtig: Maisbeulenbrand, Zwergsteinbrand
  • Beschreiben Sie die Biologie des Gerstenflugbrandes (Ustilago nuda) >Brandsporen befallener Pflanzen infizieren die Blüte und bilden ein Promyzel>benachbarte Zellen fusionieren direkt zum Dikaryon>dikaryotisches Myzel infiziert den Embryo, überdauert symptomlos bis zu Keimung des Getreidekorns
  • Beschreiben Sie die Biologie des Weizensteinbrandes (Tilletia caries). >späte Symptome des Befalls und der Ähre, Infektion schon bei der Keimung>Ausbreitung des Pilzmyzels im Inneren, Brandsporen überdauern in Getreidekörnern bis zur nächsten Ernte -->  nur 1 Entwicklungszyklus>Brandähren mit unangenehmen fischartigem Geruch>Brandsporenlager werden beim Drusch aufgeschlagen und kontaminieren Körner (äußerlich anhaftende Brandsporen) 
  • Erläutern Sie die Begriffe „Population“, „Populationsdichte“ und „Populationsdynamik“. Population: Tiere einer Art in einem bestimmten Lebensraum, die in einem engen Kontakt zueinander stehen Populationsdichte (Abundanz):Anzahl von Organismen pro Flächen- oder Raumeinheit Populationsdynamik: Veränderungen einer Population von Tieren in Bezug zu Raum und Zeit
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  • Nennen Sie Ursachen für Populationsschwankungen bei tierischen Schadorganismen Sterblichkeit / Fruchtbarkeit der OrganismenZu- / Abwanderung der OrganismenBeeinflusst durch: Kulturmaßnahmen (Fruchtfolge), PflanzenschutzWirtspflanzeKonkurrentenGegenspieler (Parasitoide, Räuber, Pathogene (Pilze))Klima/Witterung (Temperatur, Feuchtigkeit)
  • Was versteht man unter einer zweigeschlechtlichen und einer eingeschlechtlichen Fortpflanzung bei tierischen Schadorganismen? Eingeschlechtlich: (Parthenogenese) Jungfernzeugung, Nachkommen entstehen aus unbefruchteten Eizellen, nur das Weibchen wird benötigt (Parthenogenese), asexuelle Fortpflanzung Zweigeschlechtlich: Nachkommen entstehen durch Befruchtung der Eizelle durch Männchen, Weibchen und Männchen werden benötigt, sexuelle Fortpflanzung (über Eiablage = Oviparie oder Lebensgebährend =  Viviparie)
  • Was versteht man unter dem Begriff „Parthenogenese“? Welche tierischen Schadorganismen sind dazu befähigt? Parthenogenese = Eingeschlechtliche Fortpflanzung Jungfernzeugung, Nachkommen entstehen aus unbefruchteten Eizellen, das Weibchen alleine pflanzt sich fort, asexuelle Fortpflanzung Bsp.: Blattläuse, Rüsselkäfer, die meisten Fransen- und Hautflügler
  • Erläutern Sie die Begriffe „Oviparie“ und „Viviparie“. Nennen Sie Beispiele. Oviparie:   Eiablage Viviparie: Lebendgebärend
  • Erläutern sie den Begriff Diapause. Welche Formen der Diapause gibt es und wodurch sind sie gekennzeichnet? Diapause: Ruhepause mit verringertem Stoffwechsel und fehlender Nahrungsaufnahme, ausgelöst durch Photoperiode, Temperatur etc. obligate Diapause: genetisch fixiert fakultative Diapause: gesteuert über äußere Einflüsse, z.B. Temperatur, Witterung und Nahrungsverfügbarkeit
  • Beschreiben Sie die allgemeine Morphologie der Arthropoden. Wodurch unterscheiden sich die Spinnentiere von den Insekten? -segmentierter Körper (Gliederfüßler à an jedem Körpersegment ein paar Gliedmaßen (Fuß, -Flügel, Mundwerkzeuge, Fühler…))-Strickleiternervensystem mit Ganglien-Außenskelett (Chitinkörper)-Wachstum durch Häutung-keine Lungen, Atmung über Löcher in der Cuticula-schlauchartiges Herz-kein Gefäßsystem, einfaches Verdauungssystem mit Vorder-, Mittel und Enddarm Spinnen                                                          Insekten4 Paar Laufbeine                                            3 Paar Laufbeinekeine Fühler                                                   Fühler2 Paar Mundwerkzeuge                                 3 Paar MundwerkzeugeKopf nicht abgesetzt                                       Kopf abgesetztZweigliederung: Vorder- und Hinterleib         Dreigliederung: Kopf, Vorder- und Hinterleib 
  • Beschreiben Sie den allgemeinen morphologischen Grundaufbau eines Spinnentieres keine Fühler2 Paar Mundwerkzeuge (Pedipalpen, Cheliceren)Rumpf getrennt in Vorderkörper und Hinterkörper4 Paar Laufbeinesegmentierter KörperStrickleiternervensystem mit GanglienAußenskelett (Chitinkörper)Wachstum durch Häutungkeine Lungen, Atmung über Löcher in der Cuticulaschlauchartiges Herzkein Blutgefäßsystem, einfaches Verdauungssystem mit Vorder-, Mittel und Enddarm 
  • Beschreiben Sie Merkmale, die Biologie und die Bedeutung von Milben. Stamm Arthropoda – Klasse Arachnida – Ordnung Acari einzige phytophage Vertreter unter den Spinnentieren durch Umwandlung der Cheliceren zu Stechborsten --> Saugschaden, Enzyme im Gewebe, Virusvektor à Problem in Obst-, Gemüse- und ZierpflanzenbauLarven 3 Beinpaare, adulte 4 Beinpaaremeist < 1 mmextrem hohe Reproduktionsraten bei warm-trockenen Bedingungen (--> Glaskultur)4 Larvenstadien bis zum adulten Tierzweigeschlechtliche Fortpflanzung, Eiablage 
  • Beschreiben Sie den allgemeinen morphologischen Grundaufbau eines Insektes. segmentierter Körper in Kopf – Brust – Hinterleib Brust: 3 Segmente, Hinterleib 11 SegmenteStrickleiternervensystem mit GanglienAußenskelett (Chitinkörper)Kopfkapsel mit 1 Paar Antennen, 3 Paar Mundwerkzeuge (1x Mandibeln, 2x Maxillen)an jedem Brustsegment ein Laufbeinpaar, am 2. und 3. Brustsegment je ein FlügelpaarLarven flügellosKomplexaugenWachstum durch Häutungkeine Lungen, Atmung über Löcher in der Cuticulaschlauchartiges Herzkein Gefäßsystem, einfaches Verdauungssystem mit Vorder-, Mittel und EnddarmGeschlechtsorgane: Ovarien
  • Beschreiben Sie die Grundtypen der Mundwerkzeuge der Insekten. Welche Typen sind bei Pflanzen schädigenden Arten zu finden? Nennen Sie Beispiele. leckend-saugende Mundwerkzeuge --> Mit einem Rüssel, keine Pflanzenschädigung; Bsp. Schmetterlinge beißend-kauende --> Mit Oberkiefer, Ober- und Unterlippe, Unterkiefer und Antennen; Pflanzenschädigung (Fraßschäden, Virusvektor); Bsp. Kartoffelkäfer, Kohlweißling stechend-saugende --> Mit Ober- und Unterlippe, Stech- und Saugborsten und Antennen; Pflanzenschädigung (Virusvektor, Nährstoffentzug); Bsp. Blattlaus, Thripse
  • Was versteht man bei Insekten unter einem hemimetabolen und einem holometabolen Entwicklungsgang? Nennen Sie je zwei Beispiele. Hemimetabolie ist die unvollständige Entwicklung ohne Verpuppung, Ei > Larvenstadien >Imago, Larven phänotypisch ähnlich den Imagines, beide gleich pflanzenschädigend, gleich Mundwerkzeuge, aber nur Imagines haben Flügel; Bsp. Wanzen, Läuse Holometabolie ist die vollständige Entwicklung, Ei > Larvenstadien > Puppenstadium > Imago, Larven phänotypisch grundverschieden von den Imagines, Larven meist Raupen oder madenartig mit beißenden Mundwerkzeugen, meist nur Larven pflanzenschädlich; Bsp. Schmetterling, Käfer
  • Nennen Sie wichtige Ordnungen hemimetaboler Insekten und nennen Sie für jede Ordnung ein Beispiel eines bedeutenden Schädlings. Ordnung: Collembola (Springschwänze) --> Kugelspringschwanz Ordnung: Thysanoptera (Thripse) --> Gewitterfliege Ordnung: Heteroptera (Wanzen) --> Rübenblattwanze Ordnung: Homoptera (Pflanzensauger) --> Blattlaus
  • Nennen Sie wichtige Ordnungen holometaboler Insekten und nennen Sie für jede Ordnung ein Beispiel eines bedeutenden Schädlings. Ordnung: Coleoptera (Käfer) --> Kartoffelkäfer Ordnung: Lepidoptera (Schmetterlinge) --> Raube des Kohlweißlings Ordnung: Hymenoptera (Hautflügler) --> Kohlrübenblattwespe Ordnung: Diptera (Zweiflügler) --> Kohlfliege
  • Beschreiben Sie die Bedeutung der Collembolen als Pflanzenschädlinge Beißend-kauende oder stechend saugende Mundwerkzeuge, sind oft Saphrophyten, Schädigung an Kulturpflanzen im Frühjahr (kühl-feuchter Boden) am Keimling (z.B. Zuckerrüben) Die wenigsten Arten, wie z. B. der Luzernefloh (Sminthurus viridis), gelten als Schädlinge für Agrarsysteme. Springschwänze können gelegentlich für Monokulturen im Freiland ebenso wie für Zimmerpflanzen schädlich werden, wenn ihre eigentliche Nahrungsquelle, pflanzlicher Detritus, zur Neige geht und sie die lebenden Feinwurzeln anfressen. Die Tiere sterben im Winter, ihre Eier überdauern den Frost. Vermehrung über mikroskopisch kleine Eier, die vom Wind überallhin geweht werden. Insekten und Eier können völlig austrocknen und werden durch Feuchtigkeit wieder zum Leben erweckt. Sie haben im Allgemeinen 3 Beinpaare und sind zwischen 0,2 - 5 mm groß. Farbe weiß bis dunkel pigmentiert. Sie können plötzlich hochschnellen mit Hilfe ihrer Sprunggabel. Sie können über die Haut atmen, auch bei großer Feuchtigkeit, die sie immer suchen.
  • Beschreiben Sie den Entwicklungszyklus der Thysanopteren. Welche Bedeutung haben diese als Pflanzenschädlinge? Entwicklungszyklus: Eiablage > zwei bewegliche Larvenstadien > zwei Stadien ohne Nahrungsaufnahme > adultes Tier Bedeutung: Larve und adultes Tier stechend- saugende MundwerkzeugeVerursachen Wachstumsschäden an JungpflanzenLarve macht den größten Schaden
  • Nennen Sie gemeinsame Merkmale der Ordnungen Heteroptera und Homoptera. Nennen Sie jeweils einen bedeutenden Schadorganismus Merkmale: Überordnung  Hemipteroidea (Schnabelkerfe/ Rhynchota)Stechend saugende MundwerkzeugeSchadwirkungen: Assimilatentzug, Wuchsdeformationen, Virusvektor ( Schwärzepilze  Assimilation und Gasaustausch sinken) Bedeutender Schadorganismus: Heteroptera/ Ungleichflügler > Wanze Homoptera/ Gleichflügler > Blattlaus
  • Erläutern Sie die Schadwirkungen von Heteroptera- und Homoptera-Arten? Assimilatentzug durch Saugen am PhloemWuchsdeformation durch Schädigung des ParenchymsVirusvektor durch Abgabe von SpeichelVerringerung der Assimilationsfläche und des Gasaustausches durch Schwärzepilze durch Honigtauproduktion
  • Definieren Sie „Holozyklus“ und „Anholozyklus“. Bei welchen Arten tritt dies auf und welche Bedeutung hat dies für den praktischen Pflanzenschutz? Holozyklus: vollständige Generationenfolge bei Blattläusen mit parthenogenetischen und sexualen Formen und damit zweigeschlechtlicher Fortpflanzung --> Gefahr für frühe Herbstsaaten Anholozyklus: ohne Wirtswechsel, die Virgines überwintern so, unvollständige Generationsfolge bei Blattläusen, d.h. es treten keine Sexuales auf, Fortpflanzung ausschließlich parthenogenetisch --> größeres Infektionsrisiko für alle Bestände im Frühjahr Dieses tritt bei den Blattläusen auf (Homoptera/ Aphidina).
  • Nennen Sie je eine anholozyklische, eine wirtswechselnd-holozyklische und eine nicht-wirtswechselnd-holozyklische Blattlausart mit den zugehörigen Wirtspflanzen. anholozyklisch: macrosiphum euphorbiae – Grünstreifige Kartoffelblattlaus --> Kartoffel, Rüben, Bohnen wirtswechselnd-holozyklisch: Myzus persicae – Grüne Pfirsichblattlaus --> Pfirsich, Kartoffeln, Rüben, Brassicaceen nicht-wirtswechselnd-holozyklisch: sitobion avenae – Große Getreideblattlaus --> Getreide, Mais, viele Gräser
  • Nennen Sie je eine bedeutende Blattlausart in Rüben, Kartoffel und Getreide. Geben Sie an, welchen Entwicklungszyklus diese Arten normalerweise vollziehen und welche Viren sie übertragen Rüben: Grüne Pfirsichblattlaus --> wirtswechselnd-holozyklisch --> BYV (Beet Yellows Virus), BMYV (Beet Mild Yellows Virus) Kartoffel: Grünstreifige Kartoffelblattlaus --> anholozyklisch --> PLR (Potato Leaf Roll Virus), PVY (Potato Virus Y), PVA (Potato Virus A), PVM (Potato Virus M) Getreide: Große Getreideblattlaus --> nicht-wirtswechselnd-holozyklisch --> BYDV (Barley Yellow Dwarf Virus)