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Schulpädagogik Examen (Fach) / Bildung (Lektion)
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- Selbstbildung vs. Fremdbildung Jede Bildung = Selbstbildung Fremdbildung: durch Unterricht werden Bildungsangebote gemacht
- formale Bildung bildungstheoretischer Subjektivismus Mensch entfaltet innere Kräfte, keine Lerninhalte, sondern Befähigung Ziel: Mensch verfügt über Schlüsselqualifikationen
- materiale Bildung bildungstheoretischer Objektivismus Verfügen über historische, kulturelle und gesellschaftlich bedeutsame Inhalte
- kategoriale Bildung formale und materiale Bildung vgl. Klafki: Stoffülle so groß, dass man Exemplarisches benötigt, das etwas Besonderes enthält, aber auf Allgemeines übertragbar ist Kategorien sind Ordnungs-/Einteilungsmöglichkeiten für eine Sache doppelte Erschließung Schule: Verknüpfung von formaler und materialer Bildung
- Bildungsanspruch Klafki Bildung ist für alle (demokratisches Bürgerrecht) Bildung in allen Grunddimensionen menschlicher Fähigkeiten Bildung im Medium des Allgemeinen
- Der moderne Bildungsbegriff sachgerechtes Weltverstehen individual-soziales Selbstverstehen und Fremdverstehen verantwortliche Weltgestaltung mithilfe kritischer Vernunft und auf der Basis freier und solidarischer Selbstverwirklichung die gebildeten Persönlichkeiten kennzeichnet eine Verbindung von kulturellem Allgemeinwissen mit wertgeleiteten Haltungen (Einstellungen) und entsprechendem Handeln (Wiater) - Wissen allein macht keine Bildung aus
- Definition Bildung (Wiater) Bildung ist ein subjektiver, persönlicher Vorgang, den das Individuum bei der geistigen und tätigen Auseinandersetzung mit den "Dingen der Welt" und mit sienen Mitmenschen für sich selbst vollzieht
- Bildungstheorien W. von Humboldt "der wahre Zweck des Menschen ist die höchste und proportionierlichste Bildung seiner Kräft zu einem Ganzen" Individualität, Totalität, Universalität Bildung = Entfaltung der inneren Kräfte Humboldtsche Bidungsreform Trennung Bildung und AUsbildung (Schule als persönlichkeitsbildung, nicht Berufstraining) horizontale Gliederung des Schulsystems Reduzierung des staatlichen Einflusses auf ads Schulwesen Bildung als Mittel gegen Untertanenmentaltät
- Bildungstheorien W. Hegel Kopplung Mensch - Welt Grundgedanken: Bildung ist das sich-herauf-bilden des Individuums zu einem allgemeinen Wesen des Geistes Bildung heißt, eigene Vorstellungen zurückzustellen und die Gedanken anderer zu erfassen Aneignun von etwas Fremden macht die Entfremdung vom eigenen nötig Bei Bildung erkennt der Mensch über die Beschäftigung mit dem Geist sein Wesen Studium der Griechen
- Definition Bildung (W. Hegel) Bildung ist das sich-herauf-bilden des Individuums zu einem allgemeinen Wesen des Geistes. Durch die Arbeit gewinnt das Subjekt jene Objektivität, die des humanen Menschen würdig ist und zu der er fähig ist
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- Bildungstheorien H. von Hentig Bildung hat drei Bestimmungen: persönliche Bildung (Vorgang, was bildender Mensch aus sich zu machen sucht) praktische Bildung (was dem Menschen ermöglicht, in seiner geschichtlichen Welt zu überleben, Wissen, mit dessen Hilfe Menschen zurechtkommen politische Bildung (was der Gemeinschaft erlaubt, gesittet und friedlich in Freiheit und mit Anspruch auf Glück zu bestehen, Rechte und Pflichten) Fokussierung der Schule auf praktische Bildung
- Bildungsauftrag der Schule Grundschule grundlegende Bildung elementare Kulturtechniken Persönlichkeitsbildung durch hohe Eigenaktivität
- Bildungsauftrag der Schule Hauptschule Allgemeinbildung in Form eines Grundbestands an Wissen und Können Wechsel von praktischem und musischem tun, Wissens- und Erkenntniserwerb; Heranwachsender lernt sich und seine Stärken und Schwächen kennen
- Bildungsauftrag der Schule Realschule breit angelegte Allgemeinbildung und unmfassende Grundlagen für berufliche und weitere schulische Bildung Ermöglichung späterer erfüllter Lebensgestaltung
- Bildungsauftrag der Schule Gymnasium vermittelt ein vertieftes Grundlagenwissen verittelt nicht nur Kenntnisse und Fertigkeiten, sindern auch die Fähigkeit zur Abstraktions- und Theoriebildung und Gelerntes in neue Zusammenhänge zu übertragen sollen geschult werden
- Merkmale von bildendem Lernen (Weber) freiheitliches und befreiendes Lernen (spontanes, selbstbestimmtes, ...) kognitives und reflexives lernen (Aufbau kognitiver Strukturen, bewusstes, strukturiertes, problemlösendes Lernen) identitätsstiftendes und wert- bzw. sinnorientiertes Lernen (positives Selbstbild, Bewusstsien für eigene Verantwortung) ganzheitliches und gegenwarts- bzw. zukunftsbezogenes Lernen (Entfaltung aller Kräft und Fähigkeiten)
- Bildendes Lernen (Schröder) erfast den Schüler in seinem Person-sein betrifft alle Bereiche seiner individuellen Entfaltung verhilt ihm zur Welt- und Wertorientierung trägt bei ihm zur Gesinnungsbidung bei führt zur Förderung seines Denkens und seiner Fähigkeiten wirkt sich motivierend und steuernd auf sein Handeln aus
- Gemeinsamkeiten Bildung und Erziehung zentrale Grundbegriffe der Pädagogik/Erziehungswissenschaften hat mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun - Inhaltliche Überschneidungen gemeinsames Ziel: mündige Persönlichkeit Ergebnis von Lernprozessen
- Unterschiede Erziehung und Bildung - zeitliche Dimension - Wirkungsfeld - Gerichtetheit - Steuerung - Wertsetzung - Intention zeitliche DImension: Ende bei vollendeter Persönlichkeitsreife | lebenslanger Prozess Wirkungsfeld: Erziehung in spezifischen | Bildung nicht institutionell, reicht über Familie und Schule hinaus Gerichtetheit: Vermittlunf von Normen und Regeln | gehobenes Verhältnis zu kulturellen Werten etc. Steuerung: häufig von außen | selbstgesteuert, aus eigenem Interesse Wertsetzung: Schwerpunkt soziale und religiöse Wert | Wissenschaft und Kunst; Grenzen gehen ineinander über Intention: Kulturadäquate Lebenspraxis bezwecken | Qualität des Menschen, kulturadäquates und verantwortliches Handeln