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Klinische Münster (Fach) / Panik und Zwang (Lektion)
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- Panikattake def. = abgrenzbare Episode intensiver Angst mit. mind. 4 abrupt auftretender Symptome und in etwa 10 Minuten ihren Höhepunkt erreicht Herzklopfen (am häufigsten ca. 80%) Schwitzen(häufig) Zittern (häufig) Atemnot (häufig) Erstickungsgefühl brustschmerzen Übelkeit Schwindel(häufig) Hitze oder Kälteschauer (sehr häufig) Taubheit/Kribbeln Unwirklichkeitsgefühl/Depersonalisierung (am seltesten 37%) Kontrollverlustangst Todesangst - Leitsymptom der der Panikst. (aber es ist auch bei vielen anderen Ansgst.--> unspez. Merkmal)
- Panikst. (DSM5) wiederkehrende unerwartete Panikattacke (kein Stimulus als Auslöser!) Angst vor erneuten Attacken (bei mind. 1 Attacke mind. 1 Monat) oder Vermeidungsverhalten keine organische Ursache oder Medikamente als Ursache keine anderen Störung als Erklärung
- Prävealenz der Paniks. und Verlauf - Lebenszeit: 2-5% - beginnt meist im Erwachsenenalter bis 35 Lj. (Frauen häufiger) - chronischer verlauf - hoch komorbid 50-65% Depression/ 30-45% Agoraphobie (Angststäörungen allg. 90%)
- Panik= einzigartig, spezif? 2 Positionen 1) ja, es kässt sich von anderen Angstfromen unterscheiden Panikattacken lassen sich im gegensatz zu anderen Angstzuständen durch Imipramin beeinflussen (spricht für Behandlungsspez.) Panikatt. kann biologisch provoziert werden (biochemisch/ CO2-Inhalation)--> beides bei Panikpatienten effektiver Erstickungsalarmtheorie= Attacke durch Kontrollinstanz im Hirnstamm ausgelöst, wenn Erstickungsgefahr registriert--> bei Panikpat. Hypersensitiv ---> Annahmen wurden weitgehend widerlegt (kein qual. Unterschied zu anderen Ängsten!!) 2) nein es ist nur eine xtreme Form von Furcht Attacken bei vielen Angstst., anderen psy. St. und auch Gesunden (nicht spezifisch für Panikst.!!!)--> hierbei zeigen sich keine Unterschiede bzgl. der Panikattacke selber aber: bei anderen Angststörungen ist sie situativ ausgelöst und nicht spontan/ unerwartet
- Agoraphobie (DSM 5) starke Angst/ Furcht vor mind. 2 Situationen (öffentliche Verkehrsmittel, offene Plätze, in geschlossenen öffentlichen Räumen, menschenmenge/Schlangestehen oder alleien außer Haus zu sein Situationen werden gefürchtet/vermieden, weil eine Flucht schwer ist oder weil im Falle eine Attacke (peinlicher Symptome, starke Beeinträchtigung) Hilfe nicht erreichbar ist starke reiz-reaktion verbindung Vermeidungsverhalten, Sicherheitsverhalten durch begleitung oder aushalten unter starker Angst Angst ist unangemessen/unverhältnimäßig Persitierend (mind. 6 MOnate) Leiden
- Panikst.+Agoraphobie Panikstörung kann mit sekundärer Agora. auftreten Agora. auch ohn Panikst.
- Prävalenz/Verlauf Agora ca 5% - oft später als Panikst. - Frauen mehr - komorbid mit Angstst., affektive St. Sucht und Persönlichkeits. oft Rückfall
- Konditionierungsmodell der Panikst. (Bouten, Mineka, Barlow) 1) ein erster Panikanfall tritt ein --> klassiche Konditionierung US= Panikanfall CS= Umgebungsfaktoren und interozeptive Stimuli, die dem Anfall vorrausgingen (z.B. Zittern, Herzklopfen) --> dieser CS kann nun in ähnlichen Situationen einen Panikanfall auslösen 2) nun beginnt eine Erwartungsangst vor neuen Panikanfällen Vermeidung der CS agoraphobischer Verhalten wird entwickelt neg. Verstärkung und Aufrechterhaltung durch Vermeidungsverhalten (Angstreduktion)
- Tripartite Modell of Anxiety Disorders (Barlow) Interaktion von 3 Faktoren: generalisierte biol. Vulnerabilität, gener. psych. Vul und spezifische Lernerfahrungen -general. biol. V.= biol. Prädisposition auf neg. Lebensereignisse mit Emotionalität, neg Affektivität und falschem Alarm (Panikanfälle) zu reagieren (genetisch bedingt) - generl. psy. V.= durch frühe Erfahrungen von Unkontrollierbarkeit/ Unvorhersagbarkeit und Erziehung (Überbehötung) spezifische Vulnerabilitätsfaktoren= Modelllernen (Angstvermeiden, Sensibilisierung für körperliche Symptome als mögliche Gefahr), Angstsensitivität (Annahme, dass Angst und körperliche Symptome schädlich sind), Krankheiten in der Kindheit, Interozeptive Aufmerksamkeit und Interzeptionsfähigkeit Ablauf= aufgrund der generl. Faktoren kommt es bei einem schwierigen Lebensergeiniss zu einem falschen Alarm (Panikanfall)--> durch die Konditionierung mit den assoziierten Symptomen entsteht eine Erwartungsangst (Kodnitionnierungsmodell) die spez. V.-Faktoren bewirken nun ängstliche Befürchtungen und eine Fokussierung der eigenen körperlichen Symptome nun entsteht eine Panikst. und teils auch eine zusätzliche Agoraphobie (durch kulturelle/sozial Faktoren/ oder Sicherheitssignalen) - spez. V. ist Vorrausetzung für die Konditionierung - panikrelevante Kognitionen sind nicht die Ursache der Panikst., sondern Vulner.faktoren
- kognitives Modell 1 (Panikst./Agora.) (Clark) - Hauptprozess ist die Fehlinterpretation (katastrophisierend) von Körperempfindungen zusätzlich Aufrechterhaltung durch Vermeidung/ sicherheitsverhalten und selektive Infoverarbeitung (Selbstfokussierung auf eigene Körperempfindungen/ keine Verab. externer Reize,etc.) Ablauf ein äußerer Reiz wird wahrgenommen und als Gefahr bewertet--> Angst wird ausgelöst es kommt zu pysiologischen Verändeurngen, die sich als körperliche Empfindungen zeigen diese werden ebenfalls als gefahr wahrgenommen, etc. (teufelskreis)
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- Kognitives Modell der Panikst. 2 (Ehlers & Margraf) 1) löst eine körperliche/kognitive Reaktion aus 2) wird diese wahrgenommen und mit Gefahr assoziiert kommt es zu Angst 3) je nach situativen Faktoren und indivi. Prädisposition wird diese Emotionen schnell oder langsam rückgekoppelt 4) geschieht dies schnell werden diese Reaktionen nun erneut als Gefahr bewertet und es kommt zur Panik (Angst vor der Angst) ( eine langsame Rückkoppelung oder erfolgreihe Bewältigung würden die Panik verhindern und den Prozess unterbinden)
- Forschung zur Panik bei Panikpat. führt bereits die falsche Rückmeldung ihrer Herzrate zu Angst und Erregung auch bei Wortpaaren (z.B. Atemnot-Ersticken) stärkere Reaktion --> beides zeigt induzierte Fehlinterpretation Fehlinterpretation kann verringert werden (z.B. wenn Kontrolle der Situation gegebn ist)
- katasthrophisierende Fehlinterpretationen transdiagnostische Merkmal Panik--> Fehlinterpret. von Körperemfpindungen PTBS--> instrusiver Erinerungen (ich werde verrückt) Zwang--> instrsiuve Gedanken (ich tue, was ich denke) GAS--> Sorgen ( keine Kontrolle)
- Zwangsgedanken wiederholte aufdringliche unangemessen Gedanken, Impulse, Vorstellungen, die Angst ereugen Sorgen beziehen sich nicht auf echte Probleme Gedanken werden ignoriert, unterdrückt, neutralisiert (Versuch!) Wissen, das Gedanken aus einem selber kommen Inhalte der Gedanken unterscheidet sich nicht sehr von gesunden Menschen (z.b. herd aus?)
- Zwangshandlungen wiederholte Verhaltensweisen oder geistige Handlungen Ziel unbehagen oder Ereignisse zu verhindern/reduzieren (verhalten hat aber keinen real. Bezug zu dem was neutralisiert werden soll) - häufigste Handlungen Waschzwang, Kontroll-, Wiederholungs-/Zähl-, Ordnung-, Sammelzwang und zwanghafte Langsamkeit
- Zwangsstö. (DSM 5) es liegen Zwangsgedanken oder Handlungen (Folge der Gedanken´) oder beides vor beides ist zeitintensiv (min.1 h am Tag) und verursachen Leidenund beeinträchtigungen
- pathologische Zwang (Def.) innerer, subjektiver Drang, etwas zu tun/denken Widerstand dagegen Gandenken/Handlungen wird als sinnlos betrachtet erzeugen massive Beeinträchtigung
- Zwangstöungen können sich auf folgende Bereiche beziehen Verunreinungung Gewalt/Aggression zufälliges Unglück sozial inakzeptables Verhalten Ordnung Unsinn (z.B. Melodien, Wörter, etc.)
- Prävalenz Verlauf Zwangst. - Lebenszeit: c. 1% (Frauen/Männer gleich) Frauen häufíger Wasch- /Männer Kontrollzwang - Beginn meist ums 20 Lj. (2/3 bis 25. Lj) (schleichend bei Kontrolle/ akut bei waschen) - extreme Verheimlichungs charakteristisch - KOmorbid ca. 65% Depression/ 25% soziale Angstst. - Verlauf: nur selten Spontanremission generell chronisch ( nur 20% vollst. Remission, 8% schlechter, 52% nach wie vor klinisch/ 28% noch subklinisch)
- transdiagnostisches Modell (kognitiv) der Angst.---> Zwangst. Hauptinhalt ist die Überschätzung der Wahrscheinlichkeit/ Folgen neg. Ereignisse sowie die katastrophisierungen Interpretation interner/externer Reize Aufrechterhaltung durch Vermeidung, Sicherheitsverhalten, selektive Interpretation, Aufmerksamkeit und Erinnerung sowie Grübeln - Aufrechterhaltung des Zwangs durch Interpreatioen/Bewertung der Intrusionen (Überschätzung ihrer Bedeutung, Kontrolle wird für nötig erachtet, subjektive Verantwortlichkeit überhöht, Gefahrübeschätzung, Unsicherheitsintoleranz) Thought-Action-Fusion (Gedankenfehler)= einem Gedanken wird besondere Bedeutung begemessen, dass des Denken die Wahrscheinlichkeit dafür erhöft und ein Gedanke sei genauso moralische schlecht wie dir Tat selber Neutralisierung (neg. verstärkung) Aufmerksamkeits, Interpretations und Erinnerungsbias
- kognitives Modell der Zwangsstö (Salkovskis) Kerninhalt= Gedanke wird durch erst durch eine neg. Bewertung und Bedeutungszuweiseung zu einem Zwangsgedanken 1) ein aufdringlicher Gedanke (mit Stimuluscharakter) wird z.b. als unmoralische bewertet 2) dies bewirkt eie emotionale/ physiologische Unruhe und Handlungsbedarf 3) Handlungen (Neutralisierung, Rituale, etc.--> oder gedanken mit Reaktionscharakter) bewirken eine kruzfristige beruhigung des Gedankens als auch der Unruhe--> neg. Verstärkung - es werden Aspekte der Infoverarbeitung als wichtig erachtet Erwartungen =verzerrt in Überbewertung neg. Erwartungen (Wahrscheinlichekit/ Folge) Verantwortung= wird für Ereignisse übernommen, die nicht beeinflussbar sind (magisches Denken) Unsicherheit= Erinnerungen und Gedächtnis wird nicht vertraut (intoleranz--> Kontrolle) Gedanken und Handlungen vermischt= thought action fusion -auch frühe Lernerfahrungen und die daraus entstanden Schemata (die durch Stressor aktiviert werden) sind von bedeutung für die Gedanken und dem Umgang mit ihnen
- Vernetzung von Zwangsgedanken Netzwerkmodelle = automatisierte verknüpfung von Infos bzgl. Stimulus (auch Assoziationen), den Reaktionen darauf (Handlungen )und ihre Bedeutung (z.B. Keim--> Krankheit, überall, Schnupfen, bahnstange, etc--> Waschen--> gefahr) - erklärt Rückfall auch nach Therapie (erfolgreich)--> unspezifische Stressoren lösen diese atomatische Kette aus ( z.B. bei Belastungen) und es kommt zu den gewohnten Prozessen