16

Makroökonomie (Fach) / Geldpolitik (Lektion)

Was kann die EZB tun?

Diese Lektion wurde von Waldmama erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Ziel der EZB Preisniveaustabilität  gewährleisten,  d. h.Inflationsrate  soll `nahe unter 2 %´ liegen! ⇒  Geldwert fällt nicht : keine Inflation⇒  Geldwert steigt nicht: keine Deflation
  • zwei Formen von Geld Zentralbankgeld / Primärgeld ⇒ Geld, das die Zentralbank in Umlauf bringt Giralgeld / Buchgeld ⇒ Geldformen, die von den Geschäftsbanken geschaffen werden   
  • Entstehung von Zentralbankgeld durch den Ankauf v. Währungsreserven (z. B. Gold und Devisen), durch Kreditvergabe an inländ. GB, durch Kreditvergabe an d. Ausland ⇒ Aktiva Seite
  • Verwendung von Zentralbankgeld Bargeldumlauf Zentralbankeinlagen d. GB (Mindest- u. Überschussreserven) sonstige Einlagen ⇒ Passiva Seite  
  • Nicht-Bank Staat, private Haushalte, Ausland private Unternehmungen
  • 2 Ziele der Geschäftsbanken genug Zentralbankgeld vorrätig haben, um nicht zahlungsunfähig zu werden    Zentralbankgeld, das sie nicht für Zahlungen benötigt, möglichst ertragreich anlegen, also ausleihen ⇒ durch den Ausleihprozess entsteht Giralgeld  
  • Entstehung von Giralgeld Geld in der „Kasse“ Zentralbankeinlagen Guthaben bei anderen GB Kredite an Nichtbanken Sonstige Aktiva ⇒ Aktiva Seite
  • Verwendung von Giralgeld Sichteinlagen der Nichtbanken Verbindlichkeiten bei anderen GB Verbindlichkeiten gegenüber der Notenbank Sonstige Verbindlichkeiten ⇒ Passiva Seite
  • Geldmengen M1 ist die konsumnächste Geldmenge M2  Geldanlage des kurz- und mittelfristigen Konsumpotenzials M3  ist auf die Wertaufbewahrungsfunktion ausgerichtet u. ist Steuerungsgröße d. EZB
  • Geldfunktionen Zahlungsmittel: Medium, um Tauschvorgänge (Transaktionen) durchzuführen. ⇒ Bei Inflation steigen die Transaktionskosten. Recheneinheit: Wertmesseinheit, ermöglicht die Preissetzung, den Preisvergleich, die Schuldenangabe etc. ⇒ Bei Inflation ist die Marktkoordination über die Preis in Gefahr. Wertaufbewahrungsmittel: über einen Zeitraum ⇒ Bei Inflation sinkt die Bereitschaft zum Sparen. Dies erschwert Investitionen.
  • Anzeige
  • Inflationsarten Nachfrageinflation Angebotsinflation Kosteninflation Gewinninflation
  • Nachfrageinflation Die Nachfrageinflation wird auch als „Demand Pull Inflation“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine spezielle Variante der Inflation. Diese definiert sich aus einer erhöhten volkswirtschaftlichen Nachfrage nach bestimmten Gütern und einer daraus resultierenden Preiserhöhung. Übersteigt die Nachfrage das Angebot an der geforderten Ware und können die Unternehmen auch durch eine Produktionsausweitung die Nachfrage nicht befriedigen, zieht das in der Regel einen Preisanstieg nach sich. In Boom Phasen: Produzenten arbeiten an der Kapazitätsgrenze. Die Nachfrage befindet sich also auf einem extrem hohen Niveau. Dementsprechend sind die Anbieter nicht dazu in der Lage, die gesamte Nachfrage zu befriedigen. Deshalb entscheiden sie sich dazu, die Preise für ihre Produkte zu erhöhen. Anbieter produzieren in diesem Fall nach dem Motto „Wer den höchsten Preis zahlt, bekommt den Zuschlag“. Die Folge ist ein steigendes Preisniveau und eine eintretende Inflation.
  • Angebotsinflation Die Angebotsinflation bezeichnet eine Preiserhöhung von Waren und Dienstleistungen durch angestiegene Produktions-, Personal-, Material- und Transportkosten. Forderungen nach einem Lohnausgleich treiben den Mechanismus weiter voran.
  • Kosteninflation Form der angebotsbedingten Inflation, bei der die Preise in der Volkswirtschaft steigen, weil die Unternehmen gestiegene Produktionskosten auf den Preis ihrer Waren und Dienstleistungen überwälzen. Auslöser für steigende Kosten in den Unternehmen können z. B. höhere Lohnkosten (Lohndruckinflation) oder höhere Rohstoffkosten sein.
  • Gewinninflation eine Form der angebotsbedingten Inflation, bei der die Preise in der Volkswirtschaft steigen, weil z. B. große Unternehmen auf Märkten mit wenigen Anbietern (oligopolistische Märkte) unter Ausnutzung ihrer Marktmacht Preiserhöhungen durchsetzen, um ihre Gewinne zu erhöhen.  
  • Aufgabe der EZB Die EZB steht generell vor der Frage, wie hoch der ‚richtige‘ Zins ist, d.h. wie die der Marktlage entsprechenden Leitzinsen zu setzen sind. Zwei Anhaltspunkte: Wenn die Geldmenge steigt, bzw. die Inflationsrate zunimmt, sollen die Leitzinsen steigen. Das Geldangebot soll verringert werden. Daraus sollen sich dämpfende Wirkungen auf die zinsabhängigen Größen Investition u. Konsum ergeben Wenn Preisniveaustabilität vorliegt und die´realwirtschaftlichen Aktivitäten zu gering ausfallen, dann sollen die Leitzinsen sinken.