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Schulpädagogik Examen (Fach) / Lehren und Lernen/Leisten IIII (Lektion)

Interaktionen im Unterricht

Diese Lektion wurde von Charlottelioba erstellt.

Lektion lernen

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  • Lehr- und Lerninteraktionen Soziale Organisationsformen des Lehr- und Lernprozesses (nach Kösel) zwei Pole: alle lernen in Abhängigkeit vom Lehrer dasselbe oder jeder lern für sich, Lehrer unterstützt Frontalunterricht (zentrale Steierung durch Lehrer, verteilt Möglichkeiten zur Kommunikation und Reaktion, gibt Rhythmus vor, Schülermitwirkung in Planung unerwünscht) Partnerarbeit (genaue Anweisungen durch Lehrer, Vorteil von Lehrer, um Schülerblock aufzulockern) Gruppenunterricht (zwischen blockähnlichem Klassenunterricht und Individualunterricht; thematisch zusammengehörige Aufgaben werden in verschiedenen Gruppen gelöst, Verbindung von Sozial- und Sachlernen) Alleinarbeit (Durchführung in Kombination mit Frontalunterricht, kein Selbstunterricht!, SuS sind in der Klasse, aber jeder arbeitet für sich)
  • Lehr- und Lerninteraktionen Soziale Organisationsformen des Lehr- und Lernprozesses (nach Aschersleben) doppelte Funktion unterrichtlicher Sozialformen? Klassenunterricht: Frontalunterricht - hauptsächlich S-L-Kontakte, nicht S-S; Lehrervortrag, fragend-entwickelnder Unterricht Unterichtsgespräch - UG mit Lehrer als Teilnehmer oder ohne Lehrer Differenzierung des Unterrichts Gruppenunterricht - enger Kontakt zwischen mitglieern einer Gruppe, L greift nur ein, wenn nötig Programmierter Unterricht + Einzelunterricht - SuS lernen für sich alleine, trotz Einbindung in Klasse; Formen unterscheiden sich nur durch Lehrmittel a) didaktische Funktion: Fragen nach sozialerzieherischer Zielsetzung, die in SOzialformen gegeben sind (Kooperationsfähigkeit, Solidarität, Teamwork) b) methodische Funktion: enger Zusammenhang mit lerneffektivität im Unterricht
  • Lehr- und Lerninteraktionen Formen der Arbeitsteilung nach Weiss Einzelarbeit isolierte EA (zb Hausaufgaben) Unverbundene Nebeneinanderarbeit von Einzelnen aufeinanderbezogene Einzelarbeit - durch Wettbewerb/auf gemeinsames Werk Kollektivarbeit - Gruppenarbeit isolierte GA unverbundene Nebeneinanderarbeit von Gruppen aufeinanderbezogene Gruppenarbeit - Gruppenwettbewerb/Sachlich aufeinanderbezogene Gruppenarbeit Kollektivarbeit - Klassenarbeit (z.B. Diskussion)
  • Lehr- und Lerninteraktionen Formen des Gruppenunterrichts nach Klingberg frontale Arbeit - Lehrerführung des Unterrichts, vereinigt alle Reaktionen auf sich Einzelarbeit - selbständiges, individuelles Lösen von Aufgaben, keine Kommunikation zwischen SuS Gruppenarbeit - selbständiges lernen in der Gruppe, viele verschiedene Formen entstanden: nach Aufgabenstellung (gleich/verschieden) - Außensicht der Gruppen, vergleicht Gruppen miteinander Arbeitsteilung (gleich/teilig in den Gruppen) - Innensicht der Gruppen, vergleicht SuS einer gruppe miteinander
  • Definition Sozialform (Wiater) Organisationsformen der SChüler-Lehrer und Schüler-Schüler-Beziehungen beim lernen. Beschreibungen er sozialen Aktivitäten einer Lerngruppe im Unterricht Wahl einer Sozia,form ist abhängig von den Unterrichtszielen, Unterrichtsmedien und anthropogenen/soziokulturellen Bedingungen - es gibt keine "bessere/beste" Sozialform
  • Führungsstile im Lehr- und Lernprozess zielt auf die beim Lehrer langfristig liegenden Ursachen für dauerhafte, grundlegende soziale Verhältnisse in seiner Klasse, betrifft das langfristige Klima, aus dem besondere Sozialformen entstehen Autoritär demokratisch laissez-faire
  • Führungsstile im Lehr- und Lernprozess Autoritär: Verhalten und Auswirkungen Verhalten: legt alle Richtlinien fest schreibt Techniken, Tätigkeiten, einzelne Aufgaben vor stellt Arbeitsgruppen zusammen verteilt Lob und Tadel nach persönlichen Kriterien hält sich abseits der Gruppe Auswirkungen: größere Lesitungsquantität, geringere Qualität gereinger Arbeits- und Gruppenmoral, mehr Konflickte, Aggressionen, Sündenböcke weniger Arbeitsbeharrlichkeit bei Abwesenheit des Lehrers
  • Führungsstile im Lehr- und Lernprozess Demokratisch: Verhalten und Auswirkungen Verhalten: lässt Richtlinien durch Gruppendiskussion und-entscheidungen zu hilft beim zusatndekommen von Entscheidungen Zielführende Schritte entstehen durch Diskussionen, L schlägt nur alternative Mittel vor SuS wählen Arbeitsgenossen selbst Orientierung an sachlichen Kriterien für Lob und Tadel L versucht, Mitglied der Gruppe zu sein Auswirkungen höhere Arbeits- und Gruppenmoral weniger Konflikte, Aggressionen und Sündenböcke größere Arbeitsbeharrlichkeit bei Abwesenheit des Lehrers geringere Quantität, höhere Qualität
  • Führungsstile im Lehr- und Lernprozess Laissez-faire: Verhalten und Auswirkungen Verhalten: überlässt Gruppenentscheidungen den SuS beschafft Material gibt Infos nur auf Nachfrage keine Teilnahme, keine Beurteilung, keine Regelung, keine spontanen Bemerkungen Auswirkungen: geringere Arbeits- und Gruppenmoral geringere Produktivität
  • Erziehungsverhalten von Lehrern Autokratische Verhaltensform: häufige Befehle/Anordnungen Vorwürfe, Ungeduld, Tadel, Drohungen, Strafen geringe Respektierung anderer und deren Wünsche ungleiche Rechte für Untergebene und Führende eindeutige Determinierung der Aktivität der Geführten durch Erfahrungen, Urteile, Entscheidungen des Führers Sozialintegrative Verhaltensform Führung anderer zum Ziel nur soweit wie notwendig seltener Ausdruck von Macht, Überlegenheit gleiche Rechte für alle Einsatz eigener Kräft für Belange Ermöglichung von spontanen Handlungen Förderung der Unabhängigkeit, Sicherheit und Entscheidungsfreiheit anderer
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  • Integrationsweisen (nach Gordon) unterscheidet Führungsform im Hinblick auf die Integration der SuS in den unterricht; je nachdem, ob sich Lehrer am System (formelle Struktur) oder an den Beteiligten (informelle Struktur) orientiert: instrumental oder expressiv instrumental - Orientierung an Zielen und Inhalten und an Erhaltung des Systems; Integration beruht nur auf Autoritätsanwendung instrumental-expressiv - Orientierung geht auf Anpassung der Systemziele an SuS/L; Kombination von Autorität und Führung expressiv - Orientierung an den Zielen/Bedrüfnissen von SuS/L; Integration durch persönlichen Einfluss, Überredung; Bedürfnisse als Kriterium des Handelns instrumental-expressive Form = ergiebigste, fördert sowohl Lernen als auch SOzialerziehung
  • Unterricht als Kommunikatives Geschehen Kommunikation als unterrichtstheoretischer Leitbegriff spezielle Operation jeglicher sozialer Systeme Im Unterricht: meist face-to-face, Sprachliches Symbolsystem herrscht vor; begleitet durch non-verbale Kommunikation und mediale Kommunikation
  • Unterricht als Kommunikatives Geschehen Pädagogisch bedeutsame Modelle der Kommunikation Kommunikationsmodell (Shannon & Weaver): Information als Vorhersagbarkeit von Zeichen, durch den gesendeten Input - sowohl sinnlose als auch sinnvolle Nachrichten sind Infos Kommunikationsonzept (60er Jahre, Mead): Symbolischer Interaktionismus, Austausch von Gesten und Symbolen, Herstellung der Sozialisation und Individualität; Person bekommt Individualität, wenn es Handlungen interpretiert und internalisiert Theorie des kommunikativen Handelns (1981, Habermas): aus Meads Konzept entwickelt, Herstellung von Kommunikation als Balance zwischen Zwängen des Sozialsystems und der Verständigung in der Lebenswelt Schul von Thun: Organon-Modell: Vier Funktionsweisen einer Nachricht (Selbstoffenbarung, Beziehung, Appell, Sachinhalt)
  • Unterricht als Kommunikatives Geschehen Unterricht als Kommunikationsprozess - betrifft: Kommunikative Kompetenz als Unterrichtsziel: nicht nur Prozess, auch Gegenstand; erreichbar durch Kommunikation und Kooperation; Koomunikative Didaktik Unterrrichtsstörungen: entgegenwirken der fehlenden kommunikativen Kompetenz
  • Unterricht als Lehrer-Schüler-Interaktion Historische Aspekte der Forschung eigene Tradition dieser Forschung 60er Jahre: Aufschwung durch amerikanische Arbeiten - 1963: handbook on research of teaching 80er Jahre: Veränderung des Verständnisses von Lehr-Lern-Forschung auf kognitionstheoretischer Basis Theorien der Informationsverarbeitung, kognitive Konzepte des Denkens und Handelns - ermöglichen differenzierte Lehr-Lern-Analysen
  • Unterricht als Lehrer-Schüler-Interaktion Unterricht als Interaktionsgeschehen: typische Interaktionsmuster, Funktionen unterrichtlicher Interaktionsmuster Interaktionsmodelle = Rückkopplungsmodelle, beschreiben Einflussfaktoren und Regelgrößen eines sich selbst steuernden, offenen Systems Unterricht als wechselseitiges aufeinander Einwirken im Wahrnehmen, Beurteilen, Kommunizieren Typische Interaktionsmuster: auffordern, antworten, reagieren Funktionen: Frage-Antwort-Bewertungsmuster: Schulspezifische Funktion der Selektion und Qualifikation Kritiker: Fragen und Bewertung als Mittel der Themensteuerung und Durchsetzung bestimmter Deutungen und Sachverhalte - SuS haben keine Gestaltungsspielräume