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Veterinärmedizin (Fach) / VPH ll (Lektion)

Veterinary Public Health

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  • Tierverkehr in der CH - 2 spezielle, ausserordentliche Dinge, für Tierseuchen relevant Alpung: häufig Gemeinschaftsalpen --> 2-3mal Verschiebungen des Viehs im Jahr ohne Verkauf. Tiere von verschiedenen Betrieben kommen zusammen. Viehhändler: Handel läuft immer über Händler, nicht direkt zwischen den Bauern. In den Ställen werden Tiere von unterschiedlichen Betrieben zusammengestellt --> optimale Krankheitsausbreitung.
  • MKS Seuche England wann? Beschreiben Februar 2001 bis 2002 - Verbrennungsanlagen reichten nicht mehr aus, grosse Scheiterhaufen - Tiere verbrannt. Viele Suizide von Bauern, die gesamten Bestand verloren haben. MKS auch über Wind übertragbar! Schweine sind Amplikatoren, Schafe zeigen kaum Klinik - Problem in England, da sehr viele. Schon 1 Woche im Schweinestall bis Tierhalter reagierte. Riesige Schaf-Märkte in England - 40 000 Tiere pro Tag werden gehandelt - subklinische Träger. Bis Mai 2001 schon extrem ausgebreitet. Alles wurde von London aus delegiert, man durfte keine Proben mehr nehmen - allein an Klinik entscheiden, ob MKS oder nicht. Schafe waren in England nicht unter kompletter Beobachtung. 2030 Fälle in England, 10472 Betroffene Betriebe. Letzter positiver FAll 30.9.2001. Millionen Tiere getötet, 7800 Bauern ohne Arbeit, 150 Suizide. Mia-Verluste! auch Tourismus. CH eigentlich zu wenig Verdachtsfälle werden eingesandt. Deswegen mit Ausschlussdiagnose begonnen. MKS - je nach Anzahl der Tiere muss man entscheiden, ob Ausschluss oder Verdachtsdiagnose. MKS Virus: Picornaviridae, Aphtovirus, 7 Serotypen, keine Kreuzimmunität. Zahlreiche Subtypen, Stabiles Virus in Kälte. 1Monat in Umwelt. 70° für 30min Inaktivierung in tierischen Produkten. pH Empfindlich!! Fleischreifung inaktiviert Virus - Schweinemuskel reift aber nicht!! Virus kann drin sein. Läsionen kommen erst nach Virusausscheidung! CAVE. Erste Virusvermehrung im Pharynx, Aphtenbildung Zunge MaulSH, Zelltod --> Läsionen. Virämie, sekundäre Virusvermehrung an Klauen, Pansenpfeilern, Herzmuskulatur, Euterdrüsengewebe. Virus hat hohes Ausbreitungspotential, geringe Mortalität, hohe Morbidität. Rinder Hauptwirt, Amplikation im Schwein, Wildtier Rolle gering. Afrikanischer Büffel scheint relevant --> Carrier. Virus einschleppen über infizierte Tier oder aber indirekt über unbelebte Träger - Fahrzeuge, Waren, Fleisch, andere tierische Produkte, Personen. England: Chinarestaurant bezog Fleisch von Cina, Abfallfütterung von Restaurant an Schweine. Dann rasch in Schafpopulation übergetreten - im Februar grössmögliche Schafbewegungen, Schafe waren hoch empfänglich für diesen Serotyp aber wenig Klinik, mind. 3 Wochen war Seuche unerkannt! Günstiges Wetter.
  • Veterinärdienst - 3 Aufgaben: Tiergesundheit/Tierseuchenbekämpfung Lebensmittelhygiene(Ein Seuchenfall legt heutzutage ein gesamtes Land lahm!! Tourismus bricht auch ein, Menschen sind schnell verunsichert heute.) Tierschutz
  • Lebensmittelsicherheit umfasst heute: Tiergesundheit Fleischhygiene Tierschutz
  • Spagat, den der staatliche VetDienst machen muss: öffentliche Gesunheit vs. wettbewerbsfähige Produktion!! Konsumenten wollen möglichst günstige, hoch qualitative Produkte. Bauern müssen noch überleben können.
  • Was hat höchste Priorität für den Veterinärdienst? Gesundheit von Tier und Mensch --> Sicherheit für Konsumenten von Lebensmitteln (vor allem von tierischer Herkunft), Vertrauensbildung!! Aber eben auch die wirtschafltichen Überlegungen von Bedeutung!!
  • Trends Politik/Verwaltung sind wesentlich für BLV -- wie aktuell? Ressourcen knapp -- Parlament nach rechts - Budget gekürzt, ausser direkt im Landwirtschaftsbereich. BLV trotzdem darunter gelitten, da nur indirekt Landwirtschaft. Staatliche Aufgaben hinterfragt Föderalismus vs Globalisierung Staat soll 100% Sicherheit garantieren Internationaler Einfluss auf nationales Recht wird grösser -- Veterinärbereich gehört eigentlich zu VetWesen der EU!! Krankheiten machen keinen Halt vor Grenzen.
  • Trends Gesellschaft - wesentlich für Tierseuchen? Mobilität nimmt zu (SARS als Beispiel - schnelle Übertragung durch Flugverkehr.) Krankheiten, die von Tier auf Mensch überspringen, gewinnen an Bedeutung. Tierthemen haben eine hohe emotionale bedeutung.
  • Aktuelle Entwicklungen bedeutend für Tierseuchen Welthandel bring immer offenere Grenzen Krankheiten kennen immer weniger Grenzen Hochpreisland Schweiz --> interessanter Markt --> CH importiert vor allem gute Stücke von Fleisch - hoher Preis, wenig Fleisch pro Tier. 2kg pro Rind wird improtiert!! Internationale Einbettung VetD wird immer stäker (EU und WTO)
  • Aktuelle Veränderungen haben Auswirkungen auf die Strategie vom staatlichen VetD. Dies wären: Öffentlichkeitsarbeit verstärken Transparenz schaffen Krisenmanagement verbessern -- Ausbruch Tierseuche wird immer dramatischer, wenn man nicht mehr damit rechnet!! Diseas awareness fördern. Japan MKS Ausbruch 2010 -- erst beim 10.-15. Betrieb entdeckt, dass es MKS ist. Monitoring, Risikoabschätzun Risikokommunikation
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  • Tiergesundheit weltweit Entwicklungsländer: ungebremste Verbreitung von Tierseuchen Schwellenländer: Bekämpfung der hochansteckenden Tierseuchen/Zoonosen (Tollwut, Tuberkulose, Brucellose...) Europa, NordAmerika, Australien: weitergehende Tierseuchenbekämpfungsprogramme (IBR, EBL...) Schweiz: Umfassende Bekämpung, Prävention, Erhaltung der Seuchenfreiheit (BVD...) - Hohe Gesundheit der Tiere und gute Milchqualität ABER: extremer ABC Verbrauch. Gute Qualität ist mit ABC gekauft.
  • MKS aktueller Status Weltweit nimmt es nicht ab!! 2015 - Mittlerer Osten, Kriegsgebiete, südliches Afrika immer ein Thema! Jan16 bis aktuell --> Südafrika, Westafrika (wenig), Saudiarabien, osten von Türkei, Russland, China (Osten und Westen), Mongolei, Korea (Grenze Nord, Süd) letzte 6Monate Karte: Russland, China, Vietnam, Korea, Saudiarabien, Südafrika - Angola, Sambia, Mosambik Nur Europa, Australien und Nordamerika sind offiziell frei von MKS. Exporte/Importe: USA Poulet nach Russ, EU,Australien Rind nach Asien etc... Viele Nutztiere in Afrika, Milchproduktion, Fleisch, kleine Betriebe. Jährlicher Import 150 000 Holsteinrinder!! 300 Feedlot Betriebe - Mast. Preisanstieg Lebendtiere und Fleisch. Viele Tiere MKS+, hohe Mortalität bei Kälbern - 2-3%. Veterinärdienst in desolatem Zustand, keine disease awareness, Impfstoff nicht akzeptiert, Logistik. Diagnostik. Knappheit Rindfleisch --> Kamel, Fisch, Geflügel - da auch Preisanstieg. Afrikanischer Wasserbüffel: Carrier, aber umstritten, Virus bis zu 5Monate Ausscheidung. OIE und FAo wollen Kontrolle bis 2027 -- Impfung! Eradikation? Nationale Diagnostiklabore, Finanzierung der Bekämpfung, Kommunikation, Diagnostik verbessern, VetD verbessern, Nachhaltigkeit der Programme, OIE Standarde umsetzen, internationale Zusammenarbeit.ABER: Ungenügender Anreiz, MKS zu bekämpfen auf nationaler Ebene - Exporte, und Produzenten - die Tier sterben ja nciht, kein Impfstoff erhähltlich - keine Kühlkette, keine Anbieter, Ungenügende Fachkenntnisse, welcher Impfstoff, Tierverkehr!!! keine Grenzkontrolle, nichts kontrolliert, Wildtier - Nutztierkontakte, fehlendes Vertrauen in Impfstoff.Frühwarnsysteme funktionieren nicht, keine Standards definiert. Neue Fälle sollten entdekct werden, bevor endemisches Ausmass.Perspektiven: unmöglich bis TV geregelt, multivalente Impfstoffe notwendig, Impfaktionen - wer finanziert?, Nachbarländer müssen mitmachen, TH, Tierprod. wollen nicht mitmachen, Regierung steht nicht dahinter.
  • Emerging Disease Re-Emerging Disease WHO Definition: Krankheit, die zum ersten Mal auftaucht in einer Population, oder vielleicht schon vorhanden war, aber sich plötzlich schnell ausbreitete in Inzidenz oder geographisch. OIE Definition: Neue Infektion, als Resultat von Evolution oder Enderung eines existierenden Pathogens oder Parasiten, was eine Veränderung in Wirt-Range, Vektor, Pathogenität oder Belastung auslöste, oder das Auftauchen einer unbekannten Infektion oder Krankheit. Re-Emerging Disease: schon bekannte Erkrankung, die ihre geographische Verbreitung ändert oder das Wirtsspektrum erweitert oder die Prävalenz signifikant steigt.
  • Häufigste Emerging, Re-Emerging diseases Schlüsselrisikofaktor Infektionskrankheiten, meist Zoonosen, 58 von 87 durch Viren verursacht, 49 durch RNA Viren. Nähe zu Tierpopulation und TierproduktenVeränderungen in der Erreger-Wirt-Ökologie
  • Wichtige Hotspots Emerging Infectious Kriterien: Hohe Biodiversität, hohe Population Mensch --> nahes Zusammenleben Mensch und Tier. INDIEN!!, OSTCHINA, EUROPA, Westafrika (im Süden), Mittelafrika, Mittelamerika
  • Epidemien der letzten 20 Jahren 1993 HantaVirus1994 Plaue, Ebola Virus1996 Neue Variante von CJD, H5N1 Influenza1998 Nipah virus1999 West Nile2000 Rift Valley Fever2001 Anthrax2002 Norwalk like viruses2003 SARS2004 Marbur Virus2005 H5N1 Influenza2009 H1N1 Influenza2012 MERS - Kamele
  • WestNileVirus USA ab 2000 Fälle im Osten -- danach Ausbreitung bis 2004 Westküste erreicht. Dann von Süden eher Richtung Norden. 2006 immernoch viele Fälle in ganz USA (Osten nicht mehr). Vektor: Mücken, Zecken, von da zu Vögel nud dann wieder zu Mücken. Dann plötzlich übergesprungen auf alle möglichen Endwirte:Vor allem Pferd, aber auch Hund, Mensch, Bär, Katze, Elch, Stinktier, Schaf, Eichhörnchen, Krokodil....
  • Faktoren in "Emergence" (=Aufkommen) Microbielle Adaption, ÄnderungenVeränderte WirtsanfälligkeitenKlima und WetterVeränderte ÖkosystemeWirtschaftliche Entwicklung, LandnutzungDemographie, Verhalten von MenschenTechnologie, IndustrieInternationaler Verkehr (Tourismus und Handel)Versagen der Public Health - PunkteHygiene, Soziale UngleichheitKriegePolitische LückenBiowaffen - Missbrauch
  • Klimatische Änderungen --> Einfluss auf infektiöse Krankheiten Vektor-borne DiseasesWater-borne DiseasesLandwirtschafts ProduktionMigration von TierenVeränderte Ökosysteme für Wild und HaustiereMensch-Tier BeziehungÖkologie, neue ForschungenPublic Health Einflüsse
  • Globaler Welthandel Tiere Schon legal extem grosse Zahlen - 4Mio Vögel, 640 000 Reptilien, 40 000 Primaten. Schätzungen von illegalem Handel: 4-6 Billionen!!
  • Risikowahrnehmung Gesellschaft vs Tierarzt Sehr unterschiedlich, individuell, je nach Gesellschaft. Risikowahrnehmung ist sehr verschieden! Was der Konsument freiwillig eingeht, wird als tiefes Risiko angesehen (z.B. Rauchen). Diese Faktoren sind aber auch "gerecht" verteilt, bekannt und betrifft vor allem Erwachsene. Daneben bgit es unfreiwillig, aufgedrängte Risiken. Durch Dritte gesteuter, von Mensch erzeugt, kein wesentlicher Nutzen, betrifft auch Kinder (z.B. Krieg). Wissenschaft und Bevölkerung auch sehr verschieden. Bevölkerung ist irrational und emotional. Beispiel: Trend, nicht zu impfen in Gesellschaft. Die schlimmen Krankheiten kennt die heutige Generation nicht mehr - deswegen findet man es unnötig zu impfen. Nicht diese Personen, die Leute deswegen sterben sahen.
  • Veterinärdienst Netzwerk Schweiz BLV BLW, BAG, Tierhalter, Kantone, Konsumenten, Tierärzte, Labore, IVI
  • BLV Definition Kompetenzzentrum des Bundes für Lebensmittelsicherheit, Ernährung, Tiergesundheit, Tierschuzt und Artenschutz im internationalen Handel.
  • 7 Ziele des VetD gesunde Tiere Menschen vor Zoonosen schützen hygienisch einwandfreie und rückstandsarme Lebensmittel tiergerechte Haltung und verantwortungsvolle Nutzung nachhaltige Nutzung freilebender Tiere vetmed Rahmenbedingungen für Marktzugang sicherstellen -- es muss sich trotzallem noch rentieren, muss man nachweisen können Transparenz und Vertrauen schaffen
  • BLV Aufgaben Erarbeitet die gesetzlichen Vorschriften Vollzugsaufgaben Grenzkontrolle, Export, internationale Abkommen - Wichtikeit verloren nur noch an Flughafen Zürich und Genf physische Kontrollstellen. CH und EU arbeitet da zusammen. Koordination, Beratung, Aufsicht des kantnalen Vollzugs Ausbildung, Weiter- und Fortbildung Information, Forschung und Entwicklung Zusammenarbeit mit wichtigen internationalen und nationalen Organisationen
  • Kantonale Veterinärämter, Aufgaben Vollzug in  Tiergesundheit Lebensmittelhygiene Tierschutz Tierarzneimittel Tierversuche Hunde (neu in vielen Kantonen - Sicherheit, überprüfen von Hunden, Bissverletzungen)
  • Amtlicher Tierarzt Amtl. Tierärztinnen und Tierärzte sind verpflichtet regelmässig Weiterbildungen zu absolvieren. So können sie für sämtliche Vollzugsaufgaben im kantonalen Veterinärdienst eingesetzt werden. Alle tierärztlichen Fleischkontrolleurinnen und Fleischkontrolleure müssen die Qualifikationen der amtlichen Tierärztinnen und Tierärzte erfüllen. ZulassungsbestimmungenAbgeschlossenes Studium VeterinärmedizinBeschäftigungsgrad von mindestens 30% im Veterinärdienst Schweiz Basiskenntnisse, Rechtsgrundlagen, Lebensmittelsicherheit, Tiergesundheit, Tierschutz
  • Anforderungen glaubwürdiger Vollzug Hohe Professionalität Hohe Objektivierbarkeit Evaluation - messbar, Kontrolle der Kontrollen vorhanden
  • Amtstierarzt Anstellung beim Kanton:  Verantwortlich über ein Gebiet Vollzug --> Kontrollen, Ausbruchsuntersuchung, Tierseuchenprävention, Tierschutz, Lebensmittelsicherheit Anstellung BLV: Gesetzgebung Epidemiologie Tiergesundheit Tierschutz Internationales Kriesenmanagement usw.
  • Wichtige Organisationen OIE, FAO, WTO, WHO, Codex, ProMed OIE: Office international des epicootics: 1920 Rinderpest, 1924 Gründung OIE, keine juristische Gewalt - Transparenz, Handelssicherheit, Wissenschafltich, Förderung der VetDienste, Lebensmittelsicherheit, Tiergesundheit und Tierwohl. EFSA: 2002, Europiean Food Safety Authority - Arbeitsgruppen zu verschiedenen Bereichen, Lebensmittelsicherheit in EU - sämtliche Risiken bewerten und veröffentlichen. Von EU finanziert, unabhängige europäische Behörde. FAO: Food and Agriculture Organization of the UN – Lebensmittelsicherheit, hohe Qualität in Lebenmitteln, hohe Gesundheit. WTO: World Trade Organisation, verhindert willkürliche ungerechtfertigte Diskriminierung, man kann aber Massnahmen ergreifen, die für Schutz von menschlichem, tierischen, pflanzlichen Leben wichtig sind. WTO Prinzip ist nicht so, dass dasselbe Produkt gesperrt wird, wenn ein Land sich weigert von einem anderen etwas zu kaufen. Sonder eines, das ebenso schwer gewichtet wird (je nach dm welche Industrie gross ist). Jeweils das Land kann Forderungen stellen, das den höheren Standard hat. Nachweise müssen wissenschaftlich sein. Risikoanalyse. Schlichtungsstelle Handelskonflikte. Forum für multilaterale Handelsverhandlungen. WHO: World Health Organisation Codex: Codex Alimentarius – von FAO und WHO zusammen entwickelt 1963 – Konsumenten schützen, Fairness in Handel mit Lebensmitteln. Lebensmittel sollen sicher sein und handelbar. Keine Organisation sondern internationales Program zur Lebensmittelstandardisierung. Standards, Richtlinien, Leitlinien, Empfehlungen. Promemail.org:  Program für Monitoring Emerging Diseases. Internet-basiertes Aufzeichnungssystem für schneppe globale Verbreitung von Informationen über Ausbrüche von infektiösen Erkrankungen oder auftachen von Toxinen, die die humane Gesundheit betreffen - inklusiv Tierkranheiten und Pflanzenkrankheiten (Nahrungsmittel, Tierfuttermittel). Elektronische Kommunikation ermöglicht es ProMED hoch aktuelle News über die gesamte Welt zu verbreiten - 7d/w.
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  • WTO - SPS Agreement Sanitary and Phytosanitary Measures - trat mit Gründung WTO in Kraft 1995. Erlaubt allen WTO Mitgliedern, Massnahmen zu ergreifen, die notwendig sind für den Schutz des menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens. Jedes Land darf eigene Standards etablieren, aber wissenschafltich belegt.(Hormonfleisch aus USA; EU einfach verboten, CH zugelassen, das wissenschaftlich nicht haltbar - EU Busse) Keine willkürliche ungerechtfertigte Diskrimminierung --> Prinzip der WTO: Bestrafung der Länder, die dagegen verstossen, werden nicht gleich mit gleich bestraft --> sondern mit dem, was das Land mehr trifft. Z.B. wenn CH kein Fleisch mehr von Kanada importieren will, dann wird Uhrenexport der CH gesperrt.Immer das Land, das den besseren Status hat, darf aber Anforderungen stellen - so z.B. IBR --> CH ist frei, wenn von Kanada importiert, dürfen wir bezüglich IBR anforderungen stellen. Aber nciht den gesamten Import von Fleisch ablehnen, nur damit unsere Preise nicht gedrückt werden. Nur Anforderung an Massnahme -- z.B. testen auf IBR vor Einreise. 3 Sisters: SPS: OIE, Codex, IPPC IPPC: Internationales Pflanzenschutzübereinkommen - völkerrechtlicher Vertrag zum Schutz von Pflanzen gegen Schädlinge. Seit 1952
  • Seuchen verhindern Disease Awareness (Tierhalten und praktizierende Tierärzte) --> Information/Sensibilisierung Tierhalter (inkl. Entschädigung der Verluste - denn sonst würde es keiner anzeigen), Kliniker, Ausbildung der Studenten, Aus und Weiterbildung seuchenpolizeilicher Organe. Funktionierender VetDienst Klare gesetzliche Grundlagen Kontrolle des Tierverkehrs Überwachung Tiereinfuhr - Quarantäne/ tierische Produkte Systematische Untersuchungen Überwachung durch Sichprobenuntersuchungen Vollzug der Voerordnung über die Entsorgung tierischer Nebenprodukte Zusammenarbeit mit Gesundheitsdiensten
  • Meldepflicht Wer Tiere hält, betreut oder behandelt, ist verpflichtet, den Ausbruch von Seuchen und seuchenverdächtigen Erscheinungen unverzüglich einem Tierarzt zu melden und alle Vorkehren zu treffen, um eine Uebertragung auf andere Tiere zu verhindern.
  • Tierverkehrskontrolle CH RIND:Geburtsmeldung --> 2x Ohrmarken und Begleitdokument pro Tier, geht immer mit Tier mit bis und mit Schlachtung. Doppelläufiges System beim Rind: Abgangsmeldepflicht und Zugangsmeldung und Schlachtungsmeldung - alle Infos in eine Datenbank.Zudem ein Tierverzeichnis vor Ort und in der TVD.
  • Tierseuchengesetz Definiert Tierseuchen: auf den Menschen übertragen werden können (Zoonosen) vom einzelnen Tierhalter ohne Einbezug weiterer Tierbestände nicht mit Aussicht auf Erfolg abgewehrt werden können einheimische, wildlebende Tierarten bedrohen können bedeutsame wirtschaftliche Folgen haben können für den internationalen Handel mit Tieren und tierischen Produkten von Bedeutung sind. 1 Punkt reicht aus um Tierseuche zu sein! Regelt Grundsätze und Ziele, wer für Vollzug verantwortlich.
  • Tierseuchenverordnung Benennt, welche Tierseuche in welcher Kategorie ist (hochansteckend, auszurottend, zu bekämpfend, zu überwachend). Sie legt die Bekämpfungsmassnahmen fest und regelt die Organisation der Tierseuchenbekämpfung sowie die Entschädigung der Tierhalter.
  • Andere Verordnungen Verordnung über die Ein-, Durch- und Ausfuhr von Tieren/Tierprodukten die Einfuhr und die Durchfuhr von Tieren und Tierprodukten aus Drittstaaten und für die Ausfuhr von Tieren und Tierprodukten nach Drittstaaten die Einfuhr und die Durchfuhr von lebenden Fischen und tierischen Samen, Eizellen und Embryonen aus Island und die Ausfuhr dieser Tiere und Tierprodukte nach Island Verordnung über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten sicherstellen, dass tierische Nebenprodukte die Gesundheit von Menschen und Tieren sowie die Umwelt nicht gefährden ermöglichen, dass tierische Nebenprodukte soweit als möglich verwertet werden veranlassen, dass die Infrastruktur für die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten bereitgestellt wird Verordnung über die Tierverkehrsdatenbank Diese Verordnung regelt die Meldepflichten im Zusammenhang mit dem Tierverkehr, das Bearbeiten von Daten in einer zentralen Tierverkehrsdatenbank (Datenbank) und den Betrieb dieser Datenbank
  • Kriterien, um Seuche zu bekämpfen wirtschaftlicher Anreiz Erfolgschancen politischer Wille finanzielle Mittel gute Diagnostik -- Bsp. BVD Diagnostik füher vile falsch negative Tiere epidemiologische Kenntnisse Mut, Vision
  • Bekämpfungsmassnahmen Seuche Allgemein Meldepflicht SperrmassnahmenStand stillbis zum Stamping out Elimination Reinigung/Desinfektion Bestimmungen je nach Tierseuchenkategorie Spezielle Besimmungen pro Tierseuche je nach dem Massnahmen in einem ganzen Gebiet (Schutz und Überwachungszonen) --> hochansteckende Seuchen
  • Sperrmassnahmen AbsonderungBewahren von esunder Tiere des Bestandes vor einer Ansteckung. Die abgesonderten Tiere dürfen den für die Absondung bestimmten Raum (Zwinger, Stall, Weide, Teich) nur verlassen und mit übrigen Tieren des Bestandes in Berührung gebracht werden, wenn amtlicher TA dies bewilligt hat. Zutritt nur seuchenpolizeiliche Organe und Personen, die Tiere pflegen. QuarantäneFeststellen, ob Tiere aus verseuchten/seuchenverdächtigen Orten kommen/hindurch geführt werden, gesund sind. Raum, den sie ohne bewilligung des amtlichen TA nicht verlassen dürfen, keine anderen Tiere. Dauer der Quarantäne richtet sich nach Inkubationszeit. Einfache Sperre 1. GradesTierverkehr einschränken - Kein Kontakt zu Tieren anderer Bestände. Tiere direkt zur Schlachtung ist gestattet. Einfache Sperre 2. GradesTier und Menschenverkehr eingeschränkt Verschärfte Sperrebei hochansteckenden Seuchen, wenn auch Warenverkehr ein Verschleppungsrisiko darstellt. Tiere müssen in Stall eingesperr sein, falls nicht möglich Tag und Nacht überwacht. Es darf nichts mehr weg - Produkte, Maschinen - NICHTS. MKS als Beispiel. Problem: Leute auf den Betrieben müssen versorgt werden, man durfte nicht in Kontakt treten. Neutrale Zonen, wo man Essen deponierte.Aufsichtspersonal kann eingesetzt werden.
  • Stamping out - warum? Transport lebender Tiere zu hohes Risiko - Verschleppung Schlachtung würde normale Schlachtungen blockieren Fleisch von verseuchten Tieren ist heutzutage nicht mehr absetzbar!
  • Blauzunge - Impfkampagne Januar 2008: Krankheit stark verbreitet bisher, alle Zuchtverbände / Bauernverband wlte obligatorische Impfung. Im Frühling 2008 Tierseuchenverordnung geändert, BLV bekam Kompetenz für obligatorische Impfung. Anfang 2008 Impfstoff von 4 Herstellern in Produktion.Frühling 2008 - 4Mio. Dosen bei 3 Herstellern bestellt. Frankreich hat halb freiwillig geimpf, CH vollkommen - sieht man deutlich auf Karte der Fälle. Erfolg der impfkamagne. Impfgegner behaupten, es sei, weil wir kein genetisch verändertes Futter verfüttern. UAWs der Impfung konnten alle NICHT bestätigt werden (Aborte). Man rechnetet einfach alles der Impfung zu. ABER: Natürlich wenn Mio. von Tiere geimpft werden, gibt es auch UAWs und Tote.Studien: Fruchtbarkeit wurde nicht schlechter, NRR56 (Non-Return-Rate 56 - wurde innerhalb von 56Tagen nach Erstbesamung eine Belegung gemeldet ja/nein) war gleich geblieben, Milchzellzahlen kein signifikanter Unterschied.
  • Revision Tierseuchengesetz Stärkung der Prävention Führungsrolle von Bund stärken Möglichkeit der Impfstoffbeschaffung erleichtern Krisenvorsorgen und erste Massnahmen verbessern Gesetz in beiden Räten problemlos verabschiedet - kam aber Referendum zustande - Abstimmung - Ende 2012 angenommen, Mai 2013 trat es in Kraft.
  • Länder mit vergleichbaren Seuchensituation wie Scheiz Skandinavien, Österreich, Australien Beste Klasse - öffentliche Gesundheit und Tierseuchenbekämpfung. Modelle kommen teilweise sogar aus der CH - Tollwutbekämpfung. Produktionskrankheiten wie Mastitis oder Fruchtbarkeit ist CH nur Mittelfeld!!
  • Offiziell anerkannt frei OIE macht die Definition - ist je nach Tierseuche unterschiedlich. Auch die Interpretation ist unterschiedlich!!
  • CH Entwicklung Tierseuchen In den letzten 50 Jahren - grosse Anstrengungen der Tierseuchenbeämpfung - zunehmender Übergang zu Überwachung der Tiergesundheit.
  • Seuchen der letzten 4 Jahren - OIE EU: SVD, BT, NCD, Milzbrand, BSE USA, Can: BT, NCD, Milzbrand, Tollwut Afrika, Asien: alles - MKS, KSP, BT, Pferdepest, NCD, Milzbrand, Tollwut(Nicht SVD und BSE).
  • Tierseuchenbekämpfung Ziele Immer: Schutz des Menschen vor ansteckenden Zoonosen                    undVerbesserung der Wirtschaftlichkeit der Nutztierhaltung in den letzten Jahren dazu: Tierschutz - Wohlergehen der Tiere, vermeiden von Leid, Schmerz beim Tier
  • Zeitverlauf Tierseuchenbekämpfung CH 1900 Rinderpest1920 MKS1950 Bovine Tuberkulose1955 KSP1962 Brucellose1975 Tollwut1980 IBR1990 Aujeszky1995 BSE, CAE2001,02? EP, APP2008 BVD
  • Rinderpest Bekämpfung Schweiz im 17/18Jhd verlustreiche Seuche - sehr alte Krankheit, wahrscheinlich schon vorher. 1871 letzter Fall in CH, 1954 letzter Ausbruch in EU, 2001 letzte Ausbrüche in Afrika (weltweit letzte Ausbrüche) 25. Mai 2011 offizielle Feststellung weltweite Ausrottung der Rinderpest!! Ausrottung durch Schutzimpfungen, Keulung, Quarantänt, Desinfektionsmassnahmen