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AUFBAUMODUL NEURO (Fach) / Neuropsychologie 2 - (Lektion)

Exekutive Funktionen

Diese Lektion wurde von nadily erstellt.

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  • Exekutive Funktionen sind: - Regulations- und Kontrollmechanismen ermöglichen zielorientiertes/ situationsangepasstes Handeln   regulieren top-down domänenspezifische Fähigkeiten sobald Situation von Routine abweicht 
  • Was ist der default mode? eingeschliffene Handlungsroutine - normale Alltagssituation
  • Wann reift der Frontalcortex aus & wann baut er sich wieder ab? ca. 20. Lebensjahr - ab 45 Jahren.
  • Inwiefern unterscheidet sich eine Störung exekutiver Funktionen vom Frontalhirnsyndrom? Frontalhirnsyndrom ist eine anatomische Beschreibung einer Störung, die nicht automatisch zu einer Störung der exekutiven Funktionen führen muss (funktionale Ebene). 
  • Frontalhirn und andere Lappen im Zusammenhang mit exekutiven Funktionen Supramodale Integration (mit Lappen wie Basalganglien, Thalamus, limb. System, Cerebellum... verschaltet) -> Frontalhirn ist die Kernstruktur exekutiver Funktionen aber verbunden mit anderen Lappen
  • Funktionale Einteilung des Frontallappens: Welches Areal steuert die Antriebsfunktion? Frontomedialer Cortex
  • Funktionale Einteilung des Frontallappens: Welches Areal steuert die motorische Sprachfunktion? Broca-Areal
  • Funktionale Einteilung des Frontallappens: Welches Areal steuert komplexe motorische Aktivität? Prämotorischer Cortex 
  • Funktionale Einteilung des Frontallappens: Welches Areal steuert Sex, Appetit und Wut? Posterior vom Frontallappen: limbisches System 
  • Funktionale Einteilung des Frontallappens: Welches Areal steuert Emotionale Funktionen (Entscheiden/Lernen) und die Persönlichkeit? Orbitofrontaler Cortex (PatientPhineasP.Gage)
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  • Funktionale Einteilung des Frontallappens: Welches Areal steuert kognitive Funktionen wie Problemlösen/Antizipieren/Planen? Dorsolateralr präfrontaler Cortex
  • Welche Regulationsebenen gibt es? Sozial  Aktivität Emotion Kognition (komplex/basal)
  • Welche Prozesse gehören unter anderem zu der basalen Kognition? Initiieren, wechseln, hemmen 
  • der basale Regulationsprozess "Aufrechterhalten und Erneuern von Informationen im Arbeitsspeicher" äußert sich folgendermaßen im gestörten Verhalten: Oberflächliche Informationsaufnahme, Proband verliert Faden, kann sich kurzfristig nichts merken 
  • Die Störung des basalen Regulationsprozess "Initiieren" äußert sich folgendermaßen im gestörten Verhalten: Fehlen spontaner Handlungen, «Anlauf-schwierigkeiten», Verlangsamung
  • Die Störung des basalen Regulationsprozess "Wechseln" äußert sich folgendermaßen n klinischen Verhaltensauffälligkeiten: Perseverationen, mangelndes Umstellvermögen, Rigidität
  • Die Störung des basalen Regulationsprozess "hemmen" äußert sich folgendermaßen n klinischen Verhaltensauffälligkeiten: Impulsivität, Ablenkbarkeit
  • Utilization Behaviour: Extremfall von:  Jeder Reiz löst eine Reaktion aus, keine Inhibition irrelevanter Reize und Reaktionen (labile Aktionsschemata) hohe Ablenkbarkeit, Vergesslichkeit und vorzeitiger Abbruch von Aufgaben
  • Die Störung des komplexen Regulationsprozess "Monitoring" äußert sich folgendermaßen n klinischen Verhaltensauffälligkeiten: Flüchtigkeitsfehler, Ziele werden aus den Augen verloren, Regelbrüche
  • Die Störung des komplexen Regulationsprozess "Problemlösen und Planen" äußert sich folgendermaßen in klinischen Verhaltensauffälligkeiten: Proband weiß nicht, wie vorgehen,fehlende Kreativität, unsystematisches sprunghaftes Arbeiten, Abbrüche, kein vorausschauendes Handeln, fehlende Zukunftsorientierung, fehlende Plausibilitätskontrollen, Proband kann den verlangten Aufgabenrahmen nicht abschätzen (wie präzise, wie detailliert, welcher Umfang etc.?)
  • Die Störung des komplexen Regulationsprozess "Aufgabenorganisation" äußert sich folgendermaßen in klinischen Verhaltensauffälligkeiten: Unpünktlichkeit, falsche Zeiteinschätzung, langsamer, ineffizienter, chaotischer Arbeitsstil, «Hängenbleiben» an unwichtigen Details, Zusammenbruch unter Stress
  • Die Störung des komplexen Regulationsprozess "Aufmerksamkeitsverteilung" (nicht allgemeine Aufmerksamkeit sondern geteilte Aufmerksamkeit) äußert sich folgendermaßen n klinischen Verhaltensauffälligkeiten: Aufmerksamkeit kann nicht gleichzeitig auf mehrere Aufgaben gerichtet werden; keine Anpassung an wechselnden Schwierigkeitsgrad
  • Die Störung des komplexen Regulationsprozess "Konfliktverarbeitung" äußert sich folgendermaßen in klinischen Verhaltensauffälligkeiten: Probleme beim Unterdrücken einer dominanten Antwort
  • Die Störung des komplexen Regulationsprozess "Enkodierungsstrategien/Abrugstrategien" äußert sich folgendermaßen in klinischen Verhaltensauffälligkeiten: unsystematischer Lernstil, Diskrepanz zwischen gutem Wiedererkennen und vermindertem spontanen Abruf
  • Die Störung der Aktivitätsüberschuss/ des Fehlens von Hemmung äußert sich folgendermaßen in klinischen Verhaltensauffälligkeiten: Ruhelosigkeit, überschießendes Verhalten, Ablenkbarkeit durch interne oder externe Reize, Sprechdrang, Abschweifen, Sexuelle/ soziale Desinhibition
  • Die Störung der Aktivitätshemmung/ des Fehlens von Aktivierung äußert sich folgendermaßen in klinischen Verhaltensauffälligkeiten: Apathie, Antriebsmangel, Interesselosigkeit, Indifferenz
  • Die Störung der Affektregulation äußert sich folgendermaßen in klinischen Verhaltensauffälligkeiten: Wutausbrüche, Reizbarkeit, Weinen, Euphorie, Depression
  • Die Störung des Lernens durch Feedback und emotionale Bewertung äußert sich folgendermaßen in klinischen Verhaltensauffälligkeiten: keine Verhaltensanpassung nach Feedback, instabile Ziele, unangemessenes Risiko-verhalten, Unwirksamkeit von Belohnung oder Bestrafung, fehlender Belohnungsaufschub, verminderte Frustrationstoleranz, Suchtverhalten
  • Die Störung der sozialen Regulation im Rahmen des "Bewusstseins für die eigene Person" äußert sich folgendermaßen in klinischen Verhaltensauffälligkeiten: verminderte Introspektionsfähigkeit, eingeschränktes Störungsbewusstsein bzw. unangemessene Beurteilung der Konsequenzen der Störung
  • Die Störung der sozialen Regulation im Rahmen des "Bewusstseins für andere Personen" äußert sich folgendermaßen in klinischen Verhaltensauffälligkeiten: fehlende Empathie: fehlendes Einfühlungsvermögen in Gefühle und Gedanken anderer, Ich-Bezogenheit Sozialverhalten: Distanzloses Verhalten, Taktlosigkeit, Ignorieren/Fehldeuten von sozialem Feedback Gesprächsverhalten: Gesprächskonventionen werden nicht beachtet, Nicht-Verstehen oder unangemessener Einsatz von Humor
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  • Welche 4 Punkte sind bei der Auswertung des 5-Punkte Tests wichtig? Produktivität, Flexibilität, Strategie, Regelverletzung
  • Welche beiden Arten von Tests werden zur Testung des divergenten Denkens (RWT - - Regensburger Wortflüssigkeitstest) unterschieden? Formallexikalische Flüssigkeit (Alles muss zb. mit S anfangen) oder  Semantisch-kategorielle Flüssigkeit (Alle bekannten Vornamen, alle Tiere...)