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Schulpädagogik Examen (Fach) / Forschung (Lektion)

Schulforschung

Diese Lektion wurde von Charlottelioba erstellt.

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  • Definition Forschung (Wiater) Forschung ist eine wissenschaftliche Tätigkeit zur Generierung von gesicherten Erkenntnissen mit Hilfe von anerkannten methodischen Verfahren
  • Methoden der Forschung Geisteswissenschaftlich (Hermeneutik, Phänomenologie, Dialektik) Sozialwissenschaftlich (empirisch) Quantitativ: Inhaltsanalysen, Beobachtungen, Fragebögen, Tests, Experimente qualitativ: Dokumentanalyse, problemzentriertes Interview, Gruppendiskussion
  • Quantitative Forschungen Formulierung einer wissenschaftlichen Hypothese (Wenn..., dann...) mögliche Variablen bestimmen, deren Auswirkungen messen und klassifizieren Gütekriterien: Objektivität, Reliabilität, Validität deskriptiv, 5 Schritte: Präzise AUsformulierung der Hypothese, Datenerhebung, Analyse der Daten, Auswertung der Daten, Darstellung und  Verwendung der Ergebnisse 
  • Qualitative Forschungen Ziel: Komplexe Eigenschaften des pädagogischen Feldes ganzheitlich erfassen, möglichst objektiv rekonstruieren und strukturell verallgemeinern Merkmale:  theoriegeleitete Stichprobenwahl (statt repräsentative Stichprobe) Interesse am EInzelfall statt an der Gesamtheit aller Fälle Dynamische Betrachtung des Forschungsgegenstandes statt linearer Quantifizierbarkeit Gütekriterien: interpersonaler Konsens, Unvoreingenommenheit, Nachvollziehbarkeit bei der Datengewinnung und -auswertung
  • Definition von Unterricht (nach Helmke) didaktisch geplante und deshalb thematisch abgrenzbare als auch zeitlich hinreichend umfassende Sequenzen des lehrens und Lernen im Kontext pädagogischer Institutionen
  • Unterrichtsforschungen sehr viele Fachrichtungen und Forschungsdisziplinen beteiligt innerhalb der pädagogischen Psychologie: große theoretische Zersplitterung kaum miteinander verbundener und kommunizierender Forschungsprogramme: theoriegeleitete Lehr-Lern-Forschung (Glaser) Unterrichtsklimaforschung atheoretisch-empiristische Untersuchungen qualitative und quantitative Ansätze Unterricht wird als Angebot verstanden, ob und wann dieses Angebot genutzt wird, hängt nicht nur vom Unterricht ab
  • Paradigmen und Trends der Unterrichtsforschung Forschung zur Lehrerpersönlichkeit (Personenmerkmale, die mit Unterrichtserfolg zusammenhängen; Forschung zur Expertise und Professionalisierung von Lehrern) Prozess-Produk-Paradigma = klassisches Paradigma, das auch heute noch prominent ist, umfasst drei Schritte: Erhebung von prozessmerkmalen des Unterrichts Messund eines ider mehrerer Zielkriterien Korrelation zwischen 1 und 2 experimentelle Trainingsstudien:Gruppe von Lehrkräften trainiert spezifische Verhaltensweisen, viel Rückmeldung zum lernfortschritt; mit anderer Gruppe verglichen Erweiterung des Prozess-Produkt-Paradigmas: Rahmenbedingungen des Unterrichts, Klassenkontext, Mediationsprozesse
  • Brennpunkte der Unterrichtsforschung Ergebnisorientierte Unterrichtsevaluation, Bezugsnormen und Standards (Bezugsnormen der Unterrichtsprozess-Bewertung: vergleichsorientiert, kriterial/sachlich, veränderungsbezogen/individuell) Konkurrenz oder Harmonie von Zielkriterien schulischen Lernens Wechselwirkungen Internationale Unterschiede
  • Unterrichtsvideographie kann dazu beitragen, die Kluft zwischen Fachdidaktik und pädagogisch-psychologischer, fachunspezifischer Unterrichtsforschung zu überbrücken auch non-verbales Schüler-Lehrerverhalten wird sichtbar, wird der Analyse zugänglich und ermöglicht somit einen interdisziplinären Zugang durch Fachdidaktiker, Psychologen und Linguisten
  • Objektivismus allgemeingültiges, objektives Wissen existiert, hohe Stabilität kann an Lernende weitergegeben werden Lernende verstehen Wissen im gleichen Sinn, da es Abbild der Realität ist Wissen wird assimiliert
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  • Subjektivität kein objektives Wissen jeder konstruiert, interpretiert die WIrklichkeitaufgrund seiner eigenen Erfahrungen jeder versteht die Realität etwas anders
  • Behaviorismus Thorndike, Skinner Vier Prinzipien: Unterrichten wird auf spezifische, beobachtbare Verhaltensweisen ausgerichtet Komplexe Lernvorgänge werden in einfache Lernschritte aufgegliedert Lehrer fördert und verstärkt richtiges Verhalten Lehrer steuert und beobachtet den Lernprozess laufend, um Lernfortschritt zu kontrollieren und Fehler zu korrigieren Drei Erscheinungsformen Fragend-entwickelnde Lehrform im Frontalunterricht traditionell programmierter Unterricht traditionell comouterunterstützter Unterricht Ziel = komplexe Zusammenhänge durch sinnvolle aneinandergereihte kleine Lernschritte verstehbar und durchschaubar machen Aber: kein Verständnis für Gesamtzusammenhänge
  • Kognitiver Behaviorismus Becker, Vargas Ergänzt den Behaviorismus durch Erkenntnisse aus der Kognitionspsychologie Charakteristik: kleine lernschritte beibehalten, neues in Bekanntes einbauen einzelne Schritte von SuS beschrieben (Metakognition!) intensives Einüben von Grundfertigkeiten Unterricht = stark elhrerzentriert durch regelmäßiges Feedback
  • Traditioneller Kognitivismus Orientierung am Denkprozess = kognitiv Betrachtung der gesitigen prozesse, die nötig sind, um neues Wissen zu erlernen und zu verstehen identifizieren, analysieren, systematisieren von Ereignissen Erinnern von gelerntem Wissen Lösen von Problemen Formulieren und organisieren von neuen Ideen nicht in kleinen Schritten möglich
  • Gemeinsame Merkmale der traditionellen kognitiven Ansätze Ziel des Unterrichts = Möglichkeit schaffen, die objektive Welt zu verstehen Aufgabe des Lehrers = günstige Lernumgebung schaffen Denkprozesse durch Vorgabe von komplexeren Lernarrangements in Gang setzen Lehrer entwickeln mit SChülern Lernstrategien Balance zwischen Lehrervermittlung und Selbsttätigkeit der Schüler
  • Konstruktivismus grundlegend andere Auffassung keine Wissensübertragung Lehrer nur als Hilfestellung ziel: neues Verständnis generieren, demonstrieren, präsentieren
  • Merkmale von Konstruktivismus kein objektives Wissen, Wissen = prozess Inhaltliche Orientierung des U. an komplexen, lebensnahen, ganzheitlich zu betrachtenden Erlebnis- und Problembereichen lernen nur aktiv lernen in Gruppen Fehler sind wichtig (bessere Konstruktion!) Berücksichtigung der Schülerinteressen Gefühle und persönliche Identifikation von Bedeutung Evaluaiton muss die Fortschritte bei den Lernprozessen in komplexen Lernsituationen überprüfen
  • Drei Grundauffassungen über das Ausmaß der Eigentätigkeit Endogener Konstruktivismus Exogener Konstruktivismus Dialektischer Konstruktivismus