11

Internationale Rechnungslegung (Fach) / Lektion 06 (Vorräte und langfristige Auftragsfertigung) (Lektion)

Internationale Rechnungslegung

Diese Lektion wurde von Dennis1602 erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Vorräte Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vorratsvermögen (Anwendungsbereich) - Bewertung und Bilanzierung von Vorratsvermögen in IAS 2 geregelt - Vorräte = VW, die zum Verkauf im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb gehalten werden (FE, Waren), im Herstellungsprozess für solchen Verkauf befinden (UE, UL) oder als Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für Herstellung von Erzeugnissen verbraucht werden
  • Vorräte Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vorratsvermögen (Ansatz) - bilanzieller Ansatz, wenn sie die allg. Ansatzkriterien für VW im Rahmenkonzept erfüllen - liegt vor, wenn es sich um eine Ressource als Ergebnis der Vergangenheit handelt, Verfügungsmacht beim U. liegt, wirtschaftlicher Vorteil in der Zukunft erwartet wird - Zufluss wirtschaftl. Vorteils muss wahrscheinlich sein und Höhe der Aufwendungen verlässlich bestimmbar sein
  • Vorräte Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vorratsvermögen (Bewertung, Erstbewertung) - AK/HK von Vorräten = alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung + alle sonstigen Kosten, die angefallen sind, um Vorräte an ihren Ort und ihren Zustand zu bringen - AK (Anschaffungspreis, Anschaffungsnebenkosten abzgl. Anschaffungspreisminderungen) - HK (werden bei Normalbeschäftigung als produktionsbezogene Vollkosten auf Basis der Istkosten ermittelt)
  • Vorräte Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vorratsvermögen (Bewertung, Folgebewertung) -  Einzelbewertung des Vorratsvermögen (bei kleiner Menge, nicht für Projekte hergestellt, heterogene Vorräte, Waren, FE, UE) - niedriger Wert aus AK/HK und Nettoveräuß. (keine planmäßigen Abschreibungen bei Vorräten, Finanzinstrumenten und Fertigungsaufträgen) - Bewertungsvereinfachungsverfahren (FIFO, Durchschnittsmethode) (für große Anzahl austauschbarer Vorräte für, die nicht für Projekte hergestellt sind, heterogene Vorräte, Öl), Sammelbewertungen der Rohstoffe, usw. - Wechsel der Bewertungsmethode ist ausgeschlossen (Wahrung der Stetigkeit) - FIFO (zuerst erworbenen/hergestellten Vorräte werden zuerst verkauft) - Durchschnittsmethode (HK werden als durchschnittlich gewichtete Kosten ermittelt, Berechnung gewogener Durchschnitt je nach Gegebenheiten des U. periodisch oder gleitend) - Beispiel FIFO (Ausgangslage, Verbrauch nach FIFO) -- AB + Zugänge = Summe -> dann jeweiligen Abgänge in Abhängigkeit was zuerst da war abziehen = Summe Betrag -> Summe Betrag durch Restbestand der Einheiten = Durchschnittspreis --Endbestandsbewertung (900*14,95=13.455) + (700*15,80=11.060)  = 24.515 Wert -- Preis = (24.515/1.600=15,32) - Beispiel Durchschnittsmethode (Ausgangslage, Verbrauch nach Durchsch. auf periodischer Basis ) --  Durchschnittspreis (Betrag 104.740/ Einheiten 6.900 = 15,18) -- AB + Zugänge = Summe Betrag -> Summe Betrag / Einheiten = Durchschnittspreis -- dann Summe Abgänge * Durchschnittspreis = Summe Betrag Abgänge -- EB = Summe Betrag - Summe Betrag Abgänge  - Beispiel Durchschnittsmethode (Verbrauch nach Durchschn. auf gleitender Basis) -- Durchschnittspreis= Summe Betrag/Einheiten -> Weiterrechnung mit jeweiligem Durchschnittspreis -- einzelne Aufführung der Zugänge und Abgänge -- AB - Abgang zu vorhergem Durchschnittspreis = Betrag -- Bestand -> Betrag -- Zugang zu Anschaffungspreis = Betrag Zugang -- Bestand (Summe aus Bestand vorher + Zugang) -> Betrag (Summe aus Betrag vorher + Betrag Zugang) -> Durchschnittspreis = Betrag / Bestand -- usw. - Abschreibungen auf das Vorratsvermögen nur, wenn der Wert zu einem Stichtag unter den AK/HK liegt - i.d.R. wird auf den Nettoveräußerungswert abgestellt (voraussichtlichen erzielbaren Verkaufserlös abzgl. geschätzter Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten) - Nettoveräußerungswert wird in Folgeperiode neu ermittelt - entfallen Wertminderungsgründe für außerplanmäßige. AfA, wird der Betrag bis zum Minimum aus AK/HK und ermitteltem Nettoveräußerungswert GuV-wirksam zugeschrieben
  • Vorräte Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vorratsvermögen (Erfassung von Aufwendungen/Erträgen und Ausbuchung) - bei Vorratsverkauf ist der Buchwert dieser Vorräte in der Berichtsperiode als Aufwand zu erfassen, in der die zugehörigen Erträge realisiert sind - Vorratsvermögen wird in der Periode der Umsatzrealisierung ausgebucht und als Aufwand in der GuV erfasst
  • Vorräte Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vorratsvermögen (Ausweis) - Bilanz: Vorratsvermögen in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen, Fertige Erzeugnisse, Waren, geleistete Anzahlungen - GuV: etwaige Ab- und Zuschreibungen auf das Vorratsvermögen - Anhang: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich angewendeter Bewertungsvereinfachungsverfahren, Betrag von Wertminderungen und Wertaufholungen der Periode, Wertaufholungsumstände und -ereignisse, Buchwert der Vorräte die als Sicherheit für Verb. verpfändet wurden
  • Vorräte (Welche Bewertungsmethode sollte gewählt werden?) - Methode
verwenden, die zum höchsten SB führt - denn je höher der
 SB, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Nettoveräußerungswert unter dem SB liegt - demnach müssen die Vorräte außerplanmäßig abgeschrieben werden, was den Gewinn des Unternehmens mindert und somit die Steuerlast senkt
  • Fertigungsaufträge - periodenübergreifende Aufträge gemäß IAS 11 zu bilanzieren - Abschlüsse müssen aussagekräftige Infos über Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liefern - dazu besondere Bedeutung der periodengerechten Erfolgsdarstellung - Realisationsprinzip nach IFRS ist weiter gefasst als nach HGB - Periodenabgrenzung: Ein- und Auszahlungen sind nicht zum Zeitpunkt ihres Zu- oder Abflusses erfolgswirksam zu verrechnen, sondern werden den Perioden zugerechnet, zu denen sie wirtschaftlich gehören - Teilgewinnrealisierung ist bei verlässlicher Ermittlung des Fertigstellungsgrades zulässig - gemäß IAS 11 Unterteilung der Fertigungsaufträge in Festpreisverträge und Kostenzuschlagsverträge sowie Kombination aus beidem - Voraussetzungen gemäß IAS 11 müssen erfüllt sein
  • Fertigungsaufträge (Ausweis und Angaben) - GuV: Ausweis der mittels PoC-Methode bzw. Zero Profit-Methode ermittelten Auftragserlöse als Umsatzerlöse, ihnen gegenübergestellt sind die damit verbundenen Auftragskosten und ggf. erwarteter Verlust • Bilanz: FA sowohl auf der Aktivseite als auch auf der Passivseite, bei aktivischem Saldo unter Forderungen aus FA, bei passivischem Saldo unter Verpflichtungen aus FA - Anhang: Methode zur Ermittlung des Fertigstellungsgrads, Methode zur Ermittlung der in der Periode erfassten Auftragserlöse, Höhe erhaltener Anzahlungen
  • Fertigungsaufträge (Methoden zur Ermittlung des Fertigungsgrades) - Inputorientierte Verfahren = stellen auf den Einsatz des Auftragnehmers zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen ab -- Cost to Cost-Methode (Verhältinis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten) -- Effort Expended-Methode (Verhältnis der bis zum Stichtag erbrachten Leistung im Verhältnis zur Gesamtleistung) - outputorientierte Verfahren = Ermittlung Fertigstellungsgrad über Anteil der bereits erbrachten Leistung im Verhältnis zur Gesamtleistung -- Milestone-Methode (Erreichen eines vereinbarten Zustands auf dem Weg zum finalen Ergebnis) -- Value Added-Methode (Vollendung einzelner physischer Teile der Gesamtleistung) -- Unit of Deilvery/Performance Work-Methode (Anteil der gelieferten/gefertigten Teile an Gesamtleistung)
  • Anzeige
  • Fertigungsaufträge (Gewinnrealisierung) - Erfassung Erlöse/Kosten eines FA i. Abhängigkeit v. Fertigstellungsgrad bei zuverlässiger Ermittlung - Percentage of Completition (PoC) = prozentuale Umsatz- und Gewinnrealisierung erfolgt nach dem Grad der Fertigstellung - zuverlässige Wertermittlung entscheidend für bilanzielle Abbildung des FA - Standard stellt unterschiedliche Ermittlungsanforderungen je nach Vertragstyp - bei zuverlässiger Ermittlung des Ergebnisses des FA -> Erfassung der Auftragskosten und -erlöse in Abhängigkeit vom Fertigstellungsgrad als Aufwendungen und Erträge und Erfassung des Erfolges des FA (teilweise) im Periodengewinn - somit GuV-wirksame Teilgewinnrealisierung - Bsp.: -- Unfertige Leistungen an Bank -- Umsatzkosten an Unfertige Leistungen -- Fertigungsauftrag an Umsatzerlöse -- Inrechnungsstellung (Forderung aus FA an FA)