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Englisch (Fach) / Interkulturelle Kommunikation (Lektion)
basiert auf: Heringer, H.J.: Interkulturelle Kommunikation. Tübingen: UTB 2004.
Zitate sind durch Anführungszeichen markiert. Die Nummer in den Klammern gibt die Seitenzahl im o.g. Buch an.
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Diese Lektion wurde von hannemac erstellt.
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- Nonverbale Kommunikation - Allgemeines Nonverbale Kommunikation wird in diversen Disziplinen untersucht.(Psychologie, Anthropologie, Ethnologie, Linguistik) Heringer beklagt, dass es bislang keine brauchbare Methodologie gibt und auch die verbreitete Behauptung von einem Anteil von 70% nicht belegt sind. Der Autor hält diesen Anteil für überzogen und begründet seine Meinung damit, dass sich Linguisten bislang zu wenig mit nonverbaler Kommunikation auseinandergesetzt haben. Fest steht: Diskrete, sprachliche Kommunkation ist der bei weitem effektivste, differenzierteste und klarste Modus menschlicher Kommunikation.
- Stellenwert der nonverbalen Kommunikation für die interkulturelle Kommunikation In der Erforschung interkultureller Kommunikation nimmt die nonverbale oder analogische Kommunikation einen hohen Stellenwert ein, denn - "bei reduzierter sprachlicher Kommunikation kommt etwa der gestischen Kommunikation ein höherer Stellenwert zu - Gestische und mimische Kommunikation werden weitgehend für natürlich und universell gehalten. Sie sind es aber nicht." (86)
- Gestik "Bewegungen der Hände, Finge, Arme und des Kopfes, die absichtlich gemacht werden und die eine kommunikative Rolle spielen." (83) Einige Gesten sind konventionell. Beispiel: Zahlen Deutende Beschreibungen: offen/geschlossen; weit/eng; einladend/abweisend Tempo und Zahl der Gesten werden gedeutet. Gesten können für Emotionalität und Engagement sprechen. Gestik ist kulturell verschieden. Konventionalisierte Gesten können als digital angesehen werden. In den meisten Fällen sind Gesten nur sprachbegleitend und sie sind weitgehend ikonisch.
- Mimik "Das Spiel der Gesichtsmuskeln, besonders um Bewegungen der Mund-Nasenpartie, der Augenbrauen und der Stirnpartie." (81) Besonderheit: man sieht nicht, was man tut – man sieht den kommunikativen Effekt nur über die Reaktionen der Partner. Ähnliche Beschreibungen wie bei der Gestik: offen/verschlossen; freundlich/böse; angespannt/locker Mimik wird als Anzeichen der Gemütsverfassung und der Einstellung zum Partner interpretiert.
- Blick "Augen sind das Wichtigste im Gesicht" (82) „Spiegel der Seele“ Blick dient dem Partnerbezug "Kommunikativ relevant sind Häufigkeit, Dauer und Intensität des Blickkontakts." (ebd.) Wichtig bei der Organisation des Sprecherwechsels Interkulturell sehr große Unterschiede
- Körperhaltung "Körperhaltung betrifft das Gesamtbild, insbesondere auch die Haltung von Kopf und Rumpf, von Armen und Beinen" (82) "Körperhaltung wird als Ausdruck der Stimmung und des Befindens gewertet. Oft wird die Körperhaltung sogar als Anzeichen für Charaktermerkmale genommen." (82) Hinwendung oder Abwendung zum Gesprächspartner
- Proxemik Distanz zwischen Gesprächspartnern und ihre Anordnung, sowie ihr Arrangement in Gesprächen Nah/distant; in der Runde/paarweise; locker/zentriert; eng/weit Große kulturelle Differenzen
- Taktile Kommunikation · Bezieht die körperliche Berührung mit ein. · Große kulturelle Unterschiede
- Besonderheiten der nonverbalen Kommunikation "Die nonverbale Kommunkation ist gegenüber der sprachlichen Kommunikation „ärmlich“ oder gar nicht recht zu fassen." (94) Nonverbale Kommunikation ist begleitend. (Feedback, Gesprächsorganisation, Parallelbotschaften) "Das Nonverbale ist nicht Topik. Es bleibt nebenbei. Das Nonverbale bleibt diffus. Man legt sich nicht fest und kann nicht festgelegt werden. Deutende haben Spielraum. Nonverbales wird als ikonisch angesehen und damit für einfacher zu verstehen gehalten. Nonverbales halten wir für echter, weil es als weniger arbiträr gilt. Da es eher natürlich scheint, wird es für wahrhaftiger genommen. Weil Nonverbales als weitgehend ikonisch angesehen wird, gilt es als direkter. Dies wird gestützt dadurch, dass nur in face-to-face Kommunikation das Nonverbale seine Rolle spielt. Nonverbale Kommunikation ist spezifischer gedacht. Sie ist besonders zuständig für Gefühle, also für etwas, was sonst oft als unausdrückbar deklariert wird." (94)
- Unterschiede nonverbaler und verbaler Sprache Abgesehen von konventionalisierten Gesten, kann man nonverbale Sprache im Gegensatz zur symbolischen verbalen Sprache als ikonisch erfassen
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- Paraverbales - Merkmale Paraverbale Phänomene sind nie autonom, sondern modulieren verbale Äußerungen. Sie sind bei jeder sprachlichen Äußerung enthalten und können nicht umgangen werden. Wer vokale Sprache analysieren will, muss paraverbale Merkmale hören und deuten können. Transkription muss differenziert sein.
- Paraverbale Phänomene Prosodie Intonation Stimmlage Stimmfärbung Tempo Rhythmus Akzent Intensität Tonhöhe Lautstärke
- Verbales, Nonverbales, Paraverbales In der Konversation wirken Verbales, Nonverbales und Paraverbales zusammen. Über die Anteile sollte man sich nicht streiten. Von der Differenziertheit her gesehen aber steht das Verbale absolut im Vordergrund. Die verschiedenen Aspekte können einander stützen, sich verstärken, nebeneinander herlaufen oder sich widersprechen. Nonverbale und paraverbale Merkmale sind kontinuierlich und weitgehend nicht konventionalisiert. Ihre Beschreibung ist darum nur in Skalen möglich, die Stärke und Ausprägung erst per Einschätzung numerisch erfassen. Die Trennung der einzelnen Merkmale ist oft schwierig: Gestik ist mit Körperbewegung verbunden, Blick mit Kopfbewegung. Lautstärke ist mit Gesichtausdruck und mit Mund- und Atembewegung verbunden Tempo, Pausen, Lautstärke und Gesten sind dominant für das turn-taking Blick, Kopfbewegung, Körperbewegung sind nicht so relevant für den turn-Wechsel. Oft sind sie auch ambig. Zum Beispiel kann die Zuwendung des Blicks heißen, dass man aufmerksam zuhört, aber auch, dass man den turn möchte. Den turn bekommt man nur, wenn man auf der Skala ein ganzes Stück höher liegt als der Sprechende. Und der Sprechende legt im Allgemeinen nach.
- verbreitete Deutung der Gestik Emotionalität und Engagement
- verbreitete Deutungsinhalte der Mimik Gemütsverfassung
- Funktion des Blicks in der Kommunikation Partnerbezug
- verbreitete Deutungsinhalte der Körperhaltung Ausdruck der Stimmung
- Merkmal des gemeinsamen Wissens Das gemeinsame Wissen ist nie identisch und stets abhängig von der so genannten Theory of mind. (we know: they know we know they know – usw.), also immer in reziproker Abhängigkeit!
- Erwartung und Wissen Hier ist die Erwartung ein entscheidendes Stichwort: auf unser Wissen bauen wir eine entsprechende Antizipation auf. (diese kann dann kooperativ aber auch kompetetiv sein)
- Skripts Flussdiagramme für mögliche Handlungsabläufe in der Kommuikation. Bei der interkulturellen Kommunikation können diese Skripts erheblich differieren. Die Differenzen zu erkennen ist dabei die Herausforderung, und "eine Frage der Feinkörnigkeit der Beschreibung" (142)
- Möglichkeiten der Erfassung von Kultur Einzelne Aspekte von Kultur können in polaren Skalen angeordnet werden, inwieweit dies aber wissenschaftlich hilfreich ist, bezweifelt Heringer. (Beispiele: Harmnoie ------- Dominanz, Vergangenheit ------- Zukunft) Allerdings können so kontrastive Studien durchgeführt und generalisiert werden. Solche Studien können dann vielleicht den "Blick auf den Boden, auf gewisse Gebiete lenken, die wir dann auch genauer explorieren könnten" (146) (Beispiel: westlich ------- östlich) Generalisiert wird dann in "Typen", in Form "bewusster oder unbewusster Komplexitätsreduktionen" (Beispiele: High context vs. low context; kollektivistisch vs. individualistisch). Meine Meinung: Achtung vor Stereotypen! Geert Hofstede: vier Dimensionen, in denen nationale Unterschiede erfasst werden können.
- Geert Hofstede: vier Dimensionen, in denen nationale Unterschiede erfasst werden können. Machtstruktur Unsicherheitsbewältigung Individualismus Männlichkeit Die Ergebnisse dieser Studie zielen vor allem auf wirtschaftliche Umsetzungen. Heringer stellt die Frage, welche Konsequenzen dieser Studie in Bezug auf die interkulturelle Kommukation entnommen werden können. Außerdem kritisiert er (zurecht!) die bereits kulturell bedingte Auffassung Hofstedes von „Männlichkeit“.
- Machtstruktur "Wie ungleich ist die Macht in Institutionen verteilt? Ausmaß, in dem Mitglieder einer Gesellschaft ihre Asymmetrien akzeptieren. Die Arbeitswelt ist weitgehend strukturiert über Macht: Wer hat wem was zu sagen? Wie setzt der Vorgesetzte seine Anweisungen durch? Kann der Mitarbeiter seinen Dissens mit dem Vorgesetzten ausdrücken?" (148)
- Unsicherheitsbewältigung "Wie bedroht fühlt man sich in einer ambivalenten Situation? Ausmaß der Ängstlichkeit angesichts umstrukturierter und zweideutiger Situationen. Unsicherheit kann akzeptiert werden und locker genommen werden. Oder man kann sich durch Unsicherheit bedroht fühlen." (148)
- Individualismus "Wie wichtig ist der Einzelne, wie wichtig die Gruppe? Diese Dimension trennt vereinzelnde von zusammenhaltenden Kulturen. Sie erfasst das Verhältnis zu den Mitmenschen, zu der Mehrheit in der Gesellschaft". (148)
- Männlichkeit „Wie wichtig ist eigene Leistung und Durchsetzungsvermögen?Wie wichtig Fürsorge?Maß für Leistungsstreben, Durchsetzungsvermögen, Sympathie für Stärke und Abhängigkeit der sozialen Bedeutung vom materiellen Erfolg oder mehr Pflege, Fürsorge und Interesse an der sozialen Umwelt.“ (148)
- Topiks Als Alternative zu Hofstedes Untersuchung. Es wird untersucht: "Was bespricht man wann mit wem? Und vor allem: Was bespricht man nicht?"
- Zusammenfassung Kultur Kultur ist nicht abgeschlossen Kultur ist dynamisch und flexibel Kultur ist komplex und nicht homogen Kulturelle Unterschiede können sehr tief gehen.
- Kulturelle Unterschiede Kulturelle Unterschiede manifestieren, sich in Stellenwerten, die bestimmten Aspekten des Lebens (Liebe, Wirtschaft, Ehe, Freundschaft, Religion, Sex, ...) zugeschrieben werden. Gleichzeitig muss man beachten, dass sogar diese Begriffe kulturell unterschiedliche Bedeutungen beinhalten können.
- Was sind "Rich Points" Konzept von Michael Agar Stellen, an denen in der Kommunikation häufiger Probleme auftreten fallen in der interkulturellen Kommunikation häufiger auf, sind aber nicht an interkulturelle Kommunikation gebunden es gibt rich points innerhalb einer Kultur und es gibt sie kontrastiv im Vergleich zweier Kulturen.
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- Warum sind "Rich Points" reich? Sie sind reich, weil sie Einsichten in Kulturen verschaffen sie uns unsere Erwartungen überprüfen lehren man sie kommunikativ bearbeiten kann
- Beispiele für Rich Points Du oder Sie? "date" "schmäh" Typischerweise fangen gefragte Personen bei diesen Wörtern an zu diskutieren und geraten in Meinungsverschiedenheiten
- Hotspots: Definition Heringer generalisiert das Konzept der Rich Points und sucht nach "heißen Stellen" in der interkulturellen Kommunikation.
- Hotspots: Beispiele Begrüßen Anreden und Namen Sich vorstellen Persönliche Fragen Einladungen Geschenke Ja und Nein sagen Gesprächsverlauf und Redeübernahme Zuhörgewohnheiten Themen und Topiks Schweigen Kritik anbringen Überzeugen Entschuldigen Körpersprache Welche Sprache?
- Persönliche Fragen als Hotspot interkutureller Kommunikation: "Wonach fragt man gewöhnlich? Nach den familiären Verhältnissen zu fragen ist in England, Skandinavien, China üblich. Allerdings werden nicht alle Fragen wörtlich genommen oder extensiv verhandelt. Wonach fragt man nicht? Nach dem Ehestand, der Zahl der Kinder, dem Alter, dem Verdienst zu fragen ist in manchen Kulturen tabu. Persönliche Fragen sind in Indonesien tabu. Ist man bei einem Araber eingeladen, fragt man nicht nach seiner Frau. Viele Fragen werden als aufdringlich empfunden. Schweizer mögen es nicht, wenn man seine Nase in fremde Angelegenheiten steckt, und andere auch. Man muss nur wissen, was als fremde Angelegenheit gilt." (167)
- Einladungen als Hotspot interkultureller Kommunikation: "Einladungen sollte man auf ihre Ernsthaftigkeit prüfen können. Handelt es sich nur um eine Art Floskel oder tatsächlich um eine Einladung in unserem Sinn? Ablehnung einer ernst gemeinten Einladung zum Essen kann als Beleidigung erlebt werden. Um welche Art Einladung handelt es sich? Eher offiziell oder mehr privat? Mit oder ohne Essen? Wan kommt man? Und wann geht man? Pünktlichkeit heißt in jeder Kultur etwas Anderes. Vor allem ist alles durch Koordination geregelt. Probleme gibt es nur, wenn die Koordination nicht klappt. Wie lange wird es gehen? Bringt man Geschenke, welche? Eine sehr heikle Angelegenheit. Und danach? In den USA erwartet man nach einer privaten Einladung im allgemeinen einen kurzen schriftlichen Dank von Ihnen an die Gastgeberin. Geschenke werden im Allgemeinen nicht erwartet. in Haiti sollten Sie bei einem zweiten Besuch auf jeden Fall ein Geschenk mitbringen. Es muss nicht von großem Wert sein." (168)
- Geschenke "Einerseits gibt es übliche Geschenke. Andererseits sind manche weniger willkommen und viele ganz verpönt. Wichtige Fragen sind: Schenkt man oder nicht? Geschenke sind bei Geschäften mit Japanern obligatorisch. Im Nahen Osten werden Geschenke nicht erwartet. Was schenkt man? In arabischen Ländern ist Alkohol als Geschenk tabu (Ausnahme: Irak) und Schinken natürlich auch. Bei Japanern kommen landestypische Produkte und Whiskey an. Bei Blumen kommt es auch darauf an, welche. Viele haben symbolische Bedeutung. Wann schenkt man? Am Beginn des Besuchs? Am Schluss? Am nächsten Tag? Wer schenkt wem? In arabischen Ländern ist ein Geschenk für die Gastgeberin nicht üblich und nicht erwünscht. in Tansania ist es üblich, dass der Gastgeber dem Gast ein Geschenk überreicht und umgekehrt. Wie und wann überreicht man das Geschenk? Überreicht man das Geschenk mit beiden Händen oder der rechten? In manchen Kulturen überreicht man dem Gastgeber ein Geschenk nie, wenn man mit ihm allein ist."
- Ja und Nein sagen "Der overte Ausdruck der Nicht-Zustimmung gilt in vielen Kulturen als eher ungehörig. Deutsche gelten in vielen Kulturen als "hart", weil sie schnell zur Sache kommen und ohne Umschweife Entscheidungen treffen, mit einedutigem Ja oder Nein antworten und wenig Verbindlichkeitsfloskeln kennen. Nicht-Zustimmung kann verbal durch die entsprechenden Partikel schon in einer Sprache unterschiedlich stark ausgedrückt werden: 'Nein'. 'Keinesfalls', 'Unter keinen Umständen' usw. Die jeweiligen Äquivalente in verschiedenen Sprachen können aber recht unterschiedlich gebraucht werden. Zustimmung und Ablehnung mag außerem durch differierende Gesten ausgedrückt werden. So kann Kopfschütteln 'ja' bedeuten (teilweise im Greichischen, im Bulgarischen). Das Hochziehen der Augenbrauen kann 'ja' heißen (Tonga), dazu vielleicht noch eine ruvkartige Aufwärtsbewegung des Kopfes. Eine ruckartige Abwärtsbewegung des Kopfes bedeutet 'nein' (Filipinos). Auch symbolische Handlungen sind hier üblich. Im türkisch-arabischen Sprachraum signalisiert ein über das Teeglas gelegter Löffel, dass man nichts (mehr) trinken möchte; in manchen europäischen Kulturen zeigen gekreuzte Messer und Gabel den Wunsch an, mehr zu essen, parallel gelegtes Besteck, dass man satt ist; in China ist allein das vollständig ausgetrunkene Glas Garantie dafür, dass die drei vor dem Gast stehenden Gläser für süßen Wein, Bier und harten Schnaps nicht ständig nachgefüllt werden.. Die entscheidende Frage bleibt: Wird Ablehnung eher direkt oder indirekt zum Ausdruck gebracht." (169f.)
- Gesprächsverlauf als Hotspot: reaktive Kultur: lieber zuhören, höfliches Schweigen, Monolog - Pause - Monolog Unterbrechen? Pause oder transition relevant place? gesprächssteuernde Partikel (ähm, mmh) Körpersprache ist in diesem Zusammenhang oft Ursache für Missverstehen in der Interkulturellen Kommuikation
- Zuhörgewohnheiten als Hotspot Störungsquellen in der interkulturellen Kommunikation liegen hier oftmals im Blick oder in der Mimik, da hier kulturell bedingt erhebliche Differenzen auftreten. So schließen Japaner bei Konzentration die Augen. In asiatischen Ländern gilt ein so genanntes "Verlegenheitslächeln" als Ablehnung. Auch unterschiedliche Konventionen bezüglich der Reaktionen können zu STörungen führen. So gilt Reinreden in Spanien als willkommen.
- Themen und Topiks Tabuthemen: Geld, Sex, Körperliches (Toilette), Haustiere, Politik, ... Smalltalk und Tratsch werden je nach Kultur stark unterschiedlich bewertet Situationsbedingtheit verschiedener Themen kulturell verschieden Informationsgehalt - Welche Informationen gibt man ohne Weiteres?
- Schweigen als Hotspot negativ oder positiv?
- Sich Entschuldigen als Hotspot explizit oder implizit erklären oder nicht erklären excuse me vs. I'm sorry
- Überzeugen als Hotspot interkultureller Kommunikation. In verschiedenen Kulturkreisen wird unterschiedlich "überzeugt": Erklären Argumentieren an die Fantasie appelieren .. die Logik ... den Humor Hier können leicht Fehldeutungen und Missverständnisse geschehen.
- Körpersprache dringt in alle Bereiche vor, da sie die gesprochene Sprache begleiten. Besonders wirkunsvoll bei Gesprächsverlauf und Begrüßung
- turn taking Tempo, Pausen, Lautstärke und Gesten sind dominant für das turn-taking Blick, Kopfbewegung, Körperbewegung sind nicht so relevant für den turn-Wechsel. Oft sind sie auch ambig. Zum Beispiel kann die Zuwendung des Blicks heißen, dass man aufmerksam zuhört, aber auch, dass man den turn möchte. Den turn bekommt man nur, wenn man auf der Skala ein ganzes Stück höher liegt als der Sprechende. Und der Sprechende legt im Allgemeinen nach.
- Was ist ein Hotword? Hotwords sind Wörter, die Hotspots zusammenfassen. Sie sind kulturell „aufgeladen“ Um diese Wörter zu verstehen, muss man in die Kultur der Sprache eintauchen. Sie sind entsprechend zwar zu verstehen und auch zu erklären, aber gleichzeitig nicht eindeutig bestimmbar.
- Kriterien eine Hotwords Die Bedeutung lässt sich nur schwer angeben Auch Muttersprachlern fällt dies schwer Für Fremde schwer zu verstehen Mit dem Hotword sind sozial und historisch strittige Sachverhalte verbunden Das Wort wird von Natives als Aspekt ihrer Identität verstanden Es enthält viele kulturspezifische Bedeutungskomponenten Um es zu verstehen muss man sich intensiv mit der Kultur auseinandersetzen Die verschiedenen Bedeutungskomponenten bilden ein kulturelles Muster
- Beispiel für ein Hotword Heimat
- Somatismen Somatismen sind Idiome, in denen sich Körperteile als Ankerwörter wieder finden lassen. Den Körperteilen kommt eine symbolische Bedeutung zu. Diese sind nicht universal, sondern unterscheiden sich kulturell erheblich. An Somatismen kann man sehr gut sehen, wie differenziert sich kulturelle Besonderheiten in der Sprache manifestieren.