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Marketing (Fach) / Marketing Grundlagen (Lektion)

Grundlagen des Marketings

Diese Lektion wurde von vawenker erstellt.

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  • 1. Was verstehen Sie unter Nettonutzen? Saldo aus erwartetem Nutzen und Aufwand. Er ist ausschlaggebend für das Zusammenkommen einer Austauschbeziehung, denn der Nutzen sollte Größer sein, als der Aufwand.
  • 2. Warum ist es im Marketing wichtig, Nutzen für den Kunden zu erschaffen? Weil der Kunde nachher entscheidet ob das Produkt erfolgreich wird oder nicht. Bringt das Produkt dem Kunden keinen Nutzen oder ist der Aufwand größer als der Nutzen, so wird das Produkt keine Chance am Markt haben. 
  • 3. Was verstehen Sie unter Kundenbedürfnissen und -wünschen? Bedürfnisse = Zustände empfundenen Mangels. Unterscheidungen nach Maslow: Physiologische (Schlaf, Nahrung) Sicherheits (Schutz) Soziale (Geselligkeit, Zuneigung) Prestige (Anerkennung anderer) Selbstverwirklichung (Entfaltung der Persönlichkeit) Bedürfnisse gelten als universell Wünsche = konkrete Ausgestaltung, wie ein Bedürfnis individuell befriedigt werden kann. Sie hängen vom individuellen Kontext ab (kulturell, wirtschaftlich, geographisch, sozial, persönlich) 
  • 4. Was kennzeichnet eine Branche? Unternehmen, die Produkte herstellen, die aus Kundensicht vergleichbar oder austauschbar sind.
  • 5. Welche grundlegenden Varianten der Marktabgrenzung gibt es? Sachlich: Nach angebotenen Produkten oder Kundenbedürfnissen (PKW / Mobilität) Räumlich: lokal, regional, national, international (italienischer, asiatischer... PKW Markt) Zeitlich: entlang zeitlicher Vorgaben (italienischer Automarkt 1995-2005)
  • 6. Was unterscheidet die Marketingorientierung von der Verkaufsorientierung? Es gibt im heutigen Marketing vier grundsätzliche Orientierungen: Produktions-, Produkt-, Verkaufs- und Marketingorientierung. Verkaufsorientierung: - stellt auf einzelne Verkäufe ab - Ziel: mit starken Verkaufsbemühungen möglichst viel verkaufen, keine Beachtung von zukünftigen Verkäufen (Absatz im Fokus) Marketingorientierung: - Weiterentwicklung der Verkaufsorientierung - bezieht sich auf die Kundenwünsche - Ziel: auch viel verkaufen, aber mit Blick in die Zukunft à Kundenbeziehung
  • 7. Was ist ein Verkäufer- und was ein Käufermarkt? (Folie 30) Käufermarkt: wenige Nachfrager/Käufer (Nachfragedefizit) stehen vielen Produktangeboten (Angebotsüberschuss) gegenüber. => Käufer haben starke Position. Verkäufer: Knappes Produktangebot (Angebotsdefizit) steht einer großen Nachfrage (Nachfrageüberschuss) gegenüber.
  • 1. Wofür stehen die Abkürzungen S-R und S-O-R? S-R: Stimulus- Response – Behavioristischer Forschungsansatz, da nur das Kaufverhalten betrachtet wird. Das Kaufverhalten (Response) wird auf messbare Stimuli verstanden. S-O-R: Stimulus – Organism – Response: Neobehaviorismus, erweitert das S-R Modell um den Organismus. Es wird der Grund für die Response betrachtet. Z.B. die persönlichen Einstellungen, Werte, Emotionen, denn sie geben Aufschluss auf das Kaufverhalten. 
  • 2. Was sind Sinus Milieus? Warum werden sie häufig genutzt? Sinus Milieus setzten Bildung, Beruf und Einkommen (soziale Schicht) mit Lebenswelten und Alltagseinstellungen der Menschen, insbesondere mit Ihren Werteorientierungen, in Verbindung. Vorteile: Es wird nicht nur die soziale Schicht betrachtet. Personen, die derselben Schicht angehören, können verschiedene Werte, Neigungen und Konsumpräferenzen haben. Die Milieus werden häufig zur Beschreibung von Basiszielgruppen genutzt. Sie bleiben aktuell, da sie bei Veränderung angepasst werden. 
  • 3. Nennen und erklären Sie kurz die drei Komponenten von Einstellungen Affektive Komponente: Gefühlsmäßige Einschätzung Kognitive Komponente: Rationale Einschätzung, vorhandenes subjektives Wissen Konative Komponente: die Handlungstendenz, die Kaufbereitschaft die ein Objekt auslöst (Bsp.: Marktschreier) 
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  • 4. Welche 4 Arten von Kaufentscheidungen gibt es? Komplexes Kaufverhalten: Hohes Involvement des Konsumenten, große Unterschiede zwischen Marken/Produkten. Kaufentscheidung ist wichtig für Käufer. (Bsp.: Auto- Hauskauf) Dissonanz reduzierendes Kaufverhalten: Hohes Involvement des Konsumenten, geringe Unterschiede zwischen Marken/Produkten. Kürzerer Kaufentscheidungsprozess. Preise/Bequemlichkeit haben Einfluss auf Kauf der Marke. Unzufriedenheit soll durch Kauf ausgeschlossen werden. Variety Seeking: Low Involvement, weniger wichtiger Kaufentscheidungsprozess. Falls größere Unterschiede zwischen Marken, wird Marke öfter gewechselt um Abwechslung zu haben. Habitualisiertes Kaufverhalten: Gewohnheitskäufe, geringes Involvement. Kaum Marken-/Produktunterschiede. (Bsp.: Streichhölzer, Salz, Mehl)
  • 5. Was ist eine Kognitive Dissonanz? Wenn es den Erwartungen an ein Produkt und der wahrgenommenen Leistung eine Diskrepanz gibt, so nennt es sich Kognitive Dissonanz. 
  • 6. Warum ist ein gutes Beschwerdemanagement wichtig? Es ist wichtig um zu erfahren, welche Probleme Kundenseitig bestehen und wo es Verbesserungspotential gibt. 
  • 1. Was sind Sekundär- und Primärdaten? Was sind ihre Vor- und Nachteile? Sekundärdaten: Relevante, bereits vorhandene Daten aus Unternehmensinternen und      -externen Daten. Vorteile: kostengünstig, schnell verfügbar, können als Vergleichsmaßstab für Primärdaten genutzt werden, einige Daten gibt es NUR sekundär. Nachteile: mangelnde Aktualität, mangelnde Objektivität, mangelnde Detailliertheit, Datenmaterial passt nicht zum Informationsbedarf. Primärdaten: Neu erhobene Daten im Rahmen einer Marktforschung. Vorteile: Aktuell, ermöglicht Messung der Marktleistung, erkennt Marktchancen und -Probleme. Nachteile: Teuer, zeitaufwändig, viel Arbeit
  • 2. Was wird mit dem Datenerhebungsansatz, der Methode und der Form festgelegt? Ansatz: Tiefe (Qualitativ, Quantitativ, Ad hoc-Studie (einmalig), Panel-Erhebung (regelmäßige Wiederholung)) Methode: Beobachtung, Befragung, Experimente Form (Bsp. Befragung): Persönlich, Telefonisch, Schriftlich, Online/Internet
  • 3. Welche 3 Methoden zur Datenerhebung gibt es? Experiment, Befragung, Beobachtung
  • 4. Wann ist eine Stichprobe repräsentativ? Wenn eine Teilmenge definiert wird, die die Gesamtheit der zu befragenden Gruppe repräsentiert. Der Anteil sollte authentisch sein.
  • 5. Wann nutzt man sinnvoller Weise offene, wann geschlossene Fragen? Geschlossene: Bei Vorwissen, bei Befragung großer Mengen, kleineres Budget Offene: bei echterem Ergebnis, Befragung von kleinen Mengen, mehr Zeit zum Auswerten, höheres Budget
  • 1. Wozu dienen Marktsegmentierungen? Zur Bestimmung der Zielgruppen (Targetgroups).
  • 2. Was unterscheitet Massenmarketing und Zielgruppenmarketing? Massenmarketing: Konzentration auf Gemeinsamkeiten -> Einheitsangebot Marketingmix mit dem der größte Teil der Konsumenten angesprochen wird. Zielgruppenmarketing: Konzentration auf differenzierte Bedürfnisse Unterschiedlicher Marketing Mix pro Zielgruppe. 
  • 3. Welche vier Grundarten der Segmentierung gibt es? Geographisch (nach Ort, Lage) kann wichtig sein, muss es aber nicht zwingend Demographisch (Alter, Geschlecht, Familienstand, Haushaltsgröße, Haushaltseinkommen, berufliche Tätigkeit, Schulabschluss, Ausbildung) Psychographisch (Einstellung (zu Marken, Unternehmen, Parteien...), Interessen (beruflich, privat), Lebensstile (Zugehörigkeit zum Sinusmilieu) Verhaltensorientiert (KAUFVERHALTEN, NICHT PERSÖNLICH!, Kaufanlass, Käuferstatus, Nutzenerwartung, Nutzungshäufigkeit, Loyalität, Nutzung von Einkaufsstätten, Nutzung der Medien) 
  • 4. Was bedeutet es, ein Produkt zu differenzieren und zu positionieren? Differenzierung: Alleinstellungsmerkmale/ relevante Wettbewerbsvorteile werden im Vergleich zur Konkurrenz herausgearbeitet. => Welchen besonderen, von anderen Marken unterscheidbaren, wettbewerbsrelevanten Nutzen ein Produkt/eine Marke der Zielgruppe bietet. Es wird unterschieden in Differenzierung über das Produkt und                                                  Differenzierung über Dienstleistung Positionierung: Alleinstellungsmerkmale/Nutzen des Produktes/der Marke in den Köpfen der Zielgruppe kommunikativ zu verankern. -> Produkt/ Marke in die Gedanken der Zielgruppe bringen, mit Hilfe einer kurzen, prägnanten Positionierungsaussage
  • 5. Was bedeuten die Abkürzungen USP, ESP? USP: Unique Selling Proposition => Verkaufsversprechen: Alleinstellungsmerkmal: einzigartiger funktionaler Produktnutzen ESP: Emotional Selling Proposition => Verkaufsversprechen: Alleinstellungsmerkmal: einzigartiger emotionaler Produktnutzen 
  • 1. Was ist ein Produkt und was ein Produktprogramm/Sortiment? Produkte = Nutzenbündel, die Nachfragern einen bestimmten Nutzen stiften. Dazu gehören: -          Gegenständliche Objekte (Auto, Schreibblock) -          Personen (Kandidat im Wahlkampf) -          Orte/Räumlichkeiten (Hotelzimmer, PKW- Stellplatz) -          Organisationen / Ideen (politische Parteien, Aktionen („Gib Aids keine Chance“), Organisationen (Greenpeace)) -          Dienstleistungen (Immaterielle Güter) Produktprogramm/Sortiment: die Gesamtheit aller Leistungen, die ein Anbieter Nachfragern zum Kauf anbietet => Alle im Angebot befindlichen Produkte und Produktlinien eines Unternehmens.
  • 2. Was bedeutet es, ein Programm zu verbreitern oder zu vertiefen? Programmbreite: Anzahl der Produktlinien (=> Produktlinien hinzufügen) Bsp.: Porsche: Carrera, Cayenne, Panamera, Boxster, … Produkttiefe: Anzahl der Produktvarianten (=> Produktvarianten hinzufügen) Bsp.: Cayenne, Cayenne S, Cayenne Diesel, Cayenne Turbo, Cayenne S Hybrid, …
  • 3. Beschreiben Sie die 3 Produktdimensionen. 1.       Dimension: Kernnutzen/ Basisnutzen (Bsp.: Durst löschen) 2.       Dimension: Reales Produkt (Bsp.: Verpackung, Markenname, Qualität, Produktdesign, Funktionalität) 3.       Dimension: Erweitertes Produkt: Dienstleistungen/ Service (Bsp.: Kundendienst, Aufbau, Einbau, Installation, Freihauslieferung, Telefonhotline, Garantie)
  • Was kennzeichnet Dienstleistungen? Dienstleistung: Immaterielle Leistung, die ein Anbieter einem Nachfrager gewähren kann. Es     beinhaltet keine Übertragung von Eigentum an irgendeiner Sache. 1.       Immaterialität/ Nichtgreifbarkeit: Sie können vor dem Kauf weder angeschaut, probiert, angefasst, gehört oder geschmeckt werden. 2.       Schwankungen der Qualität: Qualität hängt davon an, wer sie wann, wo und wie durchführt. 3.       Beteiligung von Leistungserbringer und Nutzer: Dienstleistungen können nicht von ihren Leistungserbringern getrennt werden. 4.       Nichtlagerfähigkeit/ Nichttransportfähigkeit: DL lassen sich weder lagern, noch transportieren
  • 5. Was sind Konsum-, Gebrauchs-, Verbrauchs- und Industriegüter? -          Verbrauchsgüter: Güter, die nicht dauerhaft nutzbar und nach wenigen Nutzungen verbraucht sind -          Gebrauchsgüter: Güter, die langlebig über längere Zeit hinweg genutzt werden können -          Konsumgüter: Güter, die von Endverbrauchern zum persönlichen Verbrauch oder Gebrauch gekauft werden -          Industriegüter: Güter, die von Unternehmen zur Weiterverarbeitung oder betrieblicher Nutzung gekauft werden  
  • 6. Warum ist es wichtig, Produkte nicht nur zu entwickeln und zu vermarkten, sondern auch wieder zu eliminieren? ·         Produktlebenszyklus - Nachfrage ist nicht mehr da - Höhere Kosten als Gewinne ·         mehr Produkte = Höhere Kosten (Logistik Aufwand etc.) ·         Strategische Konzentration (passt nicht mehr zum neu definierten Produktgeschäft)  
  • 1. Was ist eine Innovation? Innovation: Eine Idee, ein materielles Produkt, eine Dienstleistung oder Technologie, die als neu oder neuartig empfunden wird, d.h. sich im Fall einer Produktinnovation durch einen neuen Produktnutzen für Kunden wahrnehmbar unterscheidet. -          Echte Innovation: Originäres Produkt mir neuer Nutzenstiftung (radikale Innovation) -          Quasi-Innovation: Neuartiges Produkt, das an bestehende Produkte anknüpft, aber eine veränderte Nutzenstiftung ausweist (inkrementelle Innovation) -          Me too-Produkte: Bereits bestehenden Produkten nachempfundenes Produkt mit gleicher Nutzenstiftung (Nachahmung) 
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  • 2. Warum sind Innovationen so riskant? - Hohe Kosten - Großer Zeitbedarf mit häufig unvorhersehbaren Verzögerungen - Hohe Flopraten, da kaum Nachfrage - Möglicher Widerstand in Organisation und Management
  • 3. Wie lauten die fünf Phasen des Produktlebenszyklus? (mit Beschreibung) 1.       Entwicklungsphase: hohe Kosten, keine Gewinne 2.       Markteinführung: Produkteinführung, hohe Kosten, langsames Wachstum 3.       Wachstumsphase: Starkes Wachstum, hoher Absatz, Gewinne 4.       Reifephase: Verlangsamtes Wachstum, Gewinne sinken, Kosten steigen 5.       Degenerationsphase: Absatz geht zurück, Gewinne fallen
  • 4. Was sind Innovatoren? Eine Gruppe von potentiellen Kunden, die ein neues Produkt als Erste kaufen und damit die Verbreitung von Innovationen in Gang setzt. Sie besitzen eine hohe Risikobereitschaft.  
  • 5. Was ist die wichtigste Quelle für Innovationen/ Produktideen? Interne Quellen /Mitarbeiter: liefern ca. 50% aller Ideen über unternehmensweite Vorschlagswesen, ein „Intrapreneurial Program“, 15% Regelungen bei 3M oder Workshops zur Ideenfindung. 
  • 1. Was kennzeichnet eine Marke? Marke: Unverwechselbare Vorstellungsbilder im Kopf des Konsumenten, sie haben eine Identifikations- und Differenzierungsfunktion und sorgen dafür, dass sich die Produkte eines Unternehmers von denen anderer Unternehmen deutlich unterscheiden. Sie werden durch hinreichend lange und klar wahrnehmbare Botschaften kommuniziert und so nachhaltig und unverwechselbar als Vorstellungsbild in der Psyche der Konsumenten verankert (positioniert!). 
  • 2. Was ist ein Markenimage, was eine Markenidentität? -          Image: Gibt das in der Vorstellung relevanter Zielgruppen verankerte, externe Vorstellungsbild von der Marke wieder. -          Identität: Umfasst diejenige Merkmale, die aus interner Sicht des Unternehmens den Charakter der Marke prägen.  
  • 3. Was ist eine Herstellermarke, eine Handelsmarke, Co-Branding und eine Lizenzmarke? 1.       Produktlinienausweitung (line extension): Dehnung einer vorhandenen Marke in der bisherigen Produktkategorie durch Variationen Ziel: Bessere Marktabdeckung, Anpassung unterschiedlicher Zielgruppenbedürfnisse Risiko: Kannibalisierung innerhalb des eigenen Produktportfolios möglich, zu viele Varianten 2.       Mehrmarkenstrategie: Nutzung mehrerer Marken innerhalb einer Produktkategorie Bsp.: Henkel: Spee, Persil, Weißer Riese Ziel: Breitere Marktabdeckung. Adressierung verschiedener Preis- und Nutzensegmente in einer Produktkategorie mittels unterschiedlicher Marken Risiko: Kannibalisierung möglich  3.       Neumarkenstrategie: Vordringen mit einer neuen Marke in eine neue Produktkategorie (wird genutzt, wenn Dehnung nicht sinnvoll ist) z.B. Wander: Ovomaltine, isostar (Getränke) Ziel: Erschließung neuer Märkte, Wachstum Risiko: Hohe Einführungskosten, mögliches Floprisiko 4.       Markenausweitung/ brand extension: Nutzung einer bestehenden Marke für eine neue Produktkategorie Ziel: Erschließung neuer Märkte durch Nutzung einer vorhandenen erfolgreichen Marke und Transfer positiver Imagekomponenten auf die neue Produktkategorie (=> Kostenersparnisse, positiver Imagetransfer, Erhöhung des Bekanntheitsgrades der gesamten Marke aufgrund wechselseitiger Stärkung Risiko: Akzeptanzprobleme möglich bei mangelhaftem Fit der neuen Produktkategorie mit der Stammmarke, Schwächung der Stammmarke. 
  • 1. Was ist ein Preis? Enge Perspektive: Der Preis eines Gutes ist die Zahl an Geldeinheiten, die ein Nachfrager für eine Mengeneinheit dieses Gutes entrichten muss. Weitere Perspektive: Der Preis ist die Summe aller Werte, die ein Nachfrager für den Nutzen, den ein Produkt oder eine Dienstleistung bietet, auszugeben bereit ist.  
  • 2. Was ist eine Preisobergrenze, was eine Preisuntergrenze? Preisobergrenze: Keine Nachfrage bei Überschreitung des Preises. Preisuntergrenze: Kein Gewinn bei Unterschreitung des Preises.
  • 3. Was unterscheidet die kostenorientierte, wertorientierte und wettbewerbsorientierte Preissetzung? Werteorientierte Preissetzung (value pricing): Der von der Mehrheit der Kunden wahrgenommene Produktwert wird zugrunde gelegt ->  Wie viel ist dem Kunden der Nutzen maximal wert? -> Preisobergrenze Kostenorientierte Preissetzung (cost pricing): Nicht die Wahrnehmung des Kunden, sondern die Kosten des Produkts werden zugrunde gelegt. ->  Wie hoch sind die Kosten für den Anbieter (ggf. plus Gewinnzuschlag) -> Preisuntergrenze Wettbewerbsorientiere Preisfindung: Die Preise der Wettbewerber werden zugrunde gelegt.
  • 4. Was beschreibt die Erfahrungskurve? Die realen Stückkosten eines Produktes gehen durchschnittlich um einen relativ konstanten Betrag von 20-30% zurück, sobald sich die in kumulierten Produktionsmengen ausgedrückte Produkterfahrung verdoppelt. Massenproduktionsvorteile (economies of scale) Preisstrategie: Preise werden von Anfang an relativ niedrig gehalten, um hohe Nachfrage zu generieren => Der Erfahrungskurveneffekt sorgt dafür, dass die Preise weiter gesenkt werden können.
  • 5. Was unterscheidet eine elastische von einer unelastischen Nachfrage? Wenn sich die Nachfrage bei einer Preisänderung nur wenig ändert, spricht man von einer unelastischen Nachfrage, ändert sie sich stark, von einer elastischen Nachfrage. Formel: (Nachfrageänderung %)/(Preisänderung %)=Preiselastizität
  • 6. Was kennzeichnet skimming pricing und penetration pricing? Skimming (absahnen): Zu Beginn hoher Preis, um hohe Zahlungsbereitschaft der Nachfrager abzuschöpfen, niedrige Absatzmengen, relativ hohe Stückkosten. Es kann auch hoch anfangen und immer niedriger werden. Voraussetzungen: Geringe Preiselastizität, hohe Produktqualität, hohe Preisbereitschaft bei ausreichend Nachfragern, Produkt darf nicht zu einfach zu imitieren sein Penetration: Von Anfang an niedrige Preise, um den Markt schnell zu durchdringen (aggressiv). Ziel: Hoher Marktanteil in kurzer Zeit, große Absatzmengen, Preis liegt anfangs häufig unter den Kosten, Gewinne werden erst in späteren Phasen realisiert. Voraussetzungen: Hohe Preiselastizität, hohe Produktionsstückzahl muss entscheidende Kostensenkungen mit sich bringen, Konkurrenz muss über den niedrigen Preis ausgeschlossen werden, es dürfen keine Konflikte mit angestrebtem Markenimage oder der Eindruck minderwertiger Ware entstehen  
  • 2. Wofür stehen die Abkürzungen „AtL“ und „BtL“? AtL: Above the Line (klassische Werbung): -          Zeitungen/Zeitschriften (Print) -          Fernsehen -          Radio -          Kino -          Out-of-Home (Öffentl. Raum wie Plakate) BtL: Below-the-Line: (nicht-klassische Werbemaßnahmen) -          Alle anderen
  • 3. Was wird mittels Recall- und Recognition-Werten gemessen? -          Recall-Werte/Markenerinnerung: Die aktive Markenbekanntheit bedeutet, dass eine Marke frei und ungestützt erinnert werden kann (Markenrecall). -          Recognition-Werte/Markenwiedererkennung: Die passive Markenbekanntheit (Markenrecognition) bezieht sich auf das gestützte Wiedererkennen einer Marke, z.B. wenn Spots, Anzeigen usw. gezeigt werden.  Es wird also die Werbewirkung gemessen.
  • 4. Was ist kennzeichnend für eine Pull- was für eine Push-Strategie? Push-Strategie: Hersteller richten Marketingaktivitäten an Absatzmittler (z.B den Handel) um diese dazu zu bringen, das Produkt aufzunehmen und zu vermarkten. Produkte werden in die Regale der Händler „hineingedrückt“. Pull-Strategie: Hersteller richten Marketingaktivitäten an Konsumenten (-> Werbung), die beginnen das Produkt nachzufragen. 
  • 5. Warum macht es Sinn, dass im Marketing nicht nur mit ökonomischen, sondern vor allem mit psychographischen Zielen gearbeitet wird? - Wollen das Marke / Image eine Wiedererkennung hat- Zielgruppenfokus => langfristige, profitable Kundenbindung- Psychographische bauen auf ökonomische auf- Brand equity (Wert einer Marke)
  • 1. Was ist eine horizontale, was eine vertikale Absatzstruktur? Vertikale: Gibt die Anzahl an (Vertiebs-)Stufen an, die zwischen Hersteller und Endverbraucher geschaltet sind (-> Kanallänge) (z.B. Deo wird abgesetzt über DM, => Hersteller -> DM -> Endverbraucher => 1 Stufe)   Horizontale: Die Breite des Absatzkanals wird zuerst durch die Auswahl der Art des Absatzmittlers pro Absatzstufe bestimmt (=Festlegung der Betriebsform) (Groß-/Einzelhandel?) Die Tiefe des Absatzkanals wird danach durch die Auswahl des Betriebstyps (z.B. Drogerie, Discounter) und die Festsetzung der Anzahl an Absatzmittlern bestimmt. z.B. Marsriegel: Einzelhandel – Intensive Distribution
  • 2. Erläutern Sie kurz die Begriffe: Intensive, selektive und exklusive Distribution. Intensive Distribution: Hoher Distributionsgrad (Universalvertrieb). Produkte sollen möglichst überall erhältlich sein (z.B. Süßigkeiten => Supermärkte, Tankstellen, Kioske, Fachgeschäfte) -> Zahlreiche Absatzmittler Selektive Distribution: Auswahl einiger Absatzmittler auf Grund definierter Kriterien wie Abnahmemenge, Geschäftsgröße oder Lage der Geschäfte -> Wenige, ausgewählte Absatzmittler Exclusive Distribution: Sonderfall der selektiven Distribution. Starke zahlenmäßige Beschränkung von Absatzmittlern, z.B. durch gebietsbezogene Exklusivrechte. Wird besonders bei Luxusprodukten öfter praktiziert. -> Sehr wenige Absatzmittler, ggf. nur ein Exklusivhändler
  • 3. Was kennzeichnet einen direkten, was einen indirekten Vertrieb? Direkter Vertrieb: das Produkt geht vom Hersteller direkt vom Endverbraucher, ohne Umwege durch einen Absatzmittler. Indirekter Vertrieb: das Produkt geht vom Hersteller über mindestens einen Absatzmittler zum Endverbraucher.